PV Anlage soll erweitert werden # Ideen und Kaufempfehlung

  • Hallo zusammen,


    wir haben vor unsere PV Anlage (gebaut mit dem Haus im Jahr 2018) zu erweitern.

    Die Anlage (Solarwatt) besteht aus 24 Modulen a' 305Wp bzw. ~ 7,3 kWp. Aufgeteilt mit jeweils 12 Modulen an einem String ist das Ganze an einem Fronius Symo 7.0-3-M angeschlossen. Ein Speicher von Solarwatt mit 7,2kWh steht auch im Keller.

    Als Erweiterung schwebt mir folgendes vor:

    - Auf das Pultdach (Südost Ausrichtung) bekomme ich nochmal 8 Module unter. Eine dritte String Leitung für die neuen Module ziehe ich nachträglich noch aufs Dach.
    Angedacht sind Trina Vertex Module mit 430Wp.


    - Im Winter liegt oft tagelang Schnee auf den Modulen und durch das flache Pultdach rutsch da auch lange Zeit nix ab. In der Zeit nix Strom. Deshalb steht die Überlegung am Gebäude maximal 4 Module flach an die Südost-Fassade zu klatschen. Um wenigstens einen Teil der Grundlast im Winter abdecken zu können. Oder macht das keinen Sinn.


    In Summe hätte ich dann 12,5kWp => 24 bestehende Solarwatt Module plus die 12 neuen. 10,7kWp auf dem Dach und 1,7kWp an der Fassade.

    Die Frage die mich beschäftigt ist was ich jetzt für einen Wechselrichter einsetzen soll. Entsprechend der Leistungsklasse und mit der Anschlussmöglichkeit von 4 Strings.

    Der damals installierende Betrieb macht nicht mehr viel mit PV bzw. sind die raus. Deshalb will ich das in Eigenregie planen und auch umsetzen (als quasi Elektriker im Ruhestand). Deshalb bitte eure Meinung dazu bzw. wie würdet Ihr das umsetzen ? Gerne auch bitte Alternativen und Empfehlungen aussprechen, bestellt ist sowieso noch nichts. thx!

  • Sie 4 Fassaden Module an MPP1 und die 8 Pultdach an MPP2 eines Fronius Primo 4.0 oder 4.6
    Die 4 Trinas liefern 168 V MPP Spannung, der Primo benötigt 80V
    Der Primo kann über seinen Datamanager problemlos ins Solarweb eingebunden werden.

    23 x LG NEON2 365W +2 x 435er Trina = 9,2 kWp mit TIGOS an Fronius Symo GEN24 8.0 Plus FW 1.28.1;
    13 x Trina Vertex S+ TSM-435NEG9RC.27 435 Wp Doppelglas, bifazial = 5,7 kWp an Fronius Symo GEN24 5.0
    BYD HVS 7.7
    Jeisha Monoblock J 5kW WH-MDC05J3E5 mit Heishamon; iOBroker; Solaranzeige

  • Sie 4 Fassaden Module an MPP1 und die 8 Pultdach an MPP2 eines Fronius Primo 4.0 oder 4.6
    Die 4 Trinas liefern 168 V MPP Spannung, der Primo benötigt 80V
    Der Primo kann über seinen Datamanager problemlos ins Solarweb eingebunden werden.

    also einen zweiten WR für die Erweiterung. Und stimmt, der Primo ist kompatibel mit Solarwatt. Bedeutet das dem Primo bereits zwei Module ausreichen um die benötigte Spannung zu haben bzw. anzuspringen.

    Mein Fronius Symo 10.0-3-M hat einen MPP Spannungsbereich von 150 - 800 V.
    Die (an einem einzigen String verbauten) 12 Solarwatt Module (Vison 60M) haben eine Vmp von 33V, also 396V. Rein rechnerisch könnten doch noch 4 der neuen Trina Module jeweils mit in einen String eingebunden werden. Macht man aber nicht da die neuen Module eben andere Eigenschaften (Betriebsspannung etc.) haben. Somit separat an einen MPP.
    Korrekt ? Will nicht dumm sterben ...

    Noch eine Frage bzgl. der Installation der Module an der Fassade. Habt Ihr eine Empfehlung für ein (optisch ansprechendes) Fassadensystem. Dann könnte ich mir auch vorstellen die Module direkt in Höhe der Attika vor die hinterlüftete Südwest Fassade zu hängen.


  • Macht man aber nicht da die neuen Module eben andere Eigenschaften (Betriebsspannung etc.) haben

    Genaus das ist der eine Grund. Der andere ist die völlig unterschiedliche Neigung der Fassadenmodule.
    Wenn es nur die Fassadenmodule wären, könnte man das auch mit Hoymiles Modulwechselrichter machen oder zur Not mit Optimierern.
    Da Du aber auch das Pultdach belegen willst und dafür nur einen MPP benötigst, bietet sich der 2. MPP eines 1-ph Standard WR optimal an.

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  • Moin,


    ich fange mal mit dem Montagesystem an:


    Für die Fassade könnte ich mir das K2 InsertionRail System in schwarz vorstellen. Ich bin mir aber gerade nicht ganz sicher, ob K2 das InsertionRail für eine senkrechte Fassadenmontage freigegeben hat - in der K2 Community gab es dazu mal was, finde ich aber gerade nicht wieder - ich habe nachgefragt.


    Edit: K2 hat mir folgendes geschrieben:


    (Zitatanfang)


    Vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Montagesystemen.


    Zu Fassadensysteme sei grundsätzliches gesagt:


    Fassadenmodule gehören in den Bereich der gebäudeintegrierten Photovoltaik und erfordern, so wie bei Überkopfinstallationen, einen "bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis als Bauprodukt".


    Das heißt, die Solarmodule müssen ihre mechanische Festigkeit und Standsicherheit erweisen und dürfen bei Beschädigung nicht zersplittern, die herabfallende Teile dürfen Passanten nicht gefährden.




    Was unsere Montagesystem anbelangt, haben wir bis dato noch kein standardisiertes System.


    Abhängig je nach Untergrund ist eine Montage im Kreuzverbund mit unserem Einlegesystem möglich.


    Für Folgende Materialen geeignet: Beton, Vollklinker oder Trapez/Sandwichelement mit Fixierung in der Oberschale.


    Das Einlegesystem gibt es für folgende Modulrahmenhöhen 30 mm, 35 mm oder 40 mm.


    Da es sich hierbei um eine Sonderkonstruktion handelt, gibt es hierfür kein prüffähigen statischen Nachweis.


    Das Ganze basiert letztendlich rein auf Erfahrungswerten.



    (Zitatende)



    Zum Pultdach fehlt aus meiner Sicht die Angabe der Dacheindeckung (Bitumen, Trapezblech, etc.) und ganz wichtig: Der Dachneigung. Aber einer gewissen Neigung reicht bei einem Bitumen-Dach einfache Ballastierung nicht mehr aus, dann muss verankert werden damit nichts abrutscht.


    Interessant könnte wegen besserem abrutschen vom Modul noch die K2 Mini Five sein:

    K2 MiniRail/MiniFive System
    Das MiniRail System für PV-Anlagen ist ausschließlich für Trapezblech geeignet. Wechsel der Modulorientierung sind ohne Zusatzteile möglich.
    k2-systems.com


    Ansonsten:

    Zu Modulen und Wechselrichtern hat RainerL aus meiner Sicht alles wichtige gesagt :)


    Gruß,

    MOritz

    Wenn Bedarf an Modulen, Wechselrichtern, Montagematerial etc. besteht, gerne einmal per PN melden

    Wer bei mir kauft unterstützt meine Arbeit hier im Forum


    Eigenbauer aus Überzeugung, siehe hier (Bilder: Seite 55 & 73)

    Zusammenfassung zum Eigenbau siehe hier, Sammelthread Eigenbau hier.

  • Hallo zusammen,


    nach längerem hin und her ist die Möglichkeit gestorben das wir unsere Anlage erweitern, indem wir einige Module an die Fassaden dübeln. Also muss ein neuer Plan her ...


    Die ebenfalls geplante Erweiterung auf dem Pultdach bleibt jedoch bestehen - also 8 Module auf dem 15° Pultdach mit Ausrichtung Südost. In der (genordeten) Zeichnung rot markiert.


    Im Winter schaue ich aber dennoch wieder in die Röhre weil nichts vom Dach kommt bzw. weil eben durch die flache Dachneigung der Schnee auch oft ewig drauf liegen bleibt. Ich versuche als Laie gerade jede Möglichkeit auszuloten was vor allem im Winter Sinn macht. Mit der Bitte um Unterstützung dabei.


    - Terrassen-Geländer: an dieses kann ich maximal 5 Module anbringen. Alle in der selben Ausrichtung "Südwest". Vorteil wäre das der Schnee auf den Modulen komplett abrutschen kann (Fallhöhe 2m)


    - Flachdach: das Flachdach (gelb markiert in der Zeichnung) wurde für PV bisher noch gar nicht berücksichtigt. Das Dach hat eine Bemassung von ca. 9m x 6m. Das Pultdach wirft aus Südost einen Schatten, ansonsten hat das Dach hat quasi "freie Sicht". Problem ist hier aber auch das der Schnee auf den aufgeständerten Modulen liegen bleibt und nirgends nach unten abrutschen kann.

    # ich frag mal blauäugig: macht es Sinn das Flachdach zu belegen ? Und wenn ja, mit welcher Ausrichtung ?


    thx!

  • Moin,


    hmmmm, einen wirklich richtig guten Rat habe ich nicht für dich.


    Ich habe auf meinem Gartenhaus nun kürzlich das K2 Zero Dome verbaut, dass Dach hat 3° Neigung.

    Für Schneeräumen und Wartungsarbeiten habe ich mit schmalen Wartungsgängen gearbeitet, dass funktioniert recht gut. Im Zweifelsfrei muss man dann im Winter mal hoch und die Fläche abfegen.


    Das könnte bei dir auch gehen.


    Und leider "Ja": Das Winterhalbjahr ist teilweise echt Mist, ich hatte Situationen morgens um 10:30, da hat mein Ertrag nicht mal gereicht um meinen momentanen Verbrauch zu decken und das mit irgendwas um die 24kWp...

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  • Hallo zusammen,


    ich habe mir im K2 Konfigurator mein Flachdach belegt bzw. sind es nach jetzigem Stand 12 Module (Trina TSM-430NEG9R.28 Vertex), welche mit dem D-Dome (Classic 6.10) System verbaut werden. Soweit ich das überblicken konnte habe ich mit diesem System auch die geringste Ballastierung zu bewerkstelligen.


    Die Module sind knapp 10° aufgeständert in Südwest-Nordost Ausrichtung - siehe Bild.
    8 Module "schauen" südwestlich geständert, 4 Module nordöstlich


    - Passt das was die Ausrichtung und auch das System anbelangt ? bzw. ist die Ausrichtung (SW und NO) in meinem Fall die beste Lösung ? (Auch deswegen weil ich aus Richtung Südost eine Verschattung vom angrenzenden Pultdach habe)

    Green_Pirate ich bin auch mal so frech und trigger Dich direkt an bzw. bist Du hier doch einer der Planungs-Spezis :)

    über jeden Tipp dankbar!


  • Warum baust Du das nicht 6 x Nordwest und 6 x Südost ?
    Zwei 6 er Strings an einphasigem 4 KVA Wechselrichter.
    Damit vermeidest Du den zu kurzen 4er String.
    Ertrag ist bei 15 Grad Aufständerung nicht schlechter und Ballastierung auch nicht anders.
    P.S. Der Schatten trifft die flach geständerten Module so oder so

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  • Damit vermeidest Du den zu kurzen 4er String


    Alternativ geht auch mit Optimierern alles in einen String und DC zum Haus wo ein 3~WR hängt.


    Der Schatten trifft die flach geständerten Module so oder so

    Naja egal nicht. Aber auch kein Weltuntergang mit Halbzellmodulen.


    Warum nicht alle nach SW Ständern? Ich denk es geht noch eine Zeile mehr.

    Also 3x5 Aufständerung geht auch einfach - siehe mein Profil.


    DC zum Haus?

    Das Hausdach auch vollmachen?

    Schattentheoretiker und Speicherrealist