Steuerung einer BWWP durch WR

  • Ich kenn mich nicht ganz aus - das stand im ersten Beitrag:

    ST durch PV ersetzt werden, der Solar-Schichtenspeicher für WW-FriWa und Heizung (Solvis) mit 600 l wird weiter genutzt. Heizung bleibt zunächst bei Öl, WW dann mit BWWP.

    Nun:

    für WW eine FriWa verwenden und dann die bereits vorhandene des Solvis-Speichers

    Also soll ein neuer Speicher zukommen? Somit 2 Speicher im Summe?


    Klar, kannst wohl so machen. Aber wennst sowieso die Ochsner ohne Speicher und einen Speicher dazu kaufst, warum nicht gleich eine Brauchwasser-WP mit Speicher?


    Ich würde Dir vielleicht sogar gleich was anderes vorschlagen - leg ein paar Hunderter drauf und hab mehr Spaß damit:

    https://www.rjtec-shop.eu/de/panasonic-wh-mdc05j3e5.html

    Oder wenns noch mehr Power sein soll:

    https://www.rjtec-shop.eu/de/wh-mdc09j3e5.html


    In beiden steht beim Händler: Zusatzplatine CZ-NS4P wird bereits in die Wärmepumpe eingebaut.


    Hier ist die Funktion beschrieben, die Du willst und ich schon angesprochen habe:

    http://my-htd.de/Forum/t/22344…HA-CZ-NS4P-Sonnenbatterie


    Diese Wärmepumpe kommt nach draussen, ist ein "Monoblock", keine "Split". Split nennt man es, wenn der Kältekreislauf auf 2 Teile geteilt ist - ein Teil draussen, ein Teil drinnen.

    Diese WP hat richtig Power um wenig Geld. Anschließen eventuell an den nicht mehr verwendeten Solarthermie-Kreis oder in den Rücklauf der Gasheizung - sofern ein kompetenter Installateur nicht widerspricht - bin nur Laie.


    Das Teil hat zumindest das Potenzial, Deine Gas-Heizung zu 100 % zu ersetzen - kommt auf den Zustand Deines Hauses an.


    Ich hab eine viel kleinere WP (2,5 kW thermischer Leistung, 700 W elektrisch) in den Rücklauf meiner Ölheizung angeschlossen. Mit dem Installateur diskutiert, er sagte das ist Blödsinn, ich sagte machs. Ergebnis: 90 % Öl-Einsparung. Die restlichen 10 % des Öls hab ich auch mittlerweile gespart, wenns saukalt ist helfen Klimaanlagen mit. Wollte mir einen Panasonic Monoblock dazustellen, aber bringts nicht, brauch ich nicht. Der Öler ist ausgeschaltet, aber im Notfall kann ich den jederzeit anwerfen.


    In einer anderen Hütte, wo ich Gas hab, hab ich gleich eine dicke WP bestellt (16 kW). Ist noch nicht da, aber kommt genauso in den Rücklauf der bestehenden Gasheizung. Einen Winter schau ich mir an, wenn die WP ausreicht fliegt Gas vermutlich gleich raus.

    Warmwasser mach ich überall mit eigener Brauchwasser-WP (inkl. Speicher), eben die schon beschriebene Ochsner Europa und Austria Email. Getrennt vom Heizsystem, die Heizung bleibt min. 6 Monate des Jahres ausgeschaltet (Strom weg).


    Wenn das so ist wie bei Dir, dass Frischwasser und Heizung kombiniert ist, kannst beides gleich mit einer "normalen" WP machen (statt Gas). Gibts einige hier mit positiver Erfahrung.

    Mit einem potenten Teil kannst dann auch mehr von Deinen PV-Überschüssen mitnehmen.

  • Danke für Deine hartnäckige Unterstützung und die interessanten Links, mmmpv! Du bringst mich ins Grübeln. Ich muss nur aufpassen, aufgrund der Komplexität des Themas nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.


    Zunächst Klärung von Missverständnissen: ich habe Öl und kein Gas, was aber beim Thema keine Rolle spielen dürfte. Ich bin nicht auf 2 Speicher aus, möchte den vorhandenen Solarspeicher (600 l), welcher Heizung und FriWa versorgt, weiter nutzen.


    Ich sollte also nicht auf halbem Weg stehen bleiben und nicht nur über Umstellung der Energieversorgung für WW sondern auch die für Heizung ins Auge fassen. Ich möchte aber weiterhin an dem Kompromiss festhalten, der darin besteht, die Unterstützung von WW und Heizung durch PV (die auch die ST ersetzt) in Kombi mit WP im bestehenden System zu leisten. Der einfachste Weg für mich wäre, die erwogene BWWP durch eine leistungsfähigere im Außenbereich aufgestellte WP abzulösen aber weiterhin in den Solarzugang des Speichers einzuspeisen. Beim SolvisMax wird ja die Wärme für FriWa und Heizung dem oberen Teil des Speichers, welcher den Heizungspuffer darstellt, entnommen. Dieser Puffer wird sowohl vom in den Speicher integrierten Brenner als auch von der eingetragenen Solarenergie gespeist. Wenn eine leistungsfähige WP den "solaren" Eintrag erhöht, müsste das auch den Beitrag des Brenners reduzieren können (der allerdings sowieso schon 3 Monate ausgeschaltet ist).


    Natürlich ist der Wirkungsgrad für die Heizung größer, wenn die WP direkt in den Vorlauf des Heizkreises eingeschleift wird. Dann wäre für WW eine zweite WP erforderlich.


    Ein Aspekt ist noch, dass ich mir die Installation der BWWP noch selbst zutraue aber nicht mehr die einer Panasonic, womit die Kosten für Handwerker (so ich überhaupt einen bekomme) und damit die des gesamten Projekts weiter steigen.

  • Du denkst viel zu kompliziert. Was soll daran einfach, günstig und effizient sein, für eine zu lösende Aufgabe vier verschiedene Lösungswege zu berechnen?


    Du brauchst Wärme? Dann mache Wärme - aber auf eine Art und Weise. Entweder mit Öl, Solarthermie, Strom oder PV. Stattdessen versuchst Du vier vollkommen unterschiedliche Konzepte irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Das ist ja zum Scheitern verurteilt.


    Öl ist zu teuer und nicht zukunftsfahig. Also eliminieren es. Die Solarthermie liefert verkehrt (im Sommer viel zuviel im Winter viel zu wenig). Dann runter damit.


    Was bleibt dann noch? Richtig, die WP und die PV. PV erzeugt Strom, die WP veredelt diesen, in dem sie aus 1kWh deren 3-5kWh macht. Was willst Du noch?


    Die Aufgabenstellung ist also entweder:

    Die WP mit PV ans Laufen zu bekommen.

    Oder den Energieverbrauch soweit zurückzufahren, dass Du die WP nicht mehr brauchst.


    Die Energie, die du in den Öler steckst, kannst Du auch in die Dressur eines toten Pferdes stecken. Ist so, auch wen Du die Augen ganz fest zumachst, pfeifen es die Spatzen von den Dächern...

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    12,8kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)

  • Du bringst mich ins Grübeln. Ich muss nur aufpassen, aufgrund der Komplexität des Themas nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

    Kommt mir bekannt vor :)

    Es geht sicher vielen so. Was Ronny1976 geschrieben hat, kann ich unterschreiben. Aber es heisst, quasi alles neu zu machen. Auch wenn es langfristig richtig ist - das kann schon abschrecken.


    Ich hätte nun einen Haufen Fragen und eine Menge Varianten im Kopf - aber eine Sache wäre noch wichtig:

    Beim SolvisMax wird ja die Wärme für FriWa und Heizung dem oberen Teil des Speichers, welcher den Heizungspuffer darstellt, entnommen. Dieser Puffer wird sowohl vom in den Speicher integrierten Brenner als auch von der eingetragenen Solarenergie gespeist.

    Hab mir das Teil angeschaut, dürfte recht neu / aktuell sein. Verstehe, dass man das weiterverwenden will.

    Sie beschreiben explizit, dass das System dafür vorgesehen ist, auch eine WP einzubinden. Passt, ist genau das was Du vorgeschlagen hast: statt der Solarthermie eine WP einzubinden. Sehe da grundsätzlich kein Problem, auch beim Selbermachen, habs ja auch selbst geschafft.


    Nun die Frage, welche WP bzw. wo die WP nun die Wärme entziehen soll.

    Eine Brauchwasser-WP wie meine Austria Email und Ochsner sowie Deine Ochsner Mini IWP entzieht der Umgebungsluft, da wo sie aufgestellt ist, die Wärme. Du kannst zwar umleiten, die beiden Rohre oben an der WP beispielsweise aus einem anderen Raum oder in einen anderen Raum leiten. Oder sogar von draussen, aber da wirds im Winter recht ineffizient sein (egal in Deinem Fall weil Öl?).

    Ich hab scheinbar so eine miese Kellerdämmung, dass es bei meinen Brauchwasser-WPs im Keller (Aufstellort der BWWPs) nicht unangenehm kalt wird (obwohl keine Heizkörper im Keller). Kommt wohl genug vom Boden / Erde. Gewaschen wird auch im Keller, genug Feuchte, wo die WP auch Vorteile bietet - Entfeuchtung inklusive.

    Andere haben offensichtlich moderne, gut gedämmte Häuser, wo es wirklich kalt werden würde (wenn die BWWP in der "thermischen Hülle" aufgestellt ist).

    Somit die Frage: wie schätzt Du Deinen Keller bzw. Aufstellort der BWWP ein? Könnte das ein Problem sein (zu kalt)?

    Wenns kein Problem ist, dann kannst es gerne mit der Ochsner Mini IWP versuchen in DoItYourself.


    Wenn es ein Problem ist, dann ist die Lösung recht einfach - na dann soll die WP der Außenluft die Wärme entziehen.

    Und so sind wir einfach nur beim anderen Teil, der typischen Luft/Wasser-WP, der Panasonic Aquarea Monoblock. Eigentlich fast dasselbe wie die Ochsner Mini, nur stehts halt draussen und verträgt die geringeren Außentemperaturen.

    Ja klar, etwas mühsamer, weil das Teil draussen steht und man Leitungen hinein legen muss.

    Hier hat einer die Selbstinstallation beschrieben:

    https://www.haustechnikdialog.…llieren-Panasonic-Aquarea


    Beide WPs solltest Du problemlos statt der Solarthermie an den SolvisMax anschließen können, beide haben z. B. eine Umwälzpumpe integriert. Und steuerbar so wie Du willst sinds auch (siehe Titel des Threads).

    Sag mal, wie der Status ist bzw. was Du davon hältst...

  • Kennt Ihr die PVT-Module SOLINK von Consolar? Der ST-Anteil liefert Wärme-Energie für eine Sole-WP und die PV den benötigten Strom. Nicht billig, aber wer keine lärmenden Ventilatoren mag…

  • Sag mal, wie der Status ist bzw. was Du davon hältst...

    Alles gute Überlegungen. Ich habe es bereits mehrfach erwähnt. Es wird ein Kompromiss. Die BWWP soll im Heizungsraum im Keller neben dem Solvis-Speicher stehen. Dort sorgen Ölbrenner (auch wenn in Speicher integriert), Waschmaschine, Trockner (auch WP :)) und in Zukunft der PV-WR für Wärmezufuhr. Wenn die BWWP den Raum zu sehr abkühlen sollte, wird die Abluft halt nach draußen abgeleitet. Ersatz von Öl durch WP kommt später.


    Momentan erwischt mich aber der Preisschock. Hier im Landkreis München muss man 2.000 €/kWp berappen (ok, brutto) ! Hoffentlich gibt es durch die Ampel mehr finanzielle Unterstützung. Bayern ist mit 600 € recht geizig.

  • Beim SolvisMax wird ja die Wärme für FriWa und Heizung dem oberen Teil des Speichers, welcher den Heizungspuffer darstellt, entnommen. Dieser Puffer wird sowohl vom in den Speicher integrierten Brenner als auch von der eingetragenen Solarenergie gespeist.

    Hab mir das Teil angeschaut, dürfte recht neu / aktuell sein.

    Neu nicht wirklich, meine Anlage ist bald 15 Jahre alt. Noch aktuell, hoffe ich. Solvis legt ja bezüglich WP-Unterstützung nach, allerdings sehr teuer !

  • Dort sorgen Ölbrenner (auch wenn in Speicher integriert), Waschmaschine, Trockner (auch WP :)) und in Zukunft der PV-WR für Wärmezufuhr.

    Passt, genau so ist es bei mir auch.

    Musste es nur ansprechen, da es hier einige Stimmen gibt, die zu Recht die Sinnhaftigkeit der BWWP bezweifeln - die Sache mit der thermischen Hülle. Ich hab keine Probleme mit den BWWPs, auch im Winter. Ja klar, div. Technik-Zeug wie PV-WR helfen da auch etwas mit.


    Grundsätzlich finde ich Deinen ursprünglichen Vorschlag mit der Ochsner Mini passend.

    Die Mini hat eine Umwälzpumpe integriert, ich denke Du brauchst fast nix machen um das Teil in Deine Heizung zu integrieren. Brauchst aus meiner Sicht auch keine WP-Unterstützung seitens Solvis. Einfach statt der PV-Thermie die WP dran und fertig.

    Mag sein, dass Solvis die PV Thermie gesteuert hat (bzw. deren Umwälzpumpe). Einfach nicht verwenden / anschließen. Die Ochsner Mini wird wohl ihre eigene Umwälzpumpe selbst steuern.


    meine Anlage ist bald 15 Jahre alt

    Ich hab keine Erfahrungswerte - je nach dem, wie lange Du dem Solvis-Speicher noch Lebenszeit gibst:

    Eine BWWP mit Speicher könnte beinahe gleich die wie Ochsner Mini an Solvis angeschlossen werden.

    Sollte der Speicher vom Solvis undicht werden (hatte das bei meiner ersten Ölheizung des Vorbesitzers), könntest bis zur Reparatur / Austausch mit einer normalen BWWP zumindest Brauchwasser problemlos weiter warm machen, da diese einen eigenen Wasserspeicher hat.

  • Gut, verstärkt meine Absicht. Welches Verfallsdatum der Solvis-Speicher hat, kann mir keiner verraten. Deshalb auch die Absicht, möglichst ohne großen Aufwand die ST-Einspeisung zu ersetzen. Wenn der Speicher zu schwächeln beginnt, kommt die große Lösung, d.h. Ersatz von Öl durch WP. Dein Vorschlag, die Ochsner mit Speicher zu nehmen, wäre zu erwägen. Nimmt an Fläche ja nicht mehr Platz in Anspruch. Der Wirkungsgrad wird aber wahrscheinlich wegen der 2maligen Einspeisung leiden.