Zählerwechsel Gebühren nicht bezahlen? (Netze BW)

  • In MsbG §32 ist die Gebühr auf 20 Euro pro Jahr beschränkt:

    § 32 MsbG - Einzelnorm

    Ob in der Jahresgebühr der Einbau enthalten ist, ist für mich nicht ganz eindeutig.


    Die Bundesnetzagentur interpretiert das Gesetz aber so!

    Nachzulesen hier, unter dem Abschnitt "Wie hoch sind die Kosten?"

    Bundesnetzagentur - Messeinrichtungen / Zähler

    Zitat:

    "Es sind gesetzlich sogenannte jährliche Preisobergrenzen für Einbau und Betrieb vorgeschrieben, die der grundzuständige Messstellenbetreiber zwingend einhalten muss."


    Die Bundesnetzagentur weist aber auch darauf hin, dass für einen freiwillig beauftragten Zählerwechsel diese Grenze nicht gilt.


    In meinem Fall (freiwillige Beauftragung) bin ich also auf die Kulanz von Netze BW angewiesen. Ich werde berichten, wie es endet.

    Bisher konnte ich das Netze-BW-Bashing hier im Forum nicht nachvollziehen, z.B. hat Netze BW von sich aus mitgeteilt, dass kein Einspeisevertrag notwendig sei und die telefonische Beratung z.B. wegen Wallbox und Hausanschluss-Leistung war sehr gut (keine Front-Office-Mitarbeiter, die keine Ahnung haben).

  • Danke für den Link der endlich mal konkret über Gebühren berichtet - und Ja Gebühren für den Einbau können erhoben werden!


    nurkurz

    Unter freiwillig beauftragten Zählerwechsel zähle ich den Zweirichtungszähler aber nicht, auch wenn du einen Vertrag unterschrieben hast - viel Glück.

    WR: Sungrow SH10RT-V112 (seit Mitte Dez. 2022)

    Batterie: SBR096 (seit Mitte April 2023)

    2 x 12 Yingli-Solar 410W - Ausrichtung Süd - Dachneigung 35°

  • Die Bundesnetzagentur weist aber auch darauf hin, dass für einen freiwillig beauftragten Zählerwechsel diese Grenze nicht gilt.

    In ihren FAQ heißt es aber:


    Kann ich freiwillig ein intelligentes Messsystem einbauen lassen?

    Ja. Sie können den Einbau eines intelligenten Messsystems vom grundzuständigen Messstellenbetreiber auf eigene Kosten gegen ein angemessenes Entgelt verlangen.

    Sie können auch versuchen, einen Drittanbieter zu finden, der Sie mit einem intelligenten Messsystem ausstattet und dies für Sie betreibt. Achten Sie darauf, dass der Drittanbieter über ein gültiges BSI Zertifikat für seine Aufgabe als Smart-Meter-Gateway-Administrator verfügt.

    Bitte beachten Sie: Bei einem freiwilligen Einbau gelten die Preisobergrenzen nur, wenn der grundzuständige Messstellenbetreiber den Einbau vornimmt. Ansonsten müssen Sie den Preis für den Messstellenbetrieb mit dem wettbewerblichen Messstellenbetreiber aushandeln.


    Quelle

    Lieben Gruß

    Liesa


    PS: Sollte mein Beitrag OT sein, entschuldige ich mich schon im Voraus. Manchmal kann ich mich einfach nicht beherrschen. :-?


    PV: 12xEGing400W - Kostal Plenticore plus 5.5 :) • Speicher: erstmal nö :/ • WP: Bestellt - Wolf CHA10 :) • Wallbox: Easee :) • E-Auto: Dacia Spring :)

  • Ein elektronischer Zweirichtungszähler ist aber

    1) kein intelligentes Messssystem ("Smart Meter") sondern ein saudummer, einfacher Zähler und

    2) geht es hier nicht um freiwilligen Einbau von irgendwelchem optionalen Firlefanz sondern die einfache Energieerfassung und Abrechnung durch den gMSB nach MsbG.

  • Aber auch für die modernen Messsysteme gibt es Preisobergrenzen. Warum soll also diese Aussage für die nicht gelten?


    Zwar heißt es

    "Die Kosten für den Einbau und den Betrieb aller Messeinrichtungen trägt die Kundin/der Kunde bzw. der Verbrauchende oder der Anlagenbetreibende."


    Aber es heißt auch:


    "Es sind gesetzlich sogenannte jährliche Preisobergrenzen für Einbau und Betrieb vorgeschrieben, die der grundzuständige Messstellenbetreiber zwingend einhalten muss."


    Quelle

    Lieben Gruß

    Liesa


    PS: Sollte mein Beitrag OT sein, entschuldige ich mich schon im Voraus. Manchmal kann ich mich einfach nicht beherrschen. :-?


    PV: 12xEGing400W - Kostal Plenticore plus 5.5 :) • Speicher: erstmal nö :/ • WP: Bestellt - Wolf CHA10 :) • Wallbox: Easee :) • E-Auto: Dacia Spring :)

  • Danke für den Link der endlich mal konkret über Gebühren berichtet - und Ja Gebühren für den Einbau können erhoben werden!

    Und was ist da jetzt der Unterschied zu meiner angeblich „freien Wunschinterpretation" des Gesetzestextes?

    22,2kWp, 66°/-114°, DN 42°, IBN 11/21

    6,6kWp, 150°, DN 3°, IBN 2/23 (DIY)

    SMA STP20000-TL 30 / SMA STP6.0-3AV-40 / SMA SHM 2.0

    7kW Jeisha seit 7/23 (DIY)

  • Hallo zusammen,


    ich klink mich mal ein hier. Bei mir hat die Netze BW sich letztes Jahr gemeldet, der PV Zähler meiner Anlage müsse getauscht werden. Die Anlage läuft seit ca. 18 Jahren mit einem von meinem Elektriker installierten und mir bezhaltem Stromzähler. Es gab keine jährlichen Gebühren seitens Netze BW für den alten Stromzähler.


    Heute kam eine Rechnung über 20,00 Euro "Ihre Rechnung für den Messstellenebtrieb Ihres modernen Zählers".

    Äh...ich weder einen Vertrag mit denen noch hab ich den neuen Zähler bestellt.


    Muss ich trotzdem bezahlen?

  • Ja, das ist im Rahmen der gesetzlichen POG.

  • Kurzes Feedback zum Abschluss:

    Nach einiger Zeit hat sich Netze BW wieder gemeldet, dass sie weiterhin auf Bezahlung der Rechnung bestehen.


    Ich habe die Rechnung jetzt letztendlich bezahlt, da ich wie anfangs erwähnt eine schlechte Ausgangsposition hatte (Netze BW wurde durch meinen Solarteur, der meine Vollmacht hatte, mit dem Zählerwechsel (1R Zähler in 2R Zähler tauschen) beauftragt).


    In einem ähnlichen Fall ist ein Forenmitglied bis vor Gericht gegangen und musste letztendlich auch zahlen: