Börsenstrompreis und Direktvermarktung

  • Hallo,


    ich habe einige Anlagen neu erworben, die nur 6 Cent EEG Vergütung bekommen.


    Die Anlagen haben alle um die 250kwp pro einzelanlage sind also in der zwingenden Direktvermarktung.


    Nun habe ich schon beim Kauf darauf *spekuliert* das in der 20 Jahresfrist es auch Monate geben wird, die über den 6 Cent liegen.


    Nun meinte jemand zu mir, das selbst wenn der Börsenstrompreis über die 6 Cent im Monatschnitt steigt z.B. bei 10 Cent liegt, ich dann zwar 10 Cent vom Direktvermarkter bekomme aber 4 Cent an den Netzbetreiber abgeben müsste.... Ist das richtig ?


    Oder bekomme ich in guten Monaten tatsächlich die 10 Cent Börsenstrompreis und darf sie behalten ?


    Gruß

    Klaus

    11,14 kWp O/W 4x Solarmax WR (2012)
    43,30 kWp Anteil Solarpark Dreieich (2011)
    71,08 kWp Anteil Solarpark Hof (2012)
    70 kWp auf Hühnerställen (2012)
    301 kWp Brandenburg (2018)

  • Ich bin seit dem 01.10.21 in der Direktvermarktung, fange also direkt mit diesem "Problem" an.

    Die ersten Abrechnungen fehlen noch; bin mal gespannt!

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Bin auch am Ergebnis interessiert, da aktuell eine Planung für 300kWp anliegt. Würde dies ja deutlich wirtschaftlicher gestalten in der aktuellen Zeit.

    PV-Anlage 15,58kWp seit 07/20

    E-Up! seit 12/20

    OpenWB-Wallbox seit 03/21

  • Guten Morgen zusammen,

    ich habe auch einige Anlagen in der DV, deren Vergütung laut EEG unterhalb des September Marktwertes liegen. Ich freute mich auch sehr über die Monatsabrechnungen meines Direktvermarkters, bis ich dann - in meinem Falle - die Post von Westnetz zu den jeweiligen Anlagen erhielt und am Ende des Schreibens dann das Wort "Forderung" las :-(


    Ich bin ehrlich gesagt auch davon ausgegangen, dass wir von den höheren Börsenpreisen partizipieren, scheint nun aber nicht so der Fall zu sein.

    Ich google schon nach dem Erklärungssatz im EEG, habe aber noch nichts gefunden.

    Vielleicht kann jemand helfen?


    Ich werde nun zumindest einmal den im Westnetz Schreiben aufgeführten Ansprechpartner der Abrechnung anschreiben. Er soll mir bitte mal die Definition, Paragraph oder was auch immer nennen.


    Viele Grüße

    Peter

  • Wenn der Marktwert über dem Anzulegenden Wert liegt, wird die Marktprämie nicht negativ, sondern auf Null gesetzt:


    https://www.gesetze-im-internet.de/eeg_2014/anlage_1.html


    Zitat

    Die Höhe der Marktprämie in Cent pro Kilowattstunde direkt vermarkteten und tatsächlich eingespeisten Stroms wir nach der folgenden Formel berechnet:


    MP = AW – MW


    Ergibt sich bei der Berechnung ein Wert kleiner null, wird abweichend von Satz 1 der Wert „MP“ mit null festgesetzt.

  • Dummer Fehlers des Programmierers

    Tesla P85+ seit 8/13 >496.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Guten Morgen,

    danke für Deinen Hinweis.

    Gilt das nur für ausschreibungspflichtige Anlagen? Was ist mit den PV Anlagen unter 750 kWp, wenn ich z.B. durch den Monat/Jahr der Inbetriebnahme 8 cent Vergütungsanspruch habe und die Marktprämie im September nun bei 11,715 cent lag. Darf der VNB dann eine Forderung über die + 3,715 cent an mich stellen, da ich ja vom Direktvermarkter bereits die 11,715 cent ausbezahlt bekam?


    Viele Grüße

    Peter

  • Hallo zusammen,


    handelt es sich bei der Forderung des Netzbetreibers vielleicht um die Rückforderung der vorausbezahlen Marktprämie?


    Netztransparenz > EEG > Marktprämie > Marktwerte


    Im September war der MW solar 11,715 cent. Dann ist die Marktprämie vom Netzbetreiber gleich 0 cent.

    Die Vergütung ist ist also gleich dem MW solar, und somit höher als die EEG Vergütung seit ca. 2-3 Jahren.

    Ist das jetzt so richtig? Dann profitiert der Anlagenbetreiber vom Börsenstrompreis?


    Die weitere Frage ist: Direktvermarkter mit MW solar wählen oder besser Stundenkontrakte? Wie lässt sich das vergleichen?

    Der Mittelwert der Stundenkontrakte (MW-EPEX) war im September sogar mit 12,8 cent noch höher als der MW solar!