Einspeisung durch einen Schuko-Stecker is gesetzlich zugelassen?

  • Was ist denn das für de blöde Diskussion! Das ist mein bester Kumpel ich hab früher selber beim Elektriker Fehlersuche und Kleinarbeiten gemacht, ist länger her, war aber nicht anders.

    Ich fordere hier nicht die Abschaffung von Ampeln aber weise mal darauf hin, das die Realität anders als der Wunsch ist.

    In der Realität, kommt ein Geselle, baut die Dose dran und hält den Duspol dran, löst evtl. noch den FI aus und das wars!

    So und wo ist da nun die bessere Sicherheit?

    Zudem ist es ja immer nur eine Momentaufnahme.

    Folgendes Szenario: Es ist Sommer, im Endstromkreis wird in einer Altanlage eine Mikropv integriert. Der Elektriker tauscht vorsorglich den LS gegen 13A. Misst den Endstromkreis, leicht erhöhter Wiederstand, aber soweit alles ok.

    Nun wird im Winter erstmalig ein Quarzbrenner im selben Stromkreis betrieben, die gammelige Verbindung per Dolü in der Unterpuztdose brennt darauf hin durch. Im Sommer war noch alles Tacko, im Winter plötzlich nicht mehr.

    Solche Fehler hab ich früher oft gesehen, durchgeschmorte Verbindungen in Unterputzdosen wegen Ölradiator etc.

    Wenn man alles richtig machen wollte wäre ausschließlich eine Einzelzuleitung zum BK sicher, die neu erstellt wird, ohne bestehenden alten Kram.

    In der Untersuchung des VDE wurde jedoch festgestellt dass durch den Einsatz von Mirko PV mit bis zu 600VA nicht signifikante gefahren auftreten.


    Wenn man also alles ganz sicher haben wollte, dann wäre nach wie vor nicht der Schukostecker an sich das Problem, sondern die Regelungen drum herum.

    Dann hätte man es so regeln Müssen: Miro PV dürfen nur durch einen Elektrofachbetrieb installiert werden und sind an einen Einzelstromkreis anzuschließen.

    Das darf man sogar genau so machen, aber dann eben mit 3600VA!

    Vielleicht einigen wir uns darauf das die Regelungen zu MikroPV nicht eindeutig genug sind, der Schukostecker nicht das eigentliche Problem ist und das die VDE in der Regelung die Messung des Endstromkreises hätte schreiben müssen, haben die aber nicht!

  • Eine Anekdote zu Betteri versus Wieland:


    Ich hatte zwei Balkonanlagen auf einem Flachdach montiert, beide mit EVT550/Betteristecker. Es lagen passende Betterikupplungen bei, so daß man auf dem Dach die Anlagen jederzeit trennen konnte. Im weiteren Leitungsverlauf gab es keine Steckverbindungen mehr, die Anlagen wurden in der nächsten UV mit eigenem LS fest angeschlossen :P

    Damit war auf den Betteristeckern von Seiten des Festanschlusses jederzeit Spannung anliegend. Um bei Bedarf 230 Volt auf dem Dach zur Verfügung zu haben (z.B. fürs Löten der MC4 Stecker) habe ich mir dafür einen Schuko Adapter gebaut.


    Allerdings flog beim ersten Einsatz des Adapters der RCD raus :?::!::?:


    Nach längerer Suche stellte sich heraus, daß ich für den Adapter Wieland benutzt hatte! :oops: Wieland passt mechanisch auf Betteri ist aber dann NICHT verpolungssicher! (und auch nicht richtig einrastend). Was für ein Chaos :cursing::cursing:

  • Zitat knatterton


    „Wenn man also alles ganz sicher haben wollte, dann wäre nach wie vor nicht der Schukostecker an sich das Problem, sondern die Regelungen drum herum.

    Dann hätte man es so regeln Müssen: Miro PV dürfen nur durch einen Elektrofachbetrieb installiert werden und sind an einen Einzelstromkreis anzuschließen.“


    Womit wir wieder bei Laudeleys Lieblings Spruch wären:


    Das kommt dabei heraus wenn Du der Metzger Innung den Auftrag gibst vegane Rezepte zu kreieren :ironie:


    Grüße

  • Im Bundestag war man halt mehrheitlich der Ansicht: Geht es um Anlagensicherheit, sollte man das nicht interessierten Laien überlassen.

    Anlagensicherheit ist nicht teilbar, so das Gesetz.

    Energie-Wende heißt: Nach dem Kohle-Ausstieg ist vor dem Erdgas-Ausstieg. Was mir an Energie fehlt, werde ich teuer zukaufen müssen. Das weiß aber jeder schon jetzt.

  • Das Prinzip wie in den USA wo eine Millionen Klage gegen einen bekannten Burger Brater dazu führte das:


    Vorsicht Heiß :ironie:


    Auf dem Kaffee to Go stehen muss.


    @ Hopfen

    Glaubst Du ernsthaft das ein Minister oder Abgeordneter in Deutschland sich automatisch durch seinen Posten qualifiziert?


    Die machen auch Fehler und das nicht zu knapp. Das kostet dann dein Steuergeld.


    Grüße

  • Minister und Abgeordnete haben aber auch jede Menge Fachleute zur Verfügung. Auf diese können sie hören oder auch nicht (stattdessen auf Lobbyisten etc. :cursing: :cursing:

  • Zumindest ist das Verhältnis zwischen Lobbyisten und unabhängigen Fachleuten die obige beraten seit Jahren miserabel.


    Sonst hätte VW heute Milliarden mehr in der Tasche und der Ausbau der Photovoltaik und Windenergie wäre deutlich weiter und das würde der ganzen Gesellschaft jetzt helfen.


    Zitat aus der SZ:



    Lobbycontrol fordert eine Beschneidung der Marktmacht übermächtiger Konzerne

    Lobbycontrol betont in einem gesonderten Kapitel den Einfluss von, wie sie es nennen, "Klimabremser-Allianzen", unter anderem in Beratungsgremien der Bundespolitik. In diesem Kontext halten die Aktivisten nicht nur schärfere Lobbyregeln für nötig, sondern fordern gleich, dass "die Marktmacht übermächtiger Konzerne beschnitten werden" müsse. Lobbycontrol stellte fest, dass sich etwa Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) weitaus häufiger mit Vertretern der Autoindustrie trifft als mit Umweltverbänden. Der Einfluss von Umwelt- und Klimaschützern, beispielsweise in der Kohlekommission, spielt im Lobbycontrol-Bericht aber keine Rolle. Laut Timo Lange, Autor des Reports, sei das Problem hier die Unausgewogenheit des Einflusses.„


    Grüße

  • Im Gesetz steht nur drin: Für Anlagensicherheit ist der VDE zuständig. Um bei diesem Passung als Abgeordneter die Hand zu heben, muss man nicht sonderlich qualifiziert sein.


    Da steht übrigens auch drin:

    (7) Die von der nach Landesrecht zuständigen Behörde mit der Aufsicht beauftragten Personen sind berechtigt, Betriebsgrundstücke, Geschäftsräume und Einrichtungen der Betreiber von Energieanlagen zu betreten, dort Prüfungen vorzunehmen sowie die geschäftlichen und betrieblichen Unterlagen der Betreiber von Energieanlagen einzusehen, soweit dies zur Wahrnehmung der Aufgaben nach Absatz 5 erforderlich ist.

    Also nix mit: My Home is my Castle.

    Energie-Wende heißt: Nach dem Kohle-Ausstieg ist vor dem Erdgas-Ausstieg. Was mir an Energie fehlt, werde ich teuer zukaufen müssen. Das weiß aber jeder schon jetzt.

  • Selbstverständlich ist my home is my castle, siehe Art 13 GG. Allerdings gibt es Ausnahmetatbestände:


    7) Eingriffe und Beschränkungen dürfen im übrigen nur zur Abwehr einer gemeinen Gefahr oder einer Lebensgefahr für einzelne Personen, auf Grund eines Gesetzes auch zur Verhütung dringender Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere zur Behebung der Raumnot, zur Bekämpfung von Seuchengefahr oder zum Schutze gefährdeter Jugendlicher vorgenommen werden.


    Theoretisch dürften also auch die Vertreter der VNB die Wohnungen besuchen. Meist aber werden da einvernehmliche Termine gemacht oder die stellen einfach den Strom ab und warten auf die Einladung.

  • Und wessen Interessen vertritt der VDE? Wer liebäugelt nach der politischen Karriere gerne mit nem gut dotierten Pöstchen beim Energiekonzern?


    Die japanischen AKW´s hatten auch ne Aufsichtsbehörde und Vorschriften.

    Wie konnte es bei so viel Kompetenz sein, das eins in die Luft fliegt?