PV Inselanlage mit Netz- und Generatoreinspeisung ... geht das so ???

  • Willst Du auch einspeisen? [.....] Prinzipiell brauchst Du pro Phase einen Inselwechselrichter, oder einen 3 phasigen Inselwechselrichter. Ein Inselwechselrichter macht aus Batteriestrom Wechselstrom. Dazu brauchst Du natürlich eine Batterie und was was die Batterie läd, also Solar und Laderegler. Viele Inselechselrichter können auch noch ans Netz angeschlossen werden und haben noch ein integriertes Netzladegerät, z.B. victron oder Studergeräte. Für 3phasen werden die 3 Inselwechselrichter idR an die gleiche Batterie angeschlossen (nicht alle Inselwechselichter können 3 Phasen). Studer und Victrongeäte können theoretisch entweder die Wechselstromseite mit Netzstrom oder Batteriestrom bedienen, sie haben hierzu nein Transferrelais. Die besseren können sogar Batteriestrom mit Netz ergänzen, dann bist Du aber unter Umständen netzparalell, was Diskusisonen mit sich bringen kann. Im binären Modus also entweder Netz oder Insel bist Du im engen Sinn nicht netzparallel und deine Solaranlage ist galvanisch vom Netz getrennt.

    Einspeisen - eigentlich nicht, nur, wenn es ohne grösseren zusätzlichen Aufwand machbar wäre.


    Mit dem Victron Multiplus II 48/5000 hätte ich (nur) eine Phase und müsste einen externen Solarlader dazukaufen.

    Per man. Schalter würde ich die Hauseinspeisung auf das Netz umschaltbar machen, (z.B.Winterbetrieb, PV-Störung)

    Was mich daran stört ist der harte Umschaltvorgang, so etwas mag ich nicht.


    Eleganter wäre die Verwendung eines Wechselrichters, der seine Leistung aufmoduliert oder ergänzt.

    (Ich kenne die Fachbezeichnung für diese Art der Ankopplung noch nicht)

    Damit liesse sich die PV-Anlage elegant, ohne Schaltunterbrechnung ausschhalten.


    Aber ich kenne kein Gerät, welches einen Wechselrichter (möglichst 3 phasig) mit dieser "Aufmodulation" hat UND

    ein eingebautes Ladegerät und in der 5KW-Leistungsklasse ist und noch preislich im Rahmen liegt.


  • Hä, Multiplus + EM24 kann doch nahtloses Umschalten, Einspeisen, etc...


    Wenn du drei Phasen mit jeweils 5 kVA brauchst, schau dir mal den Solax X3 Hybrid 15.0-D G4 an, alternativ den Sofarsolar HYD 15KTL-3ph. Das sind jeweils Hybridwechselrichter mit 3 MPPT.


    Mit drei Phasen und insgesamt 5 kVA wirst du nicht glücklich, da übersteigt ja jeder größere Verbraucher schon die Fähigkeiten der Anlage.

  • Du kannst aber mehrere Studer xtm parallel schalten, bis ca 12 kw pro Phase also insgesamt bsp 3 pro Phase bis 9 Stück (brauch privat aber kein Mensch). Bevor Du weiter immer neue Bildchen malst, schau mal bei Victron oder Studer die Anwendungsbeispiele an, da wirst Du sicher fündig.

    Aber es wird sicher nicht günstig…

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, XCOM CAN, 6 Pylontech US2000, 14,4 kwh Kapa, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    Kia E-Soul und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter... :)

  • Müssen denn alle drei Phasen notstromfähig sein?

    Sonst könntest du doch zwei Phasen für die großen Verbraucher verwenden, und L1 über den MultiPlus laufen lassen. Große Verbraucher sind, wie gesagt, Wasch- und Spülmaschine, Wäschetrockner, E-Herd, Boiler... alles Verbraucher, die man sowieso nicht am Akku sehen möchte... ;)

    Den zweiten manuellen Umschalter brauchst du dann nicht, der MultiPlus leitet 32A durch, und unterstützt alle drei Phasen mit dem Akku.

    Der 3000er kann so bis zu -nagel mich hier nicht auf den genauen Wert fest- 45A @ 250V ausgeben.


    3-Phasig mit MultiPlus bedeutet eigentlich: 3x MultiPlus synchron betreiben.

    Muss man in normalen Anwendungen eigentlich nicht anstreben, idR reicht die Phasenkompensierung per SmartMeter (EM24).

    6x 300Wp = 1.8kWp an 3x EVT560 MicroInverter - MultiPlus-II GX mit 2x PylonTech US2000 (je 2,4kWh)

  • ...

    Schau mal dort https://www.studer-innotec.com unter Anwendungen, so was gibt sicher auch von Victron, damit Du mal siehst was alles geht...

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, XCOM CAN, 6 Pylontech US2000, 14,4 kwh Kapa, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    Kia E-Soul und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter... :)

  • Moin, moin,


    Müssen denn alle drei Phasen notstromfähig sein?

    Ja, ich sehe da auch keinen grossen zusätzlichen Aufwand und die Struktur der Anlage bleibt so übersichtlicher.


    Ich verschaffe mir gerade einen Überblick über die tägliche Leistungsverteilung.

    Jahresverbrauch ca. 3300 KWh, also keine grosse Sache.

    z.Zt. vavorisiere ich den EasySolar 48/5000/70-100 MPPT150/100, der müsste das können.

    Der unterstützt auch 3 Phasen, zumindest als Aufsplittung.


    Einzig die Max. PV-Leerlaufspannung von 150V ist ziemlich gering, erfordert halt mehr Kupfer.


    So weit so gut, diese Variante werde ich jetzt mal näher ins Auge fassen.


    Vielen Dank erst einmal an die, die konstruktiv unterstützt haben.,

    Lothar

  • Der Jahresverbrauch ist das geringste Problem, es sind die Tagesverbräuche und insbesondere die Spitzenlasten. Einmal unglücklich Föhn und Kaffeemaschine gleichzeitig an und schon steht die Anlage unter Umständen. Im Haushalt ist es letztlich die Hausfrau die damit zurechtkommen muss; sie muss bei zu geringer Leistung der Wechselrichter alles nacheinander koordinieren.

    Gibt es dann noch Elektroboiler oder ähnliches, die per Zufall schalten, wird es noch schwieriger. Ein Untertischboiler mit 2kw dazu ein Dampfbügeleisen und schon sind bis zu 5kw auf der Phase fällig... Halbwegs wirtschaftlich geht das nur mit Netzunterstützung, also Smartboost oder Zumischung von Netzstrom.


    Und die Spitzenleistung hat neben der Wechselrichtergröße auch einen großen Einfluss auf die Batteriegröße , da der maximale Entladestrom unkritisch sein muss.


    Der Victron ist wohl schon nciht schlecht, aber soweit ich das sehe einphasig, dass heisst, Du könntest deine Hausphasen mit der gleichen Phase bedienen, aber keine 3 phasigen Verbraucher nutzen. In diesem Falle dürfte aber keine Netzunterstützung möglich sein, zumindest nur eine einphasige. Und dann gilt besonders oben, die Spitzenlast...

    Generell würde ich auch mal über Gebrauchtgeräte nachdenken, gerade die mit einem echten Trafo, also idR die Victrons und Studer sind ziemlich unkaputtbar und wenn, reparierbar. Bei Secondsol gibt es z.B. Studer XTM 4000 aktuell für kleines Geld. Da kriegst Du für den Preis des Victrons aktuell bald 6 Stück, das wären dann echte 3 Phasen und die Parallel, bzw. verstärkt

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, XCOM CAN, 6 Pylontech US2000, 14,4 kwh Kapa, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    Kia E-Soul und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter... :)

  • Warte mal auf den Preis für die neuen Studer Wechselrichter. Ich denke der wird sicherlich teuer, aber ich bin gespannt. Die ersten gingen schon mal an Kunden.

    https://studerlive.ch/next3/

    12,06 kwp Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung
    Insel 3kwp+4,46kwp AC Coupling mit 6 * XTM 4000/48 (3 Phasen) / VarioTrack VT65 /xcom/ Pylontech US3000 mit 21kwh.Nissan Leaf 2 und Wärmepumpe fürs Haus

  • Bei Secondsol gibt es z.B. Studer XTM 4000 aktuell für kleines Geld. Da kriegst Du für den Preis des Victrons aktuell bald 6 Stück

    Wenn du dich da mal nicht mit dem Preis geirrt hast... ;)

    (Wahrscheinlich nur den Preis pro kWp gesehen 8) )

    Victron ESS-Anlage 2x MultiGrid 48/3000 parallel mit Speicher 13 kWh 4xPylon 2000C + 1xPylon 3000C (9 kWh tatsächlich als realer Hausverbrauch nutzbar), 5,3kWp an MPPT 250/100, 1 kWp AC-Coupling und Fronius Symo 8.2 mit 9,7 kWp.