Stopfen für Zentralentgasung

  • das ist glaube ich sogar meine Schuld und hatte ein Schweißgerät als Grund, kann das sein?

    Ja, beides richtig, wobei "Schuld" das falsche Wort ist.


    Alles bis ins Kleinste habe ich nicht durchgerechnet, wenn man billiger kauft muss man irgendeinen Tod sterben. Ich weiß wie gesagt, es gibt besseres. Mal gucken wie es läuft. Das mit dem kleineren Wechselrichter: Ich muss den großen, zumindest im Standby, auch am Laufen haben, weil der ja gleichzeitig auch ein Laderegler ist. Welchen Vorteil hätte ich in diesem Fall?


    Kann man denn schnell sehen, ob eine EUW doch sinnvoll ist, also kann man eine Säureschichtung möglichst früh erkennen, so dass man noch gegensteuern und doch noch eine EUW installieren kann?


    Tägliche Lasten sind der Router und ein Laptop, vielleicht irgendwann auch wieder der PC. Beleuchtung natürlich auch ab und an mal. Kühlschrank im Sommer.

    Alle "paar Tage" läuft mal eine Waschmaschine, Bügeleisen, Staubsauger, Werkzeug.


    Den Ladestrom kann ich doch einstellen, wie hoch der maximal sein darf, da ist doch die Dimensionierung (zumindest nach oben) des PV-Generators egal oder nicht?


    Gruß

  • Servus, der integrierte Laderegler läuft weiter solange von der PV noch was kommt, egal ob der WR on oder off ist.

    Säureschichtung: erreichst Du die Nenn-SD kann keine Schichtung mehr vorliegen. Also frag Deinen Säureheber ;)

    Ladestrom: kontrolliere mal die Klemmenspannung direkt an den Polen wenn der/die Laderegler bei eingestellten

    2,4V/Z bzw. 57,6V/Bank abregeln. Wenn Regelung schnell/genau genug ist dass diese Spannung an den Polen nicht überschritten wird musst Du Dir um den Ladestrom auch keine Sorgen machen. Temperaturkompensation nicht vergessen!

    Router, Laptopu.LED ect. laufen auch ohne WR an einem guten DCDC oder an einem kleinen sparsamen WR.

    Für Wasch- und Arbeitsstunden kann ja auch der große WR laufen, bloß halt wenn möglich nicht durch.

    lg,

    e-zepp

  • Hallo,


    ja, Beleuchtung wollte ich in 48 Volt machen, da hatte ich mal Glühlampen für gesehen, Router und Laptop auf 12 Volt, welchen guten 48/12 V-Wandler würdest du empfehlen?


    Welchen kleinen Wechselrichter würdet ihr denn empfehlen und wie verbinde ich das mit dem großen WR, denn beide würden dann ja die selbe Leitung nutzen.


    Gruß

  • Hallo,

    Alles bis ins Kleinste habe ich nicht durchgerechnet

    "Kleinste" ist gut, wenn du mit 2,4kWh rechnest und es in Wirklichkeit eher 4kWh sind.

    Die Mehrkosten für 25% mehr Speicher/PV finde ich jetzt auch gar nicht so klein.

    Unter Umständen billig gekauft, aber nichts gespart.


    da ist doch die Dimensionierung (zumindest nach oben) des PV-Generators egal oder nicht?

    Jein. Ich halte es für wenig sinnvoll die PV "unendlich" groß zu bauen ohne den Speicher/Puffer mitwachsen zu lassen, denn an sehr schlechten Tagen kommen sowieso nur 1-2% der Peakleistung.

    Bei 19,9kWh C5 Speicher und 7,26kWp brauchst du nicht darüber nachzudenken noch mehr PV dran zu bauen.

    Ist aber nur meine Meinung, e-zepp mag das anders sehen.


    bei ganzjähriger PV-Ladung wenn möglich auch auf mindestens 20A/100Ah, also C5-Ladung auslegen

    Ich lege selbst oft auf C5 im Maximum aus, also 80% der Peakleistung oder leichte Überbelegung. Allerdings nicht so viel, dass sich daraus ein C5-Dauerladestrom ergibt. In dem Fall würde ich keine OPzS mehr wählen.

    Der zulässige Ladestrom ist bis 2,4V/Zelle zwar unbegrenzt, die Herstellerangaben zur Brauchbarkeitsdauer beziehen sich bei OPzS aber afaik auf C10 Belastung.


    Beleuchtung wollte ich in 48 Volt machen, da hatte ich mal Glühlampen für gesehen, Router und Laptop auf 12 Volt, welchen guten 48/12 V-Wandler würdest du empfehlen?

    Damit lässt sich nicht übermäßig viel sparen, wenn einer der Wechselrichter sowieso durchläuft. Alles 230V und gut.


    Welchen kleinen Wechselrichter würdet ihr denn empfehlen

    Der Unterschied zwischen 800VA Phoenix und 3kVA Multi II ist im Verbrauch gar nicht so wild wie man meinen würde. Zumindest nicht, wenn man das mit deinem Hybrid-Gerät vergleicht. Ich würde das kaufen was für dich hinsichtlich Preis-Leistung bzw. Aufwand (Anzahl wöchentlicher/täglicher Umschaltungen) am meisten Sinn macht.


    800VA/700W (~300€)

    Computer, Licht/Router, die meisten Kühlschränke - also Grundlast


    1600VA/1300W (~700€)

    + Haushaltsstaubsauger, kleinere Elektrowerkzeuge


    3000VA/2400W (~1000€)

    + alles Weitere, mit Ausnahme von sehr großen Werkzeugen/Pumpen/Schweißgerät und natürlich nur einzeln


    wie verbinde ich das mit dem großen WR, denn beide würden dann ja die selbe Leitung nutzen.

    Du kannst von jedem WR eine separate Leitung bis zur Verteilung ziehen und dort dann alle Klein- und Dauerverbraucher auf den kleinen Inverter legen. Dadurch werden Unterbrechungen bei der Umschaltung für diese vermieden.

    Alle weiteren Stromkreise lassen sich mit einem Netzumschalter oder 25A Gruppenschalter gemeinsam oder separat umschalten.


    Alternativ ginge statt eines Phoenix auch ein Multiplus und damit zwei Inverter "in Reihe". Das Hybridgerät käme an den Eingang eines Multiplus und dieser schaltet den Hybriden dann unterbrechungsfrei zu. Dazu muss das Ladegerät im Multi deaktiviert werden.

    Nachteil: bei großen Lastwechseln bzw. Spannungseinbrüchen am Hybriden kann das zur Trennung führen und damit zur Überlastung des kleinen Multis.



    Gruß


    schlossschenke

  • Allerdings nicht so viel, dass sich daraus ein C5-Dauerladestrom ergibt

    Auch nicht schlimm wenn man die Ladeendspannung dafür im Sommer etwas runtersetzt, bei mir z.B oft <2,35V/Z.

    Bei flachen Zyklen und langer Absorptionszeit dank langer Tage kein Problem, auch nicht wegen Schichtung.

    Oder eben wie schon erwähnt einen Teil der Module im Sommer wegschalten.

    Aber wenn man das in der Praxis beobachtet liegen der "Dauerladestrom" eh nur sehr kurzfristig an, der Akku quittiert

    "Strom satt" ja schnell mit "Ladeendspannung erreicht". Dazu kommt dass der installierte Nennladestrom auch noch

    gar nicht so oft erreicht wird weil gleichzeitig oft absichtlich große Verbraucher eingeschaltet werden.

    Also machen wir zumindest wenn "zuviel" runterkommt, da findet sich schon was, notfalls gehe ich halt duschen :)

    lg,

    e-zepp

  • Ok, wegen dem zweiten Wechselrichter: Ich habe die Erdkabel schon verlegt, nochmal buddeln? Da käme also nur die Lösung in Frage, dass der Chinese an den Multiplus (I oder II?) angeschlossen wird. Wenn ich aber standardmäßig den großen WR ausgeschaltet habe (Kippschalter an der Seite), kann der Multiplus diesen dann einfach so zuschalten? Wie können diese miteinander harmonieren, also wie schaltet der Multiplus den großen WR einfach zu?


    Jetzt habe ich gestern die Batterien endlich angeschlossen (der Epever ist auch jetzt über den Batterien weg ;)). Dann habe ich natürlich ein paar Einstellungen vorgenommen und ein paar Fragen dazu. Zuallererst: Wenn ich mit dem Multimeter messe habe ich immer eine Abweichung von ca. 0,4 bis 0,6 Volt mehr gegenüber der Anzeige am Wechselrichter. Ich bin also jetzt von den Werten des Multimeters ausgegangen, das zeigt mir doch eher den richtigen Wert?


    Erstmal zum maximalen Ladestrom: Den habe ich bei 70 A eingestellt denn im Hoppecke-Handbuch steht ein Wert (bei unter 2,4 V/Zelle Ladespannung) zwischen 10 und 20 A pro 100 Ah C10. Ich habe also 15 Ampere genommen (80 A Ladestrom kann der Wechselrichter maximal). Nun steht im 7. Kapitel über die Solaranwendung aber "6 x I10". Heißt das auch 6 A x 100 Ah oder etwas anderes? Das wären nämlich unter 30 A Ladestrom, kommt mir etwas wenig vor.


    Nun zur Spannung: Für "Bulk" habe ich jetzt erstmal 56,9 Volt eingestellt, was unter Berücksichtigung einer Abweichung von 0,6 Volt 2,3958 V/Zelle bedeutet. Ich wollte unter den 2,4 V/Zelle bleiben, wegen dem Ladestrom. Kann man das erstmal so lassen?


    Bei "Float", also Ladeerhaltung, habe ich 54,1 V eingestellt. Mit den 0,6 V Abweichung heißt das 2,28 V/Zelle. Dies ist glaube ich noch nicht richtig, denn wenn ich es genau nehme und die Temperatur einbeziehe (ich rechne mit aktuell ca. 5 °C also 15 x 4 mV) müsste ich ja auf 2,29 V/Zelle kommen. Soweit ich weiß bezieht der Laderegler die Temperatur nicht automatisch ein, deswegen habe ich das jetzt selbst so eingestellt.


    Im 7. Kapitel über die Solaranwendung steht auch noch was von Absorptionsphase und eine Spannung von maximal 2,55 V/Zelle. Der Laderegler durchläuft die Phase auch, aber Einstellungen dafür vornehmen kann ich nicht. Regelt der Laderegler also automatisch? Muss ich das was beachten oder keine Gedanken drum machen?


    Bei "Low DC cut-off voltage" wusste ich nicht, welchen Wert ich da einstellen sollte. Was ist da ein guter Wert? Standard sind da 42 V.


    Und zu guter Letzt: Sollte ich jetzt für den "Start" doch mal eine Ausgleichsladung machen? Ist das sinnvoll bzw. schadet es?


    Danke für die Geduld, ich weiß, ist leider wieder viel geworden...


    Gruß

  • Ich habe die Erdkabel schon verlegt, nochmal buddeln?

    Nicht unbedingt. Du kannst den Netzumschalter natürlich auch direkt bei den Wechselrichtern installieren. Die Umschaltung bringt dann aber einen kurzzeitigen Stromausfall mit sich. Schützschaltung ginge auch, nur die fertigen taugen meist nichts und dich selbst eine bauen zu lassen wäre wahrscheinlich nicht die beste Idee.


    Welche Leitung hast du denn für das angedachte 48V Licht verbuddelt?


    kann der Multiplus diesen dann einfach so zuschalten?

    Nein, du musst hingehen und ihn wieder anschalten.


    Wie können diese miteinander harmonieren, also wie schaltet der Multiplus den großen WR einfach zu?

    Für den Multi ist das nur eine normale Wechselstromquelle wie jede andere auch.

    Da beide an der selben Batterie hängen, müsste das Ladegerät aber deaktiviert werden.

    Ich kann dir nicht versprechen, dass das stabil läuft, wenn du dich dafür entscheiden solltest.


    Wenn ich mit dem Multimeter messe habe ich immer eine Abweichung von ca. 0,4 bis 0,6 Volt mehr gegenüber der Anzeige am Wechselrichter

    Ohne, dass Strom durch die Leitung fließt oder unter Last? Was zeigt das Multimeter an den Klemmen des WR?


    Ich bin also jetzt von den Werten des Multimeters ausgegangen, das zeigt mir doch eher den richtigen Wert?

    Kommt darauf an wo du das bestellt hast ..


    Erstmal zum maximalen Ladestrom

    Der ist bis 2,4V/Zelle unbegrenzt. Wenn du ihn allerdings begrenzen kannst/willst, dann stelle beide Regler so ein, dass sie gemeinsam 80A bringen.


    Ich wollte unter den 2,4 V/Zelle bleiben, wegen dem Ladestrom. Kann man das erstmal so lassen?

    Würde ich im Winter nicht machen. Nimm 57,6V und prüfe mit einem guten Multimeter sowie Säureheber was bei der Ladung tatsächlich passiert.


    Bei "Float", also Ladeerhaltung, habe ich 54,1 V eingestellt.

    Nimm 2,25V/Zelle für den Sommer und 2,3V für den Winter.

    Bei schlechter Winter-Performance kann man die Ladeerhaltung auch auf 2,4V/Zelle erhöhen und damit deaktivieren.

    Den passendsten Wert verrät dir dann der Hydrovolt.


    Soweit ich weiß bezieht der Laderegler die Temperatur nicht automatisch ein

    Schlecht, wenn die Batterie "draußen" steht. Gibt es keinen Temperatursensor im Zubehör?


    Der Laderegler durchläuft die Phase auch, aber Einstellungen dafür vornehmen kann ich nicht.

    Die hast du bereits vorgenommen. Eine Bulk-Spannung gibt es nicht. Es ist die Absorptionsspannung gemeint.


    Was ist da ein guter Wert? Standard sind da 42 V.

    Auf jeden Fall nicht 42V, das ist zu niedrig. Einen allgemeingültigen Wert zu finden is schwierig, aber vielleicht hat e-zepp einen passenden für dich.


    Sollte ich jetzt für den "Start" doch mal eine Ausgleichsladung machen? Ist das sinnvoll bzw. schadet es?

    Welche SD und Spannungen haben denn die einzelnen Zellen?


    ist leider wieder viel geworden...

    Hättest mal gescheite Geräte gekauft, dann wärst du jetzt schon fertig ;)


    Da gäbe es nämlich Temperaturkompensation, Kompensation für Spannungsabfall, Abschaltung nach SOC, Ladestrombegrenzung aufs Gesamtsystem und außerdem sparsame Inverter. Also alle Probleme gelöst, mit welchen du dich jetzt herumschlagen musst.



    Gruß


    schlossschenke

  • Für die Gleichstromleitung habe ich 2 x 16 mm² verlegt.



    Ohne, dass Strom durch die Leitung fließt oder unter Last? Was zeigt das Multimeter an den Klemmen des WR?

    Ich hatte Sonntag gleich den Generator mit eingeschaltet, also er hatte geladen. Und da hatte ich an der Batterieklemme am WR 55 Volt und an den Polen auch. Angezeigt auf dem Display waren aber weniger. Deshalb hatte ich die Spannungswerte im WR etwas runtergeregelt.

    Ich habe aber jetzt immer mal wieder gemessen, Last (Router z. B.) liegt ja immer an, der WR selbst ist ja auch Last.

    Das Multimeter ist ein günstiges von KS-Tools.


    Ja, maximaler Ladestrom bis 2,4 V/Zelle ja, aber ich habe euch so verstanden, dass ihr auch nicht den maximal möglichen Ladestrom nehmt? Also generell ist die Frage, ob es für die Batterie schädlicher ist, wenn sie mit hohem Ladestrom geladen wird.


    Würde ich im Winter nicht machen. Nimm 57,6V und prüfe mit einem guten Multimeter sowie Säureheber was bei der Ladung tatsächlich passiert.

    Wieso im Winter nicht unter 2,4 V und im Sommer doch unter 2,4 V? Wenn ich das jetzt auf genau 2,4 V einstelle, weiß ich halt nicht was mit dem Ladestrom passiert. Der wäre dann ja zu hoch (Bei I-Kennlinie dürften dann bei einer Spannung von 2,6 bis 2,75 V/Zelle mit nicht mehr als 5 A/100 Ah C10 und bei W-Kennlinie mit nicht mehr als 7 A/100 Ah C10 geladen werden). Mache ich die Batterie dann nicht kaputt?


    Für den Hybriden gibt es kein Temperatursensor, für den Epever gibt es das aber im Zubehör. Ist denn jeder °C entscheidend? Kann ich nicht, wie schon jetzt, manuell das grob umstellen, also jetzt mit ca. 5 °C rechnen etc?


    Am Freitagabend habe ich mal überall Spannung und SD gemessen. Bei allen Zellen war die SD 1,25 kg/l, außer bei einer, da waren es 1,245 kg/l, kann aber auch ein Ablesefehler gewesen sein. Temperatur war bei ca. 5 °C. Die Spannung war bei allen Zellen bei 2,08 V.


    Gruß

  • Wenn ich das jetzt auf genau 2,4 V einstelle, weiß ich halt nicht was mit dem Ladestrom passiert.

    Das ist die ganz normale Ladeschlussspannung beim zyklischen Einsatz von Bleiakkus.


    wenn man billiger kauft muss man irgendeinen Tod sterben

    Deshalb habe ich ehrlich gesagt auch wenig Lust mich um die ganzen Probleme und Fehler zu kümmern, die sich einzig daraus ergeben haben, dass du bewusst entgegen der Empfehlung eingekauft hast.


    Der zweite Inverter war nur eine Idee um den Generatoreinsatz in der Winterzeit zu minimieren. Immerhin ließe sich fast 1/3 des Verbrauchs einsparen. Allerdings benötigst du diesen nicht zwingend, also unwichtig.

    Der hohe Ladestrom ist auch mehr ein theoretisches Problem, weil er nur bei niedrigeren Ladeständen und Sonnenschein auftreten würde. Außerdem lässt er sich für diesen Fall begrenzen, also egal.

    Was aber überhaupt nicht geht ist falsche Spannungsmessung und fehlende Temperaturkompensation bei der Ladung einer teuren Bleibatterie, die draußen steht. Bei einer fixen Abweichung könnte man zumindest die Spannung als Offset setzen, aber die Temperatur lässt sich schlecht ständig manuell messen um die Ladespannungen anpassen. Da hätte man sich halt vorher mal erkundigen müssen ob das Gerät das kann.


    Also entweder Lösung überlegen oder sparen, abreißen und nochmal gescheit bauen. Und kauf dir endlich einen Hydrovolt.


    Gruß


    schlossschenke