Wallbox an 50 mtr. 5 x 1,5 mm² Erdkabel betreiben

  • Liebe Forengemeinde,


    im Zuge der Installation einer PV Anlage (8,10 KwP), würde ich gern auch eine Wallbox montieren lassen.


    Mein Problem: Entfernung zur Garage ca. 50 mtr. Erdkabel 5 x 1,5 mm² ist verlegt und nicht austauschbar.


    Ist es ggf. möglich an dieser Strippe eine Wallbox zu betreiben?

    Damit das Kabel nicht zu sehr belastet wird, könnte man den Strom doch begrenzen, oder ist das falsch gedacht?

    Ist mit dieser Konfiguration sowohl einphasiges als auch dreiphasiges Laden möglich?


    Mein Solateur hat mir 'ne Zappi WB angeboten.

    Ich finde die Open WB nicht schlecht, weil Open Source, was ich grundsätzlich gut finde.


    Oder soll ich mich grundsätzlich nach einer anderen Lösung umsehen?

    Wichtig wäre mir eine automatische Überschußladung.


    Danke Euch schon mal im voraus für Eure Antworten.


    Sonnige Grüße

    fitze

  • Mit dem Querschnitt bist du einfach auf 3 x etwa 10 - 13 A limitiert. Falls du damit leben kannst, reicht das.

    Erfahrungsgemäss reicht das allemal -auch ohne Wallbox.

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • könnte man den Strom doch begrenzen

    Das Kabel ist ja hoffentlich schon passend abgesichert - oder ist es noch gar nciht angeschlossen?


    Einphasig laden wird keinen Spaß machen, wenn du den Strom unter 16A (also 10A; 13A sind in D eher untypisch) begrenzt.

  • Danke Euch erst mal für Eure Antworten!


    Meine Überlegung:


    Bei 400 V/16 A könnte ich bei vernünftig dimensionierten Kabeln max. 19,2 KW Laden.

    Bei 10 A wären das auf 3 Phasen immer noch 12,0 KW, die ich theoretisch zur Verfügung hätte und liege damit über dem Wert, den geförderte Wallboxen liefern dürfen.

    Mit dem Querschnitt bist du einfach auf 3 x etwa 10 - 13 A limitiert. Falls du damit leben kannst, reicht das.

    Warum sollte ich damit nicht leben können. Siehe Rechnung oben. Mehr dürfte ich doch eh nicht.

    Erfahrungsgemäss reicht das allemal -auch ohne Wallbox.

    Soweit ich das verstanden habe, könnte ich auch mit dem normalen "Ladeziegel" an der CEE Steckdose laden. Aber dann funktioniert das mit der Überschussladung wohl nicht.

    Das Kabel ist ja hoffentlich schon passend abgesichert - oder ist es noch gar nciht angeschlossen?

    Doch, doch, das Kabel ist mit 3 x 16 A abgesichert

    Einphasig laden wird keinen Spaß machen,

    Dazu habe ich gelesen, dass es beim Überschussladen durchaus von Vorteil sein kann, wenn zwischen 1 und 3 Phasigen Laden umgeschaltet werden kann. Erscheint mir gerade bei bewölktem Himmel wichtig zu sein, wenn die Stromstärke schwankt um auch geringe PV Erträge in den Speicher zu bekommen.



    Google hat mir übrigens folgendes rausgeworfen:


    Querschnitt des Wallbox Zuleitungskabels

    • 11kW Wallbox bis ca. 25m Kabellänge = 5x 2,5mm²
    • 11kW Wallbox bis ca. 45m Kabellänge = 5x 4,0mm²


    Versteh ich nicht, da raufe ich mir schon wieder die Haare.

    Wenn das so ist, dann bin ich am A.rsch! :rolleyes:

  • Bei 400 V/16 A könnte ich bei vernünftig dimensionierten Kabeln max. 19,2 KW Laden.

    Nein, das ist nicht richtig gerechnet. Das wäre der Wert für ein 400V/690V-Netz, dafür gibt es aber keine Wallbox und auch kein Auto kann mit dieser Spannung geladen werden.

    Bei 230V/400V sind das 16A. Drei belastete Leiter mit 16A sind aber für ein 1,5mm² aber nicht zulässig.


    Wie hoch ist das Kabel denn abgesichert?

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Doch, doch, das Kabel ist mit 3 x 16 A abgesichert

    niet schlecht und ich Depp sicher 25m 5x1,5 mit 13A ab :D


    Für 11kW 50m muss min 4mm besser 6mm verlegt werden.

    Musst halt schauen, wie und wo ein neues legen kannst.

  • Auch wenn ich dafür wahrscheinlich wieder haue kriege, wenn das 5x1,5qmm nicht austauschbar ist, und da kenne ich auch was von. Dann häng die Wallbox da dran und fertig. Die 16A Absicherung ist zwar eigentlich nicht mehr zulässig dafür, aber mir ist noch nie ein Problem mit 5x1,5qmm mit B16 Absicherung untergekommen. Das Problem bei einer Wallbox ist ja das es eine Dauerbelastung ist, da über Stunden geladen wird. Wenn dieses Erdkabel aber wirklich in der Erde liegt und nicht dort wo es die Erde verlässt noch auf Holz genagelt unterm Dach her geht, dann würde ich es einfach machen. Natürlich sei an dieser Stelle gesagt auf eigenes Risiko, also dann wenn es draussen warm ist und ordentlich Strom fliesst mal fühlen. Aber meist ist das unbedenklich. Der eizige Nachteil ist halt das es auf der Leitung Verluste geben wird. Und man muss ja zuhause ein E-Auto nicht immer gleich mit 11kw oder mehr laden, das schont den Akku ja auch nicht...


    MFG Lars

  • ....ist ja Super, wie Ihr mich auf den Boden der Tatsachen zurück holt. ;)

    Wie hoch ist das Kabel denn abgesichert?

    Wie ich schon schrieb, mit 3 x 16 A

    niet schlecht und ich Depp sicher 25m 5x1,5 mit 13A ab :D

    hat ja nix mit Depp zu tun.

    Meine Installation ist von 1979. Ich gehe davon aus, dass das zu dem Zeitpunkt (noch) zulässig war.

    Für 11kW 50m muss min 4mm besser 6mm verlegt werden.

    Musst halt schauen, wie und wo ein neues legen kannst.

    Ist mir schon klar, weniger Verluste.

    Aber das kann ich komplett knicken.

    40 meter vor einer Häuserreihe entlang alles aufgraben und dann

    noch auf fremden Grundstücken, never


    Meine Hoffnung war halt, das ich den Strom begrenzen kann, den die Wallbox aufnimmt,

    damit das Erdkabel nicht zu sehr belastet wird.


    Ich freue mich jetzt schon auf den Elektriker, wenn er dann kommt.

    Bin mal gespannt was der mir erzählen wird. :(

  • bei Drehstrom hat man je Stromkreis nur die Hälfte Verluste, weil im N kein Strom fließt.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Wo soll das Problem sein? Einphasiges laden reicht fast immer aus um nicht stehen zu bleiben. Du hast ja die ganze Nacht Zeit dazu. Ich habe 3 Monate so (230V-Ladeziegel) leben müssen und nur die Überschüsse aus der PV haben geschmerzt. 10A einphasig sind 2,5kW. In 8 Stunden bekommt man also 20kWh ins Auto. Damit kann ich 125km fahren. Reicht doch sicher aus... Wenn nicht, musst Du Dir eben was einfallen lassen.


    Verhandle einfach einen 230V-Ladeziegel beim Autokauf und probiere es erstmal aus.

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    12,8kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)