Müssen steckbare Solargeräte (BKW) angezeigt werden?

  • Hallo,

    ich hatte eigentlich vor mir ein BKW (WR= 600VA) zuzulegen, ohne das irgendwo bekannt zu machen. Ich habe nämlich noch einen alten Ferraris (ohne Rücklaufsperre) an einer alten schwarzen Schalttafel.

    Nun schreibt "Mr.Energiewende" (Link:(

    "Bei Photovoltaik-Modulen, die nicht in das öffentliche Netz einspeisen, entfällt nach MaStRV § 5 Abs. 2 Nr. 1b die Pflicht zur Registrierung. Falls das Balkonkraftwerk eine Einheit im Sinne des Marktstammdatenregisters darstellt und in das öffentliche Netz einspeist, besteht nach MaStRV die Pflicht zur Registrierung."

    Wenn wir jetzt mal den Sonderfall des alten Stromzählers weglassen (denn der würde ja sogar illegalerweise evtl. marginal etwas einspeisen - bestimmt < Fehlertoleranz) braucht man also der Bundesnetzagentur mit seinem Marktstammdatenregister nicht Bescheid zu geben.


    Und auf der gleichen Seite steht dann auch, dass ich meinem Netzbetreiber ebenfalls nichts mitteilen muss (Die Frage "Müssen steckbare Solargeräte bei dem eigenen Netzbetreiber angemeldet oder abgestimmt werden?" befindet sich oben rechts auf der weiter oben verlinkten Seite.


    Ergo: BKW kaufen, und gut ist. :) - oder doch nicht?


    Mehr als eine 600VA kann ich wohl nicht mit dem alten Stromzähler betreiben (frage hier schon mal wegen einer evtl. späteren Erweiterung)? Irgendwo im Internet stand nämlich etwas von einer 800W Max-Grenze für alte Stromzähler.

  • Volker S

    Hat den Titel des Themas von „Müssen steckbare Solargeräte (BKW) bei der Bundesnetzagentur angezeigt werden?“ zu „Müssen steckbare Solargeräte (BKW) angezeigt werden?“ geändert.
  • Bei einem neuen Zähler wird aber dann wohl auch die ganze Schalttafel erneuert - und das muss ich dann selber bezahlen. Nicht gut.

    Das ist ein 1:1-Tausch. Wo ein Analog-Zähler Platz hatte, ist auch Platz für einen Digital-Zähler. Die sind nicht größer.

    Machen, was der Netzbetreiber will: spart Zeit, Geld und Ärger. Wenn nicht in "leichter Sprache", wird hier geholfen.

  • Ooohkeee... da scheinen ein paar Sachen durcheinander zu gehen, von daher paar Fakten:

    • ob man einspeist, oder nicht, liegt nicht am Zähler - sondern daran, dass der Eigenverbrauch kleiner ist als die erzeugte Leistung.
    • ein alter Ferraris-Zähler kann rückwärts laufen, was in DE einem Abrechnungsbetrug gleichkommt
    • es gibt rücklaufgesperrte Zähler - das bedeutet aber nur, dass der Zähler nicht rückwärts läuft wenn tatsächlich Energie zurück fliest, und nicht, dass das Rückfließen von Energie verhindert wird
    • sobald ein BKW an das Netz angeschlossen wird, muss eine Anmeldung erfolgen. D.h. umgekehrt, Anmeldung entfällt nur, wenn man eine autarke Insel aufbaut
    • auf der verlinkten Seite steht durchaus, dass man anmelden muss....?!
      "Nach § 19 Abs. 3 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) ist von einer Anmeldepflicht beim Netzbetreiber auszugehen."
    • wenn der Messstellenbetreiber einen Wechsel des Zählers machen will/macht, muss nichts geändert werden. Was anderes ist es, wenn man eine "große" PV Anlage installiert, dann darf der Elektriker das nicht ohne "Update" des Zählerkastens... in der Tat etwas verwirrend.
  • Man kann in Deutschland von etwas unter 10% Anmeldequote ausgehen. Der größte Teil der installierten Anlagen ist also nicht angemeldet. Tatsächlich muss man jedoch anmelden. Also sind die alle kriminell! :D

  • Alles klar, Danke für Eure aussagekräftigen Antworten. Da sich es verdichtet hat, dass mein Ferraris (ISKRA Type T3F-01) wohl doch eine Rücklaufsperre besitzt (Link hier im Forum) könnte ich auch mein BKW beim Netzbetreiber melden.

    Mal sehen, da die kleine Anlage wohl eh eher kleine Beträge an Einsparung generiert, sind 20,-€ Gebühr für den neuen Zähler natürlich Unkosten, die man vielleicht vermeiden kann.

    Um das objektiv bewerten zu können, muss ich aber erst mal nachlesen mit wie viel mein alter Zähler zu Buche schlägt.


    Denn im Prinzip finde ich das total nutzlos einen alten Zähler (jetzt wohl doch mit Rücklaufsperre) gegen einen Neuen zu ersetzen (der für mich nur mit Mehrkosten in Verbindung steht.

    Aber sehr gut ist wirklich die Erkenntnis, dass ich meine alte schwarze Schalttafel nicht erneuern muss.


    ...kann vielleicht noch jemand beantworten, ob so ein alter Zähler auch zwei 600W-Anlagen verkraftet?