Anlage betriebsbereit und dann einfach einschalten?

  • Hallo zusammen,


    meine PV-Anlage (9,72 kWp) ist fertig, der Solateur hat alles in Betrieb genommen. Jetzt glaubt aber mein Netzbetreiber (Heider Energie Wörth a.d. Donau) irgendwie ein Faß aufmachen zu müssen. Der Solateur ist zugelassener Fachelektriker (Zulassung Fa. Bayernwerk). Eine Einspeisegenehmigung hatte ich vor Bau der Anlage eingeholt (der Form halber, obwohl unter 10kWp).


    Nun meint der Netzbetreiber, ich dürfe die Anlage erst in Betrieb nehmen, nachdem er sie inspiziert hätte ("Inbetriebnahme") und ich VORHER einen Netzanschlussvertrag unterschrieben hätte. Das wären so "seine Regeln", nach denen dies nach EEG geschehen sollte. Zum einen - so interpretiere ich das EEG - brauche ich den Netzanschlussvertrag nicht, da das EEG alles regelt und zum zweiten habe ich ja beim Hausbau vor 10 Jahren schon einen Netzanschlussvertrag unterschrieben. Mein Stromzähler ist modern und kann beide Stromrichtungen erfassen (2.8.0 vorhanden und funktioniert auch). Die Anlage ist auf 70% begrenzt.


    Wer ist hier Profi und kann mir sagen, ob ich jetzt einfach einschalten darf oder nicht? ich würde einfach einschalten und die Ausgangszählerdaten mitteilen und schauen was passiert. Oder kann man mir dann Böses? Ich bin davon ausgegangen: PV-Anlage aufs Dach, Unterlagen des Elektrikers ans E-Werk und Einschalten. So verstehe ich auch das EEG. Oder liege ich hier falsch?


    Und sorry, wenn die Frage vielleicht schon 100x gestellt wurde. Habe das Forum durchgelesen, aber als PV Neuling weiss ich nicht, was da nach der EEG Novelle 2021 vom Geschriebenen noch gilt und was nicht.


    Wenn jemand ein Musterschreiben hat, dann gerne her damit ...

    :danke:

    Merci und vielen Dank

    Markus

  • Ins Marktstammdatenregister eingetragen?

    Dann einschalten.

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  • Du hast Recht (laut EEG ist ein Vertrag nicht noetig und ihre "Regeln" stehen nicht ueber dem Gesetz,... BTW, die NAV gilt nicht fuer EE, falls sie damit kommen)... und der spielt sich mehr als auf, da du ja sogar bereits nen 2RZ hast... der Hammer waere jetzt noch (und das wuerde mich gar nicht wundern, da schon oft so passiert), wenn sie dir jetzt dabei auch noch kostenpflichtig den Zaehler tauschen wollten (was laut MSbG bereits mit dem jaehrl. Messentgelt/Grundgebuehr abgegolten ist).


    Falls du Zeit hast gibts hier einiges zu lesen -> Rechnung für Inbetriebsetzung vom VNB

    Da gibts auch diverse Musterbriefe, aber soweit ich weiss hatten die alle noch keinen passenden Zaehler, womit der VNB halt ein gewisses Druckmittel hat... bei dir ist das ja nicht ganz so schlimm.

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • ich würde einfach einschalten

    Richtig. Laufen lassen und freuen. Dein VNB ist in der falschen Spur. JETZT einschalten wenn nicht schon längst geschehen.

  • Hmm....freundlich darauf Hinweisen.... sonst zieht sich das... eventuell gibts hier schon irgenwo ein Musterschreiben..Heider ist ein ziemlich kleiner NB....

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  • Ich dachte du hast im bereits gesagt, dass du nix unterschreibst... Da weiss er dann doch schon Bescheid?


    Falls der Einspeisezähler nicht auf Null stand kannst ihm ja noch den Zählerstand melden... Oder zum Beweis meinetwegen auch die Null.

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  • Danke. Ich schreibs ihm zusammen (was ich ihm schon am Telefon gesagt habe). Der Sachbearbeiter war recht pissig am Telefon. Ich wollte ihm die Rechtslage erklären, er hat es nicht verstanden - dann schreib ich ihm mal, dann kann mir zumindest keiner was ;).


    Danke für die Hilfe :danke:

  • die sind bei sowas wie rechtslagen immer ganz komisch.. bei einigen telefonaten hatte ich das gefühl das sie garnicht wissen das sie ihre firma in deutschland betreiben und hier eeg gilt.. da muss man sie sanft drauf hinführen.. nicht schubsen - immer ganz behutsam und ihnen das klar machen..

    lustigster moment bei mir - wenn sie über den alten zähler einspeisen verstößt das gegen das eichrecht - ich: ja genau, ich wollte sie als messtellenbetreiber auch eventuell deshalb anzeigen, denn sie sind ja dafür zuständig eine eichrechtskonforme messung durchzuführen. der hat gezogen..


    nicht verarschen lassen..