Stopfen für Zentralentgasung

  • Ok, könnte ich an dem Fronius auch den Generator anschließen?

    Der würde dann an den Multi II kommen, den du zusätzlich bräuchtest, damit ein Fronius überhaupt funktionieren kann.

    Aber ehrlich gesagt würde ich die Lösung mit dem Fronius in deinem Fall meiden, sofern irgendwie möglich. Ein Laderegler wäre bei deiner Anlage definitiv die sinnigere und bessere Wahl, sofern man einen findet, welcher passt.


    Ich habe mich nochmal über das 450V Modell erkundigt und du darfst es wohl offiziell verwenden. Wenn ich da an die Vergangenheit der anderen Regler-Reihen denke, würde mich aber nicht wundern, wenn man das nochmal ändert.

    Victron hat jedenfalls im eigenen Forum vor längerer Zeit Stellung genommen und bestätigt, dass die 20A überschritten werden dürfen, solange die PV nicht verpolt angeschlossen wird. Pro Tracker wird zwar auf max. 4000W gedrosselt, das wäre bei deiner Batterie aber kein Nachteil. Der 4er Strang funktioniert auch, liegt allerdings nicht im optimalen Spannungsbereich.


    Gruß


    schlossschenke

  • Hört sich gut an, ich werde dann mal im nächsten Jahr gucken, vielen Dank.


    Achso, ich habe den BMV angeschlossen und erstmal als C20-Kapazität 510 Ah eingegeben (habe bei SMA eine "Umrechnungsliste" gefunden). Meines Erachtens arbeitet das Ding jetzt richtig, ich habe sonst nichts verstellt, kann ich mich jetzt auf die Prozentanzeige verlassen oder sollte ich doch noch was umstellen (Peukert-Effekt?)?



    Gruß

  • ich habe sonst nichts verstellt, kann ich mich jetzt auf die Prozentanzeige verlassen

    Die Standardeinstellungen passen praktisch nie. Bei einem Schweifstrom von 4% ist ein Bleiakku noch längst nicht vollständig geladen, deshalb führt diese Einstellung zu großen Sprüngen. Besser sind <2% oder noch weniger, aber die Synchronisation ist ein Kapitel für sich. Ich nutze sie z.B. überhaupt nicht, doch das zu perfektionieren braucht Zeit. Den Peukert kann man bei neuen OPzS etwas niedriger ansetzen.


    Bei größeren Anlagen rate ich dazu die Einstellung mittels Säureheber und Daten-Logging vorzunehmen. Nur so sieht man ob das Gerät korrekt arbeitet und kann dann entsprechend optimieren. Den Säureheber hast du ja schon. Das Logging gibt es für deutlich <100€ mittels eines Raspberry Pi und VE.direct-USB-Adapter oder für etwas mehr Geld und weniger Gebastel mit einem Victron Cerbo GX. Zweiterer lohnt sich, wenn mittelfristig auf Victron umgestellt werden soll.


    Gruß


    schlossschenke

  • Gut gut, was für einen Pi brauche ich denn?

    Auf was sollte ich den Peukert-Wert stellen? Erstmal nach Gefühl ETWAS runterregeln?

    Schweifstrom mache ich dann erstmal auf 1,5?


    Gruß

  • Ich hatte Sonntag folgendes: Als ich von der Arbeit nach Hause kam, hat der BMV gepiept: Alarm wegen zu hoher Spannung. Der Laderegler hatte mit ca. 59 V oder etwas darüber geladen, also über 2,45 V pro Zelle. Es war richtig sonnig und sehr kalt, also haben die Module richtig produziert. Ich habe den Laderegler aber auf max. 57,6 Volt eingestellt, also genau 2,4 V pro Zelle. Ich frage mich nun, wieso der Regler nicht bei dem eingestellten Wert abriegelt? Last war nicht dran, also alles ging in die Batterien, aber auch wenn die Module volle Granate arbeiten müsste doch nur die Ladespannung anliegen, die eingestellt ist?


    Ich hatte deshalb etwas Sorge, weil ab einer Spannung von 2,4 V/Zelle nicht mehr ein unbegrenzter Ladestrom fließen darf (laut Hoppecke), sondern nur noch (ich glaube) 6 A/100 Ah. Zu meiner zweiten Verwunderung sind aber nur 4 Ampere oder so, ich weiß es nicht mehr genau, geflossen, es war auf jeden Fall deutlich einstellig. Der maximal eingestellte Ladestrom ist aber auch wesentlich höher, nämlich 60 oder 80 Ampere. Bei den Bedingungen wäre doch mehr Ladestrom möglich gewesen? Ich frage mich, wieso der dann so niedrig war.


    Gruß

  • Ich frage mich nun, wieso der Regler nicht bei dem eingestellten Wert abriegelt

    Wahrscheinlich aus einem der folgenden Gründe:

    • Regler taugt nichts
    • falsche Spannungsmessung
    • eingestellte Ausgleichsladung
    • Temperaturkompensation findet doch statt

    Ich frage mich, wieso der dann so niedrig war.

    Wenn die Batterie bei der Spannung nicht mehr Strom aufnimmt, kann auch nicht mehr Strom fließen.



    Gruß


    schlossschenke