„Balkonanlage“ auf einem Garagendach (Flachdach)

  • Schick denen einfach die vereinfachte Inbetriebnahmeerklärung. Dann wissen sie, dass Du eine PV installiert hast. Der Rest kann und sollte DIR dann egal sein.


    Die Fachleute sitzen auf der anderen Seite. Und die Fachleute sollten wissen, dass sie gem. Mesststellenbetriebsgesetz VERPFLICHTET sind, abgenommene und EINGESPEISTE Energie korrekt zu erfassen. Für ganz findige Energieversorger gibt es dann noch das ErneuerbareEnergieGesetz, nachdem Netzbetreiber wiederum VERPFLICHTET sind, PV-Strom vorrangig abzunehmen. Gem. MsBG sind die Kosten für den Einbau, Wartung und Tausch der Zähler wiederum in den Grundgebühren enthalten, somit für Dich kostenfrei.


    Ob und wann der Zähler dann getauscht wird, ist deren Problem. Solange wie er rückwärts läuft, würde mich das noch weniger als wenig interessieren. Es würde mich sogar freuen. Wichtig ist aber: du musst sie informieren und auch die Möglichkeit zum Zählertausch einräumen.

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    12,8kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)

  • Meld das Teil mithilfe der vereinfachten Anmeldung beim VNB sowie im MASTR an.

    Der Zähler kann dir dabei ziemlich egal sein, da du durch die vereinfachte Anmeldung den Netzbetreiber dazu aufforderst deinen Stromzähler auf Eignung zu überprüfen und bei Nichteignung zu tauschen.

    Zählertausch ist dann Problem des Netzbetreibers.

    Zählertausch ist dann auch "kostenlos" (zahlst du indirekt über Grundgebühr)

    Grundgebühr wird bei den digitalen etwas höher ausfallen.


    Wenn du aktiv einen neuen Zähler bestellst, dann zahlt normalerweise du den Austausch.

    Ausnahme: Antrag auf vorzeitigem Einbau eines digitalen Zählers (aber der passt für deine PV dann vmtl. wieder nicht)

    2x 380Wp O/W an HM-600

  • Ich habe noch mal eine Frage zu dem Vorschlag mit der gemixten Ausrichtung O & S parallel und S & W parallel. Ich bin etwas unsicher, ob so eine Schaltung gut funktioniert. Irgendwie habe ich da ein schlechtes Gefühl. Vielleicht mache ich mir da ja zu viel Gedanken. Bei einer Reihenschaltung wäre mir klar, dass zwei unterschiedlich stark beleuchtete Module in Reihe nicht gut sind - wäre ja bei Beschattung auch so, oder? Aber bei einer Parallelschaltung? Irgendwie ist das mir nicht geheuer. Wäre das nicht so, als würde man zwei unterschiedlich starke Batterien (mit unterschiedlicher Spannung) parallel anschließen? Das macht man ja sonst auch nicht.

  • Ich habe noch mal eine Frage zu dem Vorschlag mit der gemixten Ausrichtung O & S parallel und S & W parallel. Ich bin etwas unsicher, ob so eine Schaltung gut funktioniert. Irgendwie habe ich da ein schlechtes Gefühl. Vielleicht mache ich mir da ja zu viel Gedanken. Bei einer Reihenschaltung wäre mir klar, dass zwei unterschiedlich stark beleuchtete Module in Reihe nicht gut sind - wäre ja bei Beschattung auch so, oder? Aber bei einer Parallelschaltung? Irgendwie ist das mir nicht geheuer. Wäre das nicht so, als würde man zwei unterschiedlich starke Batterien (mit unterschiedlicher Spannung) parallel anschließen? Das macht man ja sonst auch nicht.

    Alle Vergleiche hinken zwar. Aber es ist halt die Frage: Soll das ein Projekt sein?

    Es heißt: Die roten Dächer sollen verschwinden, und die Balkon zugehängt werden. Du machst beides nicht.


    Man muss nicht Adam Riese sein, um zu wissen, dass eine Mini-PV irgendwo zwischen 400 und 700 kWh einsparen wird. Je nach Investition. Nach fünf, sechs Jahren bist Du zwar im grünen Bereich, aber der Ertrag reicht natürlich längst nicht, um Elektro/Wärme/Mobilität auch nur ansatzweise zu decken.

    Setz da irgendwas in Standard hin und gut.

    Ist es ein Projekt, verschalte das hin und her. Es ist halt nicht gesagt, dass das in fünf/sechs Jahren immer noch gut funktioniert.

    Energie-Wende heißt: Nach dem Kohle-Ausstieg ist vor dem Erdgas-Ausstieg. Was mir an Energie fehlt, werde ich teuer zukaufen müssen. Das weiß aber jeder schon jetzt.

  • aber der Ertrag reicht natürlich längst nicht, um Elektro/Wärme/Mobilität auch nur ansatzweise zu decken.

    Setz da irgendwas in Standard hin und gut.

    Das ist aber bei einer Standard auch nicht viel besser. Recht viel mehr als 30% Autarkie wird man auch bei einer Standard nicht schaffen. Das mit Elektroauto habe ich auch schon in Betracht gezogen. Macht das ganze nicht wirklicher interessanter, wenn man kaum fahrt. Vor allem reichen 7-10kWp zum Elektroauto Laden nicht wirklich aus, da müsste man schon >20kWp bauen.

  • Bei einer Reihenschaltung wäre mir klar, dass zwei unterschiedlich stark beleuchtete Module in Reihe nicht gut sind - wäre ja bei Beschattung auch so, oder? Aber bei einer Parallelschaltung? Irgendwie ist das mir nicht geheuer. Wäre das nicht so, als würde man zwei unterschiedlich starke Batterien (mit unterschiedlicher Spannung) parallel anschließen? Das macht man ja sonst auch nicht.

    Die Problematik ist in beiden Varianten vorhanden. Dir muss aber erst mal klar sein, dass Solarmodule keine Spannungsquellen sind wie eine Batterie. Es sind Stromquellen. Stromquellen ändern ihren Strom fast gar nicht , wenn sich die Belastung ändert. Spannungsquellen verändern die Spannung fast gar nicht, wenn sich die Belastung ändert. Module lassen sich sehr gut parallel verschalten, weil sich die Ströme summieren. Sogar Module mit verschiedenen Spannungswerten lassen sich problemslos parallelschalten wenn der Unterschied nicht all zu groß ist. Eine Studie hat gezeigt, dass eine Parallelschaltung vieler Module den besten Ertrag gegenüber anderen Verschaltungen bringt. Vergleiche Spannungsquellen mit Tischbeinen. Die sind sozusagen parallelgeschaltet um die Kräfte der Tischplatte auf den Boden zu leiten. Wenn von einem vierbeinigen Tisch ein Bein auch nur 0,5mm Kürzer ist, sind die Kräfte zum Fußboden sehr verschieden. Das kürzere Bein würde in der Luft hängen und das diagonal gegenüberliegende Bein würde zwar den Boden berühren, aber keine Kraft übertragen. Stromquellen kann man mit Federn vergleichen. Würden die Beine aus Spiralfedern bestehen, wären die Kräfte aller Füße fast gleich, selbst wenn eine Feder 10mm kürzer wäre.

  • Vielen Dank für eure Antworten und die Aufklärung. Um auf die Gegenfragen einzugehen. Ja, soll eine kleine Anlage mit 3-4 Modulen werden. (Auch wenn ich weiß, dass einigen das Herz blutet und sie lieber ein ganzes Dach eindecken würden.). Größerer Energiebedarf im Haus ist bei uns mittags (es kocht immer jemand) und nachmittags (wenn die Kinder aus der Schule zurück sind und gleichzeitig Homeoffice ist).


    Diskutiert wurden hier:

    • 3-4 Module nach Süden (leicht nach Osten gedreht - weil die Garage so steht). Hier gibt es verschiedene WR, die das schon hinbekommen. Hier reicht ein Eingang / ein MPPT
    • 1xO + 1xS und 1xS + 1xW (siehe weiter oben) ODER
    • 2xO und 2xW (scheint ja auch schon ein Klassiker zu sein) ODER
    • 2xS und 2xW ... ------ Egal wie man es dreht. Hier muss dann ein WR mit mind. zwei Eingängen und zwei MPPT her. Ich habe sogar einen WR mit vier Eingängen gesehen (APsystems). Damit wäre man ja sehr flexibel. Nur ich müsste mal den Hersteller fragen, ob der WR zu drossel ist. Die Alternative wäre zwei WR, die man zusammenschalten kann. Auch davon habe ich nur bei APsystems gelesen, gehe aber davon aus, dass das andere auch können, oder? Ähm... Wenn ich darüber nachdenke, dann ist es keine gute Alternative ... wegen der 600 W - Grenze ... und der Anmeldung. :-(

    Es ist von keiner Verschattung auszugehen. Der Baum an der Garage kann geköpft oder gefällt werden.


    Kann man bei der Ausrichtung 2xO und 2xW die 600W eigentlich erreichen?


    Ich denke, sobald ich mich für die Ausrichtung der Module entschieden habe, kann ich einen passenden WR suchen gehen.

  • Den Baum würde ich nicht unbedingt fällen.

    Die Modul-Ausrichtung passe an Deinen Eigenverbrauch an. Geht ja nicht darum, möglichst viel Strom zu erzeugen, sondern darum, möglichst viel vom erzeugten Strom selbst zu verbrauchen.

    Energie-Wende heißt: Nach dem Kohle-Ausstieg ist vor dem Erdgas-Ausstieg. Was mir an Energie fehlt, werde ich teuer zukaufen müssen. Das weiß aber jeder schon jetzt.