Batteriespeicher zu groß?

  • Hallo Zusammen,


    ich möchte im Frühjahr eine Anlage errichten. Diese soll nach Fertigstellung auch zeitnah einen Batteriespeicher erhalten. Meine Anlage hätte ~7wkp. Den Speicher hierfür würde ich gerne selbst bauen. Ich habe einen Lieferanten gefunden, wo ich die benötigten Lifepo4 auch vor Ort abholen und testen kann. Allerdings verkauft er die 280ah Varianten, womit ich nach folgender Rechnung auf folgende Werte käme:


    16x 3,2V * 280Ah = ~14kwh.


    Nachdem was ich so gelesen habe, sollte ein Speicher zwischen 0,9 und 1,6 der Kwp meiner Anlage liegen. Bei 7kwp wären das also ~11kw max. Ich stelle mir die Frage woher die Begrenzung kommt. Wenn meine Anlage im Sommer auf ~80% läuft, sollte ich in 3-4h die Batterie doch voll haben und damit bequem über die Runden kommen. Was die Autarkie betrifft: Je mehr ich selber nutzen kann, desto weniger "verschenke" ich doch ins Netz. Woher kommt also die Limitierung? Geht es hier nur um Preis/Leistung im Bezug auf Kaufgeräte?


    Mein Hybrid WR ist auf 8kw ausgelegt, was für die Anlage auch so passen sollte. Aber dem ist doch egal wieviel Kapazität am Ausgang hängt, oder nicht?

  • Also als erstes entnehme Ich, dass Du ihn selber bauen möchtest. Somit fällt die Finanzierung als Hobby weg. Nun ist nur noch Nutzen. Auch wenn Du deinen Speicher im Sommer voll bekommst, heißt das nicht, dass du ihn wieder leer bekommst. Wie viel Strom verbrauchst Du in der Zeit wo es dunkel ist?

  • Nachdem was ich so gelesen habe, sollte das Verhältnis von Speicher:Anlage 1:3 betragen, damit der Speicher im Sommer nicht immer voll und im Winter nicht immer leer ist und möglichst gut genutzt werden kann.

    Wie viel Stromverbrauch hast du nachts?

  • sollte ein Speicher zwischen 0,9 und 1,6

    sollte das Verhältnis von Speicher:Anlage 1:3

    Die einen sagen so, die anderen so...wichtig ist, dass der Speicher dem Gesamtprofil genügt, also passend zur Größer der PV und dem Verbrauch ist. Bei fertigen Lösungen geht es ja meist um´s Geld, dass man nicht mehr ausgibt, als nachher wieder reinkommt. Damit würde ich Deine Frage zu Preis/Leistung mit "Ja" beantworten wollen.

  • Also als erstes entnehme Ich, dass Du ihn selber bauen möchtest. Somit fällt die Finanzierung als Hobby weg. Nun ist nur noch Nutzen. Auch wenn Du deinen Speicher im Sommer voll bekommst, heißt das nicht, dass du ihn wieder leer bekommst. Wie viel Strom verbrauchst Du in der Zeit wo es dunkel ist?

    Ich benötige Nachts natürlich nicht viel Strom, der Speicher wäre definitiv überdimensioniert. Am liebsten würde ich tatsächlich einen Speicher mit 5kw dimensionieren, allerdings war mir hier der Lieferant mit der persönlichen Abholung ganz recht, ohne Tausende Euros durch die Welt zu schicken und zu hoffen, dass tatsächlich was ankommt.


    Und wenn der Speicher nicht leer würde, wäre der Nachteil?

  • Also als erstes entnehme Ich, dass Du ihn selber bauen möchtest. Somit fällt die Finanzierung als Hobby weg. Nun ist nur noch Nutzen. Auch wenn Du deinen Speicher im Sommer voll bekommst, heißt das nicht, dass du ihn wieder leer bekommst. Wie viel Strom verbrauchst Du in der Zeit wo es dunkel ist?

    Ich habe im Schnitt 8kwh im Jahr am Tag. Das wären ~4kwh auf 12 Stunden gerechnet, wo sowieso nie die Sonne scheint. Daher würde ein 5kw Speicher theoretisch Sinn ergeben.

  • Was willst Du mit dem Speicher erreichen?


    So wie bisher den Überschuss im Sommer in die Nacht retten?


    In der zukünftigen Angebotsorientierten Stromversorgung (c) Sylvia Kotting-Uhl, Budestagsrede 2021 zu Zeiten des Angebots den Strom speichern und zu Zeiten des Brownouts dann nutzen?


    In Falle dass das oben genannte auch nicht reicht, und der Blackout herrscht deine Familie am Leben erhalten?


    Dann darf der Akku von der Grösse her einiges grösser ausfallen, sofern der Inverter überhaupt Inselfähig ist.

  • Bevor Du über einen Akku nachdenkst: Hast Du mit 7 kWp auch wirklich ALLE brauchbaren Flächen belegt? Weil egal wie groß der Akku ist, aus ner 7 kWp-Anlage kommt nur selten genug, um den zu laden.

  • Hallo,


    5 kWh würde ich bei 4 kWh nicht machen, nach meiner Erfahrung ist das knapp, wenn man doch mal Tag mit mehr Verbrauch hat. Neben dem Durchschnitt zählt die Abweichung, bei mir geht es von 3 kWh bis über 12 kWh pro Tag bei einem Durchschnitt von knapp 5 kWh. Meiner Meinung nach sind 6-8 kWh Speicher passend, auch mit Blick auf variable Strompreise.

    Falls du Notstrom machen willst brauchst du den doppelten Speicher für eine sinnvolle Reserve, da wären 14 kWh schon ok.


    Wenn du den Speicher günstig bekommst sind 14 kWh ok, es rechnet sich halt (noch) weniger.


    Grüße

    Herr 3x

    2013: Smart Home mit Home Assistant, Hue und Homematic

    2015: Fronius Symo Hybrid 3.0, Fronius Battery 3,6 kWh, 4,25 kWp LG

    2022: Victron MP2 3000, Cerbo GX, Lynx BMS, 5,12 kWh Victron Smart Batterie, 0,5 kWp Vordach

    2023: 1,1 kWp an der Wand, Tibber als Versorger

  • Ich habe im Schnitt 8kwh im Jahr am Tag. Das wären ~4kwh auf 12 Stunden gerechnet, wo sowieso nie die Sonne scheint. Daher würde ein 5kw Speicher theoretisch Sinn ergeben.

    kann man so Pauschal nicht sagen. Sommer Nächte kürzer, Winter Nächte länger.

    ich brauch im Sommer 1-2kWh nachts und im Winter (durch Ölheizung und Beleuchtung) 2-3kWh.

    Tagesdurchschnitt ist 6,46kWh/Tag


    Muss jeder für sich selber rausfinden. Speicher lohnt sich bei mir daher nicht.

    24,6kWp Photovoltaik: 60x Suntech Ultra V mini 410Wp - 6,56kWP NO - 4,1kWp SO - 13,94kWp SW

    1x Sungrow SG10RT (10x SO - 16x SW) + 1x Sungrow SG12RT (18x SW - 16x NO) Kein Speicher! :)

    2 Sungrow SGxxRT in Home Assistant einbinden > Siehe hier


    7kW Wärmepumpe: Vaillant aroTherm plus 75/6

    Warmwasserspeicher Vaillant uniSTOR plus VIH R 300/3 BR mit Heizstab - RL Puffer Vaillant VPS R 200/1 B