Elektrische Maschinen in der Landwirtschaft

  • Hallo schon 9 Monate alt, aber interessant:


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  • Einerseits interessant, andererseits klingt das auch alles unglaublich kompliziert. Und alles nur weil man unbedingt den Eigenverbrauch maximieren möchte. Was spricht dagegen einfach ins Netz einzuspeisen was man zuviel hat und sich zu holen was man braucht und langfristig die Speicherung einfach auf Netzebene zu machen? Das muss doch effizienter, sicherer und günstiger sein als wenn das jeder Betrieb und auch jedes Haus selbst macht.

  • Einerseits interessant, andererseits klingt das auch alles unglaublich kompliziert. Und alles nur weil man unbedingt den Eigenverbrauch maximieren möchte.

    Maximierung auf den Eigenbedarf bedeutet ja auch, Strom bevorzugt dann zu verbrauchen, wenn die Sonne scheint. Das ist aber nicht nur egoistisch. sondern natürlich auch netzdienlich.


    Im letzten Drittel des Beitrags wird dann auch darauf eingegangen, die Speicherkapazitäten überbetrieblich zu nutzen, sprich das öffentliche Netz zu stabilisieren. 500 kWh Speicherkapazität pro landwirtschaftlichem Betrieb sind nicht zu verachten. Solange aber die Technik zur betriebswirtschaftlich sinnvollen netzdienlichen Nutzung von Speicherkapazitäten nicht etabliert ist, ist die Steigerung des Eigenverbrauchs immer noch besser, als die Kühe vor Sonnenaufgang zu melken oder die Gülle nach Sonnenuntergang abzupumpen.

  • Den selben Effekt habe ich aber auch mit einem dynamischen Preismodell. Ist viel grüner Strom im Netz (weil z.B. gerade Mittag im Sommer) dann sinkt der Preis und es steigt der Anreiz ihn zu verbrauchen.

  • Den selben Effekt habe ich aber auch mit einem dynamischen Preismodell.

    Da ginge ich sofort mit. Dann bräuchten wir auch keine unsinnige Unterscheidung zwischen Voll- und Überschusseinspeisung.


    Der in dem genannten Beitrag gezeigte Landwirt wird aber aus guten Gründen nicht auf zukünftige betriebswirtschaftlich sinnvolle Preismodelle warten wollen. Der will jetzt etwas bewegen und tut das, was ihm derzeit möglich ist. Den Speicher später netzdienlich einsetzen kann er immer noch. Und ein Teil seiner Speicherkapazität ist ja sowieso da (der in den Maschinen).


    Seine 137 kWh an stationärem Stromspeicher würden sich bei einem dynamischen Preismodell allerdings in der Tat nicht mehr rechnen, die Speicherung auf Netzebene wäre dem privaten Stromspeicher überlegen. Zum einen würden nicht alle Endverbraucher gleichzeitig Überschüsse einspeisen und Lastspitzen abrufen, zum anderen sind die Kosten pro Speicherkapazität bei größere Anlagen niedriger.

  • Seine 137 kWh an stationärem Stromspeicher würden sich bei einem dynamischen Preismodell allerdings in der Tat nicht mehr rechnen

    Das kommt auf die Führung an - eba macht es ja (in kleineren) Maßstab vor und führt sowohl den Speicher als auch die Ladung der BEV und die WP am (Börsen)steompreis. Dank Speicher muss man dann nicht zu Hochpreiszeiten kaufen sondern kann einspeisen.

    Schattentheoretiker und Speicherrealist

  • Seine 137 kWh an stationärem Stromspeicher würden sich ...

    wenn sie es könnten. Nicht nur daß der Fendt e100 erst 2024 in Serie geht, der zu erwartende astronomische Preis noch nicht feststeht ist der verbaute WR derzeit noch bidi ausgelegt und es gibt auch keine passende Wallbox.

    Bei den anderen Kramer ua. sieht es ähnlich aus.

  • Das kommt auf die Führung an - eba macht es ja (in kleineren) Maßstab vor und führt sowohl den Speicher als auch die Ladung der BEV und die WP am (Börsen)steompreis. Dank Speicher muss man dann nicht zu Hochpreiszeiten kaufen sondern kann einspeisen.

    Dass sich am Börsenpreis orientiertes Laden des BEV und Betrieb der WP rechnet, steht außer Frage.


    Hier geht es aber eher darum, ob es sich rechnet, mit einem Batteriespeicher von Schwankungen des Börsenpreises plus der Differenz zwischen Einspeisevergütung und Bezugspreis (beides dynamisch) zu profitieren. Und wenn ich bilanziellen Überschuss zeitversetzt einspeise, kann ich sogar nur noch von den Schwankungen des Börsenpreises profitieren.


    Schwankungen des Börsenpreises alleine werden einen Batteriespeicher sicherlich nicht finanzieren können, denn bevor das passiert, gibt es längst wirtschaftlicher zu betreibende Großspeicher (z.B. auf Quartiersebene), die diese Aufgabe übernehmen und damit den Börsenpreisschwankungen entgegen wirken.


    Dank Speicher muss man dann nicht zu Hochpreiszeiten kaufen sondern kann einspeisen.

    Was ist das denn für eine Alternative? Wenn ich zu Hochpreiszeiten einspeise, obwohl ich keinen Überschuss habe, dann muss ich zu anderen Zeiten mehr Strom beziehen als ich es sonst gemusst hätte. Sprich: Ich speise Strom zu Hochpreiszeiten ein und kaufe ihn zu Niedrigpreiszeiten zurück, d.h. ich lebe von Börsenpreisschwankungen minus der Differenz zwischen Einspeisevergütung und Bezugspreis. Das kann sich erst recht nicht rechnen.


    wenn sie es könnten. Nicht nur daß der Fendt e100 erst 2024 in Serie geht, der zu erwartende astronomische Preis noch nicht feststeht ist der verbaute WR derzeit noch bidi ausgelegt und es gibt auch keine passende Wallbox.

    Die 137 kWh in dem Beitrag waren sein derzeit genutzter stationärer Speicher. Zusammen mit vorhandenen und geplanten batterieelektrisch betriebenen Maschinen rechnete er für die Zukunft mit einer Gesamtspeicherkapazität von rund 500 kWh in seinem landwirtschaftlichen Betrieb.


    Aber ja, auch der netzdienliche Einsatz der nichtstationären Batteriekapazität ist derzeit noch Zukunftsmusik. Trotzdem wird das irgendwann kommen und auch elektrische Traktoren werden irgendwann nicht mehr teurer sein als ihre fossilen Brüder. Der Vorteil bei Traktoren ist, dass man die benötigte Batteriekapazität ziemlich gut abschätzen kann im Gegensatz zu einem Auto, mit dem man täglich 20 km pendelt, jedoch eine Batteriekapazität vorhält, die man in vielen Fällen nur ein-, zweimal im Jahr wirklich nutzt.

  • Hallo schon 9 Monate alt, aber interessant

    Ein riesen Norddach leer. :roll:

    Keine WKA oder gleich mal 5 davon.


    Recht viel falsch gemacht in Bayern.

    Besser kann es ein Einzelfall gar nicht beschreiben.


    September bis April ist da viel Bezug zu erwarten und die 500KWh Speicher stehen ansonsten leer rum. Das ist totes Kapital und kann sich kein landwirtschaftlicher Betrieb abseits von einem Forschungsprojekt leisten.


    Da kann man dann ohne nennenswerten PV Ertrag auch nichts mehr managen beim Verbrauch.

    Ein typisches Sommerprojekt!


    Strom direkt nutzen und den Überschuss einfach einspeisen, denn er gehört ins Netz.


    Hat denen denn niemand gesagt, dass Speicher nichts erzeugen? :juggle: