Planung Anlage auf Carports

  • Hallo zusammen,


    da mir in meinem anderen Thread schon beim Grundgedanken geholfen wurde geht es jetzt in die Detailplanung.

    Ich ziehe in die Einliegerwohnung meines Elternhauses, auf die Carports will ich mir jetzt eine weitere PV-Anlage primär für den Eigenverbrauch mit Elektroauto.


    Vorab: Ich will das ganze möglichst günstig realisieren, damit es sich relativ schnell (ca. 5 Jahre) amortisiert. Von daher werde ich Montage und Installation selber vornehmen. Einen befreundeten Elektriker, welcher die Anlage abnimmt, habe ich an der Hand.



    Bei beiden Dächern handelt es sich um Trapezblech mit geschätzt <= 5° Neigung in Richtung Südwest.


    Dach 1:

    • Hier habe ich bereits ein paar Module als Balkonkraftwerk betrieben, die lasse ich erst mal weiterlaufen
    • Platz für 16 Module (ca. 170x100cm)
    • Wechselrichter: Solis S6-GR1P4.6K (4,6kW, 2 MPPT, einphasig)

    Dach 2:

    • Platz für 12 Module (ca. 170x100cm)
    • Wechselrichter: Solis S6-GR1P3K-M (3kW, 1 MPPT, einphasig)

    Was haltet ihr von den Wechselrichtern? Vom Preis/Leistung scheint sehr gut zu sein, mit 10 Jahren Garantie.



    Zu den Modulen hätte ich zwei Optionen:

    • Gebrauchte Module, ca. 5 Jahre alt, 260 Wp für ca. 45€ pro Stück
    • Neue Module, 270 Wp für ca. 85€ pro Stück

    Momentaner Hausverbrauch ohne Elektroauto: ca. 6000 kWh/a

    Für das Auto habe ich einfach mal 3000 kWh/a überschlagen, sprich vermutlich ab diesem Jahr dann vielleicht 9000 kWh/a.


    Mit dem Ertragsrechner von solarserver.de habe ich ca. 6800 kWh/a ermittelt.

    Ich gehe mal von 25% Eigenverbrauchansteil aus (korrekt? das haben diverse Rechner im Netz so ausgespuckt), also 1700 kWh/a abziehen (Ersparnis rechne ich jetzt mal nicht mit ein, die schenke ich meinen Eltern).

    Die 3000 kWh/a fürs Auto ziehe ich mal komplett ab, da ich das gesteuert laden werde, also reinen Bezug von der PV Anlage, dadurch jährliche Ersparnis von 885€.

    Bleiben 2100 kWh/a Überschuss der ins Netz eingespeist wird.


    Sind meine Überlegungen soweit korrekt?


    Jetzt zu dem wichtigsten Punkt, neue oder gebrauchte Module...


    In den FAQs von Westnetz habe ich was von 2-5 Cent/kWh gelesen, die ohne EEG vergütet werden. Das würde ja dann auch für gebrauchte Module zutreffen?

    Das wären also 42-105€ pro Jahr Einspeisevergütung.


    Mit neuen Modulen und EEG wären das bei einer geplanten Inbetriebnahme im April 6,53 Cent/kWh.

    Ergibt ca. 137€ im Jahr.


    Für Wechselrichter, Montagematerial und Kabel habe ich ca. 2000€ ermittelt, die wären ja in jedem Fall gleich.


    Gebrauchte Module 1260€ -> Gesamtkosten 3260€ (in ca. 3,5 Jahren "abbezahlt")

    Neue Module 2380€ -> Gesamtkosten 4380€ (in ca. 4,5 Jahren "abbezahlt")


    Ich bin hin und her gerissen. Einerseits wären die gebrauchten Module 1 Jahr früher abbezahlt, andererseits 1 Jahr länger warten und dafür neue Module...


    Was würdet ihr machen?



    So zum Abschluss noch eine andere Frage:


    Ich bin die FAQ durchgegangen dort steht man soll frühzeitig ein Netzanschlussbegehren (NAB) bei Westnetz abgeben -> geht das hier mit der Anmeldung hier automatisch? https://service.westnetz.de/einspeisung/ablauf



    Danke schonmal vorab für sämtliches Feedback!


    Gruß

    Mike

  • Bei 5 Grad jährlich reinigen.

    Bestand ist von wann? Welches Messekonzept ist gegeben?

  • Die 3000 kWh/a fürs Auto ziehe ich mal komplett ab, da ich das gesteuert laden werde, also reinen Bezug von der PV Anlage,

    Sind meine Überlegungen soweit korrekt?

    Naja, womit wolltest du denn das E-Auto im Winterhalbjahr betanken?

    Mit "reinem Bezug von der PV-Anlage" wird das Vorhaben wohl etwas schwierig.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Bei 5 Grad jährlich reinigen.

    Bestand ist von wann? Welches Messekonzept ist gegeben?

    Ja, das Balkonkraftwerk habe ich auch regelmäßig gereinigt.


    Die gebrauchten Module sind laut Verkäufer ca. 6-7 Jahre alt, müssten also von 2014/15 sein. Ob die noch zur EEG Vergütung berechtigt sind bezweifle ich.


    Es ist bereits ein Zweiwegezähler vorhanden mit dem wollte ich dass dann als Überschusseinspeisung nutzen.


    Zitat von citystromer

    Naja, womit wolltest du denn das E-Auto im Winterhalbjahr betanken?

    Mit "reinem Bezug von der PV-Anlage" wird das Vorhaben wohl etwas schwierig.

    Ich kann die Ladeleistung auf bis zu ca. 1,3 kW runterregeln, so dass auch im Winter noch etwas mitgenommen werden kann. Aber ja ein bisschen Netzbezug wird dabei sein

  • Ich kann die Ladeleistung auf bis zu ca. 1,3 kW runterregeln, so dass auch im Winter noch etwas mitgenommen werden kann. Aber ja ein bisschen Netzbezug wird dabei sein

    ... eben ... wohl auch ein bisschen mehr ...


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Die gebrauchten Module sind laut Verkäufer ca. 6-7 Jahre alt, müssten also von 2014/15 sein. Ob die noch zur EEG Vergütung berechtigt sind bezweifle ich

    Warum? Die Vergütung klebt am Modul.

  • Warum? Die Vergütung klebt am Modul.

    In der Regel sind das bei eBay Kleinanzeigen alles Versicherungs- bzw. Schadensfälle, wo dann wegen einzelnen defekten Modulen ganze Strings getauscht wurden. Zumindest die günstigsten Angebote.


    Steht dann auch meist so oder ähnlich in der Beschreibung: "Die deutsche EEG ist erloschen, nur für den Eigenverbrauch, Inselanlagen und Off-Grid Systeme".

  • "Die deutsche EE-Gesetz ist erloschen", aha.

    Wenn es keine Dünnschichtmodule sind, ok. Für Eigenbau bietet sich das an.

    Gemeinsamen WR möchtest du nicht?

  • Kurzes Statusupdate:


    Ich habe mich für die neuen Module entschieden.

    Außerdem erweitern wir das obere Carport noch, so dass 6 weitere Module Platz finden.


    Wir sind also insgesamt bei 34 Modulen ergibt 9,18 kWp.

    Nach Rücksprache mit meinem Elektriker nehmen wir jetzt doch einen dreiphasigen Wechselrichter und gehen mit den DC Kabeln vom unteren Carport zum oberen wo dann der Wechselrichter hängt.


    Hier haben wir uns für einen Growatt MOD 10000TL3-X entschieden.


    Mit dem Ertragsrechner komme ich jetzt auf ca. 8500 kWh/a Ertrag und ca. 3800 kWh/a Überschuss den ich nach EEG vergütet bekomme. Das wären ca. 248€ Vergütung im Jahr.

    Die Gesamtkosten für die Anlage belaufen sich jetzt auf ca. 5500€ -> in ca. 4,8 Jahren hat sich das ganze "abbezahlt".


    Die eine Frage aus meinem ursprünglichen Post habe ich aber noch:


    Ich bin die FAQ durchgegangen dort steht man soll frühzeitig ein Netzanschlussbegehren (NAB) bei Westnetz abgeben -> geht das hier mit der Anmeldung hier automatisch? https://service.westnetz.de/einspeisung/ablauf



    Wenn das Wetter mitspielt kann ich das ganze eventuell noch diesen Monat montieren.

    Also letztes Jahr bei der Bestellung hätte ich gedacht, dass ich das Elektroauto vor der Anlage habe, aber bei den Lieferzeiten aktuell kann ich froh sein, wenn das noch dieses Halbjahr kommt :D