Direktvermarktung: Strom zum SLP-Tarif trotz RLM Zähler?

  • Hallo DV Gemeinde. Stecke auf meinem Weg in die DV nun auch bei diesem Thema fest. Nachdem ich fast 3 Monate seit dem Zählertausch (habe noch einen RLM bekommen) nichts von Lumenaza gehört habe, habe ich nun die Info bekommen, dass mein Netzbetreiber 'sachsen-netze' zwingend einen Antrag von mir benötigt, damit der Zähler von SLP- auf RLM-bilanzierung umgestellt wird. Erst wenn das erfolgt ist, könne die Netzanmeldung durchgehen.


    Habe mich daraufhin beim zuständige Mitarbeiter bei Sachsen-Netze gemeldet und er meinte, dass mir damit aber Nachteile für den Bezug entstehen könnten, weil dadurch die Abrechnung mit Leistungs-/Arbeitspreis statt wie normalweise mit Grund-/Arbeitspreis berechnet würden.


    Jetzt bin ich verunischert ob das alles richtig ist. Davon dass ich u.U. mehr für den Strombezug zahlen müsse habe ich noch nichts gehört. Aus den Infos hier im Thread werde ich auch nicht schlau. Wie ist der letzte Stand, steckt jemand tief genung in der Materie um dies zu beantworten? Danke!

  • Die Aussage deines Ansprechpartners ist erst einmal für die meisten Anbieter richtig. Sehr viele bieten RLM Tarife nicht an, oder nur in Verbindung mit sehr hohen Mindestabnahmen. Am ehesten bekommst du noch einen dynamischen Tarif, also auch hier Börsenstrompreis. Ich bin bei EMS fündig geworden.

  • Danke für die Antworten. Leider weiß ich nun immer noch nicht woran ich bin. Sachsen-Energie weigert sich die RLM-Zählung zwischen Produktion (RLM) und Verbrauch (SLP) zu trennen d.h. es würde dann beides über RLM bilanziert. Habe nun auch Rückmeldung von Lumenaza:

    Zitat

    tatsächlich sind selbst wir über die Aussage des Netzbetreibers verwundert.

    Bei der Verwendung eines RLM-Zählers ist der wechsel des Zählverfahrens auf RLM zwingend notwendig. Uns ist neu das die Zählverfahren von Produktion und Verbrauch nicht getrennt werden können, bitte lassen Sie diese Aussage des Netzbetreibers noch einmal überprüfen

    Was soll ich da noch überprüfen, die Aussage von Sachsen-energie war eindeutig. Auf die Frage was es für mich bedeutet, wenn ich wie gefordert den Antrag auf die Umstellung stelle, ob sich dann mein Preis zum Strombezug erhöht und ich mit Einschränkungen bei der Auswahl von Stromanbietern rechnen ist Lumemanza nicht eingegangen. Ich würde schon genau wissen worauf ich mich einlasse, wenn ich dazu die geforderte „Anmeldung zum Netzanschluss – Anmeldung Strom“ (von hier) mit der Bemerkung: „Wechsel Zählverfahren SLP in RLM“ abgebe.


    Kann man sachsen-energie noch irgendwie davon überzeugen, dass dies gehen sollte oder sind sie sogar verpflichtet dazu?

  • Ich habe das selbe "durchlebt": Die, auf die man angewiesen ist (hier WW-Netz) sagen es geht nicht und andere meinen es geht. Nur hatte ich da schon den RLM-Zähler. :(

    Bei mir war es dann die harte Tour. Mein bisheriger Versorger hat mir wegen dem RLM und der RLM Abrechnung direkt gekündigt und somit bin ich in die Grundversorgung (ja, die gibt es dort auch) gerutscht, die der Netzbetreiber ja jedem anbieten muss. Ich hatte dann etwas Zeit und habe einen neuen Anbieter gesucht und gefunden und nach ca. 2 Monaten Umstellfrist und 3 Wochen Bezug kündigt der mir wieder, da er RLM nicht kann oder will!

    Naja, ich wieder auf die Suche, nun explizit nach RLM-Tarifen gesucht und auch gefunden. Wie oben beschrieben, als dynamischer Tarif, vergleichbar mit Tibber & Co. Die Erste Abrechnung müsste die Tage kommen, ich bin schon gespannt :)

  • Mir hat man erklärt, dass das EVU vom VNB zwangsläufig RLM-Werte bekommt, unter einem bestimmten Verbrauch (ich meine 10.000 kWh p. a.) aber einen normalen RLM-Tarif abzurechnen hat. Das war bei mir zäh, hat aber scheinbar funktioniert.

    Es gibt Dinge, die macht man besser selber - Photovoltaikanlagen bauen zum Beispiel.

  • Die Zählerwerte gehen vom MSB an den VNB und von dort an das EVU.

    Es gibt Dinge, die macht man besser selber - Photovoltaikanlagen bauen zum Beispiel.