Empfehlung Mini PV zu 3 Online Angeboten

  • Hallo,


    ich möchte mir gerne eine Mini PV Anlage aufs Dach setzen, und lese hier schon einige Zeit mit. Ich bräuchte mal Rat zu 3 Online Angeboten. Aber zuerst noch ein paar Hintergrund Info’s. Es geht um ein Zweifamilienhaus mit Dach in Südausrichtung. Das Dach ist durch Erker aber leider sehr verwinkelt, weswegen eine große PV-Anlage nicht möglich ist. Siehe auch Bild im Anhang.

    Das hat sogar mal ein Vertreter gesagt, der ja eigentlich eine Anlage verkaufen wollte.


    Ein „Standard“-Balkonkraftkwerk mit max. 600W Leistung ist mir aber zu wenig. Es gibt nur einen Hausanschluss mit einem digitalen Zähler. Der Jahresverbrauch liegt bei ca. 8500 Kwh. Mit insgesamt 7 Personen, Aquarium, Terrarium, Teichfilter, Poolfilter, Solarthermie Pumpe … kommt schon einiges an Grundlast zusammen. In den Wohnungen wird meistens auch mittags gekocht. Ich habe am Zähler selten eine Leistung unter 700 W gesehen. Da ich mich aber das erst mal vor ca. 2 Monaten mit dem Thema beschäftigt habe, sind Teichpumpe und Poolpumpe da noch nie an gewesen. Deshalb hatte ich mich eigentlich schon auf diese Anlage festgelegt:


    Anlage 1:

    1020 W 1122,54 € + 119 € Versand = 1241,54 €

    https://www.jurasol24.de/mini-solarkeit-1020.html

    3 Stück 340 Watt Solar Fabrik Halbzellen Solarmodule Monokristallin mit 10 Jahren Produktgarantie und 25 Jahren Leistungsgarantie

    1 Stück Growatt MIC 1000 TL-X Wechselrichter mit 10 Jahren Produktgarantie

    1 Stück Growatt Shine Wifi Stick für kostenloses Online Monitoring u. Überwachung



    Bin dann gestern aber auch noch bei diese beiden Anlagen hängen geblieben:

    Anlage 2:

    900 W 969 € (Versandkostenfrei)

    https://www.bau-tech.shop/sola…0w-750w/pfannendach1.html

    3 x Solarmodul monokristallin a 300Watt in schwarz

    Modulmaße 164 x 99cm / Hersteller: München Solar

    1 x Wechselrichter Solax X1 Mini 1000 Watt

    1 x Solax WiFi Modul zur Anlagenüberwachung



    Anlage 3:

    1200 W 1279 € (Versandkostenfrei)

    https://www.bau-tech.shop/sola…aranlage-pfannendach.html

    4 Stück Solarmodule monokristallin a 300Watt in schwarz

    Modulgröße: 164 x 99cm / Hersteller: München Solar

    1 x Wechselrichter Growatt 1000S

    1 x Growatt WiFi Modul zur Internetüberwachung


    Mir stellen sich jetzt folgende Fragen:

    • Gibt es eine Empfehlung aufgrund der Komponenten?
    • Rein vom Preisleistungsverhältnis von der Solarleistung her, ist die Anlage 1 ja die schlechteste. Was natürlich auch durch die hohen Versandkosten kommt. Dafür haben die Einzelmodule allerdings auch mehr Watt. Deutet das daraufhin, dass das neuere Module sind und diese evtl. auch besseres Diffuslichtverhalten haben?
    • Kann jemand was zu den Wechselrichtern sagen. Was ist z.B. der Unterschied zwischen Growatt 1000S und Growatt MIC 1000 TL-X ? Letzterer sieht irgendwie „moderner“ aus.
    • Sind die ungefähr 300 € Mehrkosten von Anlage 3 gegenüber Anlage 2 gerechtfertigt? Der Wechselrichter von Anlage 3 leistet maximal ja auch „nur“ 1000W.

    Ich hoffe das sind nicht zu viele Fragen auf einmal, und es kann vielleicht jemand was dazu sagen.


    Viele Grüße

    DS

  • Wobei ich gerade auch noch diese Anlage gefunden habe. Solarleistung 1320 W WR-Leistung 1100. Sind vermutlich aber keine deutschen Module.


    1320 W 1162,82 + 75,8 = 1238,62

    https://greenakku.de/selfPV/se…1320Wp-Talesun::3280.html


    Talesun BISTAR TP6H60M 330Wp hochwertiges Markenmodul Monokristallin mit 25 Jahren Leistungsgarantie und 12 Jahren Produktgarantie. Maße (HxBxT) 1684 × 1002 × 35 mm


    SOFARsolar Wechselrichter 1100TL

    1-Phasig - inkl. DC-Switch

  • Moin,

    habe mir gerade - für ein Zweifamilienhaus mit zwei Zählern und jeweils nicht sehr hoher Grundlast - nach dem Vergleich div. Angebote die folgende Kombi bei zwei Anbietern zur OSt-West-Montage bestellt. Die Aufteilung v.a. deshalb, weil bei dem einen die Module gerade aus waren und beim anderen die Montagematerialien und angebotenen Wechselrichter nicht so gefielen. Mit den beiden Wechselrichtern wird jedes Modul einzeln überwacht, so dass ich auch noch mit der Anordnung spielen kann.

    4StkJaSolar Solarmodul JAM60S-10-340-MR - 340 Wp Halbzellen BF = 567€ frei Haus

    2 St PV Befestigungskit 2 Module (max 100cm je Modul) Dachhaken Aluprofil Solar, 2 Module

    2 St APSystems 600W YC600 Mikrowechselrichter

    Verkabelung 637,82 € frei Haus


    Zusammen also (incl. Montagematerial und Versand) knapp 1205 Euro

  • Für Eigenverbrauch ist es günstig auch die Ost und die Westrichtung zu nutzen. Aus dem Bild kann man nicht erkennen, ob sich der große Erker und auch das Ost-Dach belegen lassen. Es müssen unbedingt die Schattenwürfe der Erker und des Schonsteins links beachtet werden. Vermutlich ist es notwendig alle Module so hoch wie möglich auf das Dach zu bringen. Schatten mindern die Leistung erheblich und lassen sich nicht ausgleichen. Wenn jeweils 3 Module in eine Richtung bei etwa gleicher Neigung montieren lassen, kommen die kleinen String-Wechselrichter (Solax, Growatt) in Frage. Für jede Ausrichtung einer. Bilder von der Ost sowie von der Westseite wären hilfreich. Wie ist denn die genaue Ausrichtung. Evtl. Google Earth Bild, möglichst mit Abmessungen. Wer soll denn die Anlage aufbauen?

  • Ein „Standard“-Balkonkraftkwerk mit max. 600W Leistung ist mir aber zu wenig.


    Wenn Dir die 600 VA als WR-Begrenzung zu wenig sind, bleibt Dir nur wie allen anderen auch der Weg über eine stinknormale PV-Anlage mit Einspeisung und dem üblichen Anmeldeprozedere und der zwingenden Beauftragung eines Elektrikers, was bei kleinen Anlagen wesentlich schwieriger zu finden ist. Und hier macht es dann keinen Unterschied, ob der WR 600VA oder 9.999 VA Einspeiseleistung bereithält.


    Oder anders gesagt müsste Dein Thread in den Bereich "Allgemeine Anlagenplanung" verschoben werden. Hier geht es um Micro-PV bzw. um Anlagen ohne Einspeisevergütung und mit vereinfachtem Anmeldeprozedere.


    Es liegt also an Dir, ob Du Tipps benötigst, wie man an einen 600VA-WR mehr Modulleistung anschießen kann oder ob Du den Weg über eine reguläre Einspeiseanlage gehen möchtest.

  • Deine 4 Anlagen haben einen Makel: Du kannst sie nicht vereinfacht anmelden. Das ist nur möglich, wenn der Wechselrichter maximal 600 Watt ausgibt. Die 4 Wechselrichter geben alle mehr als 600 Watt aus.

    Das heißt: Du benötigst zur Anmeldung zwingend ein Inbetriebnahmeprotokoll, das von einer Elektrofirma ausgestellt wird.

    Die Hürde liegt weniger im Preis, sondern in der Verfügbarkeit von Elektrikern. Die haben alle keine Lust, für etwas den Kopf hinzuhalten, was sie nicht selbst angeschlossen haben. Denn das ist ja schließlich nicht die Regel, sondern absolute Ausnahme.

    Eventuell heißt es auch. Nicht bei uns gekauft, dann soll die Abnahme doch der Verkäufer machen. Warum wir?

  • Das heißt: Du benötigst zur Anmeldung zwingend ein Inbetriebnahmeprotokoll, das von einer Elektrofirma ausgestellt wird.

    Die Hürde liegt weniger im Preis, sondern in der Verfügbarkeit von Elektrikern.


    Man könnte es auch uncharmant so ausdrücken, dass wir "anderen" nicht völlig verblödet sind bzw. es eine Grund hat, warum viele die schwachsinnige 600VA-Regel einzuhalten versuchen.

  • Für Eigenverbrauch ist es günstig auch die Ost und die Westrichtung zu nutzen. Aus dem Bild kann man nicht erkennen, ob sich der große Erker und auch das Ost-Dach belegen lassen. .... Wie ist denn die genaue Ausrichtung. Evtl. Google Earth Bild, möglichst mit Abmessungen. Wer soll denn die Anlage aufbauen?

    Das müsste ich mal genau messen, ob auf den großen Erker 2 Module senkrecht nebeneinander passen. Leicht schräg nebeneinander sollte das auf jeden Fall passen. Wäre zwar aufwändiger in der Montage, aber da mein Bruder Dachdecker ist, sollte das kein Problem sein. Die elektrische Montage mache ich selber. Ich habe entsprechende elektrotechnische Kenntnisse.


    Da heißt optimal wäre Ausrichtung Ost- Süd- und West? Bei vielen lese ich immer Ost- West-. Kann mir gar nicht vorstellen, dass das besser sein soll als nur Süd.


    Zu den anderen Antworten bezüglich Anmeldung. Es ist mir bewusst, dass eine Anlage > 600 W nicht über das vereinfachte Anmeldeverfahren angemeldet werden kann.


    Die Ausrichtung ist schon ziemlich genau Süden. Süden liegt vom Haus aus gesehen ca. 5 Grad westlich.

  • Da heißt optimal wäre Ausrichtung Ost- Süd- und West? Bei vielen lese ich immer Ost- West-. Kann mir gar nicht vorstellen, dass das besser sein soll als nur Süd.


    Ost-/West hat den Vorteil, dass man hier im Zweifel mehr Leistung bei Einhaltung der 600VA-Beschränkung realisieren kann. Packt man sowohl Richtung Ost wie auch in Richtung Westen etwas über 600Wp, hat man den ganzen Tag über Strom, was dann in Summe mehr bringt als nur über einen kürzeren Zeitraum am Tag.


    Sofern Du aber die 600VA überschreitest, bist Du im Bereich einer normalen Anlage bzw. war es das dann auch mit der Option den überschüssigen Strom ohne Entgelt ins Netz speisen zu "dürfen". Außerdem winken dann noch solche Dinge wie 70%-Regelung, was bedeutet, dass der WR maximal 70% der maximalen Modulleistung in Strom umwandeln darf. Ein Rundsteuerempfänger wäre hier in jedem Fall noch unwirtschaftlicher. Außerdem müsste dann selbst für den geringen Ertrag eine Gewinnermittlung erstellt werden. Offen gesagt wollte ich auch bis vor kurzem zu einer Einspeiseanlage aufrüsten und habe mich dann geschlagen gegeben. Jetzt will ich von der Modulleistung her die Anlage gnadenlos überdimensionieren und alles über die 600VA-Beschränkung mit dem Wechselrichter ausgleichen. In der Vergangenheit hat das mit 1kWp gut funktioniert und warum soll das nicht auch mit 1,7 kWp möglich sein ;-)


    Bedenke außerdem beim Thema PV ohne EEG, dass Du den Strom zuverlässig selbst verbrauchen können musst, wenn es sich wirklich rechnen soll. Ein Aquarium oder Terrarium heizt nicht rund um die Uhr bzw. gerade im Sommer tendenziell weniger. Die Pumpe für die Solarthermie wird ebenfalls nicht rund um die Uhr laufen. Vieles was manche als Grundlast definieren, ist variable Last. Selbst in einem Kühlschrank läuft der Kompressor nur sporadisch. Und bei der Wasch- und Spülmaschine wird auch immer nur kurz Wasser erwärmt oder geheizt also auch nicht ständig durchgängig Strom verbraucht.


    Die Pumpen für den Teich oder den Pool könnten somit die einzigen Verbraucher mit hoher Grundlast sein. Und hier stellt sich dann aber auch die grundsätzliche Frage, ob es hier nicht Pumpen gäbe, die mit gleicher Leistung weniger Strom verbrauchen. Unsern Stromverbrauch beim Teich konnte ich durch eine sparsame Pumpe wesentlich verringern. Das Problem beim Teich ist ja, dass die Pumpe hier auch nachts und von Herbst bis in Frühjahr läuft, wo kein / wenig Solarstrom verfügbar ist.

  • Die elektrische Montage mache ich selber. Ich habe entsprechende elektrotechnische Kenntnisse.

    Kenntnisse interessieren keinen Menschen. Es muss ein Nachweis vorhanden sein.

    Und bei mehr als 600 VA sind die Hürden noch ein Stück höher, das hat Micro-PV doch bereits ausgeführt.

    Schau mal hier:

    https://www.vde.com/de/fnn/arb…zeugungsanlagen-steckdose

    Frage 13

    Der Anschluss darf nur durch eine beim Netzbetreiber eingetragene Elektrofachkraft erfolgen.

    Wenn man das selbst macht, ist es Pfusch, weil die Voraussetzungen fehlen, um die Anlage angemeldet zu bekommt.

    Außer man lügt.