PV-Überschuss in Warmwasserspeicher oder einspeisen?

  • Hallo zusammen,


    wir werden bei uns nächstes Jahr auf dem Neubau eine PV mit ca. 20 kwp installieren.

    In den nächsten Wochen müssen wir uns jedoch bereits für einen Warmwasserspeicher entscheiden. Macht es Sinn die Mehrkosten für einen Warmwasserspeicher zu bezahlen, der solar beladen werden kann?

    Oder ist es generell sinnvoller den Überschuss besser einzuspeisen bevor man diesen zur Erhitzung von Warmwasser nutzt, dass nach einiger Zeit wieder abkühlt?

    Konkret geht es mir um die Warmwasserspeicher von Vaillant (UniStor VIH oder AuroStor VIH). Vielleicht kennt die ja jemand und kann von Erfahrungen berichten :)


    LG

  • Ich habe einen Holzvergaser und passend dazu ein 2200l Schichtspeicher, in diesem steckt eine 9kw Heizpatrone die über mypv AC Thor9s angesteuert wird. Welches Heizungssystem wirst du habe? Meiner Meinung lohnt es sich einen Speicher elektrisch zu laden wenn Überschuss ist. Die 0,08€ Einspeisevergütung ist weniger als alles andere was du zum Heizen verbrauchst.

  • Wir bekommen eine LWWP AroTherm Plus 55/6.

    Unsere Heizlast liegt bei 5 kW. Der Warmwasserspeicher hat 300 Liter Volumen.

    Die Frage ist, ob ich nicht bei jedem Speicher nachträglich einen Funk-Heizstab für die Erwärmung über PV nachrüsten kann? Oder hat es Vorteile wenn der Speicher direkt solar beladen werden kann?

  • 1. Warmwasserspeicher die irgendwas mit Solar im Namen haben, sind meist für Solarthermie. Du bräuchtest ja eher was mit Heizstab, nicht dass du dich mit deinem Heizungsbauer missverstehst.


    2. Eignet sich Trinkwasser nur sehr begrenzt zum Speichern von Wärme. Über 65° fällt vermehrt Kalk aus und unter 40° ist es halt nicht mehr wirklich warm. Zum Speichern wäre ein Puffer sinniger.

    Es gibt Dinge, die macht man besser selber - Photovoltaikanlagen bauen zum Beispiel.

  • Oder ist es generell sinnvoller den Überschuss besser einzuspeisen bevor man diesen zur Erhitzung von Warmwasser nutzt, dass nach einiger Zeit wieder abkühlt?

    Wenn Du eine Wärmepumpe bekommst, dann mach das Warmwasser (wir reden doch vom Brauchwasser, oder?) mit der Wärmepumpe und verkaufe den übrigen Strom.

    Der Heizstab wandelt 1kWh elektrische in 1kWh thermische Energie um. Die Wärmepumpe macht aus 1kWh elektrischer Energie 4-5kWh Wärme.

    Alles andere -insbesondere Überschussenergie in Form von Warmwasser für Heizzwecke "speichern" zu wollen, macht sowieso keinen Sinn. Die Tonnen von Estrich und Beton in Deinem Haus sind ein viel größerer Wärmespeicher und sind schon da. D.h., tagsüber die Solltemperatur minimal anheben, und nachts dafür die Leistung der WP reduzieren.

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY)

  • Genau richtig.


    Die Mehrkosten für Heizstab und Steuerung fressen alle möglichen Einsparung wieder auf.


    Seit Wegfall der 70% Regel fürs Einspeisen, gibt es keinen Grund mehr, einen Heizstab einzusetzen, schon gar nicht bei einer WP.

    26 x 380 Watt Süd/West, 10 x 425 Watt Süd, 19 x 420 Watt Nord/Ost -> 22,1 kWp

    SMA Tripower STP 8 & 10, kein Akku :)

  • Guten Morgen


    ich habe auch einen Holzvergaser mit 2 x Puffer a 800L und einen Brauchwasserspeicher a 300 L in einem Puffer habe ich einen 3 KW Heizstab eingebaut dieser erhitzt das Wasser auf 95 Grad ,den Heizstab schalte ich über eine WLAN Steckdose per APP ein und aus . Der Brauchwasserspeicher hat einen Wärmetauscher und holt sich dann warmes Wasser aus dem Puffer somit hat das Wasser immer 65 Grad .


    Gruß

    Andi

  • Genau richtig.


    Die Mehrkosten für Heizstab und Steuerung fressen alle möglichen Einsparung wieder auf.


    Seit Wegfall der 70% Regel fürs Einspeisen, gibt es keinen Grund mehr, einen Heizstab einzusetzen, schon gar nicht bei einer WP.

    Mehrkosten sind es nicht finde ich, der Heizstab kostete 250€ und die WLAN Steckdose 30€ und funktioniert super

  • Mehrkosten sind es nicht finde ich,

    Es geht ja darum, dass der Fragensteller sowieso eine LWWP haben wird, mit der er Warmwasser um ein Mehrfaches effizienter bereiten kann, als mit einer elektrischen Direktheizung. Sprich: er hätte nicht nur die sinnfreie Investition in Heizstab und Steuerung, sondern auch weniger Überschuss zum Einspeisen. Also schießt er sich damit gleich in beide Socken.

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY)

  • Die 280 € müssen aber auch erst mal eingespart werden, das dauert bei wenigen Cents pro Tag ganz schön lange.

    26 x 380 Watt Süd/West, 10 x 425 Watt Süd, 19 x 420 Watt Nord/Ost -> 22,1 kWp

    SMA Tripower STP 8 & 10, kein Akku :)