Berechnung Wechselrichter Fronius

  • Hallo Jörg,


    kannst du mir denn bitte sagen, welchen Wechselrichter du nehmen würdest, wenn du an meiner Stelle wärst?


    Würde das auch mit eimen IG 120 plus gehen, oder ist das völlig absurd?


    Bitte um eine ehrliche Antwort.


    MFG


    Franz-Jupp

    49 Module Sunpower SPR-220-BLK
    1 x Fronius IG-70-plus
    1 x Fronius IG-50-plus

  • Zitat von Master-Franz-Jupp

    Würde das auch mit eimen IG 120 plus gehen, oder ist das völlig absurd?


    Hallo Franz-Jupp,


    ich habe den Eindruck, du drehst dich im Kreis.
    Es war doch schon lange geklärt, dass du deine unterschiedlichen DN auf 2 MPP-Tracker legen musst.


    Der Fronius IG 120 Plus speist zwar auf 3 Phasen ein, dies bedeutet aber nicht, dass er auch 3 Tracker besitzt.


    Du wirst kaum eine bessere WR-Auslegung finden, es sei denn, jemand zieht noch ein(en) Kaninchen - Verzeihung - Wechselrichter aus dem Hut, der die Anforderungen galvanische Trennung und positive Erdung erfüllt (jetzt empfehle ich schon Fronius WR :D ).


    Zum Wirkungsgrad sollte dir dieser Hinweis von Klaus (Boelckmoeller3) genügen.


    Gruß hgf

  • Hallo Franz-Jupp,


    mit Interesse habe ich eure Diskussion verfolgt und möchte nun aus systemtechnischer Sicht folgendes ergänzen. Der Einsatz von zwei Wechselrichtern ist hier nicht unbedingt notwendig.


    Es können beide Teilanlagen mit einem Wechselrichter (in diesem Fall am besten mit einem ein IG Plus 120) betrieben werden. Obwohl dann beide Dächer mit einem MPP-Tracker betrieben werden, wird es so gut wie kein Mismatching und daher so gut wie keine Verluste geben (zu dieser Thematik hat es auch schon wissenschaftliche Beiträge gegeben).


    Die Begründung ist relativ einfach. Die beiden Dächer unterscheiden sich nur durch Ihre unterschiedliche Dachneigung. D.h. lediglich die Einstrahlung auf die einzelnen Dächer ist geringfügig unterschiedlich.


    Die MPP-Spannungen geringfügig unterschiedlich bestrahlter Stränge sind jedoch annähernd gleich (die geringfügig höhere Einstrahlung und damit höhere MPP-Spannung wird durch die geringfügig höhere Temperatur wieder kompensiert und umgekehrt).


    Die MPP-Ströme in den einzelnen Strängen verhalten sich proportional zur Einstrahlung und addieren sich ganz einfach zu einem Gesamtstrom.


    Für die Verschaltung auf einen Wechselrichter müssen lediglich folgende Kriterien beachtet werden:

    - Jeder Strang muss vollständig auf einem Dach liegen (entweder am Ausbau oder auf dem Hauptdach).
    - Alle Stränge müssen die gleiche Anzahl und Art von Modulen aufweisen
    - Es darf weder auf dem Ausbau noch auf dem Hauptdach eine Verschattung vorliegen (Schornstein, Fernsehantenne)


    Sind diese Kriterien erfüllt, kannst du deine Anlage ruhig mit einen Wechselrichter betreiben.

    Eines muss jedoch noch erwähnt werden: Weichen die Neigungen der Dachflächen sehr stark ab, oder geht es sogar in die Richtung Ost-/Westdächer mit einem Wechselrichter dann wird eine optimale Dimensionierung der Anlage (Verhältnis Leistung PV-Generator zur Wechselrichterleistung immer schwieriger.)


    Die Frage zum Wirkungsgrad wurde aus meiner Sicht schon ausreichend beantwortet. Da der Umwandlungswirkungsrad unter anderem auch von der DC-Eingangsspannung abhängt und die Anlage hier mit einer MPP-Spannung zwischen 240 und 290 V betrieben wird, wird der Umwandlungswirkungsgrad zwischen 94% und 95% liegen. (Seite 7 Testbericht Arsenal)


    Viel Spaß mit deiner Anlage und
    Beste Grüsse, Prötsch Roland