Spannungsfestigkeit von Sicherungen für Victron Lynx ( Mega-Fuse)

  • Habe die hier im Auge aber noch nicht bestellt: https://www.ebay.de/itm/324563040572?var=513610066281


    Angeblich : Batteriekabel H07V-K von Lapp - Schwarz oder Rot in verschiedenen Querschnitten mit Kabelpressschuhen von Haupa fertig verpresst.


    Lapp-Kabel sagt mir was, aber Haupa habe ich noch nie gehört. Vermutlich aber auch eher was höherwertiges.


    Die Verbindungen der MPPTs zum Busbar muss ich auch noch mal überdenken. Zur Zeit habe ich vom MPPT150/35 zum Busbar 6mm2 und vom MPPT150/70 zum Busbar meine ich 10mm2, könnten aber auch 16mm2 sein. Muss mich mal nachschauen. Dann dazu noch passende Sicherungen. Die 6mm2 fliegen raus und werden durch 16mm2 ersetzt und dann mit 125A Megafuses innerhalb des Lynx abgesichert. Sollte es dann zu einem Kurzschluss in diesen kommen, brennt die Megafuse durch. Obwohl: Warum sollte da eigentlich jemals ein Kurzschluss kommen frage ich mich gerade? Die Leitungen reiben nicht aneinander und ich fasse sie normalerweise auch nicht an. Drauf fallen kann auch nichts, und wenn doch, sind die Leitungen ja isoliert. 🤔


    Wie hast du diese Leitungen abgesichert?

  • Meine Busbars sind NH Trenner wo ich eine Seite die zwischen Isolierung abgesägt habe und dort eine dicke Kupferschiene als Brücke drin habe.

    Große wechselrichter sind einzeln ohne Brücke.

    Kleine WR, Laderegler, DC Wandler usw. über CBI DC Automaten.

    Laderegler Stromschiene habe ich aus Kupfer mit Gewinde und Isostützen gebaut.

  • Obwohl: Warum sollte da eigentlich jemals ein Kurzschluss kommen frage ich mich gerade

    Dann muss man doppelt isolieren.

    Es gibt Batterienkabel nach VDE irgendwas was mehrfach isoliert ist, wie PV Kabel, oder noch besser alles getrennt verlegen.

  • Verstehe immer noch nicht, wo der Unterschied für die MPPT Laderegler liegen soll. Ob der Ladestrom nun schlagartig abfällt wegen des schlagartig abtrennenden WR oder weil die Last hinter dem WR schlagartig abfällt.


    Außerdem ist wie gesagt als Puffer noch die Batterie angeschlossen, so dass es für die MPPT-Laderegler eigentlich völlig egal sein müsste, ob der WR schlagartig wegfällt.

    Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass es zu einer Spannungsspitze kommt, wenn die Batterie vorher abgeschaltet wird oder gar nicht erst vorhanden ist. Falls im MPPT-Laderegler größere Induktivitäten verbaut sind, könnte es einen Effekt geben, wie bei Zündspulen in Autos, wenn man bei denen den Strom plötzlich abschaltet, aber das geht auch nur, wenn dahinter kein Akku hängt durch den der Strom weiter fließen kann, anstatt "gegen die Wand zu rennen".

    Ja logisch is es dem MPPT egal wenn der "noch" verbindung zur Batterie hat, es ging um das wegtrennen.. Um das gehts hier ja nicht allgemein sondern um das falsche Sicherungskonzept und die falschen Sicherungsgrößen bzw fehlende Sicherungen. Du bastelst einfach Planlos drauf los und baust einfach mal irgendwas ein wo du nicht mal das Sicherungskonzept im ganzen und die notwendigen Leistung zuvor hinterfragt hast, das zieht sich ja wie ein roter faden durch. Sorry wenn ich das so sagt aber dir fehlt das Wissen dafür und ich unterstütz keine Laien bei Anlagen dieser größe, den auch ein Ambitionierter Hobby techniker der sich da drüber draut muß diese ganzen Fragen nicht stellen denn Leitungsqueurschnitte und deren Absicherungen bei sowas muß man wissen wenn man das selbst macht. Dahingehend halt ich mich von weiteren Tips bei dir jetzt aus Sicherheitsgründen zurück , weil sonst mach ich mich mithaftbar einem Laien Anweisungen gegeben zu haben.

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Da hat der pezibear nicht ganz Unrecht.


    Niemand würde auf die Idee kommen in der AC Hauselektrik eine 20W Lampe direkt ohne Zwischensicherung auf die Hauptsicherung zu klemmen und behaupten das dort eine Sicherung unnötig sei weil eh nur 20W drüber laufen und die Kabel ja isolier sind.


    So blöd kann man garnicht denken wie Fehler entstehen können.

    Eine Verkettung unglücklicher Umstände lässt ein Atomkraftwerk explodieren, was Ingenieure für unmöglich gehalten haben.

  • Da hat der pezibear nicht ganz Unrecht.


    Niemand würde auf die Idee kommen in der AC Hauselektrik eine 20W Lampe direkt ohne Zwischensicherung auf die Hauptsicherung zu klemmen und behaupten das dort eine Sicherung unnötig sei weil eh nur 20W drüber laufen und die Kabel

    Du das is nicht immer aber manche alles ne frag der verhältnismäßigkeit und des Gesamtsicherheitkonzeptes dahinter, wenn du mit kurzem 1 M Kabel fixanschluss direkt an einen OHMSCHEN verbaucher wie ne 20w Glühbirne gehst, wo das System auf Kurzschluss vorgesichert ist muss man sich die Frage des Leitungschutzes hier auf die Distanz von 1M stellen weil was genau sicherst du hier? Den einen 1m, wo in keinster Form eine Überlastung durch Zwangslimitiertung des Verbauchers mit Fixanschluss besteht, da der Verbraucher hier effektiv das limit ist? Bei Kurzschluss greift auch die Vorsicherung Das ist ja faktisch ein Geräteanschlusskabel.. DU kannst den 20W Glühdraht auch sichern ;) ..Das ist ja wie bei einer Stehlampe wo du mit Schuko du ne ZUleitung mit 2,5er oder 1,5er 16 oder 13er sicherung gehst wo dann aber in der Lampe 1-2m 0,75er verbaut ist .. da ist dann auch keine zusätzliche Vorsicherung mit 10A B in der lampe drin.. "zumeist" .. Wie gesagt immer das gesamte Sicherungskonzept anschauen.. was anderes wieder wenn der anschluss an dem M dann wieder variabel wird. Also alles kein Freibrief für irgendwas um daraud etwas generelles abzuleiten .. Als Elektriker liegt es in Verantwortung hier getroffene Schutzmaßnahmen korrekt nachzuweisen, und hier etwas zu Untersichern ist genauso falsch wie zu Übersichern.

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    • Hilfreichste Antwort

    Servus Karl,


    bringen wir mal ein wenig Ordnung in deine Installation. Wie sieht das System denn bisher aus?


    vorweg:

    2. Spiele ich mit dem Gedanken, meine Anlage weiter aufzurüsten. Ein zweiter MP2 5000 der dann ebenfalls mit 125A abgesichert wird, und evtl. noch mehr PV auf dem Dach. Speicher kann man auch nie genug haben.

    Deine 4 Pylontech-Module sind ausreichend für einen einzelnen 5kVA Multi, für zwei benötigst du mindestens 7 Stück bzw. für gleichmäßige Aufteilung sinnvollerweise 8 oder 9.


    Weshalb Aufteilung? Nun, die Leitungen von den Pylontech sind mit 25mm² vom Hersteller meiner Meinung nach etwas knapp bemessen. Je nach Verlegeart und Umgebungstemperatur sind damit zwar 125A Belastbarkeit drin, doch sollte man hier nicht zwangsläufig ans Limit gehen. Besser wäre es deshalb selbst bei einem einzelnen Multiplus schon zwei Sätze Leitungen zu verwenden, sodass sich die Ströme aufteilen und die Batteriebank (eigentlich nur die Leitungen) insgesamt höher belastbar ist. Bei nur einem einzigen Satz Batteriekabel wäre eine gG (gL) im NH-Trenner eine gute Wahl, da der Multi es (zumindest Offgrid) schaffen kann eine 125A Streifensicherung (zu flink) auszulösen. Das Trennvermögen spielt natürlich ebenso eine Rolle.

    Bei 9 Batteriemodulen und zwei Multiplus ließen sich z.B. 3x3 Module an je einem Batteriekabelsatz über einen 3-poligen NH-Trenner an einer Sammelschiene zusammenführen. Als Sicherungswert kämen je 125A oder besser 100A in Frage. Damit hätten wir die ersten Sicherungen für den Leitungsschutz gesetzt und du kannst die komplette Bank mit einem einzelnen Trenner trennen. Gut, die Pylontech kann man natürlich auch einfach ausschalten.


    An der Sammelschiene angekommen geht es weiter mit den Abgängen. Da zusätzliche Erzeuger aktiv sind und dort alles zusammenläuft, sollte man darauf achten den Querschnitt der Sammelschiene ausreichend stark zu bemessen. In der Regel achtet man bei der Absicherung auch auf Selektivität, sodass die Batteriesicherung die letzte sein sollte, welche auslöst. Bei einem Kurzschluss ist das leider nicht immer gewährleistet. Trotzdem: falls du aktuell nur ein einzelnes 25mm² von der Batterie kommend hast und möchtest den Multiplus nun mit 70mm² anbinden, ist das natürlich recht sinnfrei, denn der komplette Strom fließt - zumindest nachts - über die 25mm² Batterieleitung und jene Sicherung wäre es somit auch, welche zuerst auslösen würde.

    Bei zwei Multiplus kannst du abgangsseitig einen zweiten 3-poligen NH-Trenner verbauen und jeden Multiplus mit 160A und 50mm² anbinden. Die Laderegler bekommen ebenfalls eine eigene Absicherung, passend zum verwendeten Querschnitt, Leitungstyp, Verlegeart und Umgebungstemperatur nach Tabelle.

    Dem Multiplus mit dem Leitungsschutz zusätzlich einen Geräteschutz zu verpassen ist übrigens unnötig. Kommt es am AC-Ausgang zu einem Kurzschluss, dann wird innerhalb von 30 Perioden bzw. etwa 0,5s abgeschalten. Falls es innerhalb des Geräts irgendwas zerlegen sollte, dann kann die Sicherung auch nicht mehr helfen, denn dann ist der Schaden bereits groß. Dass das passiert ist aber fast so unwahrscheinlich wie deine Theorie mit der Spinne. Bei der Spinne hätte ich eher noch Sorge um die Lüfter ;)



    Gruß


    schlossschenke

  • Danke Schlossschenke für deinen sehr konstruktiven Beitrag. :thumbup::thumbup::thumbup: Muss mir das noch paar mal genau durchlesen. Werde später vielleicht noch ein paar Rückfragen haben, falls es für dich in Ordnung ist. :)