Mehrwertsteuer für Montagezubehör zurück bekommen

  • Hallo zusammen,


    ich plane gerade unsere PV-Anlage. Hierzu ein paar Hintergrundinfos:


    Wir bauen gerade eine Fertighaus-Doppelhaushälfte (KG/EG/OG/DG) in Süd-Bayern. Satteldach Nord/Süd-Ausrichtung - Dachwinkel 32 Grad. Südseite ohne Dachfenster. Lediglich ein Kamin.


    Module und Wechselrichter sind beschafft.


    Ursprünglich wollte ich mit Dachhaken und Flex montieren - unsere Baufirma riet mir jedoch davon ab, da ich die Garantie auf das Dach verlieren würde. Es gab wohl in der Vergangenheit Feuchtigkeitsschäden durch zersprungene Dachziegel.


    Jetzt habe ich den sauren Apfel gebissen und habe Solarträgerpfannen meines Dachziegelherstellers bestellt.


    Eine Solarträgerpfanne kostet mit MwSt 71,40 Euro. Sämtliche Händler, die ich angefragt habe, sagten mir, dass sie die MwSt nicht auf 0 setzen können.


    Wie kann ich die MwSt zurückholen? Ich habe 60 Solarträgerpfannen geordert - ist ein erheblicher Posten.

  • PV-Unternehmen beim Finanzamt anmelden und zur Regelbesteuerung optieren.

    Heißt das nicht auch, dass ich dann wieder wie in der alten Regelung Steuern auf meinen selbst verbrauchten Strom und den Strom den ich einspeise zahlen muss?

  • Ja, musst dich für eine Variante entscheiden.


    Was für eine Dacheindeckung habt ihr denn gewählt?


    Die Dichtigkeit wird meines Wissens nach durch die unterspannbahn hergestellt und nicht durch den Ziegel.


    Das sich dein Bauträger da direkt rausgehen will ist nachvollziehbar aber was meinst du denn wie viele 100.000 Anlagen ohne feuchte Probleme bereits mit Dachhaken verbaut wurden wenn es die Eindeckung zulässt.

  • Wir haben die Finkenberger Pfanne von Nelskamp.


    Wie bereits geschrieben wohnen wir in Bayern. Hier können größere Schneemengen vorkommen. Mir wurde gesagt, dass bei großer Schneelast der Dachhaken sich nach unten biegen kann und dann Druck auf den darunterliegenden Dachziegel ausübt - bis zum Bruch. Folge: Das Wasser fließt nicht ab, sondern ins Dach. Irgendwann faulen einem die Sparren weg.


    Auch wenn es nicht wahrscheinlich sein mag, ist mir das Risiko zu groß. Man stelle sich vor, die Baufirma, der Dachdecker arbeiten Mangelhaft und lehnen eine Garantie aufgrund der Dachhakenmontage ab.

  • Heißt das nicht auch, dass ich dann wieder wie in der alten Regelung Steuern auf meinen selbst verbrauchten Strom und den Strom den ich einspeise zahlen muss?

    Ja, und außerdem bekommst du 19% mehr Einspeisevergütung von deinem Netzbetreiber überwiesen. :)

    Müsste der Eigenverbrauch auch versteuert werden?

  • Ja klar der auch.

    Entweder oder.

    12,58 Kwp Anlage Südausrichtung Niederbayern (Fremddach seit 2011) Volleinspeiser


    15,2 Kwp Anlage Süd/West/Nord/Ost 30 Grad Walmdach (Juni 2022 Überschusseinspeiser) Ohne Speicher


    LWWP mit Pufferspeicher seit 2012


    Niederbayern - ;)

  • Ja klar der auch.

    Entweder oder.

    Das ist ja dann total sinnfrei!


    Ich spare knapp 700 Euro MwSt und zahle dann über die Jahre das x-fache drauf. Abgesehen von dem Aufwand mit der Steuererklärung.


    Das heißt ich kann mir die Erstattung der MwSt vergessen, wenn der Händler nicht mitspielt :(