Solarinsel Mix-Schaltung

  • Hallo zusammen,

    ich habe folgende Module und will diese im Idealfall mit meinen vorhandenen Komponenten verbinden.


    2x Modul 130Watt

    Gewicht: 10.9 kg
    Maße: 1130 mm x 680 mm x 35 mm
    Nennleistung Pmax: 130 W +3%
    Zulässige Systemspannung: 1000 V
    Leerlaufspannung Voc: 22,69 V
    Nennspannung Vmp: 18,49 V
    Nennstrom Imp: 7,03 A
    Kurzschlussstrom Isc: 7,48 A
    Temperaturbereich: -40°C bis +80°C


    3x Modul 100Watt


    Gewicht: 7,425 kg
    Abmessungen: 107,4 x 49,8 x 3,5 cm
    Maximale Leistung: 100W
    Maximale Systemspannung: 600V DC (UL)
    LeerlaufSpannung (Voc): 21,6 V
    Optimale Betriebsspannung (Vmp): 17,9 V
    Optimaler Betriebsstrom (Imp.): 5,72 A
    Kurzschlussstrom (Isc): 6,24A


    Laderegler


    Max. Arbeitsstrom: 20A (auch am Kleinverbraucherausgang)
    Max. Photovoltaik Ladeleistung: 300W bei 12V / 600W bei 24V
    Arbeitsspannung: der Laderegler erkennt automatisch die Spannung 12V und 24V
    Nennspannung des Solarmodul bis 20V für 12V Systeme, bis 40V für 24V Systeme
    geeignet für einen Kabelquerschnitt bis 10mm²


    Batterie (100AH) und Spannungswandler (1000Watt) haben 12V.


    Ist Variante 1 24V-System irgendwie möglich oder schädlich für die Module?
    Ist die Berechnung richtig?

    Geht Variante 2 12V-System (mit Gleichen PWM-Laderegler) =>Zukauf eines Ladereglers nötig


    Kann mir hier jemand weiterhelfen gern auch mit Skizze.
    Gibt es eine Lösung die gut erweiterbar ist? Von den 100Watt Modulen will ich in Zukunft weitere verbauen.
    Evtl. sogar nochmal 11 Stück

    Lohnt es sich da einen Kauf von einem MPPT Regler 1 oder 2 Stück?

  • Wenn dein Laderegler max. 300 Watt verarbeitet, ist er schon jetzt überfordert.

    Aber eigentlich verstehe ich nicht, warum man heute noch Laderegler verwendet, wenn schon ein Wechselrichter nachgeschaltet wird. Hybridgeschädigter halt.

    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo Nobby,


    Variante 1 ist recht wild, das würde man so nicht machen. Es würde in Kombination mit einer 12V Batterie auch keinen Sinn ergeben, da bei einem PWM Laderegler nicht viel mehr Leistung herauskommen würde als mit den beiden 130Wp Modulen alleine.


    Variante 2 funktioniert und ist üblich. Bis auf wenige Ausnahmen verwendet man pro Modultyp immer einen separaten Laderegler/Tracker. Am PWM könnte man zwar parallel schalten, aber hier bist du auf die 20A beschränkt. Bei einer Reihenschaltung muss die im Modul verbaute Zelle identisch sein. Das bedeutet 30/36/48/60/72-Zeller aus der selben Baureihe könnte man in Reihe schalten, zwei komplett unterschiedliche Module, wie es bei dir der Fall ist, aber nicht.


    Von den 100Watt Modulen will ich in Zukunft weitere verbauen.
    Evtl. sogar nochmal 11 Stück

    In dem Fall kaufst du besser 3-4 große Module für ~120€/Stück anstatt nochmal 11 kleine. Das spart Geld, Platz und ist eine immense Erleichterung bei der Montage und Verschaltung.


    Gibt es eine Lösung die gut erweiterbar ist?

    Das (sinnvolle) Verhältnis von PV und Batterie kann nicht beliebig groß werden, sodass du mit deiner 100Ah Batterie nicht mehr weit kommst. Bereits der zweite angedachte Laderegler wäre bereits ungesund. Bei Blei sollte der Ladestrom zwischen C5 und C10 liegen, also etwa 10-20% der Nennkapazität entsprechen. Als Maximum sind bei Blei C5 noch okay, bei Lithium klappt auch C2. Für dich bedeutet das leider, dass eine günstige Erweiterung nicht möglich sein wird.


    Der Umstieg auf ein 24V System würde bei der angedachten Leistung Sinn ergeben. Das sähe dann z.B. wie folgt aus:


    2x130Wp verschalten zu 2s am vorhandenen PWM

    3x100Wp verschalten zu 3s an einem 15A MPPT Laderegler

    4x330Wp verschalten zu 2s2p an einem 50A MPPT Laderegler


    Damit hättest du dann ~1,8kWp verbaut. Eine dafür sinnvolle Batterie sollte um die 10kWh Speicherkapazität haben, was bei 24V 400Ah und bei 12V 800Ah bedeuten würde. Deine aktuelle Größe wäre also deutlich zu klein.


    Es gibt auch noch die Möglichkeit der Überbelegung von MPPT Reglern, sodass der Einsatz der oben genannten Regler auch im 12V System möglich wäre. Bei schlechtem Wetter ist der Ertrag identisch, bei vollem Sonnenschein ist aber nur die Hälfte der (Lade)leistung nutzbar. Die Mindestbatteriegröße bei 12V sollte dann aber noch immer mindestens dem 5-fachen Ladestrom in C5 betragen, also 400Ah+.


    Kann mir hier jemand weiterhelfen

    Vielleicht verrätst du erstmal was das Ziel der Anlage sein soll? Welchen Verbrauch und welche Verbraucher soll sie an welchem Standort zu welcher Zeit versorgen können? Weshalb möchtest du die aktuelle Anlage auf 600% aufstocken?


    Hast du eine Typenbezeichnung von Batterie, Laderegler und Wechselrichter? Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten es handelt sich eher um Komponenten aus dem günstigen Preissegment.


    Aber eigentlich verstehe ich nicht, warum man heute noch Laderegler verwendet, wenn schon ein Wechselrichter nachgeschaltet wird. Hybridgeschädigter halt.

    Kannst du einen Hybridwechselrichter mit 3 Trackern und einer Startspannung ab 30V empfehlen?



    Gruß


    schlossschenke

  • Hallo zusammen,


    danke für die schnellen Antworten.

    Ich habe momentan als Verbraucher einen Laptop 100Watt (im Dauerbetrieb).

    Bei Sonne werden die Fahrradakkus 100 und 200Watt dazugeschaltet.

    Manchmal betreibe ich bei Sonne auch eine Pumpe mit 230Watt zum Gießen.

    Die Verbraucher hängen alle an einer WLAN-Doppelsteckdose.

    Die ich bei Bedarf von überall zu oder abschalten kann.

    Der Laptop hängt außerdem noch an einer Umschaltstation, sobald er vom Solar getrennt wird läuft er übers Netz weiter.

    Jetzt kommt noch eine Überwachungskamera 5Watt dazu, die kommt direkt an den Laderegler (USB).


    Von Batterien halte ich leider nicht viel.

    Ich habe Beruflich mehr oder weniger mit Li-ion-Batterien bzw. Maschinen dazu, zu tun.

    Außerdem kenn ich keine Rechnung in der eine Batterie rentabel ist.


    Aktuell habe ich eine billige Adler Sunrise DeepCycle EFB 12V 100Ah verbaut.

    Die soll das System eigentlich nur am Leben halten.

    Überlege mir da eine zweite zu kaufen, um besser zwischen 70/80-100% Ladestand zu liegen.


    Mein Ziel ist die Sonnenenergie immer sofort zu nutzen und nicht zu speichern. Wenn die Anlage später 1 oder 2KW hat,

    werde diese auch sofort verbraucht z.B. in Form eines Heizstabs für den Warmwasserspeicher oder kleines E-Auto/Roller ;),.... da ist aber noch Zukunft. =>Beim Auto sind wir wieder beim Batteriethema das mich aktuell noch stört


    Wenn Sonne ist, kann ich mein Laptop 10h betreiben, jedoch wenn es leicht bewölkt ist nur 5h oder weniger.

    Wenn ich mehr Module habe reicht es vielleicht auch bei bewölkten Himmel für die 10h.


    Ich hoffe, ihr versteht jetzt mein Ansatz und das ganze macht Sinn.

    Die kleinen Module (100Watt) passen bei mir perfekt aufs Scheunendach und sind Preis-Leistung deutlich günstiger wie große. =>Bekomm ich nach geschmissen

  • Kannst du einen Hybridwechselrichter mit 3 Trackern und einer Startspannung ab 30V empfehlen?

    Was kostet so ein Gerät? Wahrscheinlich alleine das 4-Fache das mir meine ganze Solar "Spaß" aktuell gekostet hat.

    Gibt es da ein Gerät das du empfehlen würdest?

  • Vielleicht verrätst du erstmal was das Ziel der Anlage sein soll? Welchen Verbrauch und welche Verbraucher soll sie an welchem Standort zu welcher Zeit versorgen können? Weshalb möchtest du die aktuelle Anlage auf 600% aufstocken?


    Hast du eine Typenbezeichnung von Batterie, Laderegler und Wechselrichter? Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten es handelt sich eher um Komponenten aus dem günstigen Preissegment.

    Ja, ist aus dem günstigen Segment. Die 100Watt kosten nicht viel, Platz und Montage sind kein Problem.

    Bei 6-facher Leistung habe ich dann auch genug bei bewölktem Himmel.

  • Wenn dein Laderegler max. 300 Watt verarbeitet, ist er schon jetzt überfordert.

    Aber eigentlich verstehe ich nicht, warum man heute noch Laderegler verwendet, wenn schon ein Wechselrichter nachgeschaltet wird. Hybridgeschädigter halt.

    einstein0

    Bei 24V kann er 600Watt. Daher die zusätzliche Reihenverschaltung

  • Servus,

    Gibt es da ein Gerät das du empfehlen würdest?

    Da musst du den einstein fragen. Ist aber Preiskategorie billig, also genau was du suchst ;)


    Von Batterien halte ich leider nicht viel.

    Außerdem kenn ich keine Rechnung in der eine Batterie rentabel ist.

    Dann ist eine Insellösung nicht das Richtige für dich und du kannst dich mit 100kw und Inselbewohner kurzschließen, die das ganz ähnlich sehen. Meine Meinung dazu findest du in Beitrag #16 auf Seite 2.

    Tatsächlich hat sich heute sogar jemand bei mir gemeldet, der eine Insel komplett ohne Batterie betreiben wollte :shock:


    Nunja, hier darf gerne jemand anders weiter machen. Meine Lösungsansätze würden dir denke ich zu teuer werden und zuviel Akku beinhalten ;)



    Gruß


    schlossschenke

  • Was ich wie sehe ist das eine, beratungsresistent bin ich aber nicht. Ich habe zunächst diverse Hersteller/Importeure kontaktiert (meine Idee stieß nicht auf Ablehnung) und nun gehofft, dass mit mir jemand der vielen PIP-Nutzer hier seine Erfahrungen teilen kann,


    Und von billig bin ich weg, günstig kann es sein. :)


    PS: In Utube gibt es einige Hybridnutzer mit kleinen Batteriespeicher. Der eine beklagt sich, dass sein neuer AGM Speicher nach 6 Monaten defekt ist, das wundert mich nicht. Er hat aber auch ein deutlich anderes Nutzungsprofil als ich.


    Stabil laufen tut es aber trotzdem.


    Grüße

  • Ja, Batterien sind elende Stromfresser.
    Nein, so kleine Hybriden mit 3 Trackern kenne ich nicht. Aber wozu drei Tracker?

    Schau dir mal das Datenblatt des Voltacon an, oder andere Hybriden, je nach Anwendung und Eckdaten.

    Gibts auch mit mehr Leistung, MPP-Tracker, Bi-direktional etc.

    einstein0

    Bilder

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.