Gute Steuerberater für PV gesucht

  • Liebe Community,



    erstmal vielen Dank für dieses geniale Forum! Ich lese schon seit einiger Zeit mit, da ich angefangen habe für meinen Arbeitgeber (Immobilienverwaltung) mich der Thematik PV anzunehmen.



    Wir wollten schon seit einigen Jahren PV nachrüsten oder bauen, aber die regulatorischen und steuerlichen Themen, haben es bisher immer verhindert. Nachdem wir in den letzten 3 Jahren nur zwei Wallboxen gebaut haben, kommt da jetzt endlich Bewegung rein. Im Gewerbe bietet sich die Kombination von e-Auto und PV natürlich super an (sprich Auto wird während der Arbeitszeit geladen, wenn auch die PV-Anlage Peak liefert) weswegen wir jetzt endlich wieder an dem Thema dran sind (werde dazu separate Posts machen).



    Leider ist unsere größte Hürde zur Zeit immer noch das Steuerrecht und es scheint einfach keine ordentlichen Steuerberater zu dem Thema zu geben (selbst hier im Forum bin ich nach langer Suche nicht fündig geworden :huh: ). Ich habe gelernt: Viele Steuerberater haben zwar PV auf der Website, wenn es ans Eingemachte geht, sind sie aber raus, haben es also nur fürs Content-Marketing. Selbst beim Steuerberaterverband NRW konnte man mir Niemanden empfehlen. Unsere Steuerberater, wie sogar Mieter von uns (auch Steuerberater), sind alle raus, weil sie nicht spezialisiert genug sind.



    Könnt ihr jemanden empfehlen? Vielleicht könnte man daraus mit der Zeit eine Liste machen.



    Besonderer, verkomplizierender Sachverhalt bei uns: Eigentürmer der Zwei Objekte für die wir gerade planen sind eine GmbH und eine GBR, beide gewerbesteuerbefreit. (https://www.pv-magazine.de/202…gewerbesteuerfreien-gmbh/ )


    Damit die Steuerbefreiung nicht aufgehoben wird und auch nicht alles in ein paar Jahren durchs FA zerrissen wird, wollen wir hier richtig vorgehen. Dies ist allerdings viel schwieriger als gedacht, dort benötigen wir Hilfe. Als Käufer und Betreiber sind die Eigentümer raus, weil sie sonst die Steuerbefreiung verlieren. Wir als Verwaltung (GmbH) könnten das machen, dann ist es aber wohl kein Eigenverbrauch (warum bitte EEG auf vor Ort erzeugten PV-Strom?!) und man muss scheinbar höllisch bei den Pachtverträgen für die Dächer und der sauberen Trennung aufpassen. Außerdem ist wohl in jedem Fall EEG auf den Strom für e-Autos zu zahlen.... Meiner Meinung nach wird hier regulatorisch ziemlich viel erschwert, weshalb wir Steuerexperten im PV Bereich suchen.


    Also die Frage: Kann hier jemand einen guten Steuerberater mit ordentlicher PV-Erfahrung (auch im Gewerbebereich) empfehlen?


    Vielen Dank schonmal im Voraus!

  • Ich glaube das hat wenig mit PV zu tun.
    Laut Link hat der BFH entschieden, dass eine PV eine Betriebsvorrichtung ist, die zum beenden der Gewerbesteuerfreiheit führt.
    Was soll da ein Steuerberater sagen? Es geht halt so nicht.

    Das finde ich auch irgendwie richtig. Ich zahle ja auch Gewebesteuer.

    Warum gründen die Eigentümer der Verwaltungs GBR nicht einfach parallel eine PV-Gbr (die dann Gewerbesteuerpflichtig ist).

  • Zitat

    Ich glaube das hat wenig mit PV zu tun.

    Laut Link hat der BFH entschieden, dass eine PV eine Betriebsvorrichtung ist, die zum beenden der Gewerbesteuerfreiheit führt.

    Was soll da ein Steuerberater sagen? Es geht halt so nicht.

    Das finde ich auch irgendwie richtig. Ich zahle ja auch Gewebesteuer.

    Warum gründen die Eigentümer der Verwaltungs GBR nicht einfach parallel eine PV-Gbr (die dann Gewerbesteuerpflichtig ist).


    Die BFH Entscheidung ist so eine Sache (rechtlich aber zum Glück klar verständlich). Wenn ich erlaube, dass Immobilieneigentümer, unter den richtigen Voraussetzungen, gewerbesteuerbefreit sind, dann sollten die mit der Immobilie doch sehr eng "verzahnten" PV-Anlagen darin auch berücksichtigt sein. Oder man löst es über eine andere Gesellschaft (was ich ja auch schon erwähnt hatte); aber dann verliert man den Eigenverbrauchs-EEG-Vorteil *(was sonst zumindest für Allgemeinstrom (Aufzüge, TG, Treppenhausbeleuchtung, Serverräume(inkl. Klima) etc) direkt über den Eigentümer kommen könnte)*. Also beides der PV-Ausbreitung nicht förderlich...


    Warum nicht einfach eine zusätzliche GbR gegründet wird ist einfach, das müsste mehrfach passieren, da die Immobilien unterschiedlichen Gesellschaften gehören, die aber nicht immer aus den gleichen Gesellschaftern bestehen. Somit müsste für fast jede Immobilie eine eigene GbR/GmbH/UG nur für PV gegründet werden. Unnötige Kosten für Verwaltung und Steuerberatung *zusätzlich* zu den oben genannten Nachteilen.


    Da dies spezielle PV-Sachverhalte sind, ist es halt schon ein PV Thema. Die Steuerbefreiung für die Eigentümer hat halt auch enorme Vorteile für die Mieter, sonst würde da überall noch Umsatzsteuer drauf kommen (was zum Teil der Eigentümer fressen müsste, aber im Großen Ganzen doch die Mieten noch weiter steigen lassen würde).


    Idealerweise würde ich es ja jetzt einmal klar aufsetzen, damit es beim nächsten Objekt auch angewandt werden kann, ohne neuerliche, komplizierte Recherche. Also einfach eine Art Blaupause wie wir es überall ermöglichen können, was natürlich dem PV-Ausbau zugute käme.


    Einige der Fragen, die ich einem Steuerfachexperten in dem Kontext stellen würde (aber hier nicht an die Community stelle, damit keiner auch nur in die Gefahr einer "illegalen" Steuerlichen Beratung läuft) wären:

    • Gilt ein Dachpachtvertrag für PV für steuerbefreite Unternehmungen als "normale" Mieteinnahme oder muss noch irgendwas beachtet bzw. besonders formuliert werden
    • In welchem Kontext gilt die EEG-Umlagepflicht, in welchen nicht? (Habe da einige komplexere Szenarien, die bei uns möglich wären)
    • Worauf muss Umsatzsteuer genommen werden? Nur auf E-Auto Strom oder auch auf Anderes („normaler Strom“)
    • Wie betrachtet man dies alles in Gewerbeobjekten wo die Mieter pro m² an den Stromkosten des einen großen Zählers über die Nebenkosten beteiligt werden?
    • Wenn ich als Betreiber den PV-Strom für eine WP in der Immobilie einer Steuerbefreiten GmbH liefere, gilt dann auch EEG+USt oder gibt es Befreiungen/Förderungen. Wer wäre hier als Betreiber prädestiniert und auf wen darf/muss der Zähler laufen?
    • Etc.
    • Etc.
    • Etc.

    Wie ihr seht gibt es da doch einen Haufen Fragen... Wir machen uns nicht vor USt/EÜR/Bilanz-Bürokratie bang, das kennne wir alles, hier geht es darum die optimalen Grundlagen zu finden um es rechtssicher zu realisieren. Dabei am liebsten mit geringen Steuern und Kosten, damit die Anlagen profitabel werden und die Endnutzer *(z.B. für Allgemeinstrom über die Nebenkosten)* für den lokalen PV-Strom weniger bezahlen müssen als für Strom heute.

  • Wir stehen vor selbem Problem und haben bisher bis auf eine von uns nicht so gewünschte weitere Gesllschaftsgündung mit Verkauf des Strom an Mieter noch keine richtig zufriedenstellende Lösung. Ich sehe die komplizierten Regeln bei Mischobjekten mit verschiedenen beteiligten Personen auch als Hemnis für die Energiewende.