Beginn Planung

  • Hallo in die Runde,


    wir überlegen eine PV Anlage auf unser Hausdach errichten zu lassen, aber irgendwie tue ich mich schwer, die vielen Informationen hier aus dem Forum geordnet zu bekommen.


    Wir haben ein Walmdach mit 25° Dachneigung allseitig auf dem Haus. Hausgröße ist 8,15m x 10,20m zzgl.. Dachüberstand rundrum 0,50cm. Dach also ca. 9,15x11,20m

    Das Haus wird mit einer WP beheizt. Durchschnittliche Energieverbräuche Heizung + Haushaltsstrom der letzten Jahre sind monatlich aufgezeichnet und damit bekannt. In Summe ca. 5700kWh

    Standort des Hauses 017XX nähe Dresden


    Soweit ich gelesen habe, macht es Sinn soviel wie möglich zu belegen. Aufgrund des recht kleinen und ungünstigen Dachs bekomme ich vermutlich nur 6 Module auf Ost und West und 7-8 Module auf Süd und ggf. Nord. (im Norden ist noch die Entlüftung und im Süden die Sat-Anlage im Weg)



    Das Dach hab ich mal versucht in der 3D Software von PV Sol nachzubauen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wegen der tatsächlich nutzbaren Fläche. Zum einen bekomme ich rechnerisch eine etwas größere Höhe raus, als mir die Software ermittelt, zum anderen sind sind auch noch Entlüftung, Sat-Anlage, Schneefangzäune im Weg und die Gratziegel zu berücksichtigen. Ob hier mehr als die 6 (Ost)+6(West)+7/8 (Süd)+7/8 (Nord) 26-28 Module machbar sind müsste also genau nachgemessen werden.

    Muß man das Ausmessen selber machen oder kommt dann jemand vor der Auftragsausführung vorbei und misst nochmal genau aus? (die große Höhe ist nicht so meins =O)

    Zum anderen will die Software dann auch schon Wechselrichter und Verkabelung. Da bin ich aber irgendwie am Ende mit meinem Latein, da den richtigen Wechselrichter zu finden.

    Hat das irgendwelche Auswirkungen auf die Berechnungen, wenn man irgendeinen Wechselrichter erstmal einsetzt?


    Für die ersten Probeberechnung hab ich in PVSol Pi mal Daumen mit 400W/Modul gerechnet und durchschnittliche Anschaffungskosten von 2000€/KWp.

    Ertrag kam da irgendwo um die 8500kwh/Jahr raus mit knapp ca. 23% Eigennutzung.

    Macht ca. 1206€ im Erstjahr (1900kwh x 0,35€ + 6600x 0,082€)

    Mit noch paar Kosten hier und da und entsprechender Abzinsung kommt eine Amortisationszeit jenseits der 20 Jahre raus. Das kann doch niemals passen oder? Hab ich einen Denkfehler? Falls das von Interesse ist selbst erzeugter Strom des Gesamtbedarfs wären laut Berechnung 34% von 5700kwh.


    Irgendwie drehe ich mich gefühlt im Kreis. Aus meiner Sicht benöge ich erstmal ein erstes Angebot, um überhaupt richtig losrechnen zu können.

    Wie fängt man bei der Suche nach Anbietern an? Clen solar aus Plauen hab ich hier für den Raum Sachsen gelesen. Gibts sonst noch empfehlenswerte Anbieter in Sachsen/Dresden oder Südbrandenburg?

    Macht man bei dem ungünstigen Dach die Suche abhängig von Modulgrößen oder vom Hersteller der Module?


    Dazu noch eine weitere Frage.

    Meine Wämepumpe braucht regelmäßig eine Abschaltung (Direktverdampfer), kann also nicht selbstmodulierend den ganzen Tag durchlaufen.

    Selbst wenn ich die Heizzeiten vorwiegend auf den Tag lege, wird es Zeiten geben, in denen die W-Pumpe läuft und in denen die W-Pumpe still steht.

    Theoretisch könnte es also sein, dass zu gewissen Zeitpunkten im Jahr durchschnittlich genug Strom erzeugt wird, aber durch Abschalten der Heizung ein Überschuss entsteht, der ins Netz eingespeist wird und 5 Minuten später durch Anschalten der Heizung wieder ein Strombezug ausgelöst wird, weil nicht genug erzeugt wird. Dann könnte ein kleiner Speicher ggf Sinn machen, der die Spitzen nach oben und unten abfängt uund sich mehrmals am Tag läd und entläd. Wie kann man ermitteln wann bzw ob der Sinn machen würde und wann nicht?


    Als weitere Dächer gäbe es noch eine 9m lange Doppelstahlgarage bei der zwar die letzten 3x6 Meter ab mittags aus dem Schatten wären, bei der aber vermutlich die Last ein Problem darstellen dürfte. Daneben auch noch ein 6x4m Alu-Glas Terassendach in Westausrichtung. Das würde ich mir aber auch nicht unbedingt mit Modulen vollpacken, es sei denn die, werden irgendwann durchsichtig.


    Ich bin für jede Hilfe dankbar,


    v.G.

  • Hallo, stelle doch bitte mal ein Bild/Foto deines Dachs ins Forum. Die Sat-Ant kann an die Wand (ebenfalls gutes Signal!). Die Schneefangzäune verhindern, dass du auch im Winter PV-Strom produzierst. Ich persönlich würde die demontieren.


  • Anbei schonmal das Dach. Die geplante Belegung kommt dann noch, wenn ich zu Haus bin.

    Im Norden ist ein Bungalow und im Süden ein ebenfalls ein 2 Geschosser mit Walmdach

  • Muß man das Ausmessen selber machen oder kommt dann jemand vor der Auftragsausführung vorbei und misst nochmal genau aus? (die große Höhe ist nicht so meins =O )

    Das einfachste ist:


    Einmal auf die Leiter, einen Ziegel ausmessen (nur das sichtbare Maß) und dann die Ziegel zählen: Dann hast du am Ende die genauen Maße deines Daches plus minus ein bisschen.

    Wenn Bedarf an Modulen, Wechselrichtern, Montagematerial etc. besteht, gerne einmal per PN melden

    Wer bei mir kauft unterstützt meine Arbeit hier im Forum


    Eigenbauer aus Überzeugung, siehe hier (Bilder: Seite 55 & 73)

    Zusammenfassung zum Eigenbau siehe hier, Sammelthread Eigenbau hier.

  • Norden ist noch die Entlüftung und im Süden die Sat-Anlage im Weg)

    Muss und sollte nicht so bleiben.

    Kein Modul für SatAn opfern!

    Ausmessen selber machen

    Ins Baugesuch schauen?

    Dann könnte ein kleiner Speicher ggf Sinn machen

    Ist nicht dein Ernst wegen 5 Minuten!


    Anteilnahme zur nachteiligen Dachform. Gehört verboten so zu bauen.


    Eine Reihe auf die Garage?


  • Ist nicht dein Ernst wegen 5 Minuten!

    Ein Speicher muß möglichst oft ge- und entleert werden, damit er sich aus heutiger (Preis)Sicht lohnt. Das ist mir bewußt.

    Das ist aus meiner Sicht mit einem großen Speicher deutlich schwerer, als mit einem kleinen Speicher, auch wenn der vielleicht nur 10-15 Minuten reicht. Viel länger läuft auch die Heizung nicht durchgängig. Wenn die Grundlast kleiner wäre, würde der Speicher sich danach wieder aufladen und wäre für den nächsten Heizungsstart wieder gefüllt.

    Vermutlich wird es aber zu wenig Situationen im Jahr geben, wo Grundlast < Erzeugung, aber Heizung + Grundlast > Erzeugung ist.


    Anteilnahme zur nachteiligen Dachform. Gehört verboten so zu bauen.


    Eine Reihe auf die Garage?

    Tja, die Dachform kann ich mir leider nicht mehr aussuchen. Uns war damals die 2 Stöckigkeit des Hauses wichtiger als die Dachform. Hätte man sicher auch mit als 2 stöckiges Haus mit Satteldach machen können, fand ich aber ästhetisch nicht berauschend. Die Entwicklung hin zur PV auf fast jedem Dach hab ich vor 10 Jahren auch nicht vorausgesehen.


    Die Garage ist wie oben schon angemerkt eine Stahlgarage. Hier müsste ich erst die Befestigungsmöglichkeiten prüfen.

    Von hinten gesehen sind bei 2m und bei 4m jeweils Träger unter den Trapezblechen, auf die man ggf aufsetzen könnte. Die Stelle wäre früh kurz in der Sonne, dann bis Mittags größtenteils verschattet und ab Mittag bis Abends wieder in der Sonne.

    Das Dach ist leicht Richtung Westen geneigt. Dazu ist die Garage eine Grenzbebauung. Sofern überhaupt machbar, ständert man das auf oder legt die Module plan auf?

  • Einmal auf die Leiter, einen Ziegel ausmessen (nur das sichtbare Maß) und dann die Ziegel zählen: Dann hast du am Ende die genauen Maße deines Daches plus minus ein bisschen.


    Die Maße für die Dachziegel hab ich im Netz gefunden, da steht auch, wieviel davon max und min Überlappung ist.

    In der Breite ist zwischen max und min nur 2mm Unterschied. Das mach bei 30 bzw. 37 Steinen 6 bzw. 7,4 cm aus.

    In der Höhe ist es mit 2cm zwischen min und max deutlich mehr. Bei 11 Steinen in der Höhe reden wir also 22cm.

    Nimmt man immer den Mittelwert ist die Abweichung entsprechend halbiert.

    Die ersten Reihen unten lassen sich noch ganz gut zählen. das passt ungefähr mit meinen Berechnungen überein.

    Wenns aber dann jeweils an der oberen Ecke des Moduls auf jeden cm ankommt, ob es reicht oder nicht, ist das dann vermutlich eine zu ungenaue Methode.

  • Wenn du einen Laser-Entfernungsmesser hast, dann kannst du zumindest in der Theorie in der Regenrinne messen (Traufbreite) und von der Regenrinne hoch messen gegen die Unterkante des Firstziegels.


    Gruß,

    Moritz

    Wenn Bedarf an Modulen, Wechselrichtern, Montagematerial etc. besteht, gerne einmal per PN melden

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    Eigenbauer aus Überzeugung, siehe hier (Bilder: Seite 55 & 73)

    Zusammenfassung zum Eigenbau siehe hier, Sammelthread Eigenbau hier.