Vollbelegung - Stringaufteilung und Wechselrichterwahl

  • Hallo zusammen,

    ich plane schon seit geraumer Zeit meine DIY PV-Anlage und bin mehr oder weniger in den letzten Zügen.

    Anfangs war auch nur Südseite geplant und ein kleiner Speicher dazu. Nach lesen der FAQ‘s von pflanze und vielen anderen Usern und dem spielen mit diversen Amortisationsrechnern habe ich jedoch den Speicher verworfen (segnet wahrscheinlich das zeitliche bevor er amortisiert ist) und bin dann auf zusätzlich Nordbelegung gegangen und im letzten Schritt habe ich jetzt sogar noch das Dach vom Anbau mitgenommen. Module baue ich selbst aufs Dach.

    Leider habe ich kein aktuelles Gerät um PVsol zu installieren und kann somit die Verschattung nicht simulieren. (vielleicht kann hier jemand aus dem Forum aushelfen).


    Einen Elektriker hab ich schon der mir alles mit der PV macht (bis auf Modul- und Wechselrichterplanung)

    Dann hab ich jemanden wo ich die Module günstig bekomme

    Und Montagematerial hab ich auch wem (SL-Rack)


    Noch ein paar Daten:

    Jahresverbrauch aktuell 4300 kW/h

    WW aktuell mit E-Boiler, soll aber WW-Wärmepumpe werden

    geheizt wird mit Pelletofen, soll auch so bleiben (evtl. Splitklima dazu um im Sommer zu Kühlen und im Übergang zu Heizen)

    Wärmepumpe ist nicht geplant da keine Heizkörper vorhanden (Altbau)

    E-Auto ist auch nicht geplant

    SAT kommt vom Dach wieder runter

    Eigenverbrauch + Überschusseinspeisung


    Wo ich allerdings noch Hilfe brauche, ist, wie ich die Strings aufteile und welchen Wechselrichter ich nehmen soll.

    Module stehen eigentlich schon fest: Q.Peak Duo BLK M-G11 400Wp (mit denen habe ich auch die Modulplanung erstellt)


    Das Dach hat 35° Dachneigung und ist genau nach Süd und nach Nord ausgerichtet.

    Aufgrund der Dachfenster und des Kamins ist die Modulplanung etwas schwierig. Letzter Sparren kann wegen Ortgangverblechung auch nicht genutzt werden.

    Der Anbau hat ca. 5° Dachneigung und ist nach Westen ausgerichtet, da würde ich die Module einfach Dachparallel verlegen.

    Ich habe jetzt mal verschiedene Modulpläne erstellt und würde mich freuen, wenn sich das jemand anschauen könnte, wie ich die am besten verschalte und ob mir ein WR reicht (aktuell Fronius Symo ins Auge gefasst).

    Gerne kann ich nach Empfehlung noch versuchen Module umzuplanen, von der Anordnung her.


    Der WR kommt in den Dachboden, da dort der Zählerschrank ist, auf Höhe der Dachleiter.

    Der Anbau ist ca 3m vom Haupthaus entfernt.


    Mit PVgis kommen: (ohne Verschattungen)

    Süd 11200kW/h (bei 10kWp)

    Nord 6000kW/h (bei 10kWp)

    Anbau 3400kWh (bei 3,6kWp)


    Meine Fragen:

    Wie Strings aufteilen?

    Wie den Anbau miteinbinden?

    Welchen Wechselrichter?


    Südseite rechter Teil


    Südseite linker Teil


    Nordseite


    Anbau


    Modulpläne


    Verschattungsprobleme (rot)


    Vielen Dank für Eure Hilfe

  • Bevor wir zu Stringplanung und WR-Wahl gehen, schauen wir erst mal die Belegung an. Da würde ich zwei Dinge in Frage stellen. Zum einen würde ich die Leiter viel lieber auf der Nordseite sehen, zum anderen das Schneefanggitter weg oder tiefer. Wo wohnt das Haus? Habt ihr wirklich Schnee dort?


    Die Nordseite ist vom Ertrag her grenzwertig, aber das weißt du ja und DIY kann man die schon mitnehmen.


    Die Verstringung mit zwei Trackern (große Auswahl an WR) ist möglich, dann musst du aber sowohl mit dem Süddach als auch mit dem Norddach unter 1000V bleiben (wahrscheinlich 21 Module, siehe Datenblatt) und außerdem auf Nord und Süd die gleiche Modulanzahl legen. Dann können die beide parallel auf einen Tracker und das kleine Dach an den anderen.


    Mehr Möglichkeiten hast du mit einem WR mit drei Trackern, Kostal Piko 17 oder ein SMA X mit 15 oder 20 kW fallen mir da ein. Hier sind die Einschränkungen nur, dass Süd und Nord entweder jeweils mit einer geraden Anzahl von Modulen belegt sind oder beide mit derselben Zahl.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Hallo, danke für deine Antwort.

    Dachleiter geht auf Nordseite nicht, da der Kaminkehrer sonst so weit rauf müsste, bis zur Dachleiter. Habe ich schon abgeklärt. Und anders putzen kann er den Kamin auch nicht. Sprich Leiter muss auf Süd bleiben.

    Das mit dem Schneefang habe ich auch schon alles durchgespielt.

    Nord muss bleiben weil drunter gleich Straße und Gehweg.

    Süd könnte der linke Teil eventuell entfallen, rechts muss auch bleiben wegen Haupteingang.

    Und den Schneefang um eine Reihe nach unten zu versetzten ist mir persönlich zu viel Aufwand. Gerüst nötig, und es sieht nicht gut aus wenn die Blechziegel in der letzten Reihe liegen.

    Also die Gegebenheiten muss ich so hinnehmen. SAT wird wie gesagt noch verlegt.


    Mein Plan wäre gewesen, Süd und Nord jeweils 24 Module und somit 2x12 an je eine Tracker.

    Ob das für Schattenmanagement noch reicht? (Leerlaufspannung 506V bei -15°C)

    Das Problem ist der Anbau, hatte gehofft den kann man vielleicht irgendwo noch dazunehmen, z.B. bei Süd.

    Oder für den Anbau eine kleinen Fronius Symo, wobei alle immer sagen, auf einen WR hinplanen.


    Wenn ich Nord und Süd gleiche Modulzahl mache, wären das 24 Module pro Seite.

    (Leerlaufspannung bei -15°C wäre 41,2V / 41,2V mal 24 Module sind ca. 989V) ist das zu knapp bemessen, auf die 1000V hin? Weniger wie -15°C hat es bei uns nicht.

    Kann ich dann Süd und Nord in einen Tracker parallel packen, auch wenn im Hochsommer beide voll bestrahlt werden? (Sorry wegen der Laienhaften Frage)

    Bei den Strömen gibts auch keine Probleme bei Parallelschaltung, hab ich schon gerechnet.

    Dann könnte ich an den 2 Tracker den Anbau hängen.

  • Leerlaufspannung bei -15°C wäre 41,2V / 41,2V mal 24 Module sind ca. 989V) ist das zu knapp bemessen, auf die 1000V hin?

    Nein, du hast Glück, da die Module 54-Zeller sind, da geht das!

    Kann ich dann Süd und Nord in einen Tracker parallel packen

    ja

    Dann könnte ich an den 2 Tracker den Anbau hängen.

    genau so habe ich es ja beschrieben. Beim WR musst du nur darauf achten, dass er an einem seiner Tracker mindestnes so um die 20 A kann.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Also bei einem Fronius Symo in der Größenordnung wären Eingangsstrom max 33A/27A.



    Mit Welchem Stromwert muss ich für die Parallelschaltung rechnen?

    Und wie groß, bzw welchem Fronius Symo sollte ich dann nehmen bei 24 Module Süd + 24 Module Nord parallel an MPP1 & 8 oder 9 Module West vom Anbau an MPP2?

  • Ja, genau, das reicht locker für zwei parallel Strings, die auch noch verschiedener Ausrichtung sind. Mehr als 20 A brauchst du da sicher nicht.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ja, das sagte ich ja eigentlich auch schon. 17 kW wären sehr passend, aber wenn es den nicht gibt, dann machts du mit allem zwischen 15 und 20 auch nichts falsch.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ok, danke für die Hilfe.

    Kannst du mir zum Verständnis noch erklären wie man auf die WRgröße kommt?

    Was spielt da alles eine Rolle, nur kurz umrissen.

    15-20 ist ja doch ein großes Spektrum und leider steig ich noch nicht ganz durch woran festgemacht wird, welche WRgröße man dann nimmt. Hab ich z.B. bei 15 kwpeak Verluste oder wäre ein 20kwpeak überdimensioniert, in meinem Fall jetzt..