Mit Frequenzumrichter nicht-notstromfähigen Wechselrichter betreiben?

  • Hallo, liebes Forum,


    zunächst sorry, falls dieses Thema schon öfter woanders durchgekaut wurde. Und danke an die Redaktion für die erhellenden Artikel zum Thema Insel, Notstrom, Ersatzstrom usw.


    Ich möchte im Fall, dass mal länger kein Netz da ist, meine Hausanlage (3-phasig) manuell per Schalter komplett vom Netz trennen und dann ohne Netzverbindung weiterbetreiben können.

    Mich ärgert irgendwie der Gedanke, hier Solarpanele, WR (je 6kWp) und einen Speicher zu haben, und das Ganze bei Netzausfall nicht nutzen zu können.

    Dazu möchte ich dann einen Frequenzumrichter zuschalten, der aus 1-phasig 230 V -> 3-phasig 230 V @50 Hz macht. (FU's die aus 1x230 V -> 3x 400 V machen, habe ich bisher nicht finden können). Den FU wiederum würde ich über eine Powerbank mit Inverter speisen.


    Frage 1: Läuft der WR (Kostal Plenticore) an, wenn er die 3x230 V "sieht" oder braucht der auch die 400 V zwischen den Aussenleitern? Leider gibt der Errichter und auch die Kostal-Hotline keine Infos, unter welchen Bedingungen der WR startet.


    Frage 2: Falls das funktioniert, wäre noch das Problem der Leistungsregelung des WR wenn der Speicher voll ist, da der WR ja versuchen würde, seine erzeugte Leistung irgendwohin einzuspeisen. Könnte ich da zwischen WR und FU etwas dazwischen schalten (Victron?), was die Leistung begrenzt oder regelt. Wie aus den Artikeln zu entnehmen war, können ja einige WR die Leistung drosseln bzw. abschalten, wenn die Frequenz höher wird. Oder ich müsste schnell die E-Herdplatten anschalten ^^


    Ich würde ungern an der jetzigen Solar-Installation grundlegend etwas ändern - wegen der Gewährleistung vom Errichter. Das Ganze würde ich über eine CEE Steckdose an die Verteilung anschalten. Und es sollte auch nicht teurer werden als ein neuer aktueller ersatzstromfähiger WR...


    Vielen Dank schon mal.

    der1150Horst

  • Das Thema gehört in die Rubrik Notstrom.


    Dort wirst Du viele Threads zu diesem Thema finden die zeigen dass das alles nicht so einfach und billig ist wie Du Dir das vorstellst.


    Die Kriterien unter welchen Bedingungen ein Einspeisewechselrichter einspeist sind etwas komplizierter als nur die Erkennung von 230 V.


    Des weiteren ist die Regelung während des Betriebs eine fragile Sache, damit Komponenten nicht überlastet werden.


    Im Prinzip musst Du Dir eine Inselanlage daneben stellen die mindestens die gleiche Leistung hat wie die Einspeiseanlage, und dazu noch die Fähigkeit der AC-Kopplung hat.


    In der Regel ist der Ersatz des Einspeisewechselrichters durch einen Hybridwechselrichter noch die kostengünstigste Lösung.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1000Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BTM-III

  • Danke für die schnelle Antwort und den Hinweis auf die Rubrik - die Threads hatte ich noch nicht gefunden...


    Dann muss ich eben auf Kamin, Gasgrill und Powerbank setzen ;) , da ein neuer WR bei den derzeitigen Lieferzeiten wohl kaum vor dem Winter zu bekommen ist.