Scheinbar soll die 70% Regelung für Anlagen < 25 KW abgeschafft werden

  • Für mich ist das auch Neuland.

    Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, das irgendwo verhältnismäßige Anlagengrössen zugerechnet wurden.

    Ich habe nur in Erinnerung, dass es hies „Speicher gefördert, dann Einspeisegrenze 60%“

    So wurde es mW umgesetzt

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    Altspeicher 14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

    10 kWh TitanSolar, weiterhin am SI 6H-11

  • Ich kann mich aber auch nicht daran erinnern, das irgendwo verhältnismäßige Anlagengrössen zugerechnet wurden.

    dazu musste man lediglich "nur" 2 Anlagen bauen (Deklarieren) mit jeweils eigener IBN (Protokoll) . Die eine in der geforderten Größe für die Förderung, die andere als weitere PV Anlage. Das war der Trick an der ganzen Sache.

    Gruß PV-Express



    PV: 8,97kWp, 46*195Wp, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

    BKW: 1,65kWp, (2*410Wp -120°Az + 2*415Wp 60°Az, Dachneigung je 15°), Growatt MIC 800TL-X, IBN 5/2024

  • wobei jetzt die Frage wäre, ob ich so rechnen darf.


    Rein logisch würde ich sagen ja. Denn die Einspeisebeschränkung bezieht sich auf das Geförderte.


    Denn würde ich eine neue Anlage bauen darf ich doch auch das Ganze zusammen abrechnen, oder?

  • wobei jetzt die Frage wäre, ob ich so rechnen darf.


    Rein logisch würde ich sagen ja. Denn die Einspeisebeschränkung bezieht sich auf das Geförderte.


    Denn würde ich eine neue Anlage bauen darf ich doch auch das Ganze zusammen abrechnen, oder?

    Ich habe mich damals gegen eine 50% Speicherförderung vom Land BW entschieden, weil ich es dort so verstand, dass egal welchen Speicher man hat, dadurch die Anlage nur maximal 50% einspeisen darf.

    Bei der Kfw Förderung ist es klarer formuliert.

    Frag deinen Installateur, er muss unterschreiben, dass alles richtig eingestellt ist.

  • Die Neuregelung betrifft nur Anlagen, die ab dem Inkrafttreten des EEG 2023 in Betrieb genommen werden

    Der Wegfall der 70% Begrenzung bis 25 kWp steht in Artikel 2 und der tritt zum 1.1.2023 in Kraft (nach aktuellem Stand)

    Hierzu habe ich noch ein Verständnisproblem.


    Wenn ich eine Anlage mit 25 kWp im Herbst nach Inkrafttreten des EEG 2023 in Betrieb nehme und ich ab dem 1.1.2023 nicht mehr auf 70% abregeln muss, was mache ich dann in der Zwischenzeit? Brauche ich dann ernsthaft für den Rest von 2022 eine technische Abregelung (wo es natürlich in den meisten Fällen gar nichts abzuregeln gibt), um diese dann im neuen Jahr wieder herauszunehmen?

  • Wenn ich eine Anlage mit 25 kWp im Herbst nach Inkrafttreten des EEG 2023 in Betrieb nehme und ich ab dem 1.1.2023 nicht mehr auf 70% abregeln muss, was mache ich dann in der Zwischenzeit? Brauche ich dann ernsthaft für den Rest von 2022 eine technische Abregelung (wo es natürlich in den meisten Fällen gar nichts abzuregeln gibt), um diese dann im neuen Jahr wieder herauszunehmen?

    Anlagen die vor dem 1.1.23 in Betrieb gehen können nicht rückwirkend von der Abregelung befreit werden, von Inkrafttreten des EEG23 bis 1.1.23 gibt es höhere Vergütung für die Anlagen, diese müssen aber nach jetzigem Stand 20 Jahre lang auf 70% abgeregelt bleiben.

  • Ja oder anders gesagt du brauchst jemanden der es dir bestätigt.

    Den werde ich wohl finden, aber ich frage mich trotzdem, wer sich solchen Unsinn ausdenkt. Es hätte sich doch angeboten, auch den Wegfall der 70%-Begrenzung auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens des EEG 2023 festzusetzen, zumal dieser Altanlagen sowie nicht berührt. Das muss man nicht verstehen, oder?


    Für die, die ihrem Elektriker eine Bestätigung der Nichtüberschreitung von 70% der Peak-Leistung für den Rest des Jahres entlocken wollen:


    Unter http://www.tagesgang-globalstrahlung.solar-wetter.com/ findet man für seinen Wohnort in Deutschland die monatliche maximale Einstrahlung (clear sky). Hieraus kann man ablesen, dass im September nur noch 75% des Juni-Maximums an Globalstrahlung vom Himmel kommt. Dann kann man z.B. mit PVGIS (https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/) noch darlegen, welcher Minderertrag mit der gegebenen Ausrichtung der Anlage im Vergleich zur perfekten Südausrichtung einhergeht (z.B. 11% bei Südost und 15° Aufständerung). Beide Minderungen zusammengenommen sollten dann in der Regel eine Unterschreitung dvon 75% der Leistung belegen.


    Das ist reine Physik und keine Frage der Anschauung.

  • OK, das hat sich überschnitten.

    Anlagen die vor dem 1.1.23 in Betrieb gehen können nicht rückwirkend von der Abregelung befreit werden, von Inkrafttreten des EEG23 bis 1.1.23 gibt es höhere Vergütung für die Anlagen, diese müssen aber nach jetzigem Stand 20 Jahre lang auf 70% abgeregelt bleiben.

    Hm, das würde schon eher einen Sinn ergeben. Aber verstehen muss ich diese zweistufige Inkraftsetzung der neuen Regelungen nicht.


    Also, was tun? 10 kWp jetzt in Betrieb nehmen, weitere 15 kWp im Januar und nochmal 5 kWp in einem Jahr (im Fall eines möglichen Ausbaus des Daches von 30 kWp)?