Überarbeitet: Hey Growatt, tut doch bitte etwas! Oder: Eure SPH - Problematik

  • (Nach der durch den Verfasser gewünschten Löschung des ursprünglichen Threads ist dies nun die überarbeitete Fassung; ohne persönliche Wertungen oder Empfehlungen bzgl. des weiteren Handelns der Betroffenen, jedoch mit neuen Informationen des deutschen Growatt-Kundendienstes.


    Die folgende Einleitung stellt lediglich die persönliche Erfahrung und Meinung des Autors dar.)



    Liebe Forumsmitglieder, Mitleser, Growatt-User,


    durch Kommunikation zwischen Forumsnutzern und deren Schilderungen bestimmter offensichtlicher Fehlerbilder bei den Growatt-SPH-Hybridwechselrichtern hat sich herauskristallisiert, dass diese WR, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt (2021/10), teilweise einen bzw. mehrere substanzielle Fehler zu haben scheinen.



    Diese folgenden Schilderungen beziehen sich auf den Modus „LoadFirst“, welchen die Meisten von uns hier nutzen dürften:


    Fehlerbild 1a: Sobald ein Akku angeschlossen wird, wird aus diesem durch den WR eine dauerhafte erhöhte Leistung entnommen, ohne dass es dafür eine technisch plausible Erklärung oder Sinnhaftigkeit gäbe.


    Diese Leistungsentnahme liegt dabei offenbar weit über den normalen und erwartbaren Bereitstellungsverlusten des AC-Leistungsteils, die bei Nutzern welche nicht von diesem Fehlerbild betroffen zu sein scheinen, bei akzeptablen ca. 40 W liegen. Dieser Wert ist auch technisch üblich bei WR derartig geringer Leistungsklassen.


    Die vom Fehlerbild 1a, der „Dauerakkuheizung“, Betroffenen berichten aber von Werten zwischen 150 W – 210 W Dauerentnahmeleistung (Pbat) aus dem Akku. Diese Leistung wird bei angeschlossenem Akku auch zusätzlich dauerhaft in Wärme gewandelt, wenn Leistung aus den PV-Strings zur Verfügung steht, was auch den Wirkungsgrad der PV-Leistungswandlungskette teilweise stark verschlechtert.



    Simpel ausgedrückt: Sobald ein Akku an betroffenen WR angeschlossen wird, wird jeden Tag eine Energiemenge von 4 – 5 kWh in reine Wärme umgesetzt. Das macht der WR bis der Akku leer gezogen ist und es (teilweise) zum Fehlerbild 2* kommt.




    Dieses Fehlerverhalten lässt sich über die Leistungs-Anzeigen im LCD, als auch über die Kühlkörpertemperatur leicht belegen:





    (Auf direkten Wunsch des Growatt-Kudendienst gemessen bei 20,8°C Raumtemperatur nach 30 Minuten ohne jegliche Last an AC: Eindeutig erhöhte Leistungsabfuhr durch Wärme sogar im Blei-Säure-Modus., kein Schalten in "Standby". Gleiches Bild bei angeschlossenem Lithium Akku mit und ohne BMS-Kommunikation.)




    Fehlerbild 1b: Auch wenn keinerlei Leistung (bei Nacht) auf der AC-Seite gezogen wird, bleibt der WR im Modus „Normal“, schaltet nicht in „Standby“ (und saugt den Akku leer.) Der WR ist „dauer-Ein“.


    Die beschriebenen Fehlerbilder 1a und b sind bei betroffenen Geräten unabhängig davon zu beobachten, welcher Akkutyp / -technologie angeschlossen ist. Die Fehler treten sowohl mit angeschlossenen Pylontechs* im „Lithium-Mode“, als auch mit Bleiakkus im „Lead-Acid-Mode“ auf.



    Ein Zusammenhang mit (nun*) offiziell wohl inkompatibler / nicht mehr unterstützter Pylontech*-BMS-Hard- und -software kann somit wohl ausgeschlossen werden. Hier ist somit Growatt gefragt um dieses Verhalten der betroffenen WR ab zu stellen.



    Da sämtliche Bleiakkus offiziell unterstützt werden muss also gehandelt werden. (Es ist zudem naheliegend, dass nach Abstellung dieses Fehlerbildes auch angeschlossene Pylontechs davon nicht mehr betroffen sein werden.)





    *= nach einem sehr ausgiebigen und direkten Telefonat (11.10.2021) mit dem dt. Growatt-Support kam die Aussage, dass Pylontech-Akkutechnik nicht mehr unterstützt wird! Auch in einer heute erhaltenen Email wurde diese für uns neue „Tatsache“ nun klar formuliert:






    Dies war nicht immer so: Die US2000 wurden unterstützt, lt. telefonischer Aussage ist dies seit einem FW-Update aber leider offensichtlich nicht mehr der Fall. Diese Information ist wohl oder übel noch nicht zu jedem Nutzer / Käufer / Händler durchgedrungen. Es herrscht darüber teils Verwirrung auf dem Markt und dementsprechend laufen Einige Kunden mit dem Kauf dieses Setups in die „Falle“.



    Wie der Hersteller allerdings damit umgehen möchte, dass eine zuvor freigegebene Kombination (SPH mit US2000) durch ein FW-Update auf einmal nicht mehr supportet wird, und Bestands-Nutzer bei Problemen offenbar auf einmal auf keinerlei Unterstützung mehr hoffen können, ist zusätzlich offen! Denn eines ist klar: Growatt hat sehr wohl die Kompatibilität seiner SPH-Produkte zu Pylon zumindest suggeriert, denn sogar im eigenen Handbuch findet der Akkutyp Erwähnung:





    (Aus diesem Umstand kann das folgende „Fehlerbild 2*“ (erstmal) nicht ursächlich mit der von Growatt verkauften WR-Technologie in Verbindung gebracht werden, ein Abstellen dieses Verhaltens ist für einen großen (potentiellen) Kundenkreis aber dennoch wünschenswert! Es gibt Nutzer welche erfolgreich den US2000 nutzen (vermutlich mit alter WR-Firmware), auch steckt wohl in Wahrheit Pylontech-Akkutechnik in den von Growatt damalig verkauften „originalen 48V-Growatt-Akkus“.)





    „Fehlerbild 2*“: Sobald der Akku beim Fehlen von PV-Leistung seine eingestellte Entladeschlussgrenze (SoC) erreicht, bei den vom Fehlerbild 1a/b betroffenen Geräten meist oft durch das einfache Verheizen des gespeicherten Stromes, beginnt der WR damit den Akku ungefragt mit Netzstrom zu laden. Allerdings nur um rund 1%. Sobald er dieses Prozent geladen hat bricht er die Ladung ab um den soeben aus dem Netz bezogenen, bezahlten und in den Akku geladenen Strom wiederum in Wärme zu wandeln.


    Wenn er durch das Heizen wieder den unteren SoC erreicht, beginnt das Laden von vorn. Dies ist eine Dauerschleife in welcher der WR hängt und Netzstrom verheizt; bis wieder genug PV Leistung zur Verfügung steht um die AC-Verbraucher zu bedienen, den Akku zu laden UND zusätzlich die ungewollte Dauerheizleistung zu kompensieren.



    Diese netzbasierte „Dauertaktladung“ sieht im Energiemonitor dann folgendermaßen aus:


    (Energiemontitor im Browser Frontend)


    Dieses „Fehlerbild 2*“ wird seitens Growatt mit der inkompatiblen Pylontech-Hardware argumentiert.


    Bei kleinen Anlagen, oder mittel-kleinen Anlagen und schlechteren Wetterverhältnissen, führt dieses Verhalten in teilweiser Kombination mit der „Dauerakkuheizung“ zu einer gelegentlichen negativen Energiebilanz des Gesamtsystems, da Netzstrom ohne weitere Nutzung in Wärme gewandelt wird. Kommen keine 4-5kWh an solarer Energie zusammen, wird die Differenzenergie spätestens mit Einsetzen der Nacht und nach dem Erreichen des SoC aus dem Netz dazu bezogen. Im schlechtesten Fall ist die Anlage damit zeitweise wohl energetisch sinnlos oder gar kostensteigernd.



    Dieser Thread soll nun Folgendes bewirken:


    - Eine Einladung an den Kundendienst zu einer sachlichen und öffentlichen Diskussion


    Nach dem gestrigen und heutigen sehr freundlichen und offenen Telefonat mit dem deutschen Kundendienst der Firma Growatt steht das Angebot, in diesen Thread am besten mit einzusteigen.


    Ich möchte anmerken, dass sich die Nutzer bisher ziemlich im Stich gelassen gefühlt haben. Dadurch und die Tatsache, dass bei jeder Anlage viel Geld investiert wurde, ist es teils wohl auch mal zu emotional-gestimmten Beiträgen gekommen. Davon kann ich mich nicht ausschließen und entschuldige mich dafür.



    Der Kundendienstmitarbeiter hat zugegeben, dass es sich bei den Fehlerbildern 1a/b tatsächlich um unerwünschtes Verhalten handelt und er nachvollziehen kann, dass die Kunden damit unzufrieden sind.


    Allerdings wurde im Zuge des Telefonats auch der bereits im Forum geäußerte Verdacht angesprochen, dass die Befugnisse und der Handlungsspielraum des kontaktierten deutschen Kundendienstmitarbeiters wohl relativ eingeschränkt sind. Ihm bleibt teilweise nur die Abwehrhaltung wenn seine Vorgesetzten es nicht für nötig halten zu handeln...



    Aus diesem Grund bat der Kundendienst um den Link zu diesem (neuen) Thread, damit es eine bessere Grundlage zur Bewegung zum Handeln „nach oben“ gibt. Der ist insbesondere auch der folgende Punkt wichtig:



    - Sammlung von weiteren Erfahrungsberichten:


    Wenn Ihr selbst einen SPH in Nutzung habt, dann schaut Euch das Gerät bitte einmal genauer an und teilt hier Eure Werte und Erfahrungen (Nutzt dazu bitte den unten stehenden copypasta-„Fragebogen“.)


    Es könnte sein, dass eine eventuell größere Anzahl an Nutzern von den Fehlerbildern 1a/b betroffen sein könnten, es diesen aber selbst noch gar nicht aufgefallen ist und sie sich nur ärgern, dass die Anlage nicht die erhoffte Ersparnis / Effizienz bringt…



    Hiermit soll nun eine größere Datenbasis aufgebaut werden anhand derer sich eventuell heraus kristallisiert, welche Geräte genau betroffen sind - und Growatt zu einer ehrlichen Aussage seinen Kunden gegenüber und zur zügigen Arbeit an Lösungen bewegen.


  • Ermittlung Fehlerbild 1a / 1b:


    Um auszuschießen, dass dieses Fehlerbild durch eine inkompatible Kombination aus WR und BMS (Lithiumakku) verursacht wird, darf dieser Versuch nicht mit aktiv kommunizierendem nicht-Growatt-BMS (wie Pylontech etc.) gefahren werden, da sonst keinerlei Beweiskraft besteht.


    Daher ist die Verwendung eines Growatt ARK LV-Akkus zu bevorzugen. Allerding kann auch ein Bleiakku im Lead-Acid-Mode genutzt werden, oder alternativ kurzzeitig ein Lithium-Akku im Lead-Acid-Mode ohne das BMS mit dem WR zu verbinden, da der WR physikalisch nicht in der Lage ist zwischen Spannung aus einem Lithium-Akku und Spannung aus einem Blei-Akku zu unterscheiden.


    Da der WR dies eben nicht unterscheiden kann: Wenn Ihr Euch entschließt den Versuch kurzfristig mit einem Lithium-Akku zu fahren, dann darf dieser nicht dauerhaft im Lead-Acid-Mode angeschlossen bleiben, da für eine Ladung des Akkus die Ladeschlussspannung in diesem Modus nicht korrekt eingestellt werden kann (55V min. sind zu viel!)! Zwar wird das BMS den Akku wohl schützen, jedoch ist diese Nutzung nicht bestimmungsgemäß. Weder ich noch irgendein Hersteller haften für Schäden!


    Meine Versuche haben ergeben, dass beide Fehlerbild 1a/b in beiden Modes auftreten und absolut identisch sind, also sowohl mit Lithium-Akku im Lithium-Mode mit aktiven aber offiziell inkompatiblen BMS, als auch mit Bleiakku mit Lead-Acid-Mode, als auch mit Lithium-Akku ohne aktivem BMS im Lead-Acid-Mode. Dort herrscht wohl eine Kausalität und die Ursache für diese Fehler scheint identisch zu sein.



    (Wenn Ihr einen Growatt ARK LV Akku nutzt, so könnt Ihr direkt zu Punkt 4 springen.)



    1. Wechselt den Mode auf Lead-Acid

    2. Schließt den Temperaturfühler „NTC“ an

    3. Schließt einen (geladenen) Bleiakku an das System an

    4. Schaltet das EPS ab (LCD-Menu „Back up“ --> „Back up : Disable“ --> OK)

    5. Wartet auf Nacht oder schaltet per Trennschalter die PV-Strings weg

    6. Schaltet alle Verbraucher im parallelen Netz ab, z.B. über Hauptschalter in der Verteilung und / oder Sicherungen (Nulllast)

    7. Geht der WR nun dauerhaft (nach max. 10 Minuten) nicht in den Standby, habt ihr das Fehlerbild 1b

    8. Notiert nun die Werte „Pbatt“ und „Po“

    9. Diese sollten maximal bei 50-60 Watt liegen. Liegen sie darüber, habt Ihr auch Fehlerbild 1a





    (Ermittlung Fehlerbild 2:

    • Da dieses Verhalten lt. Aussage Growatt nur mit nicht-supporteter Hardware auftritt, ist eine Reproduktion des Verhaltensbildes bisweilen nicht gefragt und das Abstellen vom Hersteller wohl (erstmal ?) nicht forderbar.)




    copypasta-„Fragebogen“:

    • SPHxxxx (Gerätetyp)
    • Jahr: xxxx / Monat: xx (Gekauft)
    • RA1.0/xxxxxxxxxx/xxxx-xxxx (Version Firmware einzusehen über Browser GUI unter "My PV-Devises / Setting". Am
      WR LCD nicht ersichtlich, da steht immer nur "RA1.0".
    • xx-xx (Erste und letzte zwei Stellen der Seriennummer)
    • Meter / CT (Leistungsmessgerät: „Meter“ oder Stromzange „CT“ angeschlossen?)
    • xxx (wenn Meter, Typ? z.B. SDM630 / v2 / v3)
    • Akku original Growatt genutzt? ja / nein
    • Wenn nein, Versuche im Lead-Acid-Mode gefahren? ja / nein
    • Fehlerbild 1a vorhanden? ja / nein
    • Wenn ja: Pbat xxx W/ Po xxx W (bei Nulllast!)
    • Fehlerbild 1b vorhanden? ja / nein
    • Kundendienst / Händler darüber informiert? ja / nein
    • Wenn ja, wann? Jahr: xxxx / Monat: xx
    • Kundendienst / Händler aktiv geworden? ja / nein
    • Wenn ja, wie? Xxx…



    Bitte teilt Eure Erfahrung / Daten auch wenn Ihr nicht von den genannten Fehlern betroffen seid, damit die Ursache eventuell genauer eingegrenzt werden kann.




    Wie Ihr mit diesen Infos umgeht bleibt Euch selbst überlassen. Meiner persönlichen Meinung nach muss Growatt hier aber schnell versuchen Abhilfe zu schaffen und 100% transparent zu sein, denn einen Reklamationsgrund stellen die Fehler 1a/b wohl allemal dar - und für deren Beseitigung sind im Zweifelsfall die Händler gegenüber ihren Privatkunden verantwortlich.




    4-5 kWh/Tag ( = 1400 bis 1800 kWh/Jahr) an Wärmeverlusten sind im Jahr 2021 bei derartig kleinen WR nicht diskutabel und es ist quasi bereits erwiesen, dass nicht alle Geräte dieses Typs davon betroffen sind.





    Auch die in der Manual angegeben Werte weichen mindestens um den Faktor 38 davon ab:






    Ob das Fehlerbild 2* mit der „falschen“ (weil neueren FW 191804) auch in Kombination mit dem in der Bedienungsanleitung erwähnten US2000B auftritt, müssten Benutzer prüfen, welche Zugriff auf diesen Akku und einen WR mit der neueren FW (181703) haben.



    Wir Betroffenen hoffen auf schnelle Abhilfe und sind selbstverständlich so fair es sofort offen zu kommunizieren, sobald zumindest die Fehler 1a/b an den davon betroffenen Geräten abgestellt wurden (und das scheinen ehrlicherweise und ganz deutlich nicht alle Geräte / Setups zu sein.)




    Eigentlich war ich mit dem Gerät, bis zum Anschluss eines Akkus und dem damit einhergehenden sehr sehr hohen Dauerverlusten, einigermaßen zufrieden. Dieser Fehler muss doch zu beseitigen sein…



    Ich möchte das Gerät eigentlich nicht wieder demontieren und den Händler zur Rücknahme verpflichten, daher die Bitte:




    Growatt, tut doch bitte etwas !

  • Ich finde es unglaublich was ich hier lesen muss.


    Das ein Hersteller Bestandsanlagen "gebrauchsunfähig" zu machen scheint nach deiner Schilderung, gefährdet ja fast die Betriebssicherheit. Bei der nicht mehr gegebenen Kompatibilität nach dem Update, darf man noch schlimmeres für die Zukunft befürchten.........


    Wäre ich jetzt Growatt PV Verkäufer /Großhändler , würde ich nach Schilderung des Sachverhaltes, beim Hersteller Growatt nachfragen ob der geschilderte Sachverhalt stimmt.


    Sollte es sich nicht als fehlerhaftes Update herausstellen, sondern so gewollt sein, würde ich sofort alle Ware von Growatt aus meinem Shop entfernen und auch nicht mehr vertreiben.


    Wir reden bei PV von "min 20 Jahren im Einsatz", da ist mir das alles viel zu gefährlich so dreist hintergangen zu werden....

    3x M1 mit 162, Luna auf 127, Smartlogger auf 311, 450W-P(2) auf 028, MBUS auf 335 - Huawei Software

  • Kurzes Update via Smartphone:


    Ein schneller Versuch auf Ebene der FW lenkt meinen Verdacht weiter in Richtung Software-Bug: Die Dauerleistungsaufnahme (Fehlerbild 1a) lässt sich durch eine andere Version spürbar verbessern.


    vllt. haben wir und Growatt also Glück und die Hardware ist nicht ursächlich.


    Eine belastbare Aussage ist das aber noch nicht, da ich heute keine richtige Zeit hatte das intensiver zu testen...

    • SPH4600
    • Jahr: 2019 / Monat: 05
    • RA1.0/RAAA181703/ZCBA-0003
    • A0-S7
    • Meter
    • SDM630 V2
    • Akku original Growatt genutzt? nein (US2000 Plus)
    • Fehlerbild 1a vorhanden? nein
    • Fehlerbild 1b vorhanden? nein


    Mal die Liste ergänzt, hoffe das hilft euch weiter.


    Was genau hast du nun probiert, dass 1a bei dir verschwindet?

    Ist es letztlich doch nur eine Einstellungssache? Oder hast du eine ältere Firmware geflasht?

    Passivhaus Plus @ Dual Samsung WindFree Elite AR12 + 3kW Decken-Direktheizung :evil:

    Ioniq 6 / eG80


    8kWp S @ SPH4600 + DL-LFP-HW51200L PC/16S1P

    8kWp S/W @ MIN4600TL-XE

    8kWp S/E @ MIN4600TL-XE

    14kWp E/W @ MOD 5KTL3-X

    16kWp E/W @ MOD 10KTL3-X

    7kWp N @ DC-ELWA

  • SPH4600 (Gerätetyp)

    Jahr: 2021 / Monat: 07 (Gekauft)

    RA1.0/191804/ZCBA-0003 (Version Firmware einzusehen über Browser GUI unter "My PV-Devises / Setting". Am
    WR LCD nicht ersichtlich, da steht immer nur "RA1.0".

    NP-0A (Erste und letzte zwei Stellen der Seriennummer)

    Meter (Leistungsmessgerät: „Meter“ oder Stromzange „CT“ angeschlossen?)

    SDM630v2 (wenn Meter, Typ? z.B. SDM630 / v2 / v3) Akku original Growatt genutzt? nein

    Wenn nein, Versuche im Lead-Acid-Mode gefahren? ja

    Fehlerbild 1a vorhanden? ja

    Wenn ja: Pbat 170 W/ Po 40 W (bei Nulllast!)

    Fehlerbild 1b vorhanden? ja

    Kundendienst / Händler darüber informiert? ja

    Wenn ja, wann? Jahr: 2010 / Monat: 10 Kundendienst /

    Händler aktiv geworden? ja und nein

    Wenn ja, wie? siehe schriftliche Postings hier

  • Weiter mit meiner persönlichen Meinung und Einschätzung:



    Ich stimme da ein Teilen zu. Allerdings wäre ich mit dem Wort "Betriebssicherheit" bedachter. Das könnte suggerieren, dass von dem WR durch den (aktuell vermuteten) Software-Fehler eine physikalische Gefahr ausgeht. Das ist meiner persönlichen Meinung nach nicht der Fall. Betroffene WR machen lediglich einfach in vielen Dingen nicht das was sie nach der berechtigten Erwartungshaltung ihrer Kunden tun sollten, nämlich:


    - Die Bereitstellungverluste auf das technisch notwendige Minimum reduzieren


    - Sich in den Standby-Schalten wenn kein Bedarf da ist


    - Mit der bisher supporteten (und durch den Hersteller selbst verkauften) Batterietechnik weiterhin kompatibel sein und zuverlässig laufen. (Das würde ich z.B. "dauerhafte Funktions- und Kompatibilitätsgarantie" nennen, nicht Betriebssicherheit.)


    Das sind in meinen Augen ganz klare Mängel, und das würde vermutlich auch jeder damit bemühte Gutachter Unabhängige so festhalten. Denn die Geräte anderer Hersteller können das auch - und Growatt hat v.a. nie kommuniziert, dass die SPH-Serie dazu perse nicht in der Lage sei, eher das Gegennteil war / ist der Fall. Und bei einigen Nutzern scheint das ja auch alles so einigermaßen zu funktionieren, (bis auf die von Growatt nun offiziell (?) nicht mehr supportete Akkutechnik.)



    Ob der geschilderte Sachverhalt nun der Wahrheit entspricht, dass können die Händler selbstverständlich bei Growatt erfragen. Allerdings ist dann deren Auskunft darüber, meiner persönlichen Vermutung nach, eventuell erstmal nicht abschätzbar. Und das aus folgenden Gründen:


    Bisher hat sich das Unternehmen, mit Ausnahme des besagten Kundendienstmitarbeiters, (zumindest mir persönlich gegenüber) nicht wirklich verausgabt, was zumindest versuchte Transparenz und Hilfestellung anbelangt. Selbst wenn ich von "dem Unternehmen" spreche ist fraglich, worüber wir hier eigentlich sprechen:



    - Growatt New Energy Technology Co. Ltd / Shenzen China

    - Growatt New Energy B.V / Niederlande

    - Growatt New Energy GmbH / Frankfurt bzw. Bad Homburg



    Ich nehme an die (rechtlich uns eigentlich gegenüber verantworlichen!) dt. Händler beziehen ihre Ware aus Deutschland von der GmbH, und da sitzt lt. Email auch der bisher aktive Kundendienst(-mitarbeiter). Aber: Mehr als Re-Selling mit ein wenig Basic-Kundendienst betreiben die wohl eher nicht, und zu mehr ist man vermutlich auch nicht befugt / mangels Zugriff / (mangels Hardskills) in der Lage. Das muss und wird nicht am Mitarbeiter persönlich liegen.


    Bisher habe ich nämlich noch nicht gehört "vielen lieben Dank für den sehr wertvollen Hinweis geschätzter Kunde, unsere hausinternen Programmierer und Entwickler werden sich der Sache sofort im hauseigenenn Labor annehmen und versuchen das von Ihnen beschriebene Fehlerbild zu reproduzieren und dann unverzüglich abstellen !". Nein so war es nicht. Eher das Gegenteil ist bisher der Fall. "viel können wir da so erstmal nicht machen..."



    Wenn da nun ein Händler anruft, dann kann es sein, dass der nette und engagierte besagte KD-Mitarbeiter offen ist. So gehört es sich ja auch. Nur scheint der keine leitende Funktion inne zu haben und seine Aussage lässt sich dann von jedem Vorgesetzten als "nicht offiziell / alles halbgare Forums-Gerüchte" abtun.

    Denn der Vorgesetzte sitzt eventuell auch in der Zwickmühle: Sein eigenes Unternehmen kann / darf den / die Fehler nicht selbst beseitigen (siehe oben), die o.g. Unternehmenskette hat vllt. wenig Interesse am Thema und der Kopf sitzt am anderen Ende der Welt, aber seinen Umsatz muss man weiterhin machen (Löhne, Sozialabgaben, Mieten etc, Ihr kennt das...).


    Und eine Raklamationswelle ist bekanntermaßen am bescheidensten wenn man für die Ursache weder persönlich etwas kann, noch in der Lage ist, sie einfach und unverzüglich selbst abzustellen...



    Der Mitarbeiter ist wirklich nett und versucht zu helfen, und nach meinem Eindruck kommt da auch langsam Bewegung in die Sache, denn er ist (lt. seiner Aussage) nun nicht mehr der Einzige der mir / uns versucht zu helfen. Ich habe die Faktenlage in Form eines pdfs eingereicht und offenbar merken die jetzt, dass wir nicht einfach nur Idi*** von "gute-Frage-de" sind, die zu blöde sind ihre Batterien richtig herum in die eigene Fernbedienung einzulegen...



    Ich habe die Hoffnung, dass dieser Thread von der Growatt Energy GmbH proaktiv genutzt werden wird, um den Kunden und auch sich selbst aus der Sache raus zu helfen. Der besagt KD-Mitarbeiter darf hier aber wohl nicht selbst so einfach einsteigen.


    Allerdings kann es in meinen Augen doch nichts Besseres geben: Mit seinen technisch versierten Kunden und Benutzern direkt über deren Praxis-Erfahrungen sprechen, Lösungen für Probleme bereit stellen, damit seinen guten Kundendienst öffentlich werbewirksam nutzen und jede Frage nur ein einziges Mal - für alle sichtbar - beantworten müssen. Mehr Arbeit kann man sich doch garnicht sparen...



    Mal die Liste ergänzt, hoffe das hilft euch weiter.


    Was genau hast du nun probiert, dass 1a bei dir verschwindet?

    Ist es letztlich doch nur eine Einstellungssache? Oder hast du eine ältere Firmware geflasht?


    Danke für Deine Daten, das hilft weiter. Antwort im fogenden Beitrag (10.000-Zeichen-Grenze ^^ )


    Und die Bitte an alle anderen Betroffenen: postet Eure Daten :)





  • Jetzt zum eigentlichen Thema:


    1a und 1b ist bei meinem bisher einzigen Versuch bzgl. anderer FW keineswegs verschwunden! Es gab nur eine signifikante Besserung nach dem Flashen von 181703 bzgl. 1a: Die dauerhaft Leistungsentnahme hat sich von 170W auf 80W mehr als halbiert. Ob das auch bei anderen Geräten zuträfe und nun von Dauer ist, ist nicht belastbar ermittelt! Und das Gerät bleibt dauerhaft im Mode "Normal", kein Standby (1b steht also weiterhin voll an). Ob das in einem anderen Setup auch so ist muss ich noch prüfen. (eigentlich muss ich ja garnix, das sollte Growatt alles bereits tun...)



    Und ich bin damit auch auf keinen Fall zufrieden. Es muss erstens möglich sein die Betriebs-Verlustleistung bei Nullast auf maximal 60W zu bekommen (wir reden hier immer noch über die Leistung einer jahrhundealten Glühbirne für keinerlei wirkliche technische Gegenleistung!), das zweitens nur für kurze Zeit akzeptieren zu müssen weil das Gerät sinnvollerweise in den Standby schaltet, und das alles drittens über eine FW zu realisieren, welche kein Downgrade ist!


    Denn: Es ist nicht bekannt worin im Detail überhaupt der Unterschied zwischen den FW-Versionen liegt. Auch der Kundendienst konnte mir keinerlei zufriedenstellende Antwort darauf liefern, oder gar Release-Notes zusenden. "Wir bekommen das auch nur einfach zugeschickt und stehen vor vollendeten Tatsachen..." war mein Eindruck der telefonischen Aussagen.


    Jedoch kann man dadurch weiter der Vermutung nachgehen, dass unsere Probleme wohl softwarebasiert sind.



    Und für mich passt das auch total zu meinem bisherigen Eindruck: Die Hardware von Growatt hat mich (erstmal) für die Preisklasse überzeugt (obwohl ich noch keinen Blick in's Innere geworfen habe), die Software war aber bisher auf allen Ebenen eine Zumutung: Sowohl das Browser-Frontend mit der dortigen wackeligen "Parametrierungsfunktion", als auch die App mit seinem Un-Deutsch und der komplett sinnfreien Strukturierung, als auch nun die Firmware mit oftmals einfach unerklärlichem und klar mangelhaften Verhalten im Betrieb...



    Growatt: Bei einem deratigen Gerät gehört eine funktionierende Software genauso zum bezahlten Leistungs- und Funktionsumfang wie die Hardware! Diese Tatsache scheint v.a. in China noch nicht so richtig angekommen zu sein. Software, vor allem die Firmware, ist kein Gimmick oder Nice-to-have! Das muss funktionieren.



    Ich habe den Eindruck, dass das Unternehmen ein Problem mit seiner Software-Abteilung hat. Anstatt das Produkt belastbar weiter zu entwickeln, baut man beim Versuch Fehler zu beseitigen neue Fehler ein, und anstatt diese zu beheben schränkt man dann einfach die bisherige Kompatibilität zu bereits existierender und zuvor selbst verkaufter Anwender-Hardware (Pylontech) ein. Dass Rollout findet dann anscheinend ohne belastbare und überwachte Prüfung im Labor statt. Die Hardware ist ja bereits verkauft...


    Dazu kommt, dass der Hersteller (China) seinen Re-Sellern offenbar keine belastbaren Infos zukommen lässt, was die Software-Releases anbelangt. (Vermutlich gibt es da mehr als die uns bekannten 191804 und 181703...)




    Wie ich mit diesen neuen Erkenntnissen nun persönlich umgehe weiß ich noch nicht abschließend.


    Einerseits möchte ich dem Hersteller, Re-Seller und dem Händler eine Chance geben. Im Zweifel kann ich als Privatkunde dem Händler einfach nochmals die bekannten Mängel anzeigen und Frist zur Nachbesserung setzen. Die wird der aber selbst nicht einhalten können, noch viel weniger als die Growatt GmbH. Auf denen liegt nun meine eigentliche Hoffnung, und wohl dann auch die der Händler.


    Andererseits bin ich mir unsicher, ob, wann und wie der Hersteller nachbessern wird und kann. Ich möchte hier eigentlich keine derart fehlerbehaftete Anlage zu lange laufen haben. Das Ding soll sich amortisieren und mir Spaß machen. Bisher hat es mich vor allem jede Menge Zeit und Nerven gekostet. Und je länger das Teil hier hängt, umso intensiver dürfte die Diskussion mit meinem Händler bzgl. Rücknahme ausfallen wenn Growatt nicht nachbessert.



    Der Händler selbst kann nichts dran ändern, ist aber natürlich rechtlich dazu verpflichtet mir eine mangelfreie Sache zu liefern.


    Dem ist er bisher nicht nachgekommen... Kann er aber auch garnicht so richtig... Es ist schwierig.




    Ich denke es ist nun an der Zeit für die Growatt GmbH sich mal offiziell dazu zu äußern, um das Vertrauen wieder her zu stellen...


    Und die Bitte an alle anderen Betroffenen: postet Eure Daten :)



    (Alles was ich geschrieben habe entspricht nur meiner Erfahrung und damit meiner persönlichen Meinung. Jeder Leser muss sich sein eigenes Bild machen, ich berate hier niemanden. Erst recht nicht rechtlich!)

  • Sorry, da haben sich Tippfehler eingeschlichen:


    Im Beitrag #6 sind die Jahreszahlen 2010 natürlich durch 2021 zu ersetzen.


    Im Beitrag #2 ist "mit der neueren FW (181703) haben" durch (191804) zu ersetzen...

  • SPH4600 (Gerätetyp)


    Jahr: 2021 / Monat: 07 (Gekauft)


    RA1.0/181703/ZCBA-0003 (Version Firmware)


    NP-0A (Erste und letzte zwei Stellen der Seriennummer)


    Meter (Leistungsmessgerät: „Meter“ oder Stromzange „CT“ angeschlossen?)


    SDM630v2 (wenn Meter, Typ? z.B. SDM630 / v2 / v3) Akku original Growatt genutzt? nein


    Wenn nein, Versuche im Lead-Acid-Mode gefahren? ja


    Fehlerbild 1a vorhanden? ja


    Wenn ja: Pbat 100 W/ Po 20 W (bei Nulllast!)


    Fehlerbild 1b vorhanden? ja




    Auch mit Blei-Säure ist bei meinem Gerät mit FW-Downgrade auf 181703 eine erhöhte Leistungsaufnahme von 100W vorhanden.


    Das Gerät schaltet mit verbundener Blei-Batterie auch mit 181703 nicht in den Standby bei AC-Nulllast.


    Ohne jegliche angeschlossene Batterie schaltet das Gerät in den Standby, der Verbraucht liegt mit 10-11W (gemessem mit MID-Gerät) aber auch über der in der Manual angegeben Eigenverbrauchsangabe von <4W. (Das ist das wohl kleinste Problem aktuell, wenn auch ein klarer Mangel mit einer Abweichung von über 150% von der Hersteller-Angabe.)



    Mit angeschlossenem Pylontech US3000C (jaja, ist nicht kompatibel, schon klar...) und BMS im Lithium-Mode liegt der Dauer-Eigenverbrauch bei 80W aus dem Akku mit 181703, Gerät hat weiterhin Fehlerbild 1b und Fehlerbild 2*.


    Das Verhalten hat sich mit der älteren FW also in Bezug auf die Dauerakkuheizung im Lead-Acid-Mode und im Lithium-Mode teilweise verbessert, alles andere ist gleich (bis auf die unbekannten weiteren Änderungen in der FW-Version die man seitens Growatt GmbH bisher nicht genauer beschreiben kann...).