KFW 40 oder KFW40+

  • Hallo zusammen,


    aktuell ist der Bauantrag unseres neuen Hauses in der Genehmigungsphase und sobald der da ist möchte ich mir auch die Angebote für die PV-Anlage holen.


    Die PV-Anlage soll auf das Süddach des Hauses (Norddach mit 40° Dachneigung macht vermutlich wenig Sinn).


    Dort gibt es außer einem Dachflächenfenster keine weitern Beeinträchtigungen und Schatten gibt es auch nicht.


    Wenn wir einen Batteriespeicher einbauen ist die KFW Förderung 6.000 € höher, der Rest des Hauses ist auf jeden Fall KFW40+ fähig, da auf jeden Fall eine KWL verbaut wird.


    Beheizt wird das Haus mit einer LWP.


    Nun stellt sich mir die Frage was macht Sinn:

    • keinen Speicher einbauen (das Geld sparen) und auf die 6.000€ Förderung verzichten (somit weniger Eigenverbrauch, aber auch kein Speicher der Ärger machen oder Reparaturen kosten kann)
    • Speicher so klein wie möglich (für das KFW40+ sind laut Berechnung bei uns mind. 2,7 kWh erforderlich - also relativ klein)
    • Einen Speicher nehmen der ziemlich genau 6.000 € kostet -> was kriegt man da aktuell an kWh ?
    • einen größeren Speicher nehmen (der etwas mehr kostet, aber immer noch mit 6.000€ gefördert wird) -> was macht da von der Größe her Sinn ?


    Was für Batterispeicher (Hersteller) machen denn Sinn ?


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Speicher so klein wie möglich an einen Hybrid wr. Ich würde zu Fronius tendieren. Damit wäre der kleinste Speicher dann ein byd hvs 5.5. aber das ist auch ok so. Damit hast du dann zumindest etwas Reserven für über Nacht.

    Für den Rest des Geldes so viele und möglichst effiziente pv Module aufs Dach (und evtl Carport?) packen.


    Wichtig ist: mit dem Speicher ist das Haus kfw40+. Die pv Anlage + Speicher solltest du aber nicht mit diesem Kredit (Programm 153 oder?) finanzieren. Sonst gibt es die Auflage, dass man keine eeg Vergütung beziehen darf. Das Haus als kfw40+ ready also über den kfw Kredit finanzieren, aber die pv Anlage selbst fremd finanzieren. Darf nicht auf der Rechnung des Hauses stehen 😉 . Für Speicher und zum Teil pv gibt es andere kfw Kredite oder Förderprogramme der Länder/Städte, die dir unter die Arme greifen.

  • Schau mal nach den sich ergebenden Verlusten durch die Begrenzung der Einspeiseleistung auf 60%.

    Imho wäre eine Drehung des Daches in Kombination mit einer O/W-Anlage und der Verzicht auf kfW40+ der wirtschaftlichere Weg.

  • Hi !


    Danke erst mal für die Infos ... also eher doch ein kleinerer Speicher unter 5-6 kWh, der sollte dann, solange keine Heizung läuft gut über die Nacht reichen. Das würde die Autarkie in den Sommermonaten sicher stark verbessern bzw. nahe 100% bringen.


    Das mit dem KFW 153 ist mir bekannt ... daher wird die PV auch separat vom Haus gemacht und das Geld kommt nicht vom KFW Kredit.


    In unserm Baugebiet gibt es ausnahmslos nur Nord-Süd-Dächer (außer man hat ein Walmdach) und was anderes wird einem auch nicht genehmigt. Begründet wird das übrigens im Bebauungsplan mit dem Thema PV-Anlage ... das man mit einer Ost-West-Anlage für den Eigenverbrauch wahrscheinlich bessere Karten hat steht auf einem anderen Blatt.


    Warum nur 60% ... unsere bisherige PV-Anlage ohne Speicher hat eine 70% (weich) Begrenzung. Ist das mit Speicher anders oder von was hängt das ab ? Oder gibt es da neue Regelungen (unsere aktuelle Anlage ist von 2016) ?


    Wenn man nur 60% hat und einen kleinen Speicher, dann geht einem doch einiges an Stromerzeugung verloren, da ein kleiner Speicher bei einer großen Anlage doch recht schnell voll ist.


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • so wie ich das verstehe gelten die 60% ja nur für minimale Anlagengröße für das kfw40+ ... Da heißt der restliche Teil kann mit 70% laufen oder die ganze Anlage mit dem Mittelwert.


    Ich gehe davon aus, dass diese Begrenzung auch weich erfolgen kann. Richtig?


    Gibt es Hybrid Wechselrichter von fronius mit 15 kwp? Ich hab auf Anhieb keinen gefunden.

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Nein, die Hybriden sind auf 10 kw ac glaube ich begrenzt. Ich würde eh einen kleineren Hybrid wr und den größeren für den Rest nehmen. Falls der Hybrid wr irgendwann mal defekt sein sollte wäre den zu tauschen günstiger. Evtl. macht bis dahin ein neuer Akku auch tatsächlich Sinn wenn bis dahin die Preise passen.


    Was ich nicht weiß, was aber interessant wäre zu wissen ist, ob ein fronius hybrid + fronius Standard kommunizieren und der Hybrid den Überschuss des Standard wr in den Akku laden kann. Stehe nämlich vor der gleichen Entscheidung beim Neubau meiner Schwester. 20 kwp mit einem 6er Hybrid und nem 10er Standard, oder eher andersrum.


    Ob jetzt Begrenzung auf 60% oder 70% kannst du umgehen wenn du einen rse nimmst. Sollte in dem kfw Bonus noch drin sein. Alternativ den Peak am Mittag per Akku laden und evtl. Waschmaschine und co. Dort laufen lassen.

  • Lies die FAQ von pflanze . Besonders zum Thema Speicher.

    Wenn du kfw 40+ haben willst, brauchst du einen Speicher. Nimm den kleinstmöglichen (um die Förderung zu bekommen). Damit wird der Preis für den Speicher nicht ganz so teuer.

    Bedenke, innerhalb der 20 Jahre wirst du einen zweiten Speicher kaufen müssen. Dann natürlich OHNE Förderung und MIT Mwst.

    ICH würde auf das PLUS verzichten, also ohne Speicher bauen. Die kosten dafür verschieben sich durch den Zweitkauf innerhalb der 20 Jahre in die Zukunft. Ist ja aber deine Entscheidung.

    PV so groß wie möglich. Bei einer Dachneigung bis ca. 25 Grad das Norddach auch belegen. Die Grenzkosten werden für das Norddach geringer sein, im Winter wird das Norddach aber dafür sorgen, dass die WP damit gefüttert werden kann.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 3045x

  • ...Ob jetzt Begrenzung auf 60% oder 70% kannst du umgehen wenn du einen rse nimmst...


    Die Förderbedingungen der KfW bestehen auf der Begrenzung von 60%.

    ...Bei netzeinspeisenden Photovoltaikanlagen ist die maximale Leistungsabgabe am Netzanschlusspunkt auf 60 % der installierten Leistung zu begrenzen...


    (Seite 4 unteres Drittel des nachstehend verlinkten Dokumentes)

    Quelle

    Die 70%-Regelung stammt aus dem EEG und hat in diesem Fall nichts damit zu tun.


    Verzichte auf das Plus! citystromer 's Vorschlag ist der Beste!

    Dach So flach wie es geht und bei dem Wunsch nach Ziegeln oder Betondachsteinen sein muss (zwischen ~16 und 25°) und dann auch die Nordseite voll machen! Dabei möglichst auf Dachflächenfenster verzichten (bodentiefe Fenster im Giebel machen Räume auch sehr hell)

    - Antennen an einer geeigneten Außenwand unter dem Dach anbringen.

    - KEINE Gauben bauen lassen! Der Flächengewinn ist minimal, dafür zerlegt es Dir aber wichtige Fläche für PV.

    - Schornstein für Kamin ist Mode, wirft aber Schatten und macht die Hütte zur Sauna weil ein Raum mit dem 5 bis 10fachen seiner erforderlichen Heizleistung vollgeballert wird. Ein wasserführender Kamin als Backup ist Käse. (kein Strom = keine Pumpe = kein Kaminbetrieb!)

    - Sanitärbelüftungen im Spitzboden zusammenfassen und an einer gut geeigneten Stelle nach oben führen.

  • Wird bei kfw verlangt, dass man 20 Jahre lang einen Speicher nutzen muss? Ich dachte der Zeitraum der kfw Restriktionen geht nur 5 Jahre. Ich hätte jetzt gesagt, dass, wenn der Speicher am Arsch ist, der rausgeworfen wird und ich einfach ohne Speicher weiter arbeite und einspeise. Oder spricht da was dagegen?


    Und ja, die 60% beziehen sich wohl nur auf die von kfw geforderten mindest amlagengrösse. Diese Mindestgrösse samt Akku also an einen kleinen wr und der Rest dann mit 70% an den großen.