Einspeisezähler für 21 Euro pro Jahr

  • Hallo Leute,


    Folgende Frage: Wenn ich mir einen geeichten Drehstromzähler kaufe (also mit Eichschein) wie lange gilt diese Eichung?? habe die INfo, dass ein solcher Zähler nach 8 Jahren wieder geeicht, bzw. gewartet werden muss. Wie teuer ist das?
    Auf der anderen Seite kann ich bei meinem Energieversorger einen entsprechenden Zähler für 21 Euro pro Jahr mieten....


    Solarinteressent

  • Glaub das ist von EVU zu EVU unterschiedlich. Hab mich damals auch mal schlau gelesen und hab noch was von 5 Jahren im Kopf. Mit einem gemieteten Zähler wird man aber meistens besser fahren. Sollte mal durch einen Blitzschlag der Zähler kaputt gehen, muss das EVU für Ersatz sorgen

    2x Sunways NT 6000, 52x Sanyo HIP 190 BE3, 9,88kWp


    WR1: 3 Strings a` 8 Module, 1 Temperatur- und Einstrahlungssensor, Neigung 30°, Azimut 180°
    WR2: 1 String a` 10 Module, 2 Strings a` 9 Module, Neigung 40°, Azimut 180°

  • Hallo,


    eines vorab. Meine Anlage ist seit Anfang 06.2005 am Netz. Mein EVU ist eon Westfalen Weser (früher EMR). Ich habe von vielen Leuten schon gehört, dass es mit den großen EVUs bezüglich Photovoltaik immer wieder Probleme geben soll. Dies kann ich bis jetzt nicht bestätigen. Die Leute bei eon waren immer hilfsbereit und haben immer nett Auskunft gegeben. Zwar habe ich bis heute noch keinen Abschlag erhalten, aber es ist in der Mache und so rechne ich noch diese Woche (kW 29) mit der ersten Zahlung.


    1. nach Auskunft von eon wird bei meiner Anlage ein Ertrag von 750 kWh pro kWp vorausgesetzt. Dadurch beträgt der monatliche Abschlag mit MWSt ca. 130 EURO. Am Jahresende wird wie bei dem Bezug von Strom der Zähler abgelesen und dann der neue Abschlag festgelegt. Er kann bei einem guten Jahr durchaus höher, aber in einem schlechten Jahr auch niedriger ausfallen.


    2. Für den Zähler (Zweirichtungszähler) von eon muss ich eine jährliche Miete von 25 EURO + MWSt hinlegen. Wenn man bedenkt, dass ein regenerierter (Einrichtungs-) Zähler ca. 60 EURO kostet. hat sich der ja durch die eingesparte Miete inerhalb von 3 bis 4 Jahren amortisiert. Was dann allerdings von Nachteil sein kann, dass man alle 16 Jahre einen neuen geeichten Zähler auf eigene Kosten einbauen muss. Desweiteren wird kein automatischer Abschlag mehr von eon gezahlt, sondern man muss monatlich eine Rechnung schreiben und sie an eon schicken. Das sind zwar nur 6,60 EURO Porto im Jahr, aber die Arbeit sollte man auch bedenken.


    3. Wie oben erwähnt, habe ich einen Zweirichtungszähler, dass bedeutet, dass zwei Zählwerke eingebaut sind. Eines zählt den gelieferten Strom, das andere den verbrauchten Strom vom Wechselrichter. Der WR hat im Allgemeinen einen kleinen Eigenverbrauch im Standby-Betrieb, den eon natürlich bezahlt haben will. Die heutigen Zähler haben eine Rücklaufsperre, sodass der Strom nur in eine Richtung gezählt werden kann. Daher ist ein Zweirichtungszähler notwendig. Bis heute hat sich der "Verbrauchszähler" noch nicht gerührt.


    4. Nach Aussage meines Elektrikers und eon muss ein digitaler Zähler bereits nach fünf Jahren gegen einen neuen geeichten Zähler ausgetauscht werden.


    5. Ich habe auch einen SunnyBeam. Die gezählte eingespeiste Energie weicht ebenfalls vom Zählerstand ab. SMA teilte mir mit, dass der "Zähler" im WR nicht geeicht ist und begründet somit die Abweichnung. Ich vertraue jedenfalls auf die Anzeige meines geeichten Zählers vom EVU. Es ist zu bedenken, dass sich noch kleine Messungenauigkeiten zwischen geeichtem und WR-Zähler durch die dazwischen liegende Wechselstromleitung und deren Verluste einschleichen können. Dies ist aber Prozentual nur in den Nachkommastellen zu bemerken. Voarausgesetzt die Leitung vom WR zum Zähler ist ausreichend dimensioniert.

    Sonnige Grüße


    SunnyBoy SB3300TL 22x SHARP NU-S0E3E (180W)

  • Hallo


    ich habe vor ein paar wochen beim RWE in Wesel nachgefragt was ich als betreiber einer PV-Anlage kleiner 5KW/p zu beachten habe.
    Der Mitarbeiter hat sehr bereitwillig Auskunft gegeben.


    Demnach kostet der Zähler 1,2€ Miete im Monat ( +-Mwst.?? )


    Unter 5KW/p kann man 1phasig einspeisen.


    Die erforderliche Netzberechnung soll kostenlos erfolgen.


    Das RWE zahlt demnach einen Monatlichen Abschlag bezogen auf 750KW pro KW/p installierter Leistung.
    Am Jahresende wird dann der Zähler abgelesen und eine Jahresendabrechnung erstellt.


    Laut Auskunft RWE wird hier am Niederrhein im Schnitt etwa 820-830 KW pro KW/p "geerntet" Durch die Vorgabe von 750KW/p möchte man die PV-Gemeinde vor Rückzahlungen schützen.


    Das wars auch schon....


    Sonnige Grüße


    Jörg

  • hallo Jörg, warum meldest du dich nicht an. Wäre für uns alle schöner.


    Zu deiner Info:


    EON Bayern zahlt 850 kwh/kwp. Das ist also von Bundesland zu Bundesland verschieden. Mit dieser vergütung rechnet in der Regel auch das KFW.


    Darum bin ich eigentlich immer dagegen das mit Zahlen um 950 oder 1000 kwh/kwp gerechnet wird.


    Damit wird doch nur eine größere Gewinnspanne vorausgesagt, und die Preise kleingerechnet.


    Ich bin der mann der gerne auf der sicheren Seite rechnet. Somit bleibt der positive Überraschungsmoment. Ich kann emotionell nur gewinnen.