Zwei Generationen in Zweifamilienhaus, alleiniger Unternehmer oder GbR

  • . Der klassische Arbeitnehmer

    hat selten gewerbliche Einkünfte.


    Aus dem Schreibstil oder bezüglich des fehlenden Backgrounds würde ich beim TO auch auf einen Arbeitnehmer tippen. Er hat aber mit keiner Silbe erwähnt, ob er, seine Frau oder seine Eltern eventuell Gewinneinkünfte erzielen. Es liegt vielleicht an meinem Job, dass ich bei Hufschlägen sofort an Zebras denke ;-) Und manche sparen gerade aktuell wieder, koste es was es wolle. Eine Anlage mit 30 kWp dürfte wohl den Preis eines Mittelklassewagens kosten, aber die Frage, wie man das ganze rechtlich bzw. steuerrechtlich am besten realisiert, versucht man für lau in einem Internetforum für Photovoltaikanlagen abzugreifen. Eine PV-Anlage hat eine Nutzungsdauer von vielleicht rund 30 Jahren. Je nach Alter des Vaters / der Eltern sollte man hier vielleicht bereits überlegen, dass eine GbR auch durch den Tod eines Gesellschafters enden würde bzw. eine neue GbR mit den Erben entstehen könnte. Laien denken hier leider viel zu oft nicht weit genug voraus.


    Nachtrag:

    Sehe gerade mit Verspätung, dass wohl eine Variante gewählt wurde, die zumindest dem Fiskus am meisten nutzen dürfte. Ob diese Entscheidung Mehrsteuern im vier- oder gar im fünfstelligen Bereich für die Laufzeit der Anlage kosten könnte, hängt neben der Höhe des Eigenverbrauchs vom individuellen Steuersatz aller Beteiligten ab. Als Steuerzahler danke ich natürlich dem TO für sein uneigennütziges Handeln.

  • keine Frage, volle Zustimmung.

  • Das eine ist die steuerliche Komponente, das andere die energiewirtschaftliche. Wenn es sich um zwei getrennte Haushalte handelt darfst Du die andere Wohnung nur dann mit Strom versorgen, wenn Du ein Mieterstrommodell anmeldest. Sonst darfst Du als Privatmann/GbR nicht versorgen. Du hintergehst zum Beispiel die EEG Umlage und das ENWG.

  • Übrigens realisiere ich gerade ein Parallelprojekt. Zweifamilienhaus, EG an Kinder vermietet, meine Frau und ich sind Bauherren. Aufs Haus kommt eine PV Anlage 17kWp und ein 12,8 kWh Batteriespeicher. Ich prüfe noch, ob ich die PV Anlage auf meinen Namen laufen lassen soll oder GbR mit Ehefrau (beide bald Rentner mit geringen Einkünften aus Kapitalanlage und aus Vermietung) . Es ist nämlich im Mieterstrommodell für mich gerade die Frage, ob ein vom Vermieter (meine Frau und ich) getrennter Betreiber der PV Anlage (beispielsweise nur ich) den vollen Mieterstromzuschlag bekommen kann sowie die Belieferung der Mieter abrechnen kann. Für die steuerliche Behandlung der PV Anlage im Mieterstrommodell habe ich eine verbindliche Auskunft beim Finanzamt gestellt (Berechnungsschema) und genehmigt bekommen.

  • . Wenn es sich um zwei getrennte Haushalte handelt darfst Du die andere Wohnung nur dann mit Strom versorgen, wenn Du ein Mieterstrommodell anmeldest

    Falsch

    hintergehst zum Beispiel die EEG Umlage

    Zähler vom MSB holen und EEG-U an ÜNB abführen braucht keinen "Mieterstrom", der ein riesiger Wasserkopf ist und erst ab ca 10, 15 WE interessant wird.

    Sehr wohl ist Bereitstellung von PV-Strom ohne Krampf möglich.


    Link auf deinen Thread reicht, Doppelposts sind ärgerlich.

  • Wer ist denn dann der auf den Mieterzähler eingebuchte Energieversorger?