Zählerwechsel Gebühren nicht bezahlen? (Netze BW)

  • o.k. die Verunsicherung kann man durch das falsche Kreuz nachvollziehen. Der Messstellenbetreiber kann also machen was er will und mir einen für mich unnützen Zweirichtungszähler einbauen, aber muss ich dies a) voll vom Einau bezahlen und b) kommen auf mich noch höhere jährliche Gebühren zu?


    Ich habe ohnehin später eine Nulleinspeisung aber keine Insellösung vor. Kann er die Nulleispeisung auch verweigern und das einzige was ich darf wäre eine reine Insellösung?


    Lohnt ein Wechsel zu einem anderen Messstellenbetreiber (Zähler ist jetzt 3J. von max. möglichen 7J.alt) oder kann ich ev. gleich ein Zähler mit der die Möglichkeit einbeuen lassen um börsennotiert Strom einzukaufen und smartgesteuert abzunehmen?

  • Der Messstellenbetreiber ist verpflichtet, einen Zweirichtungszähler einzubauen, weil er verpflichtet ist, die eingespeiste Energiemenge zu erfassen. Das muss der machen, wenn er es für richtig hält, das darfst du nicht beauftragen, weil sonst du für den Einbau/Wechsel zahlst. Also die Haltung: "Mir egal, was ihr macht, ich wollte einfach nur melden, dass ich ein Balkonkraftwerk betreibe."


    Und was die Kosten angeht: Die sind bei digitalen Zählern etwas höher, aber auf 20 Euro pro Jahr begrenzt. Dein alter Zähler wird vielleicht um 12 Euro kosten, musst du mal in deiner Abrechnung schauen. ABER: Ein digitaler Zähler wäre eh früher oder später gekommen.

  • "Nulleinspeisung" gibt es auch nicht.

    Du kannst natürlich zur Maximierung deines wirtschaftlichen Schadens auf sämtliche dir zustehende staatliche Förderung und Vergütung verzichten oder von irgendwelchen Inseln träumen.

    Ausser zu Belustigung und Schadenfreude bei Besitzern eines Bildungsabschlusses mit Grundrechenarten denen du davon erzählst wird das aber sonst zu nichts führen.

    Ausser die illustre Runde beim Nulleinspeiserstammtisch wird dich auch in Zukunft niemand mehr so richtig für voll nehmen oder dir Gehör schenken.

  • habe ohnehin später eine Nulleinspeisung

    Warum diese schäbige Idee?

  • Es geht doch um ein Balkonkraftwerk und da bedeutet "Nulleinspeisung", dass man versucht, alle erzeugte Energie selbst zu nutzen. Also eine Akkulösung. Wer die selber bastelt, kann damit sogar nach wenigen Jahren in die Gewinnzone kommen. Nebenher ist es eine schöne technische Spielerei, wo man nebenher eine Menge lernen kann.

  • Der Messstellenbetreiber ist verpflichtet, einen Zweirichtungszähler einzubauen, weil er verpflichtet ist, die eingespeiste Energiemenge zu erfassen. Das muss der machen, wenn er es für richtig hält, das darfst du nicht beauftragen, weil sonst du für den Einbau/Wechsel zahlst. Also die Haltung: "Mir egal, was ihr macht, ich wollte einfach nur melden, dass ich ein Balkonkraftwerk betreibe."


    Und was die Kosten angeht: Die sind bei digitalen Zählern etwas höher, aber auf 20 Euro pro Jahr begrenzt. Dein alter Zähler wird vielleicht um 12 Euro kosten, musst du mal in deiner Abrechnung schauen. ABER: Ein digitaler Zähler wäre eh früher oder später gekommen.

    Mein "alter" Zähler mit Rücklaufsperre kostet exakt 20Eur p.a. und ist ein digitaler rücklaufgeschützter Zähler. Der Umbau (ca. 70-100eur) soll auf meine Kosten gehen und der Zweirichtungszähler kostet dann 40Eur p.a. Also schreibe ich kurz um Knapp:


    Ich wollte lediglich meiner Pflicht nachkommen die PV-Anlage anzumelden. Ich bin davon ausgegangen, dass ich auf Grund des Alters einen Zweirichtungszähler habe. Den Fehler bitte ich zu entschuldigen. Einen Zählertausch habe ich damit nicht beauftragt. Die Auslegung der Anlage deckt den Grundbedarf, so dass es zu keiner nennenwerten Einspeisung kommen wird (<4%). Weiter hat der jetzige Zähler eine Rücklaufsperre.


    In dem Link steht wie man bei einem aufgezwungenen Zählertausch reagieren kann oder ist das kalter Kaffee? Was mir unklar ist warum mein Bekannter in 2021 exakt den selber Zähler verbaut bekommen hat wie ich 2020, aber diese Aufforderung nicht erhalten hat.


    Fragen und Antworten zu steckbaren Solar-Geräten – DGS Infoportal zu steckbaren Solar-Geräten

  • Mein "alter" Zähler mit Rücklaufsperre kostet exakt 20Eur p.a.

    Der neue (Zweirichtungszähler) auch. Das ist die gesetzliche Preisobergrenze für eine sog. "moderne Messeinrichtung" (mMe)-



    Der Umbau soll auf meine Kosten gehen

    Das ist Wunschdenken des Messstellenbetreibers. In den obigen 20€ ist -so hat es auch kürzlich erst die Clearingstelle EEG/KWK festgestellt- auch der Einbau einer Vorrichtung zur eichrechtskonformen Messung bereits enthalten. Solange Du keinen Zählerwechsel beauftragst (dann wäre es ein Kundenwunsch), musst Du das nicht bezahlen.

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY)

  • Ich wollte lediglich meiner Pflicht nachkommen die PV-Anlage anzumelden. Ich bin davon ausgegangen, dass ich auf Grund des Alters einen Zweirichtungszähler habe. Den Fehler bitte ich zu entschuldigen. Einen Zählertausch habe ich damit nicht beauftragt. Die Auslegung der Anlage deckt den Grundbedarf, so dass es zu keiner nennenwerten Einspeisung kommen wird (<4%). Weiter hat der jetzige Zähler eine Rücklaufsperre.

    Noch kürzer würde ich das machen: "Ich wollte lediglich meiner Pflicht nachkommen, die PV-Anlage anzumelden. Von mir wird kein Zählertausch beauftragt."


    Alles andere ist nicht relevant. Was du noch machen kannst: Ein Foto vom jetzigen Zähler und vielleicht die Info, dass der eine Rücklaufsperre hat. Dann könnte es sein, dass die alles so belassen. Aber das auch nur, wenn du darin irgendwelche Vorteile siehst. Von den Kosten ändert sich ja nichts.

  • Hi, habe so kurz geantwortet und auf die Rücklaufsperre hingewiesen. Bislang kam nix zurück. Ein Bekannter hat ja auch noch den alten Zähler. Ein Kollege hat sogar noch ein alten analogen Zähler und der hängt trotz Anmeldung der PV immer noch da......


    Welchen Vorteil habe ich mit einem Zweirichtungszähler außer dass ich und die Stadtwerke sehen was ich eingespeist habe und ich kontrolliert werden kann.


    Der alte kann meiner Meinung nichts und ich kann theoretisch an das Netz hängen was ich will oder sehe ich das falsch?

  • Es spielt keine Rolle was du willst oder gerne hättest.

    Der Betrieb der Messstelle ist Sache des Messstellenbetreibers.

    Wenn der es für erforderlich hält (und dazu ist er sogar gesetzlich verplichtet) dort einen elektronischen Zweirichtungszähler einzubauen dann wird er dies tun.

    Die Daten jeder Verbrauchsstelle müssen erfasst werden um sie mit den beteiligten Partnern (inkl. dir) am Ende korrekt abzurechnen.