PV Inselanlage mit Netz- und Generatoreinspeisung ... geht das so ???

  • Hallo Freunde der Sonne,


    ich beabsichtige eine PV-Inselanlage aufzubauen.


    Konzept : Möglichst unabhängig vom Finanzamt und anderen bürokratischen Hemmnissen, daher Insellösung.


    Grobe Funktion:

    Sollte die Solaranlage + Speicher keinen Strom mehr liefern können, möchte ich den DC-Speicher mit Netzstrom oder einem Stromgenerator (bei Blackout !) laden können. Dazu würde ich einen AC/DC- Wandler verwenden, der wahlweise vom Netz oder Generator gespeist wird,

    Den Ausgang des AC/DC-Wandlers würde ich anstelle eines Solarpanel-Strings an den 2. MPPT Eingang des Wechselrichters anschliessen. Über den Weg würde der Speicher geladen.


    Die Nachladung über den AC/DC-Wandler müsste so gesteuert werden, dass er bei einem Speicherfüllstand unter 20% nachlädt, bis z.B. 30% Füllstand erreicht sind.


    Frage : Sind das Hirngespinnste oder lässt sich so etwas mit marktüblichen Komponenten realisieren ? - oder gibt es da schon funktionierende Anlagen.


    Beste Grüsse


    Lothar



  • Vielleicht mal im Forum für Prepper diese Frage stellen?


    Wir bauen hier eigentlich nur sinnvolle Anlagen. Anlagen, die sich für den Geldbeutel und die Umwelt bezahlt machen. Von beidem ist Dein Ansinnen weitestmöglich entfernt.


    Lese Dir mal Pflanzes FAQ durch, dann siehst Du vieles klarer und kannst den obigen Plan sicher in Richtung "vernünftige PV-Anlage" verändern.

  • Mit Victron Geräten lässt sich das ganz gut umsetzen.


    MultiPlus-2 GX oder EasySolar-2 GX.

    https://www.victronenergy.de/u…-32-MPPT-250-70-GX-DE.pdf

    Ist halt nicht ganz billig...


    Das Umschalten Netz > Generator > Netz kann automatisch per Relaisschaltung über eine ATS-Box erfolgen.

    Gibt auch schon günstige Generatoren mit integrierter ATS-Box oder ATS-Schnittstelle zum automatischen Start und Stop.

    6x 300Wp = 1.8kWp an 3x EVT560 MicroInverter - MultiPlus-II GX mit 2x PylonTech US2000 (je 2,4kWh)

  • .... mein lieber Ronny,


    auf solches Geschwurbel kann ich verzichten.


    Was Du fur sinnvoll hälst, was du für umweltfreundlich hälst und was meinen Geldbeutel anbelangt ist von DEINEN Vorstellungen meilenweit entfernt.


    Ich steige mit dir ohne Bedenken auf weiterführende technische Betrachtungen hinsichtlich Effiziens und Wirkungsgerade ein, aber ich glaube du scheidest aus mehreren Gründen als Gesprächspartner aus.

  • Hallo Saugnapf,


    Volltreffer ! :thumbup:


    auf den ersten Blick deckt das die Anforderungen ab. Ob die AC-Leistung passt, muss ich noch sehen, könnte knapp werden mit dem Laden meiner "Elektrokarre " (8A-Hausanschluss).

    Der Preis - Hobbies sind immer teuer X/:)


    So weit erstmal vielen Dank

  • Warum willst Du den AC/DC Wandler überhaupt nutzen; Du könntest doch auch einfach dann den AC direkt ins Haus schalten; und wenn Du eine Li Batterie hast kann die ruhig ein paat Tage bei 30-40% dahindümpeln bis sie wieder ein bisschen Sonnenstrom erhält.

    Du hättest dann eine Halbinsel; in diesem Fall nicht netzprallel, da entweder Insel- oder Netzbetrieb. Victron- und Studer Geräte können das auf jeden Fall, ich glaube aber auch die ganzen PIPs.


    Alternativ gäbe es die netzunterstützte Insel in der fehlender Batteriestrom auch anteilig durch Netz ergänzt werden kann; ob Du dann netzparallel bis oder eine solarunterstützte Notstromanlage nützt, kann dann diskutiert werden :)

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, XCOM CAN, 6 Pylontech US2000, 14,4 kwh Kapa, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    Kia E-Soul und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter... :)

  • Was Du fur sinnvoll hälst, was du für umweltfreundlich hälst und was meinen Geldbeutel anbelangt ist von DEINEN Vorstellungen meilenweit entfernt.


    Ich steige mit dir ohne Bedenken auf weiterführende technische Betrachtungen hinsichtlich Effiziens und Wirkungsgerade ein, aber ich glaube du scheidest aus mehreren Gründen als Gesprächspartner aus.

    Das sind nicht nur meine Vorstellungen, das ist einfache Mathematik. Die von Dir gewünschte Anlage wird ganz einfach teurer, als Netzstrom zu beziehen. Die ökologische Komponente lasse ich jetzt einfach mal außen vor, vermutlich für Dich eh nicht wichtig.


    Fakten sind da vermutlich eher uninteressan?

    1. Die Anlage wird teurer, als in deren Lebenszeit Netzstrom zu beziehen.

    2. Die Anlage ist, so wie Du sie Dir vorstellst, rechtlich nicht sauber.


    Wie wäre es, wenn Du erst mal die FAQ ließt, bevor Du meine Standpunkt als unrichtig beurteilst?


    Nichts gegen eine Inselanlage - wenn kein Netz verfügbar ist. Jeder der eine solche betreibt, wird aber nach einer gewissen Zeit meiner Meinung zustimmen. Weil es eben keine Meinung ist, sondern den Tatsachen entspricht. Weshalb also eine solche Anlage ohne Not aufbauen wollen? Netzanschluss ist ja offenbar vorhanden...

  • Warum willst Du den AC/DC Wandler überhaupt nutzen; [.......]


    Du hättest dann eine Halbinsel; in diesem Fall nicht netzprallel, da entweder Insel- oder Netzbetrieb. Victron- und Studer Geräte können das auf jeden Fall, ich glaube aber auch die ganzen PIPs.


    Alternativ gäbe es die netzunterstützte Insel in der fehlender Batteriestrom auch anteilig durch Netz ergänzt werden kann; ob Du dann netzparallel bis oder eine solarunterstützte Notstromanlage nützt, kann dann diskutiert werden :)


    .... mit dem AC/DC-Wandler hätte ich die Option, Strom zu speichern, wenn er gerade günstig ist,

    Stromnetze mit EE haben die Neigung zu Lastspitzen, die billig angeboten werden.


    Die Option des Netzparallelbetriebs habe ich natürlich so wie so, das wäre jederzeit nachrüstbar, wenn es sinnvoll erscheint.


    Die Fremdeinspeisung/Notversorgung per Generator ist eine weitere Option, die einfach zu realisieren wäre (Generator ist ohnehin vorhanden).


    Ich gehe davon aus, dass die netzseitige Stromversorgung hinsichtlich Zuverlässigkeit und Strombezugskosten in den nächsten 5-15 Jahren sehr volantil sein wird, das versuche ich im PV-Konzept schon mal zu berücksichtigen.

    Die Flexibilität der Anlage ist mir mindestens so wichtig wie die Wirtschaftlichkeit.


    Die von dir genannten WR werde ich mal studieren ....


    Grüsse

    Lothar

  • Werde glücklich mit deinen Vorstellungen und deiner Mathematik und der Überzeugung für dich die richtige Anlage gefunden zu haben - ich habe meine eigenen Kriterien und bleibe dabei.


    Unsere einizge gemeinsame Basis ist wohl nur die Mathematik, und die beherrsche ich auch, glaube mir ...

  • Den AC/DC-Wandler brauchst du eigentlich nicht mehr, das übernimmt ja dann der MultiPlus.

    Den gibt es übrigens auch eine Nummer größer, mit 5kVA.

    Vor ein paar Wochen habe ich mit einem Bekannten einen 3kVA-Multiplus installiert, hier läuft nun fast das ganze Haus auf einer Phase (L1) und ist automatisch bei Netzausfall mit Notstrom (aus den Akkus) versorgt. Die großen Verbraucher wie Herd, Wasch-, Spülmaschine, Trockner... sind über die beiden anderen Phasen versorgt.

    Deren Stromverbrauch wird zwar auch über die Akkus unterstützt, bei Netzausfall sind die aber erstmal raus.

    Natürlich läuft die PV-Anlage bei Stromausfall weiter.


    Netzparallelbetrieb wird meist ab dem ersten Herbst / Winter sinnvoll... :saint:

    Aber das hängt natürlich von PV-Größe und Speicherkapazität ab.


    Akkus wären die Pylontech US2000 oder 3000 mit 2,4kWh bzw. 3,5kWh gut geeignet. Bis zu 8 Stück davon steuern sich selber als Master/Slave-System ohne zusätzliche Hardware.

    z.B. hier: https://greenakku.de/Batterien…V-Lithium:::7_56_142.html


    Muss dazu sagen, dass ich nur mein Victron-System gut kenne. Habe also keine Vergleichsmöglichkeit mit anderen Systemen... ;)

    Das kann ich aber wirklich uneingeschränkt empfehlen, es lässt wirklich keine Wünsche offen.

    VictronEnergy ist eine Firma aus den Niederlanden, deren Systeme sind ursprünglich für die Stromversorgung von Hausbooten / Yachten mit nur teilweise verfügbarem Landstrom ausgelegt. Für das Geld bekommt man wirklich robuste, ausgereifte Technik, die sich an der Praxis orientiert, es lässt sich so gut wie alles einstellen, und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Auswertung und Visualisierung sind auch ganz weit vorn...

    6x 300Wp = 1.8kWp an 3x EVT560 MicroInverter - MultiPlus-II GX mit 2x PylonTech US2000 (je 2,4kWh)