Tiefentladeschutz für Insel mit Solarix PLI 5000-48

  • Hallo werte Forumsmitglieder,


    wir betreiben eine Inselanlage in einem JWD Vereinsheim (ohne Netzanschluss/mit Honda-Notaggregat).

    Setup: 4 x 340 Wp Module, 4 x 12 V 150Ah Deep Cycle Batterien, an Solarix PLI 5000-48, NH Trenner vor dem Batterieanschluss


    In der Sommersaison läuft das System wunderbar, bei dunklen Perioden zieht der Solarix die Batterien so runter, dass sich das System wegen Unterspannung nicht mehr starten lässt.


    Nun gibt es ja zahlreiche sog. Tiefentladungsschutzgeräte z.B. von Victron, die sich in den Batteriestrang einfügen lassen. Habt ihr da eine Lösung oder Idee wie man dieser Problemtik begegnen kann ?


    Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe


    Beste Grüße

    Matze

  • Servus, Du hast es ja selber schon genannt, ein BMV von Victron ist da sicher eine gute Wahl. Es gibt natürlich noch

    andere Lösungen, z.B den Solarix selber schon mal auf eine möglichst hohe Unterspannungsabschaltung (z.B 48,8V)

    und nochmal deutlichhöhere Wiedereinschaltspannung (z.B 50V) einstellen, aber das schützt die Akkus nur unzureichend. Bei Nichtgebrauch muss der WR im Winter komplett abgeschaltet werden, der enthaltene Laderegler läuft ja weiter.

    Wenn die Akkus schon öfter so weit runter gezogen wurden musst Du unbedingt mal messen ob die nach Vollladung

    überhaupt noch auf die ursprüngliche Nenn-Säuredichte kommen.

    Wenn nicht -was ich schwer vermute- müssen sie entweder sofort mit einem Netzlader mindestens 72 h durchgeladen

    oder mind. 1-2 Woche ohne jegliche Verbraucher von der trüben Wintersonne entsulfatiert werden.

    Solange die Säuredichte steigt muss weitergeladen werden, sonst werden die Akkus das nächste jahr nicht überleben.

    Viel Glück :)

    lg,

    e-zepp

  • Das Ding sieht auch schwer nach nem PIP Clone aus.

    Ist der wenigstens abgeschaltet wenn niemand da ist?

    Wir haben das bei uns über einen Riegel Kontakt realisiert wenn den Haustürschlüssel zweimal umgedreht wird der Inverter ausgeschaltet und beim aufschließen wieder eingeschaltet.

  • Danke schonmal für eure Tips.

    Ist es wirklich so, dass der Laderegler weiterläuft?

    Wenn ich also an dem Wippschalter das Gerät ausschalte und das Display tot ist, bleibt die DC Ladung aktiv?

    Bei welcher Spannung bin ich denn auf Nennsäuredichte? Nehme ich das aus dem Batteriedatenblatt oder gibt es da einen Erfahrungswert?

    Welches Teil von Victron sollte ich nehmen ?

    Ca. 100A muss das ja abkönnen.


    LG Matze

  • Einfach mal das Handbuch lesen - da steht das so drin.

    Wenn ihr natürlich den Wechselrichter dauernd laufen lasst passiert genau das was du schreibst....

    Also WR ausschalten - siehst du dann ja auch im Display die Trennung - und du siehst dann, dass der LR weiterläuft.....

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  • Bei welcher Spannung bin ich denn auf Nennsäuredichte?

    Das hat mit der Spannung nicht direkt was zu tun, die Säuredichte kann (und sollte auch unbedingt!) bei Flüssigsäure-Akkus mit einem guten Säureheber gemessen werden und gibt sehr genau den Ladegrad an. Nenn-SD steht im Datenblatt

    und sollte 2-3*/Woche wieder erreicht werden, ansonsten lösen sich die Bleisulfat-Kristalle nicht mehr völlig auf sondern

    wachsen weiter und werden unauflöslich hart und groß= harte Sulfatierung= verminderte Kapazität

    Wenn es verschlossene Akkus sind (Gel, AGM) kann man die SD nicht messen und muss sich am Ladestrom orientieren.

    Wenn der trotz ausreichend Leistung der Module/des Ladegeräts bei Ladeendspannung 2,4V/Z über mehrere Stunden

    nicht mehr sinkt gilt der Akku als soweit wie möglich geladen.

    lg,

    e-zepp

  • Danke für deine schnelle Antwort.

    Es sind AGM Batterien. Dann muss ich mir mal ein Verfahren überlegen wie ich den Ladestrom analysiere weil man derzeit nicht mehr so oft vor Ort ist.

    Aber nochmal zur DC Ladung bei ausgeschaltetem Gerät. Geht das wirklich mit dem Solarix PLI? Hatte das bisher nie so interpretiert.


    LG Matze

  • Schau ins Handbuch.

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  • Hallo,


    bei 4x12V in Reihe kann man davon ausgehen, dass es beim Takten des WR im unteren SOC-Bereich nicht nur zur Sulfatierung, sondern auch zum Zelldrift gekommen ist und einzelne Zellen bereits tiefentladen sind. Am besten mal messen ob die Einzelspannungen voneinander abweichen und zur Schadensbegrenzung alle Batterien parallel für ein paar Tage am Netz laden.


    Übrigens ist der Wechselrichter für die Batteriebank deutlich zu groß gewählt worden und ausschalten sollte eh klar sein.


    Gruß


    schlossschenke

  • gelöscht

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