Kleine 2,6 kWp EEG PV-Anlage 2021 - Brauche ich eine Steuererklärung?

  • Ich habe nun extrem schnell (Dank ans Forum) selber eine 2,6kWp EEG Anlage (Eigenverbrauch+Stromverkauf) Ende April installiert.

    Der Elektriker hat diese noch im April abgenommen und dem Versorger wegen der EEG Vergütung (7-8 cent) gemeldet.

    Ich habe die Anlage im Stammregister am 1.5 angelegt. Morgen installiert der Versorger den Zweirichtungszähler.

    Damit ist die Bauphase nun auch schon vorbei und nun kommt der schwerste Teil für mich

    ----- DIE STEUERERKLÄRUNG ----

    Ich habe für alle Bauteile + Elektriker Rechnungen in Höhe von 2200€ inkl. Mwst.


    Dazu habe ich ein paar "dumme" Fragen

    1. muss ich ein Kleinunternehmen anmelden und warum / warum nicht?

    2. kann ich die Rechnungen irgend wie gewinnbringend absetzten (wo?)


    Ziel ist möglichst viel Gewinn. :danke:

  • Ich hoffe das Ding läuft seit April.

    Die 2200 brutto bei 2,6KWp ... echt gut eingekauft.


    Du musst gar nichts, DU hast die Wahl der Qual.

    KEIN Kleinunternehmen und Regelbesteuerung bedeutet, dass Du die VSt aus den Rechnungen zurück bekommst.

    Ist nicht viel bei Dir, aber auch Geld.


    Schau mal quer bei http://www.pv-steuer.de

    Du bist Unternehmer.

    Anlage EÜR und G brauchst Du zukünftig.

    UStE wird auch fällig.

    Verkaufe ein SMA EnergyMeter für 190,-


    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • @seppelpeter die 2200 brutto beinhalten alles auch die Abnahme durch den Elektriker und den Blitzschutz!

    Die Anlage läuft seit April hervorragend und hat an einem Tag schon 18 kWh erzeugt.

    Die Technik war für mich überhaupt kein Problem :)


    Wenn ich nichts mache bekomme ich die VSt wieder? Wieviel wäre das ?

    Um wieviel Geld geht es wenn ich das als Unternehmer abhandle? Nur Ca.?


    Gibt es für solche mini Anlagen Ausgefüllte Beispiele der Anlagen EÜR und G?

  • Auch bei mini Anlagen ist die Arbeit für die Steuer die gleiche.

    Als erstes musst du die Anlage beim Finanzamt formlos anmelden. Unternehmer wirst du in jeden Fall.

    Danach kannst du dich entscheiden, ob du Kleinunternehmer werden und mit Umsatzsteuer nichts zu tun haben willst.

    Dann bekommst du auch keine Vorsteuer erstattet, in deinem Fall ca. 350 €, und musst auch keine Umsatzsteuer für den Eigenverbrauch zahlen. Das sind vielleicht 80 € pro Jahr, die du so sparst.


    Den Gewinn aus der Anlage versteuern musst du erst nächstes Jahr mit deiner Einkommensteuererklärung.

  • Wenn ich nichts mache bekomme ich die VSt wieder? Wieviel wäre das ?

    Um wieviel Geld geht es wenn ich das als Unternehmer abhandle? Nur Ca.?

    http://www.suntax.de/

    Manche Dinge erscheinen zunächst kompliziert, sind aber langfristig recht einfach,

    versucht man jedoch es sich zunächst einfach zu machen, wirds langfristig kompliziert ....

  • @level9 Danke, Danke , Danke :)

    Mit Regelbesteuerung verliere ich 420€ in 20 Jahren.

    Ich werde in jedem Fall mindestens die Kleinunternehmer-Regelung nutzen.

    60€ wären nochmals drin wenn ich 5 Jahre Regelbesteuerung und dann zur Kleinunternehmer-Regelung wechsele.

    Der Aufwand ist doch fast der gleiche? Mann muss nur die Fristen einhalten.


    Müßte ich wirkliche JEDEN Monat so eine Umsatzsteuervoranmeldung machen? (klingt stark übertrieben?)

  • Müßte ich wirkliche JEDEN Monat so eine Umsatzsteuervoranmeldung machen? (klingt stark übertrieben?)

    Im Jahr der Gründung und im Folgejahr! Danach wird dich das FA davon befreien. Ausserdem gibt es wohl jetzt eine Umstellung auf Quartalsanmeldungen.

    Manche Dinge erscheinen zunächst kompliziert, sind aber langfristig recht einfach,

    versucht man jedoch es sich zunächst einfach zu machen, wirds langfristig kompliziert ....

  • level9 noch eine Frage zur Umsatzsteuervoranmeldung.

    Der Netzbetreiber wird sicher nur 1x im Jahr eine Rechnung mit der Eeg vergütung schicken.

    Was schreibe ich in den ersten 11 Monaten da rein?

    Immerwieder 0 € oder soll man das schätzen?

  • Der Netzbetreiber schreibt keine Rechnungen. Du bist Lieferant, er ist Kunde. Eigentlich müsstest du ihm eine Rechnung schreiben. Meist wird dir der VNB aber eine Gutschrift geben. Das aber wie vermutet nur einmal im Jahr.

    Der VNB hat dir aber monatlich einen Abschlag zu zahlen.

    Ich nehme an die versteuerst nach vereinnahmten Entgelten.

    In der UStVA gibst du dann das an, was auf deinem Konto landet (Lieferungen und sonstige Leistungen) und deinen Direktverbrauch als Unentgeltliche Wertabgabe (Die kannst du auch schätzen und im letzten Quartal geradeziehen).

    Ebenfalls in die UStVA kommen Vorsteuerbeträge aus Rechnungen von anderen Unternehmen (z.B. USt. deiner Anlagenrechnung).

    Manche Dinge erscheinen zunächst kompliziert, sind aber langfristig recht einfach,

    versucht man jedoch es sich zunächst einfach zu machen, wirds langfristig kompliziert ....

  • Danach kannst du dich entscheiden, ob du Kleinunternehmer werden und mit Umsatzsteuer nichts zu tun haben willst.

    Nicht ganz richtig, mit KUR brauchst du keine VA machen, die Jahres-USt-Erklärung ist trotzdem fällig lt. UStG.

    Damit deklarierst du das wegen der geringen Umsätze du KUR machen darfst.

    Den Gewinn aus der Anlage versteuern musst du erst nächstes Jahr mit deiner Einkommensteuererklärung.

    Nicht ganz richtig, der Gewinn aus deiner Anlage ist nur zu versteuern wenn er über 410€ im Jahr liegt einschl. evtl. weiterer Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Die Grenze wirst du kaum erreichen, aber deklarieren musst du wie bei der USt.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))