Stückholzheizung

  • Als zuverlässige und flexible Stromproduzenten können Biogasanlagen die Aufgabe von Kohle- und Atomkraftwerken übernehmen. Schon heute stellen sie in der Spitze knapp 6.000 Megawatt zur Verfügung, wenn die Nachfrage an den Strommärkten besonders hoch ist und Wind- und Solaranlagen den Bedarf nicht decken.

    Katastrophe!

    Die Bioenergielobby ist zu allem Übel auch noch besonders gut organisiert:

    Im „Hauptstadtbüro Bioenergie“ bündeln vier Verbände ihre Kompetenzen und Ressourcen im Bereich Energiepolitik: der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE), der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und

    und der Fachverband Holzenergie (FVH). Gemeinsam bilden sie die gesamte Bioenergiebranche ab von Land- und Forstwirten, Anlagen- und Maschinenbauern, Energieversorgern bis hin zu Betreibern und Planern. Das Hauptstadtbüro Bioenergie verleiht den vielen unterschiedlichen Akteuren und verschiedenen Technologien der Bioenergiewirtschaft eine gemeinsame starke Stimme gegenüber der Politik.

    Wird für die neue Regierung also nicht leicht gegen diese Plage("Bio"energie) anzugehen. Gut das zumindest ein Teil der Lobbyisten mit der CDU/CSU nicht mehr direkt mit in der Regierung sitzt.

    Hoffentlich sind die Grünen noch nicht all zu sehr von dieser Bande unterwandert. :/

  • Wo kommt der Strom für die ganzen WP im Winter her?

    Vom (Rest-)Holzkraftwerk, Windrädern, Müllverbrennung, Klärgasverbrennung und in der Zwischenzeit, bis die EEG-Vergütungen auslaufen, auch von der Biogasanlage.


    Holz in einer Kleinfeuerungsanlage zu verbrennen macht wenig Sinn. Mit 30% Wirkungsgrad daraus Strom zu machen, der dann mit einer JAZ von 4 wieder Wärme daraus gewinnt, ist deutlich effizienter (zumal die Kraftwerke i.d.R. noch ein Nahwärmenetz oder industrielle Großabnehmer versorgen) und auch die Schadstoffproblematik kann in großen Anlagen besser angegangen werden.


    Verbrannt werden sollte, wie bereits gesagt, nur Restholz. Wir verbrennen in Deutschland jedoch schon weit mehr als diese Reste. Der Verbrauch muss also sinken und ein Verbrennen von Holz immer mit der Produktion von Strom bzw. Versorgung von Verbrauchern mit Hochtemperaturwärmebedarf verbunden sein. Ein Einfamilienhaus braucht Temperaturen von über 100°C aber nur im Backofen und nur wenige Minuten am Tag.

  • Das ist Teil des Problems, das sogenannte "Restholz" oder auch "Abfallholz".

    Bei Pellets etwa hat man mit diesen Holzsorten angefangen. Und dabei sollte es auch bleiben.

    Tat es aber nicht, Holz für Pellets wird von überall her importiert. Der Raubbau lässt sich nur schwer verhindern.

    Und wenn in Hackschnitzelanlagen das Holz reinkommt, das sonst als Kronen- und Astholz im Wald verblieben ist, entzieht man ihm weit mehr Biomasse als mit dem Stammholz alleine.

    Zur Zeit gibt es sehr viel Käferholz, das zu einem großen Teil zu Brennholz verarbeitet wird. Aber die Talsohle beim Brennholzpreis scheint durchschritten, es wird wieder mehr verlangt und auch bezahlt.

    Die Preise steigen also bereits, und in Zukunft, wenn die jetzt abgeholzten Fichtenplantagen als Lieferanten für 2 Generationen oder so ausfallen, wird der Preis weiter nach oben gehen.

    Wo soll da billiges oder auch nur günstiges Holz für Hausbrand, Hackschnitzel, oder gar umgerüstete Großkraftwerke her kommen?

    Wie immer von dort, wo es niemand stört, wenn es plötzlich weg ist? Also Regenwald, nordamerikanische und östlich von uns gelegene Naturwälder?

    Ökologisch geht anders.

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  • Um noch mal auf den Eröffnungsbeitrag zurückzukommen:

    Welcher Personenkreis betreibt denn zum allergrößten Anteil eine Stückholzheizung/ Holzvergaserzentralheizung?

    Leute aus der Stadt mit einem Gasanschluß?

    Diejenigen im Neubaugebiet im Hasenstall mit 3m Platz ums Haus?

    Junge Leute mit vielfältigen Aufgaben in Familie und Beruf?


    Kann ich hier kaum erkennen.

    Unser Hof ( Bj.1828 ) beispielsweise wird sowohl mit Grundöfen als auch Scheitholzkessel beheizt:

    Als Landwirt und Waldbesitzer immer in der Verlegenheit, ein paar Bäume rauszunehmen.

    Bedarf etwa 25 Ster im Jahr, sind 16 fm. Als nachhaltig wird eine Entnahme von 5 fm je ha und Jahr angesehen. Holzmachen ist eine anstrengende aber auch befriedigende Arbeit.

    Platz zu Lagern für 2 Jahre ist auch vorhanden. Und das wichtige am Stückholzheizen :

    Es muß auch jemand daheim sein zum nachlegen!

    Das Reisig wird zu Bündeln geschnürt und heizt den Kachelofen ( Innenlänge 1,7 m) und gibt dem Brot ein wunderbares Aroma. Früher wurden da noch die Ski drin gebogen.

    Das ganze Erdgeschoß mit etwa 70 qm wird mit Kachelofen und Küchenherd geheizt, Heizkörper gibts nur im ersten Stock. Dort ist die Deckenhöhe nur 1,78 m, dafür sind die Wände aus 60 cm Bruchstein+ 14 cm Isofloc-Dämmung u. Lärchenverschalung.


    Unsere Autakie haben wir ja schon in den 60 ern aufgegeben, bis dahin zogen die Kühe und Stiere das landwirtschaftliche Gerät und fraßen entsprechend Fläche und gaben weniger Milch. Heute wäre das ja aus Tierschutzgründen sowieso verboten.

    Was ich sagen möchte:

    Alles hat seine Berechtigung: Dort, wo das Holz quasi zur Tür reinfällt kann man auch damit heizen, dort, wo die Gegebenheiten eher für WP sprechen sagt ja niemand das sie mit Holz heizen müssen. Muß ja auch alles immer einfacher und smarter und digitaler werden. Breitband hier? In ein paar Jahren ist es soweit!

    Es gibt halt viel, was Leute aus der Stadt nicht verstehen.

    Ach ja, was Transport und so angeht: Letztes Jahr ist das allermeiste Käferholz hier aus dem Staatswald in 12 m Containern nach China geschifft worden. Ob das so der ökologische Bringer ist?

    So, Feuer frei, ich muß jetzt nachlegen :)

    Gruß

    Herdöpfelbuur

    1.65 kWp mit BP und SMA 1993 (IBC funktionierte bis 2013 ,jetzt SMA)
    9.86 kWp mit Inowatt und SMA 2005 (den ersten WR 2018 ersetzt)

    Renoo Kangoo Z.E. seit 2018

    9,75 kWp Heckert &Fronius seit 22.4.20

    ´´ ´´ ´´´.´´´´´´ ´´´´´´´ ´´´ 26.11.20

    2,925 ´´´ ´´´´´´´´´´´´´´´´´ 09.08.21

  • Jaja.

    Einen Schuss Nostalgie, schon ist der Feinstaub kaum noch Gesundheitsschädlich und zieht im großen Bogen um sämtliche Mitbürger herum die nicht selbst in entsprechender Größenordnung Dreck in die Luft pusten. Hab gehört solche "Nichtluftverpester" soll es auch auf dem Lande geben.


    Es gibt halt viel, was Leute aus der Stadt nicht verstehen.

    Ganz bestimmt!

    Ist aber eigentlich nichts besonderes das im Prinzip alle einzelnen Individuen genau genommen fast überhaupt nichts von all dem verstehen was die Menschheit insgesamt schon längst alles so verstanden hat.

    Die Leute vom Land machen da übrigens keine Ausnahme.

  • In der aufgelockerten Besiedlung ist Feinstaub nicht das gleiche Problem wie in Ballungsräumen. Dort ist der Kaminofen sicher kritischer zu sehen als die Holzheizung vom Bauernhof mit großem Abstand zur nächsten Wohnbebauung. Wird dann noch eigenes Holz verwendet, von dem man sicher weiß, wo es herkommt, sehe ich da kein Problem.


    Nur sind das halt Exoten und kein Vorbild für relevante Teile der Wohnbebauung.

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  • Hallo,


    da gibt es sowas tolles wie "BImSchV Stufe 1 und 2".

    Ist o.g. Feuerstätte erlaubt, dann spielt die Nostalgie bzw. das Gefül der Mitbürger keine Rolle - dafür hat man die Gesetze.


    Gruss

    ziola

  • Vielleicht sollte man da ja auch mal ein bisschen differenzieren :roll:

    Ob ein alter Einsiedler- Hof noch bis zum Abriss/zur Sanierung mit Stückholz "fertiggeheizt" wird oder Oma Lieschen ihren

    Beistellofen füttert damit die Knochen im sonst mit Nachspeicheröfen max. oberflächlich lau angeärmten Altbau nicht so schmerzen ist doch was anderes als wenn in modernen EFH unbedingt der offene Kamin zwecks extravagantem Wohlgefühl on top brennen muss nur weil's sich der Eigentümer trotz der neuen Feinstaubgrenzwerte leisten kann.

    Und selbst das ist ein Witz gegen achsomoderne Hackschnitzel- oder Pelletheizungen mit viel anfälliger Technik samt

    hoher Umweltbelastung- trotz aller Grenzwerte/Gesetze.

    Allein die ökologische Bilanz von dem Brenngut vor der Verbrennung ist doch schon unterirdisch und das Material ist in unseren Wäldern für sie selber extrem wichtig und wird mit dem Klimawandel innerhalb von wenigen Jahren sogar

    absolut existenziell werden. Obwohl, nein , das ist jetzt schon so.

    lg,

    e-zepp