Stückholzheizung

  • 2. Ausgewachsene Bäume über 50jahren binden fast kein CO2 mehr.

    falsch.

    ausgewachsene Bäume binden eine ganze Menge CO2, nämlich das aus dem sie bestehen.

    sie binden vielleicht nicht zusätzlich jedes Jahr viel neues.

    aber das ist doch kein Grund, daß man das in ausgewachsenen Bäumen gebundene CO2 durch verheizen wieder freisetzt .


    im Übrigen fehlt in der Diskussion der Aspekt der Umweltbelastung infolge der Stückholzheizungen, Stickoxide, Feinstaub, etc.

    Ich nehme an daß keiner der hier für die Stückholzverbrennung argumentiert da in seiner eigenen Anlage was dagegen unternimmt

  • Hallo Zusammen,



    ich finde diese Diskussion genauso amüsant wie auch realitätsfremd.


    In etwa 60-70% der Welt wird sich kein Mensch Gedanken drüber machen ob er eine Wärmepumpe oder Holzvergasser kaufen soll um damit CO2 zu sparen. Man kümmert sich dort einfach um Dinge wie:


    - Überleben,


    - etwas zu essen zu bekommen.


    - warm zu haben



    Mit unserem 1.8% Beitrag an C02 Herstellung weltweit ist es einfach egal ob man sich einen Holzvergaser kauft und sein eigenes Holz verbrennt oder eine Wärmepumpe aus anderem Ende der Welt importiert. Welt werden wir damit nicht verändern oder retten.


    Vielmehr ist es Heuchelei obersten Niveau, die ganze Drecksfertigung ins Ausland zu verlagern um hier zu behaupten wie ökologisch man so leben kann..


    Ich persönlich bin für beide: WP ist einfach bequem, ein Holverbrenner (Kaminoffen) macht mein Abend schön und Holz haben wir hier genug.


    Gruss

    ziola

  • Ich heize auch seit etlichen Jahren mit fränkischer Kiefer ;)

    Ich kaufe Totholz vom Forstamt und vom Bauern. CO2 technisch wären die toten Bäume so oder so demnächst wieder in der Atmosphäre zu finden, Pilze erledigen das ähnlich gründlich wie mein Ofen.

    Natürlich gibt es noch andere Aspekte, ich entnehme dem Wald Nährstoffe und den Pilzen/Insekten nehme ich den Lebensraum. Aus dem Schornstein kommt ach nicht gerade frische Waldluft wenn der Ofen brennt. Ich gebe mir aber Mühe die Belastung gering zu halten und habe einen modernen Ofen.

    Auf die Dauer muss ich mich nach einer WP umschauen, die Bequemlichkeit und der Schornsteinfeger werden irgendwann mahnen.

    Leider habe ich lernen müssen, dass PV im Winter auf meinem Dach bei weitem nicht den Ertrag bringt, den ich für eine WP brauchen würde. Solange die Windkraft nicht erheblich ausgebaut wird, werde ich länger als geplant bei der Holzheizung bleiben.

  • Richtig, Zukunft braucht Veränderung, aber hier einfach zu sagen der Strom kommt aus Wind und Netzen ist falsch.

    Das ist eine Annahme, Hoffnung, Wunsch!


    Nein, das ist das Ziel, oder wo soll er sonst her kommen?


    Konkretes Problem: Wenn in den nächsten 5 Jahren alle auf WP umrüsten, und das wäre sicherlich machbar,

    wo ist der Beweis für deine Aussage der Strom kommt aus Wind und Netzen, wo werden jetzt ganz konkret die Baumaßnahmen angegangen um das zu leisten?


    Ich muss das nicht beweisen, das ist nicht meine Aufgabe.

    Es ist aber der einzige Weg und da gehen wir jetzt los, oder wie sieht dein Weg aus?


    Stellen wir uns weiter vor Kohle , Gas und Atom werden in 5 Jahren abgeschaltet, denn deine Aussage ist ja: Wind und Netze,

    wo sind die Bauprojekte die das leisten? WO?????

    Eine Aussage immer wieder zu wiederholen macht sie noch lange nicht richtig!


    Willst Du damit sagen, dass sie fasch ist?
    Dann musst Du aber auch sagen, wie es anders gehen soll.

    Nur "geht nicht" reicht nicht.


    BTW: Atom ist in 13 Monaten aus und das ist gut so!


    Nachtrag: Und weil eine Stückholzheizung sinn machen kann, kann auch der Akku sinn machen, der lässt den Vergaser und die Pumpen weiter laufen, wenn alle auf WP setzen weil Sie glauben der Strom kommt aus Wind und Netzen und dann plötzlich aber nicht mehr genug Strom für alle da ist. Noch ist die benötigte Infrastruktur sehr weit weg!


    Ich halte nichts von Schwarzmalerei und Dunkelflautenmärchen.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0

  • 1. Der CO2 Kreislauf hat eine Umlaufzeit von etwa 50 Jahren bei Weichholz.

    Deshalb sollte man sie JETZT auf keinen Fall verbrennen.

    2. Ausgewachsene Bäume über 50jahren binden fast kein CO2 mehr.

    Aber wesentlich mehr als verbrannte Bäume.

    3. Beim verrotten von Holz (=tote Bäume) wird genauso viel CO2 frei gesetzt, wie bei der Verbrennung.

    Erzähl das mal der Kohle... ;) . Googletipp "Humusbildung".

    4. Die Asche eignet sich hervorragend als natürlicher Dünger (Stickstoff)

    Der Einsatz von Stickstoff zur Düngung muss dringend unterbunden werden. Daraus entsteht N2O und das ist 300mal schädlicher als CO2.

  • Mit unserem 1.8% Beitrag an C02 Herstellung weltweit ist es einfach egal ob man sich einen Holzvergaser kauft und sein eigenes Holz verbrennt oder eine Wärmepumpe aus anderem Ende der Welt importiert. Welt werden wir damit nicht verändern oder retten.


    Unser CO2 Konto ist deutlich gefüllter.

    Mit 80 Mio. Menschen kommen wir auf 5% CO2 Anteil weltweit seit der Industrialisierung.


    Dieses Argument, "wir sind doch so klein und mein Herz ist so rein, was können wir denn schon ändern" es ist einfach kein Argument, sondern versucht Dinge klein zu reden, zu leugnen und zu bremsen/blockieren. Da mag ich nicht.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0

  • Richtig, aber auch eine Schattendiskussion.

    Niemand verlangt, dass Deutschland die Welt rettet. Das ist eine Strohpuppe, auf die kräftig draufgehauen wird.

    Deutschland muss nur anteilig seine Ziele erfüllen, dann hat es genug getan.

    Macht das jedes Land auf der Welt, oder wenigstend genügend der großen Emittenten, so ist allen geholfen.

    Sagt aber jeder, mein Bisschen macht auch keinen Unterschied, ich brauch nix zu ändern, trifft uns der ungebremste Klimawandel mit voller Wucht.

    Also nicht auf die Strohpuppe eingehen, außer, sie als Strohpuppe benennen. Aber nicht auf ihrer Basis diskutieren. Das ist Zeitverschwendung.

    14+13 Module OSO+22 Module WNW Heckert NeMo Black 310 Wp

    Kostal Piko 15 70% hart

  • Ich muss nicht sagen wie es geht, ich bin Bürger und nicht Politiker.

    Ich kann mir vorstellen wie es gehen kann aber das gefällt euch ja auch nicht.

    Meine Überzeugung ist es sich nicht auf (Europäische) Netze zu verlassen sondern das jeder, so gut er kann dazu beiträgt etwas zu ändern. Insbesondere sollte jedes Land seine eigene Stromversorgung so sichern das es den Strom 356 Tage im Jahr selber zur Verfügung stellen kann. Dazu gehören weit aus mehr Technologien als Netze die aus dem Teil der Erde Strom holen wo grade die Sonne scheint oder der Wind weht. In Europa z.B. ist es nahezu zeitgleich Nacht. Windenergie ist also der einzige Ausweg, grade für die 3 Monate wo eh nix kommt. Das Gesamtvorhaben ist riesig, Deutschland hat viele kluge Köpfe und Technologien sowie sehr gute und schnelle Zulieferer. Es wäre also möglich relativ schnell einen hohen Autarkiegrad her zu stellen.

    Was ich absolut Ablehne ist Energie, egal in welcher Form, zukünftig weiter aus Staaten zu beziehen die es mit Rechten der Bevölkerung, insbesondere Frauen und Minderheiten, nicht so genau nehmen.

    Auch eine weitere Abhängigkeit von Russland oder den USA lehne ich ab.

    Wie das geht muss die Politik mit der Wissenschaft und den KMUs in Deutschland lösen!

    Und ohne Speicher, egal in welcher Form wird der weg den ich gerne hätte nicht gehen!

  • Wie sollte man in Zukunft Heizen? 100% WP?

    Um mal auf den Eingangsthread direkt zu antworten- ja, momentan und auch auf längere Sicht gibt es nix besseres.

    Zumal man in Zukunft wahrscheinlich genauso lange kühlen wie heizen möchte und moderne WP in dieser Disziplin

    nahezu einzigartig sind (kenne sonst nur noch Peltier-Elemente die das können, mit echt grottigem WG)

    Deswegen macht es aber in meinen Augen noch lange nicht Sinn jede vorhande topfitte Heizung sofort rauszuschmeißen!

    Bei Neubauten oder wenn die alte Heizung ersetzt/repariert werden muss aber natürlich völlig fraglos nur WP und das

    sollte /müsste auch gesetzlich sofort so geregelt werden.

    Bei mir persönlich ist es aber auch deswegen "blöd" weil ich neben genug eigenem, schnellwachsenden Auwald direkt

    vor der Nase auch noch ein denkmalgeschütztes Blockhaus nur mit Kachelofen und Küchenherd, also ohne einen einzigen Heizkörper, FBH oder so heize. Fußböden (bis auf den Flur= handgeschlagene Terracotta-Fiesen) sind auch alle Holz.

    Trotzdem plane ich einen Umbau auf WP mit Fussboden- und Wandheizung sobald es die momentan coronabedingt äußerst dürftigen finanziellen Mittel zulassen. Zudem hoffe ich dass die bescheuerten Denkmalschutz-Bestimmungen für meine

    Dächer endlich mal gelockert werden um auch entsprechend PV zubauen zu können...


    lg,

    e-zepp

  • Insbesondere sollte jedes Land seine eigene Stromversorgung so sichern das es den Strom 356 Tage im Jahr selber zur Verfügung stellen kann.


    Wenn man ganz viel Geld ausgeben will und es am Ende doch nicht schaffen kann, dann macht man das so.

    Die Schuldenbremse soll aber bleiben, also müssen wir das anders lösen. ;)


    Energiewende hat absolut nichts mit "Autarkiegrad" oder einem DE als Selbstversorgerland zu tun.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0