Einkommenssteuer auf Selbstverbrauch

  • wenn die Anlage unter 10Kwp ist, sollte man sich von der Einkommenssteuer befreien lassen.

    Das gilt dann auch für den Eigenverbrauch.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Du meinst die Sachentnahme, schreibst aber geringerer Netzbezug.

    Gefühlt drei viertel der Betreiber hier meinen und/oder schreiben die PV würd eihnen helfen Strom zu sparen. Nicht selten, vor allem mit Speicher, ist das Gegenteil der Fall ;)

    Dagegen anzuschreiben ist so ähnlich wie der Kampf gegen Windmühlen, Details dazu lese man in der Literatur nach ;)

  • Du meinst die Sachentnahme, schreibst aber geringerer Netzbezug.


    Merkste was? Mit deinen Gedanken geht was schief.


    Ja, die Sachentnahme wird steuerlich berücksichtigt. Die Stromeinsparung nicht.

    PVSol berechnet Steuern auf die eingesparten Stromkosten, der Excelrechner vom Umweltinstitut München berechnet die Steuer auf die eingesparten Stromkosten. Im PV Forum wird häufiger verkürzt dargestellt: Ersparnis durch Eigenverbrauch = Strompreis pro kWh - EEG.

    Das passt alles nicht. Deshalb merke ich, dass meine Gedanken etwas schief sind und erstelle diesen Post. Inwiefern dein Glühbirnenvergleich mir dabei helfen soll, meine Gedanken zu begradigen, verstehe ich aber leider immernochnicht.


    Jetzt weiß ich aber schonmal, dass ich nach "Sachentnahme"und Paulchens Tool suchen muss, um meine schiefen Gedanken auf gerade Bahnen zu bringen. Danke dafür.

  • Vielleicht hilft ein simpler Vergleich.


    Der Bäcker produziert Brot, Brötchen und Kuchen. Zum Frühstück und Abendbrot essen er und seine Familie einige der selbst hergestellten Brote, Brötchen und Kuchen. Er entnimmt Sachen (Brot, Brötchen und Kuchen) aus dem Unternehmen. Das nennt man für die EÜR Sachentnahme. Diese Sachentnahme muss er steuerlich berücksichtigen. Er macht das mit dem Selbstkostenpreis. Das was ihn das Mehl, ... gekostet hat. Er setzt nicht den Preis an zu dem er verkauft oder zu dem er es bei einem anderen Bäcker gekauft hätte. Er versteuert nicht die Ersparnis, er versteuert die Entnahme (Sachentnahme).


    So ist es theoretisch. In Wirklichkeit ist es bei Bäckern, Fleischern, ... anders, da werden nicht die Brötchen, Wurst, ... einzeln gezählt, da wird mit Pauschalen gerechnet.


    Der PV-Betreiber gibt sinnvollerweise in der EÜR als Sachentnahme die EEG-Vergütung an. Denn das ist der Preis, den er bekommen hätte, hätte er die kWh nicht entnommen, sondern eingespeist. Es steht dir selbstverständlich frei, deine Sachentnahme höher zu bewerten. Z. B. mit den bereits von dir erwähnten 20 Cent/kWh.


    Das waren jetzt Erläuterungen zum Thema EÜR. In der USt wird anders bewertet.

  • Das passt alles nicht. Deshalb merke ich, dass meine Gedanken etwas schief sind und erstelle diesen Post. Inwiefern dein Glühbirnenvergleich mir dabei helfen soll, meine Gedanken zu begradigen, verstehe ich aber leider immernochnicht.

    Das mit der Glühbirne hinkt, weil die Glühbirne nicht steuerlich abgesetzt wird.


    Stell Dir vor, Du kaufst eine PV mit 10,01 kWp und verbrauchst 4,99 kWp des Stromertrags selbst und 5,01 kWp speist Du ein. Und dann stell Dir vor, die Anlage hätte 10.000 EUR gekostet, die Du sicherlich abschreiben willst. Warum soll aber der Fiskus akzeptieren, dass Du die volle Abschreibung ansetzt, obwohl Du die Hälfte des Stromertrags für private Zwecke nutzt. Und hier gibt es die verschiedenen Methoden um dies auszugleichen.


    Die 20 Cent ist eine großzügige Vereinfachung, weil Du bestimmt mehr für den bezogenen Strom bezahlen musst.


    Bei den Stromgestehungskosten wird dagegen lediglich die zu Hohe Abschreibung und andere Kosten ausgeglichen, die Durch die PV verursacht sind. Allerdings solltest Du bei einem Grenzsteuersatz von 45% eigentlich etwas mehr Durchblick im Steuerrecht haben als die Normalbürger oder zumindest einen Steuerberater haben, der Dir für viel Geld offensichtliche Sachverhalte teuer erklären kann ;-)