Kommt das Elektro - Wohnmobil ?

  • Also, meine Erfahrungen von der Transport-Messe sind eher ernüchternd. Zwar wurden auch vermehrt LKW-Boliden vorgestellt, aber so hübsche kleine Batterieautos sind immer noch Mangelware.

    Hat die Branche den Markt noch nicht entdeckt, oder sind wir E-Pioniere schlicht noch zu früh dran?

    Einzig die Italiener, welche mit ihren Fiat-Chassis den Womomarkt beherrschen lancieren mit dem E-Ducato eine Alternative zum Verpenner. Doch für uns auf den ersten Blick zu gross, zu schwer und zu teuer.

    Auch mit fast 80 kWh wollen sie die 500 km-Reichweite nicht knacken.

    Ist also weiteres Abwarten angesagt?

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Servus einstein0, warum warten-selber machen(lassen)! Such Dir doch eine Karosse Deiner Wahl, Emotor+Controller

    kosten nicht die Welt und Akku halt nach Kapa. Für 30k€ bekommt man da schon was anständiges incl. Einbau

    Wozu braucht ihr denn diese Reichweite? Da wo man schnell durch will gibt's Schnellladesäulen und da wo's schön

    ist reichen auch 200km/Tag locker und über Nacht ist die Karre an jeder Steckdose wieder voll.

    Liebgewonne Reiseangewohnheiten können sich ändern, wozu hat man Urlaub/Freizeit?

    lg,

    e-zepp

  • Ja, vielleicht hast du recht mit der Reichweite. Doch wie komfortabel es ist, nicht immer auf dem letzten Zahn irgendwo zu landen haben wir im Kona erfahren. Aber nein, selber machen ist definitiv nicht drin, weil die alten Verpennerkarossen einfach zu schwer und klobig sind.

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Servus, die neuen BEV-Karossen doch genauso, aber noch viel schlimmer sind die monströsen Einrichtungen die viele Menschen in WoMos zu brauchen meinen zu müssen oder so...

    Warum bleiben die dann nicht zuhause, da haben sie doch alles? :roll:


    Wenn die nicht schneller wegfaulen als fahren würden wäre immer der Citroen HY das Gefährt meiner Wahl gewesen,

    mit deutlich mehr Zuladung als Eigengewicht ! (heute sagt man das geht technisch gar nicht :lol: )


    Aber warum fahrt ihr nicht einfach mit dem Kona,sucht euch vor Ort eine nette Pension und lasst euch lecker

    mit lokalen Gerichten bekochen usw.?

    Wenn wir uns das leisten könnten würde das langsam schon unsere eh so seltene Reiseart werden.

    Und wenn man ein (elektrisches) Womo gegenrechnet kann man es sich sowieso lebenslang leisten ;)

    lg,

    e-zepp

  • Naja, dein Typ "Schweinetransporter" war damals sicher eine Option. Aber ja, im Prinzip hast du recht.

    Was da auf den Strassen als Wohnmobil herumgurkt ist doch alles kalter Kaffee von jenseits.

    Trotzdem, praktisch ist es halt schon, wenn man einfach irgendwohin fahren und in seiner Karre übernachten kann.

    Wie gross dieser Aufwand sein kann, müssen wir uns eben nochmal überschlafen.

    Trotz den Millionen von Womos ist jedoch der Input hier nicht gerade überwältigend und auch die E-Mobilität wird noch Jahrzehnte auf sich warten, PV sowieso....

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Ein E-Wohnmobil ist meinen Augen wirklich Ressourcenverschwendung, wenn man nicht ständig damit unterwegs ist. Da kann man besser mit dem BEV-PKW irgendwo hinfahren und ein Zelt mitnehmen. Das dürfte günstiger und umweltfreundlicher sein.

    Je 4,65 kWp im Norden, Süden und Westen, 4,34 kWp im Osten auf dem Dach mit 25 ° DN, 4,56 kWp aufgeständert auf 15 °

    Kostal Plenticore 8.5 und Kostal Plenticore 10.0 mit BYD HVS 10,2 kWh

    Plus-Energie-Haus mit Gas-Heizung

  • Ein Wohnmobil ist generell eine Recourcenverschwendung, weil es halt viel Platz braucht, egal ob auf der Strasse, oder da wo es zu 98% nur herumsteht. In unserer Volkskarre können wir wenigstens noch Grünzeug und anderen Müll entsorgen, gelegentlich sperrige Sachen transportieren und auf ein normales Parkfeld stellen.

    Auf einem E-Womo könnte zumindest der Strom zum Fahren und Wohnen erzeugt werden und wenn es doch herumsteht, könnte sein Speicher bi-direktional genutzt werden. Aber ja, das ist vorläufig noch Zukunftsmusik.

    Anderseits: Wer heute überhaupt noch in einen Verpenner investiert, setzt auf ein totes Pferd.

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Mein Credo zum Thema "elektrisch angetriebenes Reisemobil" ist: da denke ich drüber nach, wenn eine realistische Nettoreichweite von 550 bis 600 km erreicht wird. Also inklusive Klimaanlage, eventuell Heizung, Beleuchtung, Radio, Navi, ggf sitzheizung und der auch ansonsten üblichen Extras, also nicht unbedingt die Abteilung Sparbrötchen.


    Zum letzten Beitrag: theoretisch hast Du recht, zumindest wenn Du 90+ Prozent der Mobile betrachtest. Bei uns läuft das reisemobil durchgehend als "der Grosse Wagen", dazu kommt "der Kleine" für den Stadtverkehr (2 Personen, davon 1 oft dienstlich ausserhalb [mit dem Mobil, also Büro, Bad, Bett, Küche, Wohnzimmer... dabei]) - Jahresfahrleistung 'normal' ca. 35000 bzw. 10000 km).


    Das Problem ist, dass häufig grössere Entfernungen gefahren werden, wo zwar Erholungspausen zwischendurch stattfinden, aber keine regelmässigen Stromtankstunden stattfinden sollen, da oft gefahrene Strecken innerhalb der o.g. Entfernung liegen - wenn es dann doch mal 700 oder 800 km sind, kann man durchaus eine Stunde zwischendurch als Pause einplanen...


    Mit der derzeitigen Gesetzeslage wird es definitiv ein Fahrzeug mit 3,5 Tonnen tzGm, weil alleine schon das Überholverbot ansonsten eine Strafe ist... Die 100 km/h wären ja nicht so schlimm, zumal auch ab und an mit Anhänger gefahren wird, da ist sowieso bei 100 Schluss.


    Den Maxxus hatten wir uns auch schon einmal angeschaut, ein kompletter Selbstbau kommt hier allerdings nicht in Frage, die Verfeinerung eines bestehenden Ausbaus dagegen durchaus. Momentan bekommt man allerdings auch keinen bezahlbaren Sonderausbau, die sind alle genug ausgelastet :( - und beim Maxxus käme noch erschwerend hinzu, dass es keine verwendbaren Erfahrungen aus vorherigen Ausbauten gibt, an dem man anknüpfen könnte, wie etwa beim Ducato/Boxer/Jumper oder auch Sprinter etc.


    Das Problem beim Elektro Ducato ist auch, dass er auf dem Ducato 7 aufbaut, und noch nicht auf den neuen Ducato 8 adaptiert wurde. Es fehlen also einige gewünschte Assistenzsysteme.


    Interessant könnte der Ford Transit werden, der ja auch zeitnah als BEV kommen soll, und dann meines Wissens auf dem aktuellsten Transit aufbaut.


    Ein Problem dürfte dann allerdings auch die Anhängelast werden, sofern diese überhaupt bei den BEV-Transportern vorgesehen ist. Definitiv nötig sind min. 1,3t, besser 1,5 - was aber wohl deutlich auf die Fahrleistungen (im Sinne der Reichweite) gehen wird.


    Zu guter Letzt ist es also wohl nett, aber noch nicht realistisch. Mit einem Diesel fahre ich derzeit zu rund 12-13 Euro Kraftstoff je 100 km Fahrstrecke, wo lande ich da bei einem BV?


    Achja: die bisherigen Experimente mit elektrisch angetriebenen Wohnmobilen sind zumeist sang- und klanglos wieder verschwunden, das waren aber auch extreme Bastelbuden ohne realistische Chance im Markt, zumal zu utopischen Preisen.


    Die von Knaus im vergangenen Jahr vorgestellten "Elektro"-Fahrzeuge, die mit neuem Chassis kommen sollen (also nicht mehr auf Fiat), sind in meinen Augen eine absolute Mogelpackung, da die nötige elektrische Energie ausschliesslich per Verbrennermotor (Wankel) erzeugt wird, mit ungefähr gleichen Verbräuchen wie mit Verbrennerantrieb.


    Die Lösung von Dethleffs mit einem elektrisch angetriebenen Wohnanhänger ist leider noch nicht in der Serie zulassungsfähig, das wird noch einige Zeit dauern. Das finde ich allerdings sehr interessant, da die Belastung am Zugfahrzeug nur noch wenige 100 kg beträgt, und Bremsen inklusive Rekuperation geht damit auch gut - abwarten.

    Neu und auf der Suche im PLR DE22+Umgebung


    * ZuHause-PV, ggf. mit Wallbox, Speicher?

    * mobile PV (Reisemobil)

    * Kombi aus beidem

  • Nun, europäische Automobilhersteller sind für mich bereits gestorben! Das Hauptproblem ist tatsächlich das Gesamtgewicht.

    Ein BEV lässt sich also nicht aus einem Verpenner weiterentwickeln. Dagegen wird die Ladeinfrastruktur laufend erweitert und eine "Mittagspause" mit anschliessender Siesta ist dem meist pensionierten Campingehepaar wohl zuzumuten.

    Man will ja etwas sehen von der Gegend und nicht hunderte von Autobahnkilometern abraffeln.

    Alles andere ist nur noch eine Frage der Zeit.....

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.