10% Regelung Vorsteuerabzug

  • Hallo, Ich bin dabei meine PV Anlage steuerlich an zu melden. Dabei bin ich darüber gestolpert, dass ich die Umsatzsteuer nur dann widerbekomme, wenn ich die PV Anlage zu 10% unternehmerisch nutze.


    Siehe: https://www.haufe.de/steuern/f…ikanlagen_164_297858.html


    Leider ist das für mcih fachchinesisch, was damit gemeint ist. Einfaches Beispiel:


    Ich habe eine Eigenverbrauchsquote von 85%. Damit habe ich >10% Verkauf an den Netzbetreiber (Auf Basis der Kilowattstunden) und kann meine Umsatzsteuer zurück holen.


    oder


    Ich habe eine Eigenverbrauchquote von 85%. damit habe ich <10% Verkauf an Netzbetreiber (Geldlich gesehen) und kann die Umsatzsteuer nicht zurück holen.

    Bsp: 1000 kWh erzeut, 850*30ct = 255€, eingespeist 150*8,6ct= 12,90€


    Was ist nun richtig? Oder hab ich das völlig falsch verstanden?

  • Ich würde sagen Ersteres.


    Und wenn du als Teilwertvermutung die Opportunitätskosten (Sachentnnahme auf Basis der Einspeisevergütung ) ansetzt, dann gibt es zwischen den Varianten keinen Unterschied!

    Manche Dinge erscheinen zunächst kompliziert, sind aber langfristig recht einfach,

    versucht man jedoch es sich zunächst einfach zu machen, wirds langfristig kompliziert ....

  • USt-Gehirn:


    Meine PV-Anlagen sind zu 100 % dem Unternehmen zugeordnet. Der DV ist bei der 2011er Anlage eine Rücklieferung durch den VNB und bei der 2013er Anlage eine uWA.


    Die Frage nach 10 % unternehmerischer Nutzung stellt sich bei 100 % Zuordnung nicht.

  • USt-Gehirn:


    Meine PV-Anlagen sind zu 100 % dem Unternehmen zugeordnet. Der DV ist bei der 2011er Anlage eine Rücklieferung durch den VNB und bei der 2013er Anlage eine uWA.


    Die Frage nach 10 % unternehmerischer Nutzung stellt sich bei 100 % Zuordnung nicht.

    Das verstehe ich nicht. Ich bin Privatperson und habe kein Gewerbe. wenn ich 10% verkaufe, kann ich die ust zu 100% geltend machen. so verstehe ich die Aussage oder verstehe ich sie falsch?

  • Du solltest gedanklich trennen zwischen


    soeni als privater Verbraucher von Strom und

    soeni als gewerblicher Betreiber einer PV-Anlage zur Stromerzeugung und Stromverkauf.


    Wenn du das geschafft hast, können wir tiefer in die Steuerarten und deren Unterschiede einsteigen!

    Manche Dinge erscheinen zunächst kompliziert, sind aber langfristig recht einfach,

    versucht man jedoch es sich zunächst einfach zu machen, wirds langfristig kompliziert ....

  • Ja das hab ich soweit verstanden. Also meinst du die 10% Regelung ist so zu verstehen:


    Ich als gewerblicher Betreiber verkaufe im obigen Beispiel 85% des Stromes an mich als privatperson und die restlichen 15% an den Energieversorger? Somit ist die Nutzung 100% gewerblich?


    Wenn das so ist, warum gibt es dann diese 10% Regel?

  • wenn nicht mehr als 10% eingespeist wird, liegt kein gewerbliches Betreiben einer PV Anlage vor.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!