BKW mit Solax X1 mini

  • Hallo zusammen,


    auch wenn die Anzahl der Threads in diesem Bereich gerade stark ansteigt, möchte ich für mein Vorhaben gern einen eröffnen :) .


    Ich möchte im PLZ Bereich 24xxx ein BKW aufbauen.

    Die Anlage soll auf einen SW ausgerichteten Dachüberstand, dort sollte ab 11 Uhr seitlich Sonne auf die Module treffen.


    Das verfügt über Klimageräte zum Kühlen und heizen, gekühlt wird aber fast nicht.


    Die Grundlast schwankt zwischen 100- 200 W.


    Als Umrichter hab ich den Solax X1 mini.


    Nun meine Fragen:


    Ich werde wahrscheinlich ECO 120 M 370 wp Module von Solarwatt verbauen.

    Sollte man vielleicht gleich 3 Stück verbauen um auch Winter noch einen Ertrag erzielen zu können? Mit Welchem Ertrag kann im Winter rechnen?

    In der Übergangszeit ( Mai diesen Jahres) habe ich bspw. 7,6 kWh/d verheizt.


    Das heizen könnte ich per App zeitlich steuern, so das die Nachmittagssonne genutzt werden könnte.


    Dann wäre noch die Frage, wohin mit dem WR.

    Könnte ihn direkt unters Dach setzen, dort ist eine Art Lagerraum durch den Dachüberstand und darunter die Terrasse. Oder zählt für die Effizienz des WR jeder °C, dann würde ich von unten an den Boden des Lagerraums befestigen, quasi über der Terrasse.

    Sicher gibt es da auch Stauwärme, aber zumindest kann Luft zirkulieren.

  • Vergiss den Winter mit so einer Anlage.


    Wenn Du bei bedecktem Himmel und idealer Südausrichtung im November/Dezember/Januar 0,1kWh/kWp am Tag erntest, ist das eher die Regel als die Ausnahme. Bei 3 Modulen wären das 0,1kWh in Deinem Fall. Bei schönstem Sonnenschein werden mal 3-4kWh/kWp erreicht - in Deinem Falle dann 3-4kWh am Tag. Aber die Tage kannst Du an einer Hand abzählen in den genannten Monaten...


    Um eine Heizung zu füttern brauchts schon etwas mehr "Substanz". Bau eine richtige Anlage, dann wirds auch was.

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    12,8kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)

  • Hm okay, damit hab ich gerechnet.


    Das ich mit dieser kleinen Anlage nicht die Heizung abdecken kann war mir klar. Will bloß aufgrund des alten Daches und der Unterverteilung erstmal mit so einer kleinen Anlage starten.


    Für die Grundlast und ein "grüneres" Gefühl sollten dann wohl die 2 Module reichen.


    Die Position des WR spielt keine große Rolle?

  • Ich habe meinen Solax probeweise auch an der Außenwand des Gartenhäuschens unter dem Dachvorsprung befestigt. So ist er gegen Regen gut geschützt und bisher schnurrt er ohne Probleme und an guten Tagen mache ich aktuell ~5kWh pro Tag. Das macht richtig Spaß, die Grundlast sollte dementsprechend auch vorhanden sein, ansonsten dankt es dir dein Netzbetreiber (oder auch nicht - keine EEG Umlage)

  • Aber ob es einen wirklichen Unterschied ausmacht kannst du nicht sagen?


    Wenn ich die Diagramme so sehe, wäre es dann nicht fast besser Module mit noch höherer Leistung zu wählen?

    In meiner Region wird man wohl mit jährlich 950kwh/m2 rechnen dürfen, da wird es teilweise schon schwierig die insgesamt 600W zu erreichen.


    Mit bspw. 445Wp Modulen würden die 600W vermutlich öfter und länger erreicht.

  • Würde er kaputt gehen bei mehr als 840W oder einfach nur den Überschuss nicht verwerten?


    Mir hat die Hotline von denen erzählt, dass er hier auf "Störung" gehen würde, was ich persönlich eher bezweifle. Dennoch war und ist mir das Risiko zu hoch gewesen, weshalb ich WR von AEConversion (Made in Germany / zumindest die alten Modelle) besorgt habe und dort auf eine fachkundige Hotline gestoßen bin.


    Zu Deiner Frage nach dem Ertrag im Winter. Nach meiner Erfahrung kommen die meisten Erträge zwischen März und September zusammen. Die übrige Zeit (Oktober bis Februar) bringt bei mir in Summe tendenziell den gleichen Ertrag wie der Juni als einzelner Monat.

  • Hm, also zum Einen lese ich beim X1-0.7 1050W http://de.solaxpower.com/x1-mini/,

    zweitens scheint das ja immer das gleiche Gerät zu sein in den verschiedenen Leistungsstufen, da DC-seitig immer 360V/14A angegeben ist.

    So lange Du da drunter bleibst, sollte das Gerät das packen.

    Ich habe das schon mal als Vermutung geschrieben, und PNT hat es bestätigt von APSystems, dass einfach ein geradzahliges Vielfaches von aktuell auf dem Markt verfügbaren Modulen genommen wurde, und dann irgendwann mal das Datasheet „aktualisiert“ wurde… von daher passt das schon.


    Aber final gilt natürlich @heckmbop’s Kommentar, und man könnte ergänzen „…und Versuch macht kluch ;-)…“

  • Wäre der Betrieb von 3 x 370W Modulen am Solax X1 mini 700W überhaupt möglich, der verträgt laut Datenblatt max. 840W.


    Würde er kaputt gehen bei mehr als 840W oder einfach nur den Überschuss nicht verwerten?

    Der Solax Mini 0.7 ist die bescheuertste Idee, die man nur haben kann. 700VA heißt: Man benötigt zur Anmeldung zwingend ein Inbetriebssetzungsprotokoll, das ein Elektriker unterschrieben hat.

    Der Grund ist: 700VA sind nicht sicher.

    Du benötigst einen Mini 0.6. Der ist sicher. Kein Elektriker muss prüfen.


    Die Antwort auf Deine Frage weiß ich zwar. Aber ich unterstütze keine Guerilla-Arschgeigen.

    Energie-Wende heißt: Nach dem Kohle-Ausstieg ist vor dem Erdgas-Ausstieg. Was mir an Energie fehlt, werde ich teuer zukaufen müssen. Das weiß aber jeder schon jetzt.