DO Einstellung zur Ansteuerung einer BWWP über ISolarCloud Portal

  • Hallo,


    ich muss leider noch einmal nerven.

    Ich habe mir heute das Youtube Video angesehen Thema:

    Kaskadenschaltung Wärmepumpe Photovoltaik / PV Überschuss Wärmepumpe und Haus mit Heizstrom Nutzen

    Der Elektriker im Video behauptet, dass bei der Kaskadenschaltung (ich habe dieses Meßkonzept bei mir umgesetzt) und entsprechendem Überschußstrom auf dem Dach, der vorhandene Einspeisungsstrom automatisch von der Wärmepumpe genutzt wird, bevor noch weitere vorhandene Überschuss Reste über den Z1 ins Netz eingespeist werden.

    Wenn dies tatsächlich so ist, dann wäre der Anschluß der Wärmepumpe über DO und Steuerung über ein Schütz nicht zwingend notwendig. Mach ich hier einen Denkfehler, wie seht Ihr dass?

    Wenn das im Video Quatsch ist, habe ich noch eine Frage zum Schütz, ist ein DC gesteuertes Schütz mit 24 Volt, dem

    AC gesteuerten Schütz mit 230 Volt vorzuziehen und was bedeutet ein Schütz entsprechend der benötigten Last auswählen?

    Ist die Last meine 9KW Wärmepumpe.


    Danke für eure Geduld mit einem Laien.


    Frohe Weihnachten


    Mhotte





  • Natürlich nutzt (wenn es richtig angeschlossen ist in der Kaskade) die WP auch deinen PV Strom.

    Aber woher soll sie denn wissen wo der Strom herkommt? Richtig, das weiß sie nicht. Sie läuft also einfach immer so wie sie es für richtig hält, egal ob mit PV oder Netzstrom.

    Was der SG Ready Kontakt normalerweise bewirkt ist dann eine Anhebung der Temperaturen der WP. Man heizt quasi mehr als nötig, solange der billige PV Strom da ist.

    Wenn du die Wärmepumpe wirklich über ein Schütz schalten würdest, dann würde die nur noch laufen wenn der DO Kontakt freigibt. Viel Spaß damit an kalten dunklen Wintertagen!


    PS: Du hast kein Video verlinkt falls du das vorhattest...

  • Mit dem DO-Port schaltest du explizit Verbraucher an oder gibst einem Verbraucher ein Signal dazu die Regelung zu verändern (meist mit erhöhten Strombedarf) und diesen steuerst du über den PV Überschuss.

    Die Kaskadenschaltung wird bei unterschiedlichen Tarifen benötig und alles in deinem Haus, was für den Wechselrichter eine Last ist, wird immer mit PV Strom versorgt und nur wenn dieser nicht ausreicht kommt Netzbezug hinzu.

    Mit der Kaskade kannst du aber keineswegs den Strombedarf eines Verbrauchers steuern, das macht der SHxxRT rudimentär über den DO-Port. DC24V oder AC230V geht beides.

    Ich persönlich würde aber eine 9KW Wärmepumpe nicht per DO-Port AN/AUS schalten, denn Wärmepumpen schaltet man eigentlich an und die Pumpe entscheidet wann sie aus geht. Hat diese WP keinen SG-Ready?

  • Hallo, anbei der Link des Videos:


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  • Erstmal musst du wissen was genau du machen willst und das mal erklären.

    Bisher hast du (zumindest nicht für mich verständlich) erklärt, was du eigentlich vorhast.

    Ich glaube sowohl PV-Go als auch ich wissen wie ne Zählerkaskade funktioniert. Aber ich habe so das Gefühl, dass du das nicht ganz verstanden hast..

  • Hallo,


    mein Ziel ist, den Verbrauch des Netzbezuges für die Wärmepumpe zu minimieren und für die Zukunft überlege ich mir noch verbilligten Wärmepumpenstrom über das Netz zu beziehen, wenn es Sinn macht. Die Investition wäre dann noch ein FRE. Der prognostizierte Stromverbrauch der WP liegt, ohne Beteiligung von PV, bei 5500 bis 6000 KWh. Bei der Wärmepumpe handelt es sich um die LWD 90A - HMD1. Bei der Inbetriebnahme der WP hat der Servicetechniker prophylaktisch ein Kabel an eine Platine des Luxtronic 2.1 angeschlossen, für einen pot. Anschluss an den Wechselrichter. Ich gehe davon aus, dass die WP einen SG Ready Anschluss hat und das das Kabel dort auch angeschlossen ist.

    Wenn ich eine Verminderung des Netzbezuges durch die Kaskadenschaltung realisieren kann , wäre das für mich einfacher und preiswerter.

  • Die Kaskadenschaltung macht aber doch keine Steuerung der WP!

    Nochmal:

    Wenn du diese Kaskadenschaltung machst dann kann die WP sowohl mit Netzstrom wie auch mit PV Strom laufen. Mit PV Strom aber nur, wenn PV Strom da ist. Und woher soll die das wissen?

    Ja, dafür gibts den SG Ready Kontakt. Aber der macht eben (in der Regel) nur eine Überhöhung der Temperatur.

    Die Diskussion mit dem Schütz mit dem du offensichtlich die ganze WP abschalten würdest hast du aber weiter oben auch angefangen und das würde eben bedeuten, dass du im Zweifel im kalten sitzt.


    Lies dir doch nochmal alle Beiträge durch. Eigentlich wurde alles schon mehrfach geschrieben.

  • Grundsätzlich:


    es muss unterschieden werden in:

    a) eine aufgrund des intelligenten Modus des DO (falls er richtig funktioniert.. siehe FW Probleme) zu schaltende Zusatzlast oder 'Aktivierung' eines Schaltprozesses.

    b) Umschaltung eines Lastzustandes infolge diese Steuersignals (schwach auf stark)

    c) Vorgaben für andere Verbraucher: Höher oder tiefer schalten eines externen Lastaggregates.

    d) Umschaltung eines wirksamen Sollwertes (Normal auf höhere Vorlauftemp. oder Speichertemp. Speicher-fühler OBEN auf Speicher fühler unten)


    Diese musst du dir mit einem Ausführenden auf Eignung selbst abchecken. Da keine komplexere Logik im SG SH xxRT als

    [ A) im Zeitfenster: = Zeitplan, oder B) möglicher Überschuss als > Grenzwert festgestellt und schon eingespeist UND im Zeitfenster : = sog. Intelligenter Modus] möglich ist, musst du dir etwas austüfteln.


    Grundsätzlich würde ich den Do-Kontakt bei kleinen Überschüssen nach a) b) und d) verwenden. Zeitweilige Leistungsbezüge sind zu erwarten. Dieser Prozess ist keine eigentliche Regelung, sondern eine Steuerung oder Lastführung.

    Dazu könntest du deine Einzelleiter der Heizpatrone mit extra-Wahlschaltern versehen lassen, ob diese freigegeben werden können. Mit der Vorwahl wird dann der Lastsprung vordefiniert. Manuelle Eingriffe sind je nach Jahreszeit nötig.


    Falls die Leistung größer wird, würde ich eine externe Logik UND Rückleistungsbegrenzungsregelung aufbauen, welche nach b) c) d) arbeitet. Dazu können wir uns extra unterhalten. Dazu muss man von der Stell/Steuertechnik, das Denken auf REGELN ändern. Sonst kommt es zu großen Rückleistungsbezügen, wenn der Tag von der Norm abweicht, oder es taktet alles grauslich.


    Allg. sind die Zeiten 'nach' der üblichen Batterie-vollladung und etwa 1-2h VOR Leistungseinbruch bei Sonnenuntergang einzugrenzen. Also z.B. Batterie typisch voll @ 11:00h --> Beginn frühest 10:30h. Sunset 16:00h, folglich Ende Zeitfenster 15:00h typisch.


    Durch einen Vorzug oder Frühstart der Zusatzlast kann man die eigentliche Batterieladung auf die Mittagsspitze schieben, damit die Batt, als Puffer bei hohem Ertrag noch schluckfähig ist. Für Schönwetter sinnvoll.

    Das ist eine Art Betriebsführung, welche mind. monatlich anzupassen ist. Die Verbraucher müssen grundsätzlich nicht in Sequenz arbeiten, sondern dürfen gemäß den realistischen Leistungen auch gleichzeitig.


    Sehe auch hier in dem thread: