PV Planung bei Neubau

  • Hallo


    ich habe eine Frage zur Planung meiner PV Anlage. Die FAQs im Forum habe ich aufmerksam gelesen und einige AHA Erlebnisse gehabt.


    Projekt:

    Neubau eines EFH

    Satteldach steht Süd (mini mini nach Osten) ausgerichtet und hat bis auf den Schornstein am First und das Austritts-DFF für den SSF keine Gauben oder ähnliches. Kein Baum im Weg. Durchgehend Licht auf dem Dach

    Das derzeitige Stromverbrauchsverhalten wird sich ändern. Derzeit 2800 kWh pro Jahr. Heizung mit Gastherme. Warmwasser über Durchlauferhitzer.


    Im Neubau wird eine LWWP das Haus beheizen. Warmwasser zentral über die Heizanlage. Die üblichen Stromverbraucher schätze ich pauschal einfach mal auf 3500 kWh pro Jahr, da das Haus größer wird als die derzeitige Wohnung.

    Dazu kommt perspektivisch ein Pool mit Wärmepumpe und logischerweise Filteranlage.


    Es gibt ein Plugin Hybrid Auto, welches an Werktagen erst ab 18h in der Garage steht und geladen werden kann.


    So das sind die Grundlagen.


    Das Dach soll voraussichtlich mit Betonflachziegeln gedeckt werden.

    Die Meinungen gehen hier ganz weit auseinander zwischen Aufdach, Indach vom Ziegelhersteller (oder analog). Spar dir die Ziegel durch Indach versus Aufdach, wenn mal was ausgetauscht werden muss usw usf. Aufdach kommen die Kosten für die Dachdeckerleistung unter der PV dazu. Sind aber günstiger, soweit ich weiß.


    Das Projekt wurde von Nelskamp grob skizziert. Einziger Fehler hier ist das nicht berücksichtigen des DFF.


    MEINE FRAGEN NUN:


    Grundsatz Aufdach besser oder Indach?

    In dem Nelskampprojekt wird ja recht viel der Fläche bereits genutzt. Sollte nochmehr belegt werden?

    Speicher - soweit ich die FAQ verstanden habe macht das NIE Sinn?


    Der Dachdecker macht die PV nicht gerne mit (bzw. selber).

    Heißt ich muss ohnehin auf die Suche gehen nach einem PV-Dienstleister.

    Wie gehe ich hier am besten vor? Nett sind die alle solange sie was verkaufen wollen.


    Am meisten interessiert mich aber eure Meinung zu Aufdach versus Indach und Speicher!


    Und letzte Frage zum INDACH System

    realistische Kostenszenarien zwischen Solardachziegeln, Standard-Indachanlage und Solardach?


    Liebe Grüße


    Stephan

  • Indach würde ich nicht haben wollen. Wenn mal was kaputt geht, ist fast garantiert, dass es kein passendes Ersatzteil gibt. Das ist bei konventionellen Anlagen schon schwierig genug und die werden um den Faktor 1000 häufiger produziert.


    Finanziell ist es auch nicht sinnvoll.


    Was man machen könnte: Blechdach, anstelle der Ziegel. Das ist günstiger, hält länger, und wenn man sauber plant, sieht man davon eh nichts mehr.


    Zum Neubau generell: 10 kWp ist mit WP und E-Auto nicht wirklich viel. 40° Norddach aber auch nicht so prickelnd. Kannst Du denn vielleicht an der Dachneigung noch was ändern (20-25° z.B.) und Nord mit einbeziehen? Oder mindestens die Dachüberstände auf Süd so planen, dass noch ein, zwei Reihen mehr draufgehen. Gibts eine Terrasse, unbeschattete Südfassade, Carport, Garage, für ein paar kWp mehr?


    Zum Schornstein: Lass den weg. Der dient nur dazu, Zeugs zu verbrennen, was man nicht mehr verbrennen sollte. Außerdem kostet er viel Geld. Kaminöfen gibts grad keine - wenn dann doch, kosten die auch viel Geld. Der Schornstein nimmt dir auf jedem Stockwerk Fläche weg. Fläche im Neubau kostet viel Geld. Der Schorni muss regelmäßig kommen. Kostet Geld. Holz muss man irgendwo lagern. Wieder Fläche. Dazu kommt dreck, Gestank und Feinstaub. Holz verbrennen ist im übrigen auch nicht nachhaltig. Deutschland muss die nächsten Jahre seinen Holzverbrauch halbieren, damit sich die Wälder erholen können.

    Und Wenn Du dann so sauviel Geld ausgegeben hast, wirst Du feststellen, dass es eh schon warm ist (weil eine Wärmepumpe mit Flächenheizungen IMMER die gleiche Temperatur im Wohnzimmer erzeugt, da wird es nicht mehr ungemütlich) und man gar keinen Grund hat, den Kamin anzumachen.

  • Kein Verbrenner, Dach sinnVOLL belegen und kein Speicher. Holzfaserdämmung und unten Schaumglas als Dämmung.

  • Danke für den Input.

    Kamin ist schon 2019 bestellt worden. Da habe ich vorgesorgt. Preis blieb bis heute bestehen, da Kaufvertrag existiert.


    Das Thema Indach beschäftigt mich schon. Wie ihr geschrieben habt, wenn was ist, die Ersatzteile in x Jahren werden nicht mehr existieren. Daher sehe ich Indach mit zB PV Premium Braas oder auch die von Nelskamp als nicht so optimal.

    Mit der Optik Aufdach muss man leben, aber ich denke da gewöhnt man sich dran.

    Wenn ich also so viel drauf packe wie möglich - Aufach - OHNE Batterie - dann entnehme ich euren Ausführungen, dass das der richtige Weg ist?


    Anbieter - wie in den FAQs beschrieben, gibt es ja zig viele. Weder mein Elektro noch Dachdecker machen das selber. Heißt ich muss einen externen Solarmenschen suchen.


    Gibt es eine Hausnummer, was so was derzeit kosten wird und worauf ich bei der Auswahl achten muss? Nett sind ja alle im ersten Gespräch. Und Probleme haben ja auch immer nur die anderen.


    Auch überfordert mich die VIELZAHL an Herstellern. Beim Auto wäre es einfach, man hat seine Marken die man mag und welche die nicht in Frage kommen. Aber bei Panels?


    Soweit ich verstanden habe wäre AUFDACH, Glas-Glas jetzt die Empfehlung.

    Aber welchen Hersteller ? Und auch bezüglich des Wechselrichters. Für mich ist das ein Kasten im Keller, dass es da aber Unterschiede gibt dämmert mir so langsam leider...


    LG


    Stephan

  • Erstes Angebot:

    Nelskamp Planum PV 10,08 kWp 112 Module einschließlich Wechselrichter

    21439 Euro netto

    Dafür entfallen 70 qm Planum granit Ziegel zu 2240 Euro


    Als Option Varta element 12 backup als Speicher, wobei ich hier ja gelernt habe, dass der Speicher eher keine gute Idee ist.

    Jeder mit dem ich rede weiß natürlich immer mehr und vor allem die Wahrheit. Ich glaube, dass die Hauptverbraucher LWWP, Pool LWWP, Warmwasser und mind 2 Tage pro Woche Plug in E Auto den Speicher für mich in der Tat unnötig machen.

    Zumal der Speicher doch auch nachgerüstet werden könnte.

    Wenn ich die 1000 Euro pro kWh Batterie rechne mag ich das gar nicht wirklich haben.


    Bedeutet aber? Im Vergleich zu einer Aufdachvariante?

    Preise für ein Aufdach PV mit etwa 10 kWp habe ich noch keine (eingeholt)


    Danke für eure Meinung im Voraus


    Falls jemand einen Tipp hat Rhein Main Region bitte gerne Info an mich


    Danke


    Stephan