Nachrüstung Speicher zu bestehender Anlage

  • Hallo liebes Forum,


    ich würde gerne einen Speicher in meine bestehende PV-Anlage integrieren. Aktuell betreibe ich in meinem Wohnhaus eine Anlage mit 8,25kwp Winaico Modulen und einem Fronius Symo 8.2-3.


    Die Frage ist nun wie groß ich die Batterie dimensionieren soll und auf was ich sonst achten muss. Am liebsten wäre uns ein DC Speicher, da dieser auch Inselfähig ist. Ein AC Speicher, da einfacher nachrüstbar wäre auch in Ordnung, wenn dieser eine gute Notstromversorgung hätte.


    Leider habe ich bisher noch keine auf mich seriös wirkende Firma in unserem Umkreis gefunden. Aus diesem Grund Frage ich ob Ihr irgendwelche Tipps habt welche Firmen hier im Raum Mainz, Worms bzw. Mannheim zu empfehlen sind.


    Vielen Dank euch schonmal

  • vorweg: das mit dem speicher und ersatzstromversorgung kostet en mass geld und der nutzen ist in zentraleuropa begrenzt. wenn du es nicht unter willhaben oder hobby verbuchen kannst, dann bitte weiterlesen! :D


    einen vernueftigen speicher legt man nach dem nachtverbrauch im sommer aus. dieser sollte so klein wie moeglich gehalten werden.

    warum? im winter kommt sowieso nichts vom dach, damit ein speicher vernuenftig betrieben werden kann und auch in der uebergangszeit muesste er so gross sein, dass das nicht mehr bezahlbar ist.


    AC-speicher sind vom konzept her nicht optimal, da sie nach entleerung des speichers nicht mehr funktionieren, da sie eben nicht nachgeladen werden koennen - mal abgesehen von noch teureren loesungen wie victron.


    in deinem fall wuerde sich ein austausch auf einen fronius symo gen24 fast anbieten, der kann DC und hat eine steckbare notstromdose. zudem kannst du die vorhandenen smartmeter oder s0 ganz einfach weiternutzen. das ganze haus im automatischen full-backup geht auch, kostet aber wieder zusaetzlich.

    den alten wr dann verscherbeln, wenns so weit laeuft.


    zu firmen kann ich dir leider da gar nichts sagen, vielleicht aber jemand andere(r)...

  • ich würde gerne einen Speicher in meine bestehende PV-Anlage integrieren. Aktuell betreibe ich in meinem Wohnhaus eine Anlage mit 8,25kwp Winaico Modulen und einem Fronius Symo 8.2-3.

    Integrieren lässt sich das sicher nicht. Die ganze Anlage müsste neu gebaut werden, und das kostet ganz bestimmt mehr als die bestehende Anlage gekostet hat.

  • Ich kann mich Flosky bis auf den Punkt mit dem AC Speicher nur anschließen. Große so wählen das sie dem Nachtverbrauch im Sommer entspricht ist optimal. Alles darüber hinaus ist Luxus und der geht auf Kosten der Effizienz.

    AC-speicher sind vom konzept her nicht optimal, da sie nach entleerung des speichers nicht mehr funktionieren, da sie eben nicht nachgeladen werden koennen - mal abgesehen von noch teureren loesungen wie victron.

    Aber wieso kein AC Speicher da dieser wenn er leer ist nicht mehr funktionieren soll verstehe ich nicht. Mein AC-Speicher entläd bis max 6% und danach ist Ende. Im Notfall wenn er lange keinen Überschuss zum Laden kriegt würde er mit Netzstrom nachladen um die Batterie zu schützen (habe ich bisher nicht mitbekommen).

    Einziger mir bekannter Nachteil ist der Wechselrichter Verlust von DC (PV Strom) auf AC und dann von AC wieder auf DC (in die Batterie. Den sparrt man sich bei einer DC Lösung die in den Wechselrichter integriert ist natürlich. Aber dafür müsste Danose hier den WR tauschen. Ob das jetzt günstiger oder teurer ist kann ich nicht sagen aber ein AC Speicher der entweder die PV Erzeugung vom WR bekommt (Modbus oder anders) und denn Verbrauch im Haus selber Misst oder eben beides selber Misst kann man als unabhängigen Teil nachrüsten lassen ohne das laufende System zu verändern.

  • mit nicht mehr funktionieren mein ich, dass wenn er einmal leergesaugt ist, und dauerhaft kein netz vorhanden ist, er sich nicht mehr nachladen kann und es finster bleibt!

    bei DC-systemen kann der accu von den modulen geladen werden und wird nicht nach 1x entleeren zum lithiumklumpen!

  • OK, verstanden.


    Aber dazu müssen viele Dinge zusammen kommen: Längerer Stromausfall & fast leerer Akku & Notstrom Betrieb. Wobei die meisten (AC) Systeme ja wohl ab einem gewissen Level zum Schutz der Batterie den Notstrom/Einspeisung abschalten und nur wenn dann noch immer lange der Strom weg bleibt (Stunden reichen hier nicht, denke muss schon min. 1 Tag sein!) kann es zur Tiefenentladung kommen. Mein System schaltet bei 6% SOC ab und schützt die Batterie.


    Und bei DC muss die Anlage auch erstmal Inselbetrieb können damit sie ohne Netz weiter läuft (der Wechselrichter) und der Akku darf nicht zu Beginn des Stromausfalls (am Abend) fast leer sein. Sonst habe ich dann in der Nacht den selben Fall... Kein Netz & Keine Sonne...

  • Aktuell scheinen Batteriespeicher hoch im Kurs zu sein, Lieferzeiten bei BYD ca. 6 Monate.


    Ich wollte zuerst auf eine Hausbatterie verzichten, aber eine Art 'Cloudspeicher über das Netz' ist bei unserem EW nicht möglich. Die aktuelle Lage hat mich nun dazu bewegt eine BYD LVS 20 kWh nachzurüsten. Bei Bedarf hätte in der Höhe noch ein zusätzliches Modul mit 4 kWh Platz. Unsere PV-Anlage liefert seit Mitte Februar genug Überstrom, dass diese Kapazität auch sinnvoll genutzt werden kann. Und bei Bedarf kann ich mit dem SolarEdge-System einfach unkompliziert noch ein paar Panels nachrüsten. (Nordach, Balkon, Glas-Pergola oder sogar einen Solar-Zaun)


    Von SE wird bald ein notstromfähiger Wechselrichter kommen, der alte StoreEdge fliegt dann sofort raus.


    Meine Devise zur aktuellen Welt-Situation:

    Kohle auf der Bank erzeugt keinen Strom, fährt uns damit nicht mit dem E-Auto in der Gegend herum und macht uns keinen warmen Hintern via Wärmepumpe!

    Energiebilanz 2021 EFH 3 Personen / inkl. LW-Wärmepumpe und E-Auto

    - Verbrauch 2021: 11'500 kW/h / Jahresleistung der PV-Anlage ab 2022: ca. 13'500 kW/h


    Luft-Wasser Wärmepumpe / Bodenheizung

    - NIBE F2120-12

    - Steuerung NIBE SMO 40

    - Energiekosten 2021: CHF 840.-


    Solaredge PV-Anlage 13.875 kW/p

    - Süddach 7° West: 25x Energetica e.Classic M HC 375 / 9.375 kW/p

    - Norddach 7° Ost: 12x Energetica e.Classic M HC 375 / 4.5 kW/p


    E-Auto:

    - Skoda Citigo E

    - Juice Booster Ladestation an 16 A Steckdose

  • cloudspeicher heisst so, weil dir der betreiber das geld damit aus der tasche cloud!


    kohlestrom ist sehr dreckig! ;)

  • cloudspeicher heisst so, weil dir der betreiber das geld damit aus der tasche cloud!


    kohlestrom ist sehr dreckig! ;)

    Naja, je nach dem wie das läuft.


    Im Kanton Bern wird z.B ein Cloud-Abo angeboten, wo man pro Tag 15 kWh Überschussenergie abgeben und in der Nacht wieder gratis beziehen kann. Gespeichert soll diese Überschussenergie im Grimsel-Staukraftwerk werden.


    Aber klar, die Energiekonzerne sind nicht besonders scharf darauf - denn billige Übershuss-Energie aus PV-Anlagen am Tag bleibt ja sowieso in den Staukraftwerken oben erhalten, weil sie dann ja gar nicht verbraucht wird. Darum fertig lustig - nun gibt es halt eine fette BYD.

    Energiebilanz 2021 EFH 3 Personen / inkl. LW-Wärmepumpe und E-Auto

    - Verbrauch 2021: 11'500 kW/h / Jahresleistung der PV-Anlage ab 2022: ca. 13'500 kW/h


    Luft-Wasser Wärmepumpe / Bodenheizung

    - NIBE F2120-12

    - Steuerung NIBE SMO 40

    - Energiekosten 2021: CHF 840.-


    Solaredge PV-Anlage 13.875 kW/p

    - Süddach 7° West: 25x Energetica e.Classic M HC 375 / 9.375 kW/p

    - Norddach 7° Ost: 12x Energetica e.Classic M HC 375 / 4.5 kW/p


    E-Auto:

    - Skoda Citigo E

    - Juice Booster Ladestation an 16 A Steckdose

  • Im Kanton Bern wird z.B ein Cloud-Abo angeboten, wo man pro Tag 15 kWh Überschussenergie abgeben und in der Nacht wieder gratis beziehen kann. Gespeichert soll diese Überschussenergie im Grimsel-Staukraftwerk werden.

    was kostet der spass, weisst du das zufaellig?