PV Anfänger Fragen zur Steuer

  • Hallo



    wahrscheinlich haben das hier schon tausende gefragt, aber Steuer ist echt nicht meins und ich bin da bisher noch nicht zu 100% durchgestiegen.


    Leider haben wir einen Steuerberater der vorm Krieg geboren wurde :D und gar nicht weiß was eine PV ist aber er macht unsere Steuererklärung sehr günstig und gut, nur zu diesem Thema kann er nicht viel beitragen.



    Also wir haben eine PV mit 9,52 kw inkl. Akkuspeicher mit 9kw. Wir haben eine WP und ein E Auto, also einen hohen Strombedarf. Installiert wurde die Anlage im Juni 2021 bezahlt haben wir Insgesamt knapp 16.000€ inkl. Steuern.


    Nun bin ich schon soweit dass wir entweder sofort in die Kleinunternehmerregelung gehen und müssen uns um nicht kümmern was Steuern angeht, richtig?


    Oder wie zahlen die ersten 6 Jahre Steuern, gehen dann erst in die Kleinunternehmerregelung und können dafür die Mwst. der Anschaffung wieder bekommen. In unserem fall also ca. 3000€.


    Die große Frage ist jetzt was würde uns in 6 Jahren an Steuer ca. erwarten? Mehr als 3000€, in etwa genau soviel oder viel weniger?


    Dazu kommt noch das wir Vishare machen, wir bekommen die Einspeisevergütung nicht, sondern haben sie an unseren Versorgunger abgetreten. Wie wird das wieder gehandhabt ?



    Wie geht es jetzt generell überhaupt los, müssen wir dem Finanzamt erst im nächsten Jahr zur nächsten Steuererklärung etwas mitteilen, kommen die auf uns zu oder müssen wir denen jetzt vorab schon was melden ?


    Danke euch

    • Hilfreichste Antwort

    Bei 16k€ Brutto würdest du 2550€ MWSt wiederkriegen... Wenn du 6 Jahre lang jedes Jahr 8000kWh selbst verbrauchst wäre die USt auf diese sog. unentgeltliche Wertabgabe ähnlich hoch. Das halte ich zwar kaum für möglich, da das die Anlage ev. kaum produziert, aber gut... Vielleicht seit ihr ja nicht weit von weg mit eAuto und WP und eure Anlage produziert vielleicht auch mehr als meine, die ja recht steil ist.


    Bei KUR müsstet ihr aber dann trotzdem noch jedes Jahr die Vorjahresumsätze melden.


    Ohne KUR hättet ihr übrigens bereits Anfang Juli ne USt-Voranmeldung abgeben müssen... Da hättet ihr dann die Vorsteuer der Anlage wiedergekriegt und müsstet schonmal vorläufig und quartalsweise die USt auf den Eigenverbrauch und die Einspeisung angeben.


    Was habt ihr überhaupt dem VNB gesagt ob der mit oder ohne USt überweist... Oder hat das wg. der Abtretung gar Viessmann bestimmt?

    Vielleicht fragt ihr am besten auch gleich die wg. der Steuer... Diese Cloud-Konstrukte sind steuerlich nicht einfach zu durchblicken.


    Davor kommt normalerweise als allererstes die Anmeldung des Einzelunternehmens beim Finanzamt... nein, die kommen nicht auf euch zu... woher sollen die das auch wissen, dass ihr Strom verkauft?

    Aber tut ihr das überhaupt?


    Das oben war ja jetzt nur USt... Auf die Gewinne aus dem Stromverkauf werden aber ja auch noch ESt fällig.


    Unter 10kWp kann man sich aber seit neuesten ja davon befreien lassen... Das ist bei euch wohl auch angeraten.

    Durch die Cloudgeschichte wird das nämlich auch nicht einfacher...

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Ich bin bei Inter ; Hauptgrund ist unter anderem dass wir ein Holzhaus (BAK III) haben



    Einige "Kinken" auf die geachtet werden sollte sind nach bei meiner Recherche:


    Technologiefortschritt

    Erdbeben ( wenn in Gebiet wohnhaft)

    Schneedruck ( Verwehungen kann es fast immer geben)

    Sturm ( meistens wird nur bei bestimmter Windstärke geleistet)


    nicht nur Feuer sondern auch Schwelbrand, Glimmen etc ( Hierbei begrenzen manche Versicherer bei 25.000, das kann mal schnell erreicht sein)


    Bedienungsfehler


    Allmählichkeitsschäden

    sofortiger Reparaturbeginn möglich




    möglich aber vielleicht nicht zwingend:


    GAP Deckung wenn Anlage finanziert wurde

    Minderertragsversicherung



    Allerdings bin ich eher der Anhänger der Theorie: Ich schlafe besser wenn es etwas mehr versichert ist)



    P.S: Es gibt wohl Sonderverträge die sich auf die Inter abstützen: photovoltaik24 und rosa-photovoltaik

  • Zum Thema steuern:


    Ich kenne auch das fast IMMER Realbesteuerung mit Erstattung günstiger ist.


    Wechsel in Kleinunternehmerregelung dann im 6. Jahr (also NACH Ablauf 5 Jahre)


    Vorteil bewegt sich je nach Anlagen Investition zwischen 1000-4000 Euro vor Steuern ( bei den Zahlenspielen , die ich gemacht habe)


    Jeweils angenommen Anlagenpreis zwischen 18000 und 31000 Euro, Vollfinanzierung 3,3%

  • Was hat der VNB denn überwiesen... Also mit oder ohne USt?

    Diese Wahl musst du ihm mitteilen und fällst du bei der Anmeldung des Unternehmens beim FA (eben der Verzicht auf KUR oder nicht)!

    Da du ihm deine Steuernummer wohl nicht mitgeteilt hast vermute ich mal ohne USt...?


    Die neue Liebhabereiregel betrifft übrigens nicht die USt... Diese Wahl musst du immer treffen und entspr. Erklärungen abgeben (vierteljährlich VAs und ausführliche Jahreserklärung oder bei KUR halt nur die Jahreserklärung mit dem Gesamtumsatz) .

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  • Unser Monteur hat gesagt wir sollen da unsere Steuernr. angeben im Antrag. Das haben wir gemacht. Überwiesen hat er glatte 75€ sieht nicht so aus als ob da Steuern dabei wären, da wir mittlerweile eine Cloud haben bekommt nun unser Stromanbieter die Einspeisevergütung.


    Ich dachte der Netzbetreiber meldet es vielleicht ans Finanzamt wenn man da seine Steuernummer schon angeben muss... Keine Ahnung, das ist halt das Problem wenn man nicht aufgeklärt wird und der Monteur auch keine Ahnung hat...

  • Der Netzbetreiber meldet nix fuer dich am FA. Der holt sich nur die Vorsteuer wieder, also die USt die er dir bezahlt hat... und auf ner ordentlichen Rechnung muss nunmal die USt-ID des Unternehmers stehen, oder zu Not halt deine Steuernummer.

    Die Tatsache, dass der VNB die Abrechnung fuer dich uebernimmt und Abschlaege zahlt, verscheiert das natuerlich... und die Cloud noch dazu... du bist aber trotzdem der stromverkaufende Unternehmer.


    Wenn du die Meldung beim FA nun nachtraeglich vornimmst, sollte dui also wissen ob mit oder ohne USt, damit das zu den Ueberweisungen des VNB passt... eigentlich muesstest du nen Abschlagsplan von dem erhalten haben wo diese aufgefuehrt ist (oder eben nicht).

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