Blog: Mein Weg zur Notstrom-Insel

  • Ich möchte in den folgenden Beiträgen meine Erlebnisse und Erfahrungen mit euch teilen.

    Mein Bedürfnis nach Notstrom entstand 2005 gerade frisch nach dem Einzug in mein neues Heim.

    In 2006 gab es mehrmals Starkregen, bei dem der Garagenhof vollgelaufen ist.

    Es ist ein Scheiß Gefühl, wenn man zusieht, wie jede Minute cm um cm das Wasser steigt und fühlt sich völlig hilflos.

    Das Niveau des Grundstückes liegt unterhalb der Straße, was die Sache nicht einfacher macht.

    Aus der Angst: Noch ein paar cm und dann läuft in den Keller und den Erinnerungen von den Ochtrup-Berichten,

    entstand ein Notfallplan. Eine Schmutzwasserpumpe muss her und die nützt auch nur, wenn Strom da ist.

    Wo ist der Stromanschluss? Natürlich im Keller.

    Und somit war die Anschaffung eines dieser günstigen Notstromaggregate beschlossen.

    Wer die Eindrücke von Ochtrup noch mal nachempfinden möchte:


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    Aus dieser Zeit gibt es keine Fotos, es wurde zuerst angepackt.......

    Ich habe wirklich das mal testen können, Notstromaggregat mit Schutzwasserpumpe.......

    Es war ein Desaster !!!

    Die erste Lektion: In einer Paniksituation muss jeder Handgriff sitzen.

    In der Folge ist einiges passiert. Es wurde ein Sickerschacht mit einer Tauchpumpe installiert.



    Wie es weiter geht, das gibt in meinen weiteren Beiträgen zu sehen und lesen.

    Auf eure Reaktionen bin ich gespannt, 2006 war PV noch nicht relevant.

    Vg Max

  • MAX-Solar

    Hat den Titel des Themas von „Mein Blog: Mein Weg zur Notstrom-Insel“ zu „Blog: Mein Weg zur Notstrom-Insel“ geändert.
  • Wir schreiben das Jahr 2021.


    Es ist Juni, die Klopapierkriese und Corona scheint überwunden zu sein.

    In dieser Zeit hat ein kleiner Engel <3 die Anzahl der Hausbewohner verdoppelt.

    Ein guter Zeitpunkt für einen richtigen Mann zu zeigen, was er hat und was er kann. :D


    Die Nummer mit dem 15 Jahre alten Notstromaggregat, die hätte ich mir besser erspart.

    Der Tank von innen angerostet, der Benzinhahn bricht ab und schlimmer noch,

    sich bei der Seilzugbedienung zu verletzen. :cursing:

    Um es kurz zu machen: Mein Notfallkonzept aus dem Jahre 2006 war vorn Arsch. <X


    Die zweite Lektion: Notfalleinrichtungen müssen regelmäßig getestet werden.


    Mein Bedürfnis (inzwischen unser Bedürfnis) hat sich nicht geändert. Also muss was Neues her.

    Aus dem gelernten war klar: Kein Metalltank, kann auch ohne Benzin betrieben werden und

    ganz wichtig: Ein E-Starter. Man wird ja nicht jünger. 8o


    Die Anwahl bei dieser Anforderung ist gering und als mir beim Preis mulmig wurde,

    sagte mein Engel zu mir: Kannst du kaufen…. Aber nur, wenn ich die Hälfte dazugeben kann. :love:


    Noch vor dem Ahrtal und allem weiteren, was uns noch erwarten würde, haben wir das hier zugelegt:



    Und ich sage es mal so wie ist:


    Wie alle anderen Idioten testen auch wir das Aggregat natürlich im Sommer mit Heizgeräten. :D:D:D

  • nett


    kommerziell werden not....anlagen monatlich getestet.


    e-start hat was, gasbetrieben auch.


    das konzept ist ausschlieslich es gibt kein netz und das aggi steht auf dem dach und viele kabeltrommeln?


    oder gibt es noch einen bezug zur photovoltaik?


    mein haus ist flutsicher, wird nicht weggespült, das dach ist noch 5m über allen bekannten jahrhunderthochwassern, da liegen 20kw pv drauf und kurz darunter eine insellösung, bei leerer batterie startet das system automatisch das gasbetriebene aggi, hätte jetzt was einzigartiges.

  • oder gibt es noch einen bezug zur photovoltaik?

    Natürlich, aber bei mir beginnt die Geschichte bei dem Notstromaggregat.

    Der Rest kam stückchenweise, deshalb ein Blog, eine sich fortschreibende Geschichte ;)

    Wenn du der folgen magst, dann würde ich mich freuen. :thumbup:

    Vg Max


    PS: Damit hast du natürlich recht, nur wer macht das privat?

    kommerziell werden not....anlagen monatlich getestet.

  • Wir befinden uns nun im November des Jahres 2021.


    Mit unserem Aggregat ist alles in Ordnung. :thumbup:

    Mal wird hier ein wenig getestet, mal eine Waschmaschine Wäsche gewaschen, die Gasheizung und die TK-Truhe versorgt.

    Die Entscheidung, einen Inverter zu nehmen, war auf jeden Fall richtig.

    Eine 11Kg-Propanflasche soll 18 Std. halten und das kommt auch hin.

    Mit 4 Flaschen sollte man folglich 48 Std klarkommen.

    Nur die fehlende Effizienz stört mich massiv. <X

    In einer einzigen Flasche sind ca. 140 kWh an Wärmeleistung.

    Daraus produzieren wir nur ca. 1,2 KWh an verbrauchten Strom. =O


    Und ein kleiner Hinweis stört mich:


    Das werden wir wohl nicht so genau nehmen. 8o


    Die Berichte aus dem Ahrtal sind bedrückend.

    So schrieb mir User in einem anderen Forum:


    Ich kann aus eigener Erfahrung, Hochwasser 14.07.21, berichten. Es ist doof fünf Tage keinen Strom zu haben, es ist echt nervig drei Wochen kein Internet im Haus zu haben, es ist grenzwertig dann das Leitungswasser zwei Wochen abkochen zu müssen (vor allem ohne Strom), aber es geht alles. Die Menschen, die jetzt immer noch kein warmes Wasser und keine Heizung haben sind aber was ganz anderes! Die haben die Arschkarte gezogen!


    Das überzeugt uns etwas mehr zu tun. Eine Powerstation als Pufferakku müsste das richtige sein.

    Die Ecoflow River Pro mit ihrer hohen Ladeleistung, einer App-Überwachung und die Erweiterbarkeit

    scheint das richtige zu sein. 720 Wh sollten erst einmal mehr als genug sein. :/



    Doch das reichte lange nicht aus. To be continued.......

  • Es ist schon irgendwie witzig, mit der Powerstation, wie mit Benzinkanister in die Garage zu dackeln,

    und nach 1 Std. das gute Stück wieder aufgeladen abzuholen. :P

    Das Handling mit dem Generator ist einfach und zuverlässig. :thumbup:


    Nur die Laufzeit vom Akku stellt mich nicht zufrieden. :cursing:

    Nach vielleicht 7 Std. ist Feierabend. Als Daumenformel 6 Std., wenn man diesen nicht ganz voll und nicht ganz leer macht. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit mit dem Zusatzakku. :/


    Bestellt, geliefert und zusammen gestöpselt. 8)

    Und wir haben jetzt 1,4 kWh mit einer Laufzeit von 12 Stunden. :love:


    Die Nachteile:

    Es macht überhaupt keinen Spaß mehr, mit den beiden Teilen und diesem störrischen Verbindungskabel in die Garage zu latschen und das Laden dauert jetzt 2 Std. :cursing:


    Die Vorteile:

    Das Laden passiert immer noch mit 600W, verteilt sich aber auf 2 Einheiten, also Akku schonender.


    Es ist einfacher vom Generator ein Verlängerungskabel in den Keller zulegen. :/

    Beim Laden wird dann die Bypassfunktion der River Pro genutzt, d.h. der Generator versorgt in dieser

    Zeit auch die Heizung und die TK-Truhe. :*


  • Eine Schmutzwasserpumpe muss her und die nützt auch nur, wenn Strom da ist.

    Hast du immer noch die in #1 gezeigte Pumpe im Einsatz?


    Wenn ja, dann würde ich dir dringend zu einer ordentlichen raten.

    Mit der Pumpe hast du keine Chance gegen die Wassermassen, va. wenn die auch noch wegen Fremdkörper blockiert/verstopft.

  • Eine Schmutzwasserpumpe muss her und die nützt auch nur, wenn Strom da ist.

    Hast du immer noch die in #1 gezeigte Pumpe im Einsatz?


    Wenn ja, dann würde ich dir dringend zu einer ordentlichen raten.

    Mit der Pumpe hast du keine Chance gegen die Wassermassen, va. wenn die auch noch wegen Fremdkörper blockiert/verstopft.

    Ja, diese Pumpe habe ich noch im Einsatz.

    Sie hängt frei schwebend in dem Sickerschacht.

    Oben ist auch ein Laubeinsatz drin, den wir regelmäßig reinigen

    Mit der habe ich gegen Wasser wie im Ahrtal mit Sicherheit keine Chance. ;(


    Aber es gab schon lange kein Garagenhoffußbad mehr.

    Der Sickerschacht schafft Wassermenge eigentlich immer allein.

    Vorher gab es auf dem Garagenhof gar keinen Abfluss.


    Danke fürs Lesen und den Tipp.

    Sollte es mal wieder kritisch werden, werde ich mich sicher daran erinnern. :thumbup:

    Vg Max

  • Ein Sonderangebot im Dezember sorgte dafür, dass ich mir genau den gleichen Scheiß (PS+Zusatzakku) gekauft habe. :rolleyes:

    Die Gründe dafür waren einfach:

    Austauschbarkeit - Backup - Es funktioniert.


    Ein Schleppen der Powerstationen in die Garage und wieder zurück war mir nun endgültig zu blöd. :cursing:

    Die Lösung:

    Eine Verlängerungsleitung vom Generator durch die Katzenklappe im Keller ist damit die neue Aufgabe.

    Jedoch hatte ich mir ein neues Problem mit der Verschaltung beider Powerstationen eingefangen.

    Zwei Wechselrichter sind dummerweise einer zu viel. :/


    Und die beiden im Tandem zu betreiben funktioniert zwar, ist aber ineffektiv.

    In der Campingabteilung wurde ich unter dem Begriff Vorgangschalter fündig.

    Schaltet sich eine Powerstation aus oder wird ausgeschaltet, übernimmt die zweite. 8o


    Die App, vielfach gescholten und unbeliebt, erweist sich als wahrer Segen bei der

    Kontrolle und Schaltung der Powerstation.


    Im Januar 2022 haben wir einen Echtest bei -10° C mit einer neuen 11 Kg – Flasche durchgeführt.

    Dieser Test dauerte 10 Tage bis diese Flasche endgültig leer war. :thumbup:

    Das Ziel ist erreicht, 2x am Tag in die Garage laufen und dann 24h Stunden ein warmes Haus

    und der Inhalt der TK-Truhe ist save. 8)


    Auf eine PV-Unterstützung kommt in der Zeit von Nov.-Feb. von uns keiner.

    Knapp 4000€ investiert, aber dafür ein für uns gelungenes Projekt. :P

    Nun könnten die Teile eigentlich verstauben und die Geschichte zu Ende sein.



    Ist sie aber nicht :P

  • Oben ist auch ein Laubeinsatz drin, den wir regelmäßig reinigen

    Solangs funktioniert.


    Ich habe nur einen Straßenablauf mit Kübel der in einen Sickerschacht läuft ( ja sollte man mal wieder vom Schlamm befreien ). Und da nimmts bei Starkregen doch so einiges mit.


    Ich habe dafür (und für andere Sachen) mittlerweile eine ordentliche Pumpe mitsamt C-Schlauch.

    Mit der hatte ich bisher keine Probleme, die jagt sogar kleinere Kieselsteine durch, wenn die da doch irgendwie reinkommen.

    Und vor allem kommt die den normalen Wassermassen hinterher, die kleinere Pumpe ist maßlos überfordert.