Victron Multiplus-II 3-Phasen ESS / Erweiterung ohne AC-in und separaten Batteriemodulen möglich?

  • Hallo zusammen,


    ich würde gern mein 3-phasige ESS System, bestehend aus 3 Victron Multiplus-II 3kVA und 23,6kWh Pylontech, erweitern.


    Aktueller IST-Zustand:

    - aktuelle Anlage im Wohnhaus

    - 3x MP-II 3kVA (3-phasig)

    - AC-in: öffentliches Netz

    - AC-out1: Haus-Netz

    - Batterie: 2x US2000, 2x US2000C, 4x US3000C


    Wunsch:

    - 3 weitere MP-II 3kVA (3-phasig, parallel geschaltet) in Nebengebäude

    - AC-in: nicht belegt

    - AC-out1: Haus-Netz

    - Batterie: weitere Pylontech oder andere LiFePo's ohne Verbindung zu den Modulen im Wohngebäude

    - VE.Bus Verbindung zw. MP-II im Wohngebäude und Nebengebäude möglich

    - Steuerung und Auswertung über CCGX im Wohngebäude


    Wie würdet ihr das lösen? Ist es so überhaupt möglich? Meinungen zur Wunschvorstellung?

    8,10 kWp (Süd / 45°) -> 30x 270 Wp Heckert Solar / Kostal Piko 8.5

    7,00 kWp (Süd / 90°) -> 50x 140 Wp Solartronics an Victron 250/100 Laderegler

    1,76 kWp (Süd / 90°) -> 4x 440 Wp Trina Vertex S+ an 2x Hoymiles HM-800

    0,32 kWp (Süd / 5°) -> 1x Trina Solar 320 Wp an Envertech EVT300

    0,42 kWp (Süd / 15°) -> 3x 140 Wp Solartronics an Victron 100/20-48V Laderegler

    23,6 kWh Speicher -> Pylontech 2x US2000 / 2x US2000C / 4x US3000C an 3x Multiplus-II 3kVA

  • Die MultiPlus2 werden auf ein vorhandenes Netz nicht aufschalten. Da wirst du ein komplettes System installieren müssen.


    Vielleicht könnte es über den AC-In funktionieren dann brauchst du trotzdem noch ein zusätzliches GX-Gerät und Leistungsmessung. Die neuen MultiPlus2 würden sich auf das Netz der vorhandenen MultiPlus2 synchronisieren.



    Neue MultiPlus2 könnte man in das vorhandene System einbinden, allerdings in unmittelbarer Nähe zu den vorhandenen. Dort würden sie zusammen synchronisieren und das Netz stellen. Würde eine Verdoppelung der Leistung entsprechen. Die Kapazität des Akku-Systems entsprechend vergrößern.


    Vielleicht hat jemand anderes noch ne Idee?

  • Eine (neue) Batterie ohne Verbindung zur (alten) Batterie widerspricht direkt der Vorstellung von alten MP-II und neuen MP-II im Parallel-Verbund. im Parallel-Verbund werden die WRs zu "einem System" und ein Victron-System "kennt" nur eine Batterie...


    Grundsätzlich sehe ich auch keine anderen Wege, als die von Frank hat nen Stein bereits genannten. Entweder

    a) die Systeme komplett trennen und zwei komplett eigenständige Systeme aufbauen oder

    b) alles zu einem (großen) System zusammenführen.


    Für welchen Weg ich mich entscheiden würde, wäre bei mir eine Frage der Motivation hinter dem Ausbau (Leistung vs. Akku-Kapazität) und der "IT-Affinität". "a)" wird m.E. ohne Modbus-Programmierung und eine übergeordnete Kontroll-Instanz wie ioBroker, HomeAssistant, etc. nicht funktionieren ...


    Bei "b)" gibt es weiterhin eine originale, unmodifizierte Steuerung. Eine USV-Anwendung ist somit weiterhin problemlos und mit allen MP-II möglich und somit vorteilhaft, wenn es die Leistung (im USV-Fall) braucht.

    Bei "a)" hingegen hat man in jeglicher Hinsicht mehr Freiheit. Nicht nur Einbauort, auch Batterie-Kompatibilität, etc. sind gänzlich unabhängig vom Bestand. Allerdings wird man nicht darum herum kommen, die Steuerung zu modifizieren.


    Vielleicht könnte es über den AC-In funktionieren dann brauchst du trotzdem noch ein zusätzliches GX-Gerät und Leistungsmessung. Die neuen MultiPlus2 würden sich auf das Netz der vorhandenen MultiPlus2 synchronisieren.

    Den Vorschlag mit "AC-In" sehe ich als einzige (sinnvolle) Möglichkeit. Die WRs können über "Einspeisung" das Hausnetz unterstützen oder über "Netzbezug" "einspeichern". Am AC-out wollen die WRs selbst "Master" spielen, was gegenüber dem zweiten MP-II-Verbund nicht funktionieren kann.

    Auf den zweiten Zähler sollte man mMn verzichten. Die Steuerung der beiden (parallelen) Victron-Anlagen wird sich gegenseitig hochschaukeln ("Regelschwingungen") - zumindest gibt es die Gefahr dazu und ich sehe keinen Weg, das mit Victron-Bordmitteln adäquat zu unterdrücken. Mein Vorschlag - s. oben - wäre die nachgeschaltete Victron-Anlage über "extern" (ESS Mode 3) nur grob zu steuern und die (bestehende) Anlage die "Feinarbeit" machen zu lassen.



    P.S. - Nur der Vollständigkeit halber:

    Gerade wenn es dir um Batteriekapazität geht: Es gibt keine Notwendigkeit, 3ph-Anlagen immer mit 3, 6, 9 Wechselrichtern zu betreiben. Auch mit z.B. 4 Wechselrichtern lässt sich ein 3ph-System (2x L1, 1x L2, 1x L3) betreiben.

  • Hallo zusammen, das ist natürlich schade, dass Victron so ein Szenario nicht unterstützt. Mir geht es hauptsächlich um die Erhöhung der möglichen Last im Inselbetrieb, da die 3 bestehenden MP-II bei größerer Last dann schon aussteigen würden, bevor die anderen MP-II ins Hausnetz einspeisen. Die Regelung über Modbus wäre dafür definitiv zu langsam. Falls noch jemand eine Idee haben sollte, wie man das realisieren kann, dann nehme ich gern Tipps und Vorschläge entgegen.

    8,10 kWp (Süd / 45°) -> 30x 270 Wp Heckert Solar / Kostal Piko 8.5

    7,00 kWp (Süd / 90°) -> 50x 140 Wp Solartronics an Victron 250/100 Laderegler

    1,76 kWp (Süd / 90°) -> 4x 440 Wp Trina Vertex S+ an 2x Hoymiles HM-800

    0,32 kWp (Süd / 5°) -> 1x Trina Solar 320 Wp an Envertech EVT300

    0,42 kWp (Süd / 15°) -> 3x 140 Wp Solartronics an Victron 100/20-48V Laderegler

    23,6 kWh Speicher -> Pylontech 2x US2000 / 2x US2000C / 4x US3000C an 3x Multiplus-II 3kVA