Strompreisexplosion - bei Euch auch!?

  • Schon Mal etwas von der Strompreisbremse gehört? Dann mit 40ct noch einmal rechnen. Dadurch dass er bei geschätzten Verbrauch von 8000 kWh 6400 kWh zu 40ct bekommt und nur noch 3000 kWh verbrauchen will, bekommt er 3400 kWh zu 76ct erstattet. Ein besseres Geschäft kann er nicht machen, also kein Wechsel ist absolut sinnvoll...

    Man bekommt nur deshalb 3.400 kWh zu 76ct erstattet, weil man zuvor Vorauszahlungen für 3.400 kWh zu 76ct geleistet hat.

    Er bekommt also sein eigenes Geld zurück ... zinslos!

    Nur wer sich erhebt, kann sich auch widersetzen.

  • es ist der 2021er verbrauch maßgeblich

    Bist du dir sicher? Hab letztens erst wegen meiner Abschlagszahlung im Gesetz nachgelesen, aber nichts konkretes gefunden. Lediglich für Anschlüsse, die nicht gemäß SLP bilanziert werden, wird verpflichtend der Jahresverbrauch 2021 herangezogen. Für normale Anschlüsse wird die aktuelle Jahresverbrauchsprognose des EVU herangezogen, aber nirgendwo ist definiert, wie diese zu berechnen ist. MMn ist es somit auch möglich, dass die Jahresverbrauchsprognose sich auf eine aktuellere Abrechung, z.B. die Jahresschlussrechnung 2022 bezieht, die viele schon erhalten haben.

  • Man bekommt nur deshalb 3.400 kWh zu 76ct erstattet, weil man zuvor Vorauszahlungen für 3.400 kWh zu 76ct geleistet hat.

    Er bekommt also sein eigenes Geld zurück ... zinslos!

    Damit hast du leider wie schon so viele vor dir unrecht. Es ist exakt so wie Bogeyof es beschrieb.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Hab noch etwas weiter recherchiert und nun doch etwas gefunden. Im Mustervertrag der BNetzA zur Netznutzung (wird z.B. verwendet durch die Bayernwerk Netz GmbH) wird die Berechnung konkretisiert.

    Der Netzbetreiber ordnet jeder Marktlokation ein dem Abnahmeverhalten entsprechendes Standardlastprofil zu und stellt eine Jahresverbrauchsprognose auf, die in der Regel auf dem Vorjahresverbrauch basiert.

    Damit würde die jeweils aktuelle Jahresverbrauchsprognose 2023 auf dem Verbrauch im Jahr 2022 basieren.

  • "Entscheidend für die Höhe des Kontingents ist der im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch für 2023."

    Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme | Bundesregierung
    Preisdeckel für Strom und Gas: Kabinett beschließt Strom-, Gas- und Wärmepreisbremse für private Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen. Mehr zum…
    www.bundesregierung.de



    Dort ist auch ein FAQ verlinkt.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Roland81 Wenn du genau hinsiehst, steht dieser Satz bei der Gaspreisbremse. Zur Strompreisbremse findet sich folgender Satz:

    Zitat

    Sie deckelt den Strompreis für Haushalte und Kleingewerbe mit einem jährlichen Verbrauch von bis zu 30.000 Kilowattstunden auf 40 Cent pro Kilowattstunde. Das gilt für ein Kontingent in Höhe von 80 Prozent des historischen Verbrauchs, also in der Regel des Vorjahresverbrauchs.

    Wieder reichlich schwammig formuliert. Aber hier hilft ein Blick ins Gesetz weiter: Jahresverbrauchsprognose ist relevant. Wie diese berechnet wird, findet sich offenbar im Netzanschlussvertrag mit dem jeweiligen Netzbetreiber. Im Fall vom Bayernwerk basiert sie auf dem Vorjahresverbrauch, also für 2023 auf dem Verbrauch in 2022.


  • Da hat wohl jemand nichts von der Strompreisbremse gehört oder in Mathematik geschlafen …


    Kritik nehm ich ja gerne an, aber sie sollte begründet sein…

    Anlage: (in Betrieb seit 12.07.22)

    SolarEdge 17K mit 18.4 kWp auf Zeltdach (N,O,S,W) + Garage (O,W) mit Jahresertragsprognosen

    • PVGIS (ohne Verschattung) gemittelt 970kWh/kWp und
    • PVSol (inkl. Verschattung) 965 kWh/kWp
  • Schon Mal etwas von der Strompreisbremse gehört? Dann mit 40ct noch einmal rechnen. Dadurch dass er bei geschätzten Verbrauch von 8000 kWh 6400 kWh zu 40ct bekommt und nur noch 3000 kWh verbrauchen will, bekommt er 3400 kWh zu 76ct erstattet. Ein besseres Geschäft kann er nicht machen, also kein Wechsel ist absolut sinnvoll...

    Man bekommt nur deshalb 3.400 kWh zu 76ct erstattet, weil man zuvor Vorauszahlungen für 3.400 kWh zu 76ct geleistet hat.

    Er bekommt also sein eigenes Geld zurück ... zinslos!

    Nein die Vorauszahlungen waren in dem Fall für 80% zu 40Cent und für die restlichen 20% die 76Cent. Er bekommt also wenn er über 20% einspart tatsächlich die Differenz von 76Cent zu den 40Cent zurück. Für die 20% gibt es natürlich nur das zurück, was man auch vorausgezahlt hat. Aber darüber wird es spannend. In seinem Fall wären das 36Cent für 3400kWh. Also 1224€ mehr als er vorher mit den Abschlägen bezahlt hat. Da er aber für die 3000kWh die er tatsächlich verbraucht(a 40Cent) nur 1200€ bezahlen müsste, wird der Rückzahlbetrag auf diese 1200€ gedeckelt.

  • Leider hat der Gesetzgeber versäumt, als Basis für die Strompreisbremse den Tarif der Grundversorgung als Höchstgrenze zu Grunde zu legen. Da hat jeder die Möglichkeit vom überteuerten Tarif in die Grundversorgung zu wechseln.

    Tesla P85+ seit 8/13 >562.000km gefahren. Seit 4/23 neues 90er Pack. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD, jetzt M3/MY SR. PV 14,04 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 21kWh und Wallbox. Weitere 35kWp PV an Solaredge. Seit 1.11.20 werden die eAutos und E3DC Hauskraftwerk und Wärmepumpe gesteuert per E3DC-Control zum Börsenpreis von aWATTar/tibber geladen. Am 5. Januar weitere 9,9kWp Gesamt PV-Leistung nun 59,149kWp.

  • Hier steht: "Als Vorjahresverbrauch gilt die Jahresverbrauchsprognose, die der Abschlagszahlung für den September 2022 zugrunde gelegt wurde."


    (Quelle: https://www.niedersachsen.de/e…-entlastungen-217107.html)


    Es ist also der Verbrauch 2021, der für die Prognose für den Verbrauch 2022 zugrunde gelegt wurde.


    Ich hab auch gehört, dass es nicht mal der Jahresverbrauch ist, sondern der Verbrauch des Abrechnungszeitraumes.