Überschüssige PV Leistung ermitteln und nutzen

  • Bin auch einer - deshalb sehe ich diesbezüglich großes Potential zur Verschlimmbesserung.
    Fakt ist: Ein Stromspeicher lohnt sich derzeit nicht, wenn keine besonderen Rahmenbedingungen (z.B. Insellage ohne Stromnetz-Anschluss) vorliegen.
    Weder ökologisch, noch ökonomisch.

    [...]

    Ein bissle mehr Toleranz wär vielleicht ganz angebracht. Manche experimentieren eben gern mit Stromspeicher und Energiemanagement, obwohl es keinen direkten Mehrwert hat. Und andere fahren lieber mit ihrem Elektro-SUV zum Bäcker. ;):)

  • Machen kann man vieles. Was einem eben Spaß macht. Man sollte sich halt, außer dem Spaß, nichts davon erhoffen.


    PS: ich fotografiere in meiner Freizeit Buswartehäuschen mit alten Filmen und Kameras. DAS macht mir Spaß... Kostet auch Geld und es kommt genau NULL dabei herum...

    15,6kWp PV (Heckert Solar + Kostal)

    10,2kWh Batterie (BYD HVS)

    6kW Luft-WP (Dimplex LAK6IMR)

    50kWh E-Auto (ZOE Life)

  • Ein bissle mehr Toleranz wär vielleicht ganz angebracht.

    Dies ist ein freies Land. Wer gerne als Hobby einen Stromspeicher betreiben will oder tolle Steuer-Tools programmieren mag, der darf das selbstverständlich tun.
    Allerdings darf auch darauf hingewiesen werden, dass diese Unterfangen eben nicht sonderlich sinnvoll sind abseits der Hobby-Spielerei.
    In Sachen Steuertools wurde ja schon einiges genannt.
    Hier lesen aber auch viele unbefangene Neulinge mit, die ohne diese Hinweise womöglich auf die Idee kommen könnten, dass ein Stromspeicher im Haus eine ökologisch oder finanziell sinnvolle Einrichtung sein könnte. Reicht schon, dass da etliche Solateure und Heizungsbauer ihre Kunden in die Irre leiten wollen.
    Schlussendlich können solche Hobbyprojekte auch zukünftige Entwicklungen beeinflussen - in Sofern: Go ahead! Ist ja dein Geld und deine Zeit. :)


    Verwechsle bitte Klarstellungen nicht mit "keine Toleranz". :)

  • Verschiebbare Lasten hört sich toll an - stellt sich nur die Frage, was ist verschiebbar?


    1. Die Wärmepumpe? Die Wärmepumpe sollte im Idealfall so ausgelegt sein, dass sie bei Auslegungstemperatur am Anschlag läuft ohne den Heizstab zu bemühen. Da die meisten Wärmepumpen heutzutage modulierend arbeiten und Du im Winter max. 8h am Tag Licht hast (Dezember: 8-16Uhr) ist es mit der Verschiebung nicht weit her. Wo willst Du von den 8h noch was abknapsen? 4h heizen und 20h davon "zehren"? So groß ist kein Puffer (Estrich) im Haus, um diese Energie aufzunehmen. Aus Erfahrung hat man zu tun, über die Nacht zu kommen, wenn man die 8h Tageslicht die WP komplett durchheizen lässt. Und um das einzustellen braucht es keine Steuerung, das kannst Du mit den Programmen der WP-Steuerung erledigen. Taganhebung zwischen 8-16Uhr, Nachtabsenkung zwischen 16-8Uhr. Fertig. Entweder es scheint die Sonne in der Zeit (oder ist zumindest hellgrau draußen) oder Du hast Pech und musst Netzstrom nehmen. Oder ist frieren für Dich eine Alternative?


    3. WaMa/Trockner und Gsp? Hier steuert man über die Startzeitvorwahl der Geräte und wirft sie einfach an sonnigen Tagen an - sofern das möglich ist.

    Naja das mit der Wärmepumpe kommt arg darauf an. Ja, wenn die ohne Puffer auf 24h-Betrieb und optimal ausgelegt ist (aber DIE Anlage zeig mir mal erst, bevor ich das glaube ;-)) dann läßt sich nix sinnvoll verschieben. Das sind aber die wenigsten. Und zumindest Massivhäuser haben eine beachtliche thermische Speicherkapazität und gerade jetzt wo mehr und mehr Altbauten auf WP umgebaut werden, die dann auch noch Radiatoren befeuern, ist eigentlich ein Wasserspeicher ein Muss, und damit gibt es auch mehr "Spielmasse". (Ja, bei der Vorstellung windet sich jeder altgediente Heizungstechniker in Agonie, aber die wollen ja auch immer noch alles hydraulisch steuern und haben schon bereits den Nutzen einer Einzelraumsteuerung nicht kapiert).

    Das größere Potential ergibt sich ohnehin in den Übergangsjahreszeiten, nicht mitten im knackekalten Winter.


    Das Auto ist ein Sonderfall, weil doch sehr erratisch bzw. unterschiedlich im Nutzungs/Ladeprofil.

    Aber wenn der Computer die aktuellen Grossverbraucher kennt, weiss er auch wieviel man dem Auto gerade zugestehen kann, ohne Netzstrom zu nehmen.

    Spannend wird das erst noch in Zukunft, wenn die ersten EAutos bidirektional laden und als Batterie fungieren können.


    Bzgl. WaMa/Geschirrspüler: ja, aber das ist immer noch suboptimal, man muss dran denken und wenn man bei jeder Wäsche die Wettervorhersage im Kopf haben musst, stresst das auch.


    Manche haben auch noch eine Pool-Pumpe, einen Heizstrahler im Keller und Ähnliches.



    Überhaupt ist meines Erachtens der Witz an der Sache erst, wenn man nicht ständig von Hand nachregeln muss und vor allem der Computer das Dran-Denken übernimmt, denn um es optimal zu machen müßtest du die Werte eigentlich jeden Tag ein kleines bisschen anpassen und das häufigere Programmieren der WP, WaMa/Gsp und irgendwelcher Zeitschaltuhren kann nicht nur sehr nervig sein, sondern man vergisst es vor allem schnell mal, und dann kann es sogar kontraproduktiv wirken.


    Ebendarum muss so ein Energiemanagement automatisch funktionieren, sonst funktioniert es (auf Dauer) gar nicht.

  • Bzgl. WaMa/Geschirrspüler: ja, aber das ist immer noch suboptimal, man muss dran denken und wenn man bei jeder Wäsche die Wettervorhersage im Kopf haben musst, stresst das auch.

    Wer macht das Dingens voll? Und derjenige ist doch im Regelfall intelligent genug, einen Wetterbericht anzuschauen. Also bei mir läuft das Programm automatisch ab... Oder die kleinen Löffel und Tassen sind alle und er muss sowieso laufen.


    Die Pool-Pumpe bekommt ne Zeitschaltuhr für 5€, der Heizstrahler läuft eh nur wenn gebraucht. Das kann kein Computer der Welt wissen, wann da solche sporadisch genutzten Geräte gebraucht werden.


    Dito das Auto. Woher will der Computer wissen, was ich morgen vor habe?


    Ich halte es für eine Schnapsidee, aber wenn es Dir Spaß macht: nur zu. Viel Freude dabei.

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  • Ebendarum muss so ein Energiemanagement automatisch funktionieren, sonst funktioniert es (auf Dauer) gar nicht.

    Was ein Umleitungsregler ja auch wunderbar macht.

    Die online-Beschreibung ist etwas mager. Da heißt es, es kann nur eine Betriebsart für einen Tristar gewählt werden. Hast du dann einen zusätzlichen Laderegler?