Bitte um Hilfe nach schlechter Beratung

  • Hallo


    ich benötige Hilfe, weil ich ganz ehrlich mit der Flut der Informationen etwas überfordert bin..
    Ich habe schon versucht mich schlau zu lesen und hatte auch vor ein paar Tagen ein Beratungsgespräch mit einem PV-Berater... und war ERSCHROCKEN, wie schlecht die Beratung war (offensichtliche Rechenfehler, Ausführungen ohne nachvollziehbare Begründungen liefern zu können, falsche Grundlagen, Solar-Cloud naaaartüürlich die aller beste Version etc....).


    Daher versuche ich es mal auf diesem Wege und hoffe ggf. ein paar Tipps zu erhalten:


    Unser Plan:
    Neubau KWF 55 Einfamilienhaus (Baubeginn in ca. 6 Monaten) -> daher PV-Anlage in ca. 1,5 Jahren benötigt

    PLZ 315**

    ca. 165m2 Wohnfläche

    ca. 11,25m mal 10,50m Grundfläche ohne Dachüberstand (Dachmaße liegen leider gerade nicht vor)

    Dach hat auf beiden Dachseiten einen ca. 3,5m breiten Giebel mit Satteldach

    Dachausrichtung Ost/West

    Dachneigung ca. 38 Grad

    bis auf die Giebel keine Beschattung

    mit LWWP und Wärmerückgewinnung

    ggf. mit E-Auto (hängt von der Wirtschaftlichkeit ab, je besser in Verbindung mit PV, desto eher)

    ggf. Speicher (wenn ja, Größe fraglich)


    Wir wissen noch nicht, ob wir das Dach komplett vollpacken sollen (verm. Richtung 20 KWp) oder bei ca. 10KWp bleiben sollen.

    Auch sind wir uns bisher unsicher, ob volle Einspeisung, Überschusseinspeisung ohne Speicher oder Überschusseinspeisung mit Speicher die sinnvollste Variante ist.

    Wir wollen auf jeden Fall keine vom Berater so hoch angepriesene Cloud verwenden, da wir denken, dass es reine Abzocke ist.


    Uns geht es insbesondere um die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage (früher Amortisationszeitpunkt).


    Unser Problem ist, dass wir zurzeit zu zweit in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung leben. Wir wissen nicht, wie hoch unser Stromverbrauch im ca 165m2 KFW 55 EFH mit LWWP sein wird. Vermutlich werden 2 - 3 Kinder hinzukommen. Hat da ggf. jemand Erfahrungen und kann seinen/ihren Verbrauch teilen?


    Wir wären über jeden Tipp für die wirtschaftlichste Ausgestaltung (ggf. auch zu guten Preisen) unseres PV-Projektes dankbar!


    Liebe Grüße!

  • Wir wissen noch nicht, ob wir das Dach komplett vollpacken sollen

    auf jeden fall komplett voll.

    was schattenmanagement oder und optimierer dazu beitagen später.


    oder bei ca. 10KWp bleiben sollen.

    wenn 30 raufpassen wieso?



    hoch angepriesene Cloud verwenden,

    jo, macht für den betreiber viel sinn.

    lass mich raten, senec cloud.

    macht echt nur sinn wenn man eine alm mit optimalen sonneneinstrahlungen hat mit stromanschluss, meistens nicht, und eine mietwohnung im dritten kellergeschoss wo man den strom über die cloud verbraucht.

    alle anderen sollten das zur finanzierung dieses geschäftstmodelles natürlich auch.


    von senec insgesammt halte ich weniger wie von jedem billigen chinakram.

    da ist fronius gen24 mit pv point schon etwas weiter.

    und viele andere noch mehr.

    die vermieten aber nicht, es gibt andere anbieter die haben ähnliches mit besseren systemen und förderung plus anderem was unterm strich deutlich günstiger ist.

  • Dachgiebel weg lassen und beide Seiten voll mit Modulen ohne Speicher. Stromspeicher wenn dann nur für Ersatzstrom, aber nicht wirtschaftlich.

    Die Wp braucht Strom und das E-Auto auch.

    PV zusammen mit dem Haus bauen spart kosten, da Gerüst und Handwerker schon vor Ort.


    LWWP vielleicht 3000kWh

    2 Erwachsene + 2 Kinder weitere 3000kWh

    E-Auto weitere 3000kWh

    Der Bedarf könnte auch höher ausfallen, ergo ist eine 10kWp Anlage definitiv zu klein. Ferner bringt eine PV im Winter wenig. Eine 30kWp Ost/West PV liefert im Dezember ca. 300kWh und genau da braucht die WP Strom.

  • Die Basis ist die wahre Grundlage des Fundaments.

    Und das sind bei einer PV auf dem Dach nun mal die Abmessungen des Daches.


    "Uns geht es insbesondere um die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage (früher Amortisationszeitpunkt)."

    Leider wegen suboptimaler Ausrichtung (O/W) nicht möglich. 800/780 kWh/kWp*a können erreicht werden.


    Keine Cloud, kein Speicher, beides Verlustbringer.

  • Erstmal danke für eure ersten Antworten :)


    auf jeden fall komplett voll.

    Gibt es ein Programm um selber zu errechnen, wie viel aufs Dach passt (und es grafisch darzustellen)?


    lass mich raten, senec cloud.

    Der Berater hat allgemein drüber gesprochen. Kann mich nicht mehr an den Firmennamen erinnern. Kann aber sein..


    Dachgiebel weg lassen und beide Seiten voll mit Modulen ohne Speicher.

    Kann man die Dachgiebel nicht schön nutzen, da diese durch das Satteldach wieder eine Seitung Richtung Süden haben? Oder kostet die Intallation dann einfach zu viel?
    Unser Problem ist, dass wir aufgrund des Bebauungplanes nur 1,5geschossig Bauen dürfen und uns durch die Giebel noch ein bisschen Platz im OG schaffen.


    PV zusammen mit dem Haus bauen spart kosten, da Gerüst und Handwerker schon vor Ort

    Genauso haben wir uns das auch gedacht.. schon während das Gerüst vom Hausbau noch steht die PV installieren lassen. Wir denken aber, dass es preislich besser ist, die PV nicht über den Generalunternehmer zu bestellen sondern separat zu beauftragen, um Kosten zu sparen?!


    LWWP vielleicht 3000kWh

    2 Erwachsene + 2 Kinder weitere 3000kWh

    E-Auto weitere 3000kWh

    Der Bedarf könnte auch höher ausfallen, ergo ist eine 10kWp Anlage definitiv zu klein. Ferner bringt eine PV im Winter wenig. Eine 30kWp Ost/West PV liefert im Dezember ca. 300kWh und genau da braucht die WP Strom.

    Danke für die Infos!

  • Beitrag von Ohne netz ()

    Dieser Beitrag wurde von Elektron gelöscht ().
  • Unsere Gesellschaft stellt ALLES auf Strom um. Mmn. sollte man Häuser bauen, die in 10 Jahren gut sind. Nicht aktuell "grad so ok".

    Daher erstmal schauen, ob nicht passiv geht. Wenn man die Förderungen und die 40.000 für die Heizung abzieht, ist das gar nich so krass teurer.

    Und dann Dachfläche schaffen, wo es nur geht und voll, voll, voll. Giebel sind dann im Weg. Vielleicht geht noch was mit Garage/Carport? Fürs Auto alleine würde ich mir schon 50 kWp wünschen. Für ne Wärmepumpe im super sparsamen Neubau auch mindestens 20.

  • Ohne netz Das war jetzt irgendwie nicht sehr hilfreich, geschweige denn verständlich...

    "Uns geht es insbesondere um die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage (früher Amortisationszeitpunkt)."

    Leider wegen suboptimaler Ausrichtung (O/W) nicht möglich. 800/780 kWh/kWp*a können erreicht werden.

    Wieso soll das nicht möglich sein? Also die Wirtschaftlichkeit... ne frühe Amortisation im vergl. zu nem Süddach natürlich nicht, aber zahlen wird sich die 20-30kWp schon... je nach Preis halt früher oder später.

    Und beim 38Grad Dach hat er auch mind. 900kWh/kWp... das hab ja selbst ich (mit 45Grad und Nachbarhausschatten) in guten Jahren!


    Ich würde das Hausdach ja nach PV-Modulmassen dimensionieren (Vielfaches von 1,70m x 1m plus Rand, grosse Dachüberstände, die im Sommer schön Schatten machen)... nicht das nachher wg. 10cm ne komplette Reihe wegfällt.


    PVsol gibt es als kostenlose Testversion,... da kannst du das optimal zusammenpuzzeln und ne Ertragsprognose gibt es dafür auch.


    Und natürlich nicht vom Generalunternehmer machen lassen... da wirds nur klein & teuer.

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  • Ich würde das Hausdach ja nach PV-Modulmassen dimensionieren (Vielfaches von 1,70m x 1m plus Rand, grosse Dachüberstände, die im Sommer schön Schattenmachen)... nicht das nachher wg. 10cm ne komplette Reihe wegfällt.

    Die Gelegenheit würde ich nutzen. PV-Anlage mit Dach drunter planen, nicht umgekehrt.

    Meine Anlage: MegaSlate II + SE PO P404 + SE5K + SE8K-RWS + BYD LVS8

    Im übrigen bin ich der Meinung, dass SolarEdge den PV-Anlagenbetreibern umfangreichen Zugang zu Ihrem Eigentum gewährleisten sollte. Zugang SolarEdge

  • Kolleges Frau ist Archtektin... die haben jetzt ein 11x6m Süddach ohne jeden Aufbau/Fenster mit 50Grad Neigung um im Winter noch etwas mehr zu kriegen.

    Assymetrisch Nord dann mit nur 20Grad wäre natürlich noch besser gewesen,... ;)


    Insofern ist Ost/West flächenmässig bzw. im Jahresertrag dann sogar besser als nur Süd... nur halt im Winter nicht.

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